- Inhaltsverzeichnis -
Praktikumsbericht 4
1. Schulische Rahmenbedingungen 4
2. Lerngruppen 5
2.1 Klasse 5
2.2 Klasse 7 5
3. Didaktische Analyse 7
3.1 Sachanalyse: Mikroskopieren 7
3.2 Struktur der Unterrichtseinheiten 8
3.2.1 Unterrichtseinheit 1: Einführung in das Mikroskopieren (Klasse 5) 8
3.2.2 Unterrichtseinheit 2: Pubertät (Klasse 7) 10
4. Stundenplanung 1: Die Zelle: Baustein unseres Lebens (Klasse 5) 11
4.1 Didaktisch-methodische Überlegungen 11
4.2 Stundenziele 12
4.3 Verlaufsplanung 13
4.4 Arbeitsmaterialien 15
4.5 Reflexion 22
5. Stundenplanung 2: Pubertät - Einführung (Klasse 7) 25
5.1 Didaktisch-methodische Überlegungen 25
5.2 Stundenziele 26
5.3 Verlaufsplanung 28
5.4 Arbeitsmaterialien 30
5.5 Reflexion 36
6. Nachweis über eigene Unterrichtstätigkeit 39
7. Hospitationsübersicht 40
8. Literatur-, Quellenverzeichnis 41
2
Reflexion des Praktikums 43
9. Tabellarische Reflexion des Unterrichts anhand der Kriterien von H. Meyer 43
10. Zusammenfassung: persönliche Beurteilung und Einschätzung des Praktikums, sowie
Eindr ücke und Anregungen 55
3
Praktikumsbericht
1. Schulische Rahmenbedingungen
Das Goethe-Gymnasium im Berliner Stadtteil Wilmersdorf wird von circa 800 Schülern 1 besucht, die von etwa 60 Lehrern unterrichtet werden. In dem grundständigen Gymnasium werden die Schüler bereits ab Klasse 5 unterrichtet, im Gegensatz zur Mehrzahl der Berliner Gymnasien, in denen erst mit der 7. Klasse begonnen wird. Eine weitere Besonderheit ist die altsprachliche Ausrichtung der Schule. Dies bedeutet, dass - zusätzlich zum Englischunterricht - alle Schüler ab dem Beginn der 5. Klasse Lateinunterricht und ab Klasse 8 Altgriechischunterricht erhalten. Zusätzlich besteht die Option, in Klasse 10 Französisch als 4. Fremdsprache zu wählen. In den naturwissenschaftlichen Fächern (Bio und Physik ab der 7. Klasse, Chemie ab der 8. Klasse und Nawi in der 5. und 6. Klasse) erhalten die Schüler in den jeweils ersten zwei Jahren Teilungsunterricht. Außerdem ist in den Stundenplänen der Schüler jeden zweiten Samstag Unterricht von der ersten bis zur vierten Stunde integriert. So müssen zum Beispiel die Schüler der 5. bis 8. Klasse maximal bis zur 7. Unterrichtsstunde die Schule besuchen (Goethe-Gymnasium, Berlin-Wilmersdorf, Internetauftritt). Insgesamt gibt es drei Fachräume, die für den Fachbereich Biologie zur Verfügung stehen. Davon stehen zwei Räume ebenso der Physik (Nat-Raum) bzw. Chemie (Chio-Raum) zur Verfügung. Für den Biologieunterricht befinden sich in den Fachräumen bzw. in den Vorbereitungsräumen Tafel, Beamer und Leinwand, Laptops, Mikroskope (jedoch nicht als Klassensatz), verschiedene Modelle und Präparate, Präparationszubehör, verschiedenste Chemikalien und grundständiges Laborzubehör.
Die Fachräume sind jedoch aufgrund der Anzahl der Klassen und Kurse überbelegt, d.h. dass nicht jeder Lehrer den Biologieunterricht vollständig im Fachraum absolvieren kann. Das Ausweichen auf Klassenräume ist daher oftmals nötig.
1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der gesamten Arbeit das männliche Geschlecht verwendet, meint aber beide.
4
2. Lerngruppen
2.1 Klasse 5
Die Klasse 5 besucht das Goethe-Gymnasium erst seit etwa einem halben Jahr und besteht aus 14 Mädchen und 13 Jungen, die zuvor unterschiedliche Grundschulformen (z.B. staatliche Grundschulen oder die Waldorfschule) besucht haben. Die Schüler sind insgesamt sehr lebhaft, wissbegierig und motiviert, zeigen jedoch Defizite bei der Arbeit in Gruppen, v.a. in geschlechtsheterogenen Gruppen, da sie dann meist nur mit den Personen effektiv zusammenarbeiten, mit denen sie auch befreundet sind. Um diesen Zustand zu verbessern, wird (zumindest) im Nawi-Unterricht großen Wert auf das Lernen und Üben in kleineren und größeren Gruppen gelegt, wobei zum Teil auch Hausaufgaben in Form von Gruppenarbeit aufgegeben werden.
Obwohl es einige Schüler mit Migrationshintergrund in der Klasse gibt, spricht jeder von ihnen fließend die deutsche Sprache und kann so dementsprechend den Unterricht ohne Probleme folgen.
Das Thema der Unterrichtsreihe Mikroskopieren ist für die Mehrheit der Schüler neu und demzufolge gibt es nur wenige Vorerfahrungen / Vorkenntnisse auf diesem Gebiet. Einzelne Schüler besitzen ein kleines Lichtmikroskop, mit dem sie nach eigenen Berichten bereits verschiedene kleine Objekte, wie etwa ein Haar, betrachtet haben. Die Lupe, sozusagen der Vorgänger des Mikroskops, war jedoch allen Schülern bekannt.
2.2 Klasse 7
Die 7. Klasse besteht aus insgesamt aus 15 Jungen und 16 Mädchen, die fast durchgängig Biologie-Teilungsunterricht erhalten. Die von mir unterrichtete Gruppe besteht aus 5 Jungen und 10 Mädchen. Im Gegensatz zur 5. Klasse konnte ich im Unterricht der Klasse nur sehr wenig hospitieren, da sich die Gelegenheit hier zu unterrichten, für mich erst sehr spät ergab. Erfahrungen mit der Klasse konnten jedoch während des Unterrichts mit eigenen Unterrichtsanteilen gemacht werden (s. „6. Nachweis über eigene Unterrichtstätigkeit“). Dabei konnte durchweg beobachtet werden, dass die Jungen und Mädchen sich stark geschlechtsheterogen zusammengefunden haben und es öfters zu Reibereien zwischen den Jungen und den Mädchen kommt. Deshalb herrscht im Biologieunterricht eine strenge, geschlechtshomogene Sitzordnung vor, die vom Lehrer auch durchgesetzt wird.
5
Das Thema „Pubertät“ wurde in der Vergangenheit bereits mit den Schülern zum Teil behandelt, da sie - nach Aussage des Biologielehrers - die körperlichen Aspekte der Pubertät, wie innere und äußere Geschlechtsorgane, bereits thematisiert haben. Deshalb wurde dies, mit Ausnahme der Einführung in den Themenkomplex, vernachlässigt und insbesondere auf emotionaler Basis gearbeitet.
6
3.2 Struktur der Unterrichtseinheiten
3.2.1 Unterrichtseinheit 1: Einführung in das Mikroskopieren (Klasse 5)
Sämtliche Unterrichtsstunden sind Einzelstunden mit der Dauer von 45 Minuten. Ursprünglich sollte die 3. Unterrichtsstunde zum Thema „Das Mikroskop: Aufbau, Funktion und Regeln“ zu Beginn der Unterrichtsreihe erfolgen. Aus organisatorischen Gründen (Unterrichtsausfall, Raumplanänderung) war dies jedoch nicht möglich. An dieser Stelle ist die Unterrichtsreihe so dargestellt, wie sie tatsächlich verlaufen ist.
3.2.2 Unterrichtseinheit 2: Pubertät (Klasse 7)
2 Grund für das Einbeziehen einer externen Organisation, ist der Fakt, dass „Pubertät“ als Teilbereich der Sexualerziehung zu den fächerübergreifenden Themen gehört, die nur durch Integration „außerschulischer Erfahrungen und Institutionen“ sinnvoll und effektiv erreicht werden kann (Eschenhagen, u.a., 2008, 60).
10
4. Stundenplanung 1: Die Zelle: Baustein unseres Lebens (Klasse 5)
4.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
Die Unterrichtsstunde bereitet die SuS auf die geplante Stationsarbeit im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe (Einführung in das Mikroskopieren) vor. Dort sollen sie selbstständig Präparate herstellen und unter dem Mikroskop die gelernten Strukturen erkennen und zeichnen können. Darüber hinaus werden die SuS in den darauffolgenden Unterrichts-stunden die Kennzeichen des Lebens erarbeiten.
Nach der Begrüßung der Schüler und der Vorstellung meiner Person werden diese gebeten, sich Namenschilder anzufertigen. Da dies die erste von mir durchgeführte Unterrichtsstunde in der Lerngruppe ist, soll dadurch die Anonymität zunächst abgebaut werden. Desweiteren wird so die Voraussetzung geschaffen, sich die Namen der Schüler schnellstmöglich zu merken. Nach Becker (2007, 151) werden den Schülern somit „Signale persönlicher Wertschätzung [ge]sendet“, die den weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit für Lehrer- und Schülerseite angenehmer machen soll.
Der Unterrichtseinstieg dient zur Anregung des Interesses und der Neugier für das Thema „Die Zelle“. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, dass Bekanntes aus dem Alltag (z.B. Blut des Menschen) in einer Form dargestellt wird, die unsichtbare Strukturen (z.B. Verband von roten Blutkörperchen) aufdeckt. Die Welt des Großen wird zur Welt des Kleinen (siehe Rahmenlehrplan Grundschule, Naturwissenschaften).
Am Übergang zwischen Einstiegs- und Erarbeitungsphase wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, Assoziationen zum Alltag herzustellen, indem sie den Begriff „Zelle“ definieren sollen. Da die SuS der 5. Klasse seit Beginn des Schulhalbjahres die Arbeit in kleineren und größeren Gruppen üben, wird diese Arbeitsform auch in der Erarbeitungsphase angewendet. Dies fördert zum einen das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten und zum anderen die Kommunikation im sozialen Kontext.
Die Ergebnissicherung erfolgt sowohl auditiv (die SuS geben ihre Ergebnisse abwechselnd mündlich im Plenum wieder) als auch visuell (Zuordnung der Strukturen und Funktionen am Tafelbild), da sich jeder Lerner mit unterschiedlichen Inputs Wissen aneignet.
11
Arbeit zitieren:
Bianca Reinisch, 2011, Praktikumsbericht und Reflexion des Unterrichtspraktikums, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Biologie - Didaktik: Praktikumsbericht und Reflexion des Unterrichtspraktikums ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Biologie - Didaktik: neuer Titel erschienen: Praktikumsbericht und Reflexion des Unterrichtspraktikums
Bianca Reinisch hat einen neuen Text hochgeladen
Basis-Bibliothek Methoden. Feedback-Methoden
Erprobte Konzepte, evaluierte ...
Johannes Bastian, Arno Combe, Roman Langer
Erziehungskunst, Methodisches - Didaktisches
Ein Vortragskurs, gehalten in ...
Rudolf Steiner
Kompetenztests für den Mathematikunterricht, 9./10. Klasse
Den Leistungsstand der Schüler...
Marco Bettner, Erik Dinges
Klassenlehrer-Manager Tipps und Vorlagen zum zeitsparenden Führen eine...
Tipps und Vorlagen zum zeitspa...
Peter Botschen, Gerlinde Maier
Die Sommer-Werkstatt Klasse 3/4
Kompetenzen erwerben im Sachun...
Anja Göttlicher, Birgit Pieper, Jutta Rodermond, Sabine Willmeroth
0 Kommentare