vor allem auf frische, regionale und saisonale Produkte achten, denn diese weisen meist die höchsten Gehalte an gesundheitsförderlichen Substanzen auf. Doch auch Fruchtsäfte und Tiefkühlprodukte können eine gute Alternative darstellen, um die empfohlenen Gemüse- und Obstmengen zu decken. Wichtig ist, so abwechslungsreich wie möglich unter den verschiedenen Sorten auszuwählen, um möglichst viele unterschiedliche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufzunehmen.
Die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe ist in letzter Zeit, aufgrund ihrer möglichen positiven gesundheitlichen Wirkungen, zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen im Gegensatz zu den primären Pflanzenstoffen nur in geringen Mengen und nur in bestimmten Pflanzen vor. Sie können sowohl gesundheitsförderliche als auch gesundheitsschädliche Substanzen darstellen. Aufgrund ihrer chemischen Struktur beziehungsweise ihrer spezifischen Wirkungen werden sie in neun Substanzklassen eingeteilt: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Phytoöstrogene, Sulfide, Protease-Inhibitoren sowie Monoterpene. Diskutiert werden derzeit eine Reihe verschiedener Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe wie antikanzerogen, antioxidativ, cholesterinsenkend, antimikrobiell, entzündungshemmend, und
immunmodulierend. Daneben gibt es auch sekundäre Pflanzenstoffe mit einem antinutritivem Charakter, die aber unter üblichen Verzehrsgewohnheiten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über Gemüse und Obst hinsichtlich ihrer positiven gesundheitlichen Wirkungen von größerem Vorteil ist, als über einzelne isolierte Substanzen. Die Empfehlungen gehen daher zu einem reichlichen Gemüse- und Obstverzehr, um möglichst viele verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe in einer idealen Kombination aufzunehmen.
Dass Obst und Gemüse gesund sind, ist spätestens seit verschiedener Kampagnen wie beispielsweise „5 am Tag“ bekannt. Dachte man früher noch an die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, so rücken seit einigen Jahren verstärkt die Sekundären Pflanzenstoffe in den Mittelpunkt des Interesses. Mehr als 10.000 Substanzen sind bisher bekannt und man schätzt die Anzahl der in Pflanzen enthaltenen bioaktiven Substanzen auf weitere 50.000 bis 100.000. Grund für diese Schwankungsbreite ist die immense Anzahl auf der Welt vorkommender Pflanzen und die bis jetzt noch fehlenden chemischen Untersuchungsmethoden. Bisher sind Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Sulfide, Protease-Inhibitoren, Phytinsäure, Monoterpene und Phytoöstrogene
Arbeit zitieren:
M.Sc. Sven-David Müller, 2011, Sekundäre Pflanzenstoffe in der menschlichen Ernährung, München, GRIN Verlag GmbH
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