Inhaltsverzeichnis 2
INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung 3
1. Was ist soziale Differenzierung? 4
2. Theorien Sozialer Differenzierung nach den „Klassikern“ 6
2.1 Durkheim 6
2.2 Simmel 8
2.3 Weber 9
2.4 Marx 11
3. Vergleich 12
4. Welcher Ansatz überzeugt und warum? 14
Fazit. 15
Literaturverzeichnis 16
Einleitung 3
EINLEITUNG
In dieser Arbeit soll ein Überblick über die „Klassiker“ der Soziologie und ihre Auffassung von sozialer Differenzierung gegeben werden. Marx, Weber, Simmel und Durkheim beschreiben jeweils aus ihrer Perspektive in Bezug auf die Zeit in der sie lebten soziale Differenzierung und ihre Auswirkung. Jedem Einzelnen ist ein Abschnitt gewidmet, indem diese Auffassung verdeutlicht werden soll. Desweiteren wird ein vergleichendes Resümee der vier Soziologen erstellt und dargestellt wie ihre Sicht der sozialen Differenzierung auf die heutige Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu übertragen ist.
Die Reihenfolge der Vorstellung der einzelnen Soziologen ist nicht chronologisch sondern logisch aufgebaut, da sich so ein Vergleich leichter gestaltet, wenn Themen- gebiete bei einander liegen, wie sich im späteren Verlauf noch zeigen wird.
1. Was ist soziale Differenzierung? 4
1. WAS IST SOZIALE DIFFERENZIERUNG?
Die soziale Differenzierung oder auch gesellschaftliche Differenzierung gehört zum Strang der Ungleichheitstheorien der soziologischen Gesellschaftstheorien, welche sich von den marxistischen Klassentheorien über Schichtungstheorien bis hin zu Theorien über Milieus und Lebensstile wiederfindet. (vgl. Schimank 2000, S. 9) „Die Grundvorstellung der ungleichheitstheoretischen Perspektive auf die moderne Gesellschaft besteht darin, dass unterschiedliche soziale Lagen bessere oder schlechtere Lebenschancen vermitteln. Als Lagedeterminanten kommen dabei Beruf, Bildung, Einkommen, aber auch Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder Wohnregion in Betracht.“(Schimank 2000, S. 9f)
Menschen stellen gesellschaftliche Vergleiche an, in denen sie soziale Lagen in der Gesellschaft vergleichen und Auskunft über ihre Benachteiligung oder Bevorzugung in Bezug auf das kulturelle Gleichheitspostulat gewinnen. Diese unmutstiftende Differenz zwischen der eigenen und anderen sozialen Lagen in der Gesellschaft führt zu so genannten Verteilungskonflikten. Diese wiederum werden als Auslöser für gesellschaftlichen Wandel betrachtet. Zwar nicht ausschließlich aber sie tragen einen Teil zum meist gewünschten Veränderungsbedarf der Gesellschaft bei. (vgl. Schimank 2000, S. 10)
Aber es muss zwischen sozialer Ungleichheit und sozialer Differenzierung unterschieden werden, denn nicht jede Differenzierung birgt eine Benachteiligung. (vgl. Kreckel 1997, S. 16)
Die hier hervorgehobene differenzierungstheoretische Perspektive setzt sich aus zwei Aspekten zusammen: Zunächst der beruflichen Arbeitsteilung, welche vor allem durch die Industrialisierung eine Spezialisierung von Arbeitstätigkeiten erforderlich macht, die man unter den Begriff Rollendifferenzierung fasst, der ebenso die Geschlechtersrollen innerhalb von Familien beschreibt. Desweiteren nimmt sie Bezug auf die kapitalistische Wirtschaft, die „wirtschaftliches Handeln nicht länger in andere gesellschaftliche Bezüge - etwa religiöser, familiärer oder politischer Art -
1. Was ist soziale Differenzierung? 5
einbettet, sondern nunmehr gleichsam dafür freigesetzt war, nur noch dem eigenen Leitwert der Gewinnerzielung zu folgen.“ (Schimank 2000, S. 11) Letzteres wurde vor allem in einer moralischen Indifferenz sichtbar, dass die „Kapitalisten“ ihre Arbeiter maßlos ausbeuteten, weil die Trennung zwischen beiden gesellschaftlichen Gruppen einfach zu groß war, um eine Solidargemeinschaft zu bil- den. (vgl. Schimank 2000, S. 11)
Arbeit zitieren:
Medi Ramo, 2010, Theorien Sozialer Differenzierung nach Weber, Marx, Simmel und Durkheim, München, GRIN Verlag GmbH
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