Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Begriffsbestimmungen 2
2.1 Soziale Netzwerke 2
2.2 Facebook als Beispiel für ein soziales Netzwerk 3
2.3 Jugendliche 3
3 Jugendliche im Fokus des Medienwandels 4
4 Chancen von Facebook 5
4.1 Beziehungsmanagement 5
4.2 Identitätsmanagement 5
4.3 Entstehung eines neuen Rückzugraumes 7
5 Gefahren von Facebook 8
5.1 Vielfalt der veröffentlichten Informationen 8
5.2 Gefahr der niedrigen Privatsphäre-Einstellungen 8
5.3 Probleme des Anbieters Facebook 10
5.4 Nicht bedachte Konsequenzen des „digitalen Exhibitionismus“ 11
5.5 Cyber-Mobbing 12
6 Lösungsansätze 13
6.1 Das Beispiel „Watch your Web“ 14
7 Fazit 15
8 Literaturverzeichnis 18
I
Einleitung
1 Einleitung
Das soziale Netzwerk Facebook steht mal wieder in der Kritik. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, dass sogar Nichtmitglieder vor Facebook nicht sicher sind. Auch sie können ausspioniert werden. „Die virtuelle und die reale Welt verschwimmen. Es werden reale Daten gesammelt, auch wenn wir virtuell gar nicht aktiv sind“ 1 , so formuliert Bundesdatenschützer Peter Schaar die Gefahr, die von Facebook ausgeht. Diesem Datenmissbrauch steht die Politik machtlos gegenüber, da sich Konzerne wie Facebook in einer Art rechtlichen Grauzone befinden.
Trotz allem ist Facebook das größte soziale Netzwerk der Welt, mehr als 500 Millionen Menschen sind Teil dieser Plattform. Alle wollen Teil des Web 2.0 sein und aktiv das Internet mitgestalten. Jeder vierte Internetnutzer der Welt war Mitte 2010 angemeldet, dadurch ist Facebook zur „größten Datensammlung über die Menschheit“ geworden, zum „Meldeamt des Internets“. 2
Jedoch wissen besonders Jugendliche nicht, was mit ihren Daten eigentlich passiert und gehen viel zu leichtsinnig mit intimen Details um. Sie unterschätzen die Reichweite ihrer Veröffentlichungen und die Auswirkungen.
In den Weiten des Internets gibt es nicht nur die Chance neue Leute kennenzulernen und Freundschaften über Kontinente hinweg zu knüpfen, das Internet birgt auch Gefahren wie die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Cybermobbing.
Da das Thema Facebook ein sehr weites Feld ist, kann auf sehr viele verschiedene Aspekte eingegangen werden. Um die Arbeit zu begrenzen will ich meinen Schwerpunkt auf die Gruppe der Jugendlichen legen, da sie meiner Meinung nach viel zu wenig über die Gefahren von sozialen Netzwerken aufgeklärt wird. In der vorliegenden Arbeit will ich zunächst erläutern was eigentlich ein soziales Netzwerk ist, und Facebook sowie die Gruppe der Jugendlichen definieren. Danach soll kurz auf den Medienwandel eingegangen werden. Im Folgenden sollen Chancen und Gefahren von Facebook voneinander abgewogen werden. Zum Schluss soll dargestellt werden, welche Möglichkeiten es gibt, Jugendliche besser vor Gefahren zu schützen.
1 Guhlich, A. (2010): Die Grenzen der Verbraucherschützer, S. 11
2 Steinschaden, J. (2010): Phänomen Facebook, S. 7
1
Begriffsbestimmungen
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke sind Anwendungen des Web 2.0. Dies bedeutet, dass Nutzer sich aktiv am Internet beteiligen und es selbst mitgestalten können. Zum Beispiel in sozialen Netzwerken eigene Texte, Bilder und Videos hochladen und veröffentlichen. Dies bezeichnet man auch als „User Generated Content“, also das was Nutzer an Inhalten beisteuern. 3 Während beim „alten“ Web 1.0 die vom jeweiligen Anbieter produzierten Inhalte von den Nutzer/innen meistens nur betrachtet wurden, ist das Internet nun zum Mitmach-Netz geworden. Man hat die Möglichkeit sich zu präsentieren und sich auszutauschen. Dabei braucht man jedoch keine speziellen Programmierkenntnisse, da die Anwendungen leicht zu bedienen sind. 4 .
Steinschaden findet den Begriff des „sozialen Netzwerks“ wenig geeignet, da er sich zunächst auf die reale Gesellschaft bezieht, und nicht auf die virtuelle. So entstehen in Familien, Armeen, Unternehmen etc. soziale Netzwerke, ein Geflecht aus Individuen. Somit favorisiert er den Begriff „Online-Netzwerk“. 5
Nieswiodek-Martin spricht von „Community“ und unterteilt diese in mehrere Kategorien: Netzwerk-Communitys wie SchülerVZ, Foto-Communitys wie Flickr, Video-Communitys wie YouTube und Tagebuch-Communitys wie Blogger. Wobei man Facebook zu Netzwerk-Communitys zuordnen würde. 6
Meister und Meise definieren soziale Netzwerke als Internetplattformen. Sie ermöglichen es den Nutzern „persönliche Profile anzulegen um dort in einem öffentlichen bis eingeschränkt öffentlichen Rahmen Kontakt zu Freunden aufzunehmen und zu pflegen sowie anderen Nutzern die eigenen sozialen Kontakte zu zeigen.“ Sie beschreiben wesentliche Merkmale, die die sozialen Netzwerke von der persönlichen Kommunikation unterscheidet: Die „Dauerhaftigkeit durch die Fixierung im Internet, die Such- und Sichtbarkeit der Profile, und das (un)sichtbare Publikum.“ 7
3 Godau, M., Ripanti, M. (2008): Online-Communitys im Web 2.0, S. 10
4 Nieswiodek-Martin, E. (2008): Generation Online Jugendliche und Internet, S. 16f
5 Steinschaden, J. (2010): Phänomen Facebook, S.
6 Nieswiodek-Martin, E. (2008): Generation Online Jugendliche und Internet, S. 18
7 Meister, D.; Meise, B. (2009): Sozial und medienkompetent-Jugendliche in virtuellen sozialen Netzwerken, S. 21
2
Begriffsbestimmungen
2.2 Facebook als Beispiel für ein soziales Netzwerk
Die Selbstbeschreibung auf der Homepage lautet „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ 8 2004 wurde das inzwischen größte soziale Netzwerk der Welt von Mark Zuckerberg geründet. Der Name bezieht sich auf die Jahrbücher, die an amerikanischen Hochschulen sehr beliebt sind, da sich Studenten in der Fotosammlung einen Überblick über ihren Jahrgang verschaffen können. Anfangs stand das Netzwerk nur Studenten zur Verfügung, später kann sich jeder anmelden. Facebook steht von Anfang an stark in der Kritik, die Privatsphäre und den Datenschutz seiner Nutzer sehr einzuschränken. 9
Trotz allem ist Facebook nach wie vor bei sämtlichen Altersgruppen beliebt. Auch Jugendliche nutzen es gerne: 24,18% der Nutzer sind aus der Altersgruppe 13-20. 10
2.3 Jugendliche
Da die vorliegende Arbeit die Nutzergruppe der Jugendlichen näher beleuchten wird, muss die Gruppe zunächst näher beschrieben werden.
Die Jugend wird als „bestimmte Altersphase“ bezeichnet, die „mit unscharfen Rändern in der Regel von 13 bis circa 25 Jahren“ reicht. Jedoch ist das in Jahren gemessene Jugendalter zur Kennzeichnung von „Jugend“ vage und unbestimmt, somit sollte man sich eher nach der allgemeinen Beschreibung der Altersgruppe richten. 11 Allgemein bezeichnet man das Jugendalter als „Zeit zwischen Kindheit und reifem (oder mittlerem) Lebensalter, umfasst also etwa die Entwicklungsphasen Pubertät und Adoleszenz“. Dabei spielt die Entdeckung des Ichs eine wichtige Rolle, ebenso sind die Jugendlichen einer emotionalen Unausgeglichenheit ausgesetzt 12 . In den „Zehnerjahren“ erleben die Teenager große Umwälzungen und Richtungsänderungen. 13 Zudem erfolgt eine „Ausrichtung der Heranwachsenden an Normen, Werte und Ziele der Erwachsenengeneration. 14
8 Facebook (2010): Willkommen bei Facebook. [elektronische Quelle]
9 Steinschaden, J. (2010): Phänomen Facebook. S. 40ff
10 aaO, S. 62
11 Lenzen, D. (1989): Pädagogische Grundbegriffe Band 2, S. 799
12 Häcker, H; Stapf, K. (1998): Dorsch Psychologisches Wörterbuch, S. 420
13 Benesch, H.; Saalfeld, H. (1987): Dtv- Atlas zur Psychologie Band 2, S. 291
14 Böhm, W. (1988): Wörterbuch der Pädagogik, S. 302
3
Jugendliche im Fokus des Medienwandels
3 Jugendliche im Fokus des Medienwandels
Das Internet und die Möglichkeiten des Web 2.0 werden Jugendlichen immer wichtiger. Es findet ein sogenannter „digitaler Medienwandel“ statt, der durch ein Rückgehen von traditionellen Medien wie Tageszeitungen und Zeitschriften und ein Vordringen der digitalen Medien wie Computer, Internet und Handy geprägt ist 15 . 98 Prozent der Jugendlichen nutzen das Internet zumindest selten. Somit gehört das Internet zusammen mit dem Fernseher zu den am häufigsten genutzten Medien. 16 Die neuen Medien eröffnen ihren Nutzern erweiterte Partizipationsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu den konventionellen Medien ist das Internet zum „Allroundmedium“ geworden, das unterschiedliche Medienbedürfnisse wie Kommunikation, Unterhaltung und Information erfüllt. 17 Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Konvergenz der Medien - ein Zusammenwachsen eigentlich getrennter Medien. So kann man zum Beispiel über das Internet telefonieren. 18
Die heutige Jugend kann auch als sogenannte „erste Cybergeneration“ 19 oder auch als „Digital Natives“ bezeichnet werden. Die Begriffe beschreiben eine Generation, die in das digitale Zeitalter hineingeboren wurde und wie selbstverständlich mit den neuen Medien aufgewachsen ist. 20 Im Gegensatz dazu haben die „Digital Immigrants“ die Online-Welt erst als Erwachsene kennen und nutzen gelernt. Ihnen fällt es schwer, den „digitalen Grand Canyon“ 21 zu überwinden um den Anschluss an die „digital natives“ nicht zu verlieren. 22
Online-Communitys sind zum wesentlichen Bestandteil des Web 2.0 geworden. Diese Seiten sind fest im Alltagsleben der Jugendlichen integriert. 85 Prozent der jugendlichen Internetnutzer, 12 Prozent mehr als im Vorjahr, nehmen solche Angebote zumindest selten wahr. 23 Mädchen machen einen größeren Anteil der Nutzer aus, da sie vor allem an Kommunikation und Kontaktaufrechterhaltung interessiert sind. Jungen dagegen nutzen das Internet allgemein eher für das Herunterladen von Musik oder für die Nutzung von Online-Spielen. 24
15 Digitale Jugendkulturen S. 8
16 Jim s. 16
17 Digitale Jugendkulturen S. 30
18 http://www.media.nrw.de/media2/site/index.php?id=107&tx_ttnews[tt_news]=55508&cHash=429c8320d8
19 Digitale Jugendkulturen S. 12
20 Generation Internet S. 1
21 Generation Online S. 11
22 Klicksafe S. 4
23 Jim-Studie, S. 45
24 Mikos, Lothar (2009): Mediennutzung, Identität und Identifikationen , S. 188
4
Arbeit zitieren:
Rebecca Creuz, 2010, Facebook und die Nutzergruppe der Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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