Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Versuch einer Definition. 2
3 Peter Glotz: Chancen und Gefahren der Telekratie. 3
3.1 Stichwort: Medienmanagement. 4
3.2 Die Frage nach der Qualität. 4
3.3 Zukunftsperspektive für Deutschland. 6
3.3.1 Politik und Wirtschaft. 7
3.4 Bilanz 8
4 Howard Rheingold: Die Zukunft der Demokratie und die vier Prinzipien der
Computerkommunikation 9
4.1 Die vier Faktoren. 10
4.1.1 Das "Viele-an-viele-Medium" 10
4.1.2 Vernetzung der Menschen 11
4.1.3 Das digitale Medium. 12
4.1.4 Plattform für Innovation 12
4.2 Neue menschliche Schnittstelle. 13
5 Bernd Wingert: Die neue Lust am Lesen? 14
5.1 Was ist Hypertext? 14
5.2 Lesen lernen 15
5.3 Probleme mit dem Hypertext. 15
5.4 Eigener Versuch 16
6 Fazit 17
Literaturverzeichnis 19
Neue Medien - Trends in Wirtschaft und Politik, Wissenschaft und Kultur Seite 1
1 Einleitung
Multimedia, Computer, E-mail, Internet. Das sind Worte, die mittlerweile in unserem Sprachgebrauch zu finden sind. Wer nichts davon versteht, wird durch die "alten Medien" Fernsehen, Radio und Zeitung ständig darauf aufmerksam gemacht. In jedem Werbeprospekt kann man die Zeilen lesen: http://www.xyz.de. Bei der Fussball-WM wird man auf die Informationen im Internet hingewiesen und es ist in Mannheim bereits möglich, seine Pizza nach eigenem Wunsch zusammenzustellen und online zu bestellen. Alle renommierten Zeitschriften, ob Spiegel, Stern, Focus, GEO oder andere, erscheinen mittlerweile auch im Internet und es werden sogar zusätzliche Leistungen, wie zum Beispiel Datenbanken und Archive angeboten. Bankgeschäfte werden online abgewickelt, man kann seinen Urlaub per PC buchen, virtuelle Spaziergänge durch Museen sind möglich. Börsenkurse, Kinonews, Restaurantführer, Reiseinformationen, aktuelle Nachrichten, Wetterbericht, live Bilder vom Mars, Musik, Unterhaltung, etc.- und das ist noch lange nicht alles, was uns die neuen Medien zu bieten haben.
Professionelle Bildbearbeitung geschieht am PC, interaktive CD-ROMs vermitteln Lerninhalte, geben uns Auskunft über Telefonnummern und Adressen in ganz Deutschland und lassen uns die menschliche Anatomie am Bildschirm erkunden. Man kann am Nordpol oder in der Sahara mit dem Handy telefonieren, Dokumente und Bildmaterial via E-mail verschicken...
Die Möglichkeiten und die Datenflut, die uns beschert wurden, sind erstaunlich. Es scheint, als sei mit der Entwicklung interaktiver Medien, d.h. Informationsfluß ist in beide Richtungen möglich, ein neues Zeitalter der Kommunikation angebrochen. Jetzt bleibt der Rezipient nicht, was er bisher war, nämlicher bloßer Empfänger von Daten, sondern er kann aktiv in den Prozeß eingreifen. Jetzt ist jeder sein eigener Programmdirektor, wenn es darum geht, Informationen über Produkte, Dienstleistungen oder interessante Themen einzuholen. Es ist sogar möglich eigene Informationen, kommerzieller- und nichtkommerzieller Art, ganz einfach und sehr schnell zu veröffentlichen.
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Die Vorteile, die diese Medien bringen, liegen auf der Hand: kostbare Zeit kann eingespart werden und die Kosten sind, falls man bereits Besitzer eines Computers ist, im allgemeinen erschwinglich und oftmals nicht teuer als Telefonieren. Diese Revolution der Medienstruktur beobachte ich mit großer Faszination. Die "neuen Medien" sind sozusagen mein Hobby. Ich bin Mitglied eines Internet-Vereins für Jugendliche (scram! e.V. http://www.scram.de) und versuche mich zur Zeit als Autor und Publizist meiner eigenen Homepage (http://home.scram.de/~U385). scram! ist ein Versuch, junge Menschen mit den neuen Medien, insbesondere mit dem Internet, in ungezwungener Weise vertraut zu machen. Die Internet-Seiten wurden ausnahmslos von den Mitgliedern selbst erstellt. Die Kenntnis dieses Mediums ist meiner Meinung nach sehr wichtig und hilfreich für die Zukunft. Ich habe mich für dieses Hausarbeitsthema entschieden, weil mich interessiert, was Experten zu den Entwicklungen im Medienbereich zu sagen haben.
2 Versuch einer Definition
Um sich mit dem Thema "neue Medien" auseinandersetzen zu können, muß man zuerst die Bedeutung einiger Begriffe klären, die eine Schlüsselstellung haben. Was sind eigentlich die "neuen Medien"? Was bedeutet "interaktiv"? Was soll man unter der Bezeichnung "Multimedia" verstehen?
"Neue Medien" sind "alle Verfahren und Mittel, die mit Hilfe digitaler Technologie, also computerunterstützt, bislang nicht gebräuchliche Formen von Informationsverarbeitung, Informationsspeicherung und Informationsübertragung, aber auch neuartige Formen von Kommunikation ermöglichen." (S. 12: S. Bollmann: Vorwort) Meist taucht in Zusammenhang mit "neuen Medien" auch das Wort "interaktiv" auf, das scheinbar universell einsetzbar ist. Aber auch hierfür gibt es eine exakte Definition. "Fernab zu hoher Erwartungen, aber auch in Gegenführung zur Entwertung des Begriffs zum inhaltlosen Werbeschlagwort unterscheiden Ulrich Riehm und Bernd Wingert in ihrer schon erwähnten Studie «drei elementare Stufen der Interaktion»: 1. eine einfache, oft binäre (z.b. «ja» oder «nein»), punktuelle Reaktion auf ein vorgegebenes Programm;
2. die Beeinflussung eines Programms durch die Gestaltung von dessen Ablauf im Rahmen vorgegebener Möglichkeiten;
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3. die eigenständige Gestaltung eines Programms, die gegeben ist, wenn der Rezipient jederzeit auch als Sender auftreten kann - Formen, die derzeit vor allem im Internet erprobt werden." (S. 30: A. Gauron: das digitale Zeitalter) Bleibt zuletzt, über das "Wort des Jahres 1995" zu sprechen: Multimedia. Diese Vokabel erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Alles, was in irgendeiner Form mit Computern zu tun hat, wird mit dem Begriff Multimedia umschrieben. Diese Bezeichnung erweist sich als äußerst unpräzise. Es ist für die Hersteller eine willkommene Methode, um sich den interessierten und zukunftsorientierten Käufer gefügig zu machen. Jedoch verdient noch lange nicht alles, was auf dem Markt angeboten wird, auch das Prädikat Multimedia.
Multimedia bedeutet im ursprünglichen Sinn die Kombination von verschiedenen Medien. Also könnte Multimedia auch ein Paket, bestehend aus Film-, Foto- und Textmaterial, sein. Jedoch hat sich im Laufe der Zeit die Bedeutung gewandelt. Heute benutzt man den Begriff nur noch für die Kombination von digitalen Medien, d.h. multimediale Produkte lassen sich über Computer online (über ein Netzwerk) oder offline (z.B. auf einer CD-ROM) abrufen. Als Beispiel könnte man hier eine Konferenz über das Internet, statt der direkten Zusammenarbeit nennen oder eine Computeranwendung, die mit Ton- und Videosequenzen gekoppelt ist. Nachdem nun die wichtigsten Begriffe besprochen wurden, will ich mich jetzt mit Theorien und Meinungen von Fachleuten auseinandersetzen, die sich mit den Chancen, den Gefahren und der ganzen Problematik der "neuen Medien" beschäftigt haben.
3 Peter Glotz: Chancen und Gefahren der Telekratie 1 Der Wandel der Kommunikationskultur seit 1984
Laut Peter Glotz wurde die Medienpolitik in den letzten 10 Jahren durch drei Strömungen geprägt. Als erstes nennt er die Internationalisierung, als zweites die Privatisierung und als drittes die Kommerzialisierung.
Die Lebenswelt des Menschen hat sich in diesen 10 Jahren durch Telekommunikation und Computertechnik so gravierend verändert, so daß er sich in einem völlig neuen
1 Unter Telekratie versteht P. Glotz "die Fernsteuerung der Gesellschaft durch das Massenmedium Television, insbesondere durch dessen Instrumentalisierung zu einem Mittel der Politik." (S. 43)
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symbolischen Umfeld befindet. Er wird mit neuen Entwicklungen konfrontiert, die er verarbeiten muß, wozu er durchaus imstande ist. Natürlich funktioniert das nur, wenn man sich auf eine sachliche Auseinandersetzung mit den "neuen Medien" einläßt. Man muß sie immer wieder neu analysieren, da die Kommunikationskultur sich sehr rasch sehr grundlegend ändert.
3.1 Stichwort: Medienmanagement
In einer technisch hochentwickelten Welt mit Fax, Handy und Computernetzwerken ist es, schenkt man dem gesunden Menschenverstand Glauben, kaum mehr möglich, Informationen zu manipulieren oder gar zu verheimlichen. Man geht davon aus, daß die Medientechnik die Chancen eines zentral geleiteten oder isolierten Kommunikationssystems erheblich mindert. Das ist im Prinzip auch richtig, aber es gibt auch keine internationale Ordnungsinstanz, die den Einsatz der Medientechnik kontrolliert. Diese These wird am Beispiel des Golfkrieges beweisbar:
§ Während des Golfkrieges beauftragte die kuwaitische Regierung eine amerikanische Agentur damit, Stimmung gegen den Irak zu machen. Das Ergebnis war ein inszeniertes Interview, in dem ein Mädchen (in Wirklichkeit die Tochter des kuwaitischen Botschafters in Washington!) unter Tränen Schreckenstaten der irakischen Besatzer berichtete.
§ Außerdem wurden im Verlauf des Krieges niemals Bilder von Toten gezeigt, um den amerikanischen Kriegseifer auf keinen Fall abzuschwächen. Durch diese Ausführungen entstehen Zweifel. Was ist Wirklichkeit, was ist Fiktion? Kann man den Medien dann überhaupt noch Glauben schenken? Diese Fragen scheinen berechtigt.
Was jedem klar sein müßte: so können und dürfen die Medien nicht agieren. Die Glaubwürdigkeit ist ein wertvolles Gut, dessen Schutz gewährleistet sein muß.
3.2 Die Frage nach der Qualität
Durch die zunehmende Privatisierung hat die Medienkonzentration mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen.
Deshalb darf man nicht vergessen, ständig das Niveau der Inhalte kritisch im Auge zu behalten. Wenn man dies tut, wird man feststellen, daß vor allem im Fernsehen der Respekt vor Privatheit und Intimsphäre erheblich zurückgegangen ist.
Arbeit zitieren:
Sören Funk, 1998, Neue Medien, Multimedia - Trends in Wirtschaft und Politik, Wissenschaft und Kultur, München, GRIN Verlag GmbH
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