Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 1
Abk ürzungsverzeichnis 2
1 Einleitung 3
2 Grundlagen des Risikomanagements 5
2.1 Definition Risiko und Risikomanagement. 6
2.2 Methoden des Risikomanagements. 7
2.2.1 Risikoidentifizierung, Risikoanalyse und ökonomische Bewertung 8
2.2.2 Festlegung der Risikostrategie und Risikosteuerung 10
2.2.3 Risikoüberwachung. 13
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen der Versicherungsunternehmen 13
2.3.1 Solvency I und Solvency II 14
2.3.2 Das Versicherungsaufsichtsgesetz 16
2.4 Wesentliche Risiken im Bereich der Versicherungen. 17
3 Grundlagen der Risikoidentifikation und -analyse. 19
3.1 Arten der Umfeldanalyse 20
3.1.1 Die PEST-Analyse 20
3.1.2 Porters Wettbewerbsmodell 21
3.1.3 Prognosetechniken 22
3.2 Risikobewertung und Anpassung der Geschäftsstrategie 24
3.3 Auswirkungen der letzten Wirtschaftskrise 25
4 Modelle des Risikomanagements 25
4.1 Konkurrierende Modelle 26
4.2 Vor- und Nachteile. 28
5 Versicherungssektor Österreich 29
5.1 Kennzahlen 29
5.2 Wettbewerb 31
5.3 Rückversicherer 33
5.4 Ableitung Geschäftsstrategie 33
5.4.1 Geschichte und Entwicklung. 34
I
5.4.2 Strategie. 37
6 Schlusswort 38
Literaturverzeichnis 40
Anhang. 44
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Unternehmerische Risikolandschaft.
Abbildung 2: Risikomanagementprozess als Systemkreislauf.
Abbildung 3: Die Prozessstufen der Risikosteuerung
Abbildung 4: Drei-Säulen-Modell der Versicherungswirtschaft
Abbildung 5: Risikokategorisierung eines Versicherungsunternehmens.
Abbildung 6: Risk map basierend auf dem Sharma-Report
Abbildung 7: Die fünf Wettbewerbskräfte
Abbildung 8: Übersicht Prognosetechniken
Abbildung 9: Das deterministische sowie stochastische Modell
Abbildung 10: Prämienentwicklung der Versicherungswirtschaft in Österreich
Abbildung 11: Entwicklung der Leistungen der Versicherungswirtschaft in Österreich
2006-2010............................................................................................................................
Abbildung 12: Vergleich Wirtschaftswachstum real sowie Prämien real 2004 - 2009.
Abbildung 13: Entwicklung Marktanteile der sechs größten Versicherungsunternehmen
2003-2010............................................................................................................................
Abbildung 14: Daten aus der G.u.V. 2006 - 2010 der VIG
Abbildung 15: Daten aus der Bilanz 2006 - 2010 der VIG
Abbildung 16: Verlauf der Aktie 2006 - 2010 der VIG
1
Abkürzungsverzeichnis
VaR - Value at Risk
CEE - Central Eastern Europe
EIOPA - European Insurance and Occupational Pensions Authority FMEA - Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse QIS - Quantitative Impact Studies VIG - Vienna Insurance Group
2
1 Einleitung
Der Wandel der letzten Jahre hat einen massiven Einfluss auf die unternehmerischen Rahmenbedingungen. So müssen Unternehmen mit rasch ändernden wirtschaftlichen, politischen, technologischen, gesellschaftlichen und ökologische Entwicklungen umgehen können, wodurch hohe Herausforderungen an das unternehmerische Handeln bestehen. 1
Die wirtschaftlichen Entwicklungen im 21. Jahrhundert können folgendermaßen gekennzeichnet werden: 2 • Steigende Geschwindigkeit • Zunehmender Neuigkeitsgrad • Erhöhte Komplexität • Vermehrte Unternehmensverflechtungen
Aufgrund dieser Merkmale wird deutlich, dass die Risikosituationen, denen Unternehmen ausgesetzt sind, einem ständigen Wandel unterliegen. Gerade für die Versicherungswirtschaft, deren Kerngeschäft Risiken sind, ist es erforderlich, signifikante Veränderungen der Unternehmensumwelt zu identifizieren und zu bewerten. Neben der externen Umwelt sind unternehmensinterne Faktoren bei der Risikobeurteilung mit einzubeziehen, da der unternehmerische Erfolg wesentlich davon abhängt, inwieweit Unternehmen mit dem Wandel umgehen können. 3
Die Arbeit hat ihren Hauptschwerpunkt auf Risikomanagement und Umfeldanalysen in Bezug auf die österreichische Assekuranz, wobei auch Auswirkungen der letzten Wirtschaftskrise betrachtet werden und Vergleiche mit anderen Regionen vorgenommen werden.
Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen des Risikomanagements, das Definitionen, die Methoden des Risikomanagements, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die wesentlichen Risiken im Bereich der Versicherungen umfasst, beschrieben.
1 Vgl. Diederichs, M. (2004): Risikomanagement und Risikocontrolling, München, S. 9.
2 Vgl. Marchazina, K./Wolf, J. (2008): Unternehmensführung; Das internationale Managementwissen, Wies-
baden, S. 19.
3 Vgl. Diederichs, M. (2004): Risikomanagement und Risikocontrolling, München, S. 10.
3
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Grundlagen der Risikoeinschätzung und damit den Umfeldanalysen, sowie Risikobewertung im Zusammenhang mit der Anpassung der Geschäftsstrategie und den Auswirkungen der letzten Wirtschaftskrise auf die Assekuranz.
Im vierten Kapitel werden die konkurrierenden Modelle, das deterministische sowie stochastische Modell des Risikomanagements, die in der Versicherungswirtschaft angewandt werden, dargestellt und verglichen.
Abschließend im fünften Kapitel wird der Versicherungssektor Österreich mittels Kennzahlen analysiert, sowie der Wettbewerb betrachtet. Die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group als größtes Versicherungsunternehmen in Österreich und europaweiter Konzern dient als Beispiel für den österreichischen Versicherungsmarkt sowie auch ihre Expansion nach Central Eastern Europe, die auch eine klassische Entwicklung für viele österreichische Unternehmen darstellt.
4
2 Grundlagen des Risikomanagements
Einleitend wird ein Überblick über die möglichen Risikoursachen, denen Unternehmen ausgesetzt sind, sowie die Entwicklungen im Risikomanagement dargestellt. In den Unterkapiteln wird vorrangig auf die Begriffe Risiko und Risikomanagement, den Methoden des Risikomanagement im Sinne eines zusammenhängenden Regelkreislaufs, der rechtlichen Basis der Versicherungswirtschaft sowie den wesentlichen Risiken der Versicherungsunternehmen eingegangen.
Folgende Abbildung stellt die internen als auch die externen Risikopotentiale von Unternehmen dar:
Abbildung 1: Unternehmerische Risikolandschaft
Quelle: Vgl. Diederichs, M. (2004): Risikomanagement und Risikocontrolling, München, S. 8.
Aufgrund der gesteigerten Dynamik gewinnt die Beurteilung der gegenwärtigen sowie der zukünftigen Situation im Unternehmensbereich immer mehr an Bedeutung. Die Sicherstellung der Existenz eines Unternehmens geht daher mit einem Risikomanagement einher, das Risikopotentiale ausreichend identifiziert, beurteilt und sich auf die möglichen Änderungen einstellt. 4
4 Vgl. Diederichs, M. (2004): Risikomanagement und Risikocontrolling, München, S. 8.
5
Weiters haben die neuen Ratingverfahren aufgrund der Basel II-Bestimmungen sowie Solvency I und II einen Fokus auf Finanzkennzahlen, wie z.B. die Eigenkapitalquote oder Gesamtkapitalrentabilität, gelegt, infolgedessen sich erhebliche Risiken im Bereich der Finanzierung eines Unternehmens ergeben können. Auch bei Unternehmen mit langfristig guten Zukunftsperspektiven kann sich daher bei gleichzeitigem Eintreten mehrerer Risiken und einem damit einhergehenden schlechten Jahresabschluss ein unbefriedigendes Rating ergeben und somit die Finanzierung des Unternehmens gefährden. Das Konzept des wert-orientierten Managements gewinnt somit weiter an Bedeutung und ein damit verbundenes Risikomanagement im Kontext der Unternehmensführungsaufgaben. Transparenz über die Risikosituation, Frühaufklärung und Krisenprävention sowie eine mögliche Reduktion der Kosten für die Risikobewältigung sind nur einige Vorteile eines systematischen Krisenmanagements. 5
2.1 Definition Risiko und Risikomanagement
Risiko sowie Ungewissheit sind beides Unterbegriffe von Unsicherheit, wobei bei Entscheidungen unter Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeiten für denkbare zukünftige Umweltzustände bekannt sind, nicht jedoch bei Ungewissheit. Risiko im engeren Sinn ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung eines tatsächlichen von einem erwarteten Ergebnis. Daher ist es ökonomisch sinnvoll positive und negative Abweichungen zu berücksichtigen, da diese sich gegenseitig kompensieren können und dies im Sinne der Berechnung des Gesamtrisikoumfangs eines Unternehmens ist. Risiko im Unternehmen kann daher definiert werden als die „aus der Unvorhersehbarkeit der Zukunft resultierende, durch „zufällige“ Störungen verursachte Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen“ 6 . Durch eine derartige Definition kann noch keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Eintrittswahrscheinlichkeiten bekannt sind oder nicht. Weiters darf der Aspekt, dass das Risiko in Unternehmen immer bezüglich vorgegebener Ziele bewertet wird, nicht außer Acht gelassen werden und das Risikomanagement basiert daher auf einer klaren Zielformulierung.
5 Vgl. Gleißner, W. (2008): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, München, S. 1 f.
6 Gleißner, W. (2008): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, München, S. 9.
6
Daher kann Risikomanagement folgendermaßen definiert werden: „Risikomanagement ist das systematische Denken und Handeln im Umgang mit Risiken.“ 7 Dies heißt nicht, dass die Risiken im Unternehmen vermieden werden sollen, da Unternehmen immerzu mit diesen konfrontiert sind, sondern vielmehr Transparenz über die Risikosituation im Unternehmen zu schaffen und somit das Risiko-Ertrags-Profil zu optimieren. 8
Risikomanagement wird als dynamischer Prozess gesehen und Veränderungen in Unternehmen sind häufig. Es werden neue Produkte oder Dienstleistungen eingeführt, Unternehmensbereiche zusammengeführt, Zukäufe oder Verkäufe von Unternehmensteilen durchgeführt, Kapitalskosten erhöht oder gesenkt. Daher kann Risikomanagement in einen dreiteiligen Prozess eingeteilt werden. Erstens die potentiellen Verluste zu identifizieren und zu messen, zweitens einen Plan zu entwickeln und durchzuführen, um mit diesem Verlustpotential umgehen zu können und drittens diesen Plan laufend zu evaluieren, nachdem er umgesetzt wurde. 9
2.2 Methoden des Risikomanagements
Durch die zunehmende Bedeutung von wertorientierten Ansätzen der Unternehmensführung hat sich Risikomanagement vom operativen in den strategischen Bereich verlagert. Strategisches Risikomanagement umfasst alle unternehmerischen Maßnahmen bezüglich des Umgangs mit Risiko, die im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenserfolgs stehen. 10 Die Aufgaben des Risikomanagements sind daher die Risikoidentifizierung, Risikobewertung und -analyse, Festlegung der Risikostrategie, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung. 11
7 Gleißner, W. (2008): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, München, S. 10.
8 Vgl. Gleißner, W. (2008): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, München, S. 8 ff.
9 Vgl. Dorfman, M. (2008): Introduction to Risk Management and Insurance, London, S. 43.
10 Vgl. Gleißner, W. (2000): Risikopolitik und Strategische Unternehmensführung in: Der Betrieb, Heft 33,
S. 1625 f.
11 Vgl. Lang, P. (2008): Risikosteuerung und MaRisk, in: Hallmann, T./Kirchner, W. (Hrsg.): Steuerung von
Versicherungsunternehmen, Stuttgart, S. 394 f.
7
Folgende Grafik stellt den Risikomanagementprozess im Sinne eines Regelkreislaufes dar:
Abbildung 2: Risikomanagementprozess als Systemkreislauf
Quelle: Lang, P. (2008): Risikosteuerung und MaRisk, in: Hallmann, T./Kirchner, W. (Hrsg.): Steuerung von
Versicherungsunternehmen, Stuttgart, S. 394.
2.2.1 Risikoidentifizierung, Risikoanalyse und ökonomische Bewertung
In der ersten Phase sind zunächst alle Risiken, die das Unternehmen betreffen, zu identifizieren. Dieser Prozess ist sehr intensiv und erfordert daher eine systematische Informationsbeschaffung und -auswertung. Dies kann in Form von Arbeitsprozessanalysen, formalisierten Gefährdungsanalysen, Systemanalysen, Workshops, Benchmarks oder Checklisten erfolgen. Der weitere Schritt ist dann die systematische Erfassung und Darstellung der identifizierten Risiken und die Dokumentation vorhandener Sicherungssysteme inklusive deren Funktionsfähigkeit. 12
Nachfolgend werden einige Methoden, die in der Praxis zur Identifizierung von Risiken angewendet werden, beschrieben.
12 Vgl. Gleißner, W. (2008): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, München, S. 46 und
Mensch, G. (2003): Risikomanagement - Aufgaben und Lösungen im Controlling, in: Betrieb und
Wirtschaft, Heft 12/2003, S 485.
8
Arbeit zitieren:
Anita Lorber, 2011, Zusammenhang zwischen den angewandten Methoden der Umfeldanalyse und Risikomanagements am Beispiel des Versicherungssektors in Österreich, München, GRIN Verlag GmbH
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