Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Gewalt in der Schule. Ein Trainingsprogramm für Lehrer und Lehramtsstudenten von
Hinsch und Ueberschär. 3
2.1. Darstellung 3
2.2. Evaluation. 7
2.3. Persönliche Stellungnahme 8
3. Gewalt in der Schule im Vergleich mit dem Konstanzer Trainingsmodell kompakt 10
4. Fazit 11
Literaturverzeichnis. 12
Anhang 13
2
1. Einleitung
Gewaltprävention ist ein Schlagwort, das mittlerweile auch im schulischen Kontext eine immer größere Bedeutung erlangt. Das hessische Kultusministerium beispielsweise verleiht Schulen ein Teilzertifikat zur Sucht- und Gewaltprävention im Rahmen der Gesundheitsfördernden Schule und verweist auf Projekte wie Netzwerk gegen Gewalt, Mediation und Schulprogramm und Faustlos. 1
Prinzipiell gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Verminderung von gewalthaltigen Situationen an Schulen: Von Veränderungen des Schul- und Klassenklimas über die Einbindung von sozialen Netzwerken bis hin zu Präventions- und Interventionsmaßnahmen, die sich an Schüler 2 und/oder Lehrer richten. 3
Mit Gewalt in der Schule liegt ein Trainingsprogramm vor, das bereits bei Lehramtsstudenten ansetzt, bevor diese überhaupt in Kontakt mit schulischer Gewalt kommen. Inwiefern es sinnvoll ist, mit zukünftigen Lehrern sozialkompetente Verhaltensweisen zu trainieren, um späterer schulischer Gewalt begegnen zu können, welche Vor- und Nachteile sich ergeben und ob das Programm eine Alternative zu dem KTM kompakt darstellt oder nicht, soll im Folgenden nach einer kurzen Darstellung des Programms und dessen Evaluation erörtert werden.
2. Gewalt in der Schule. Ein Trainingsprogramm für Lehrer und Lehramtsstudenten von Hinsch und Ueberschär.
2.1. Darstellung 4
Das Trainingsprogramm Gewalt in der Schule von Rüdiger Hinsch und Beate Ueberschär entstand 1997 aus einem Forschungsprojekt der Universität Potsdam zum Thema Aggression und Gewalt in der Schule und richtet sich an Lehramtsstudenten und Lehrer. Die meisten Trainingsprogramme zum Thema Gewalt wenden sich an Lehrer, da bei ihnen davon ausgegangen werden kann, dass sie eine realistische Sicht von gewalthaltigen Situatio- 1 Vgl.Hessisches Kultusministerium. Schule und Gesundheit.
http://www.schuleundgesundheit.hessen.de/themen/sucht-gewaltpraevention.html [26.02.10].
2 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher
Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.
3 Vgl. Hinsch, Rüdiger/Hoffmann, Inge/Ueberschär, Beate/Wittmann, Simone: Gewalt in der Schule. Materialien
für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern. Landau 1998, S. 122.
4 Wenn nicht anders vermerkt, bezieht sich die Darstellung auf die Primärliteratur: Hinsch, Rüdiger/Ueberschär,
Beate: Gewalt in der Schule. Ein Trainingsprogramm für Lehrer und Lehramtsstudenten. Landau 1998.
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nen haben und das Bedürfnis, diese zu reduzieren, groß ist. Ihnen soll das vorliegende Training helfen, mit alltäglichen Problemen besser umgehen zu können und eine größere Befriedigung beim Ausüben ihres Berufs zu erfahren.
In erster Linie wurde das Programm aber für Lehramtsstudenten entwickelt, bei denen nach Meinung der Autoren eine Lücke zwischen theorieloser Praxis und praxisferner Theorie bestehe. Diese Lücke solle das Programm schließen, um einem Praxisschock zu Beginn des Referendariats entgegenzuwirken. Allerdings sei die Zielgruppe Studenten problematisch, da Unterrichtserfahrung nur über Schulpraktika und die Erinnerung eigener Schulerlebnisse vor-handen wären, ein Transfer des Erlernten während des Trainings in die Praxis nicht möglich sei und oft unrealistische Vorstellungen von Gewalt und der Einschätzung von eigener Handlungskompetenz vorlägen. Deshalb sehen Hinsch und Ueberschär das Ziel des Trainings darin, die Studenten so auszustatten, dass sie in späterer Berufspraxis Situationen reflektieren und in zielgerichtetes, effektives Verhalten umsetzen können. Das übergeordnete Ziel des Trainings ist somit, zu lernen, erzieherisches Verhalten als Prozess zu betrachten, dessen Ausgang ungewiss ist und diesen als Lernerfahrung zu sehen.
Das Training basiert auf dem Gruppentraining sozialer Kompetenzen (im Folgenden GSK, 1. Auflage 1983) von Rüdiger Hinsch und Ulrich Pfingsten 5 , das für Klienten mit sozialen Kompetenzproblemen entwickelt wurde, aber gut an andere Gruppen angepasst werden kann. Auch selbstsichere, sozial kompetente Menschen können von Sozialkompetenztrainings profitieren, da es dabei um die Arbeit an individuellen Schwierigkeiten in Situationen geht, denen jeder einmal begegnen kann. 6
Die Rahmenbedingungen des Trainings sind wie folgt: Optimal wäre bei einer Gruppengröße von zehn bis zwölf Teilnehmern mit zwei Trainern zu arbeiten, die bei den Rollenspielen jeweils eine Kleingruppe betreuen könnten. Dann würden aber auch zwei Räume und zwei Videoanlagen mit Kamera benötigt. Für ein effektives Training setzen die Autoren eine Mindestdauer von 16 Stunden à 45 Minuten an. Die Veranstaltung kann dabei als Blocktraining oder wöchentliche Sitzung durchgeführt werden.
5 Hinsch, Rüdiger/Pfingsten, Ulrich: Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK). Grundlagen, Durchführung,
Anwendungsbeispiele. 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Weinheim 2002.
6 Walter, Oliver: Trainings sozialer Kompetenzen.
www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/Verhaltenstherapie/TSK/tsk.htm [23.02.2010].
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Arbeit zitieren:
Rebecca Kaldenbach, 2010, Das Trainingsprogramm Gewalt in der Schule für Lehrer und Lehramtsstudenten von Hinsch und Ueberscher, München, GRIN Verlag GmbH
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