II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Thematische Grundlagen 2
2.1. Begriffliche Grundlagen 2
2.2. Kontexteinordnung und theoretischer Hintergrund 3
3.Anreiz-Beitrags-Theorie 4
3.1. Darstellung 4
3.2. Kritik 7
4. Personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten 9
4.1. Überblick 9
4.2. Gestaltung der Anreizstruktur 12
5. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Mitarbeiter gewinnen, binden und motivieren
Abb 2: Elemente der Anreiz-Beitrags-Theorie
- 1 - 1.Einleitung
Im Rahmen einer erfolgreichen Unternehmensführung stellt das “Humankapital” eine wesentliche Einflussgröße auf den Unternehmenserfolg dar. Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang ist “war for talents.” Die Gewinnung, Bindung und Motivierung von Organisationsmitgliedern zählt zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben der Unternehmensführung. 1 Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird es für viele Unternehmen, bedingt durch die demographische Entwicklung, einer zunehmenden Globalisierung und einer sich ständig verändernden Umwelt, zunehmend schwerer qualifizierte Mitarbeiter zu akquirieren und zu binden. Auch Wachstumsunternehmen haben einen erhöhten Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern, gelingt es jedoch nicht diesen Bedarf zu decken und leistungsstarke Mitarbeiter zu binden, ist das Wachstum gefährdet und das Unternehmen kann sich nicht mehr optimal entwickeln. 2 Aus diesem Grund führen viele Unternehmen intensive und kostspielige Maßnahmen durch, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu binden, sowie ihre Mitarbeiter zu motivieren. In diesem Zusammenhang nimmt das Personalmanagement eine zentrale Rolle ein. Denn neben Aufgaben der Personalentwicklung stellen die Personalbeschaffung und die Mitarbeitermotivation einen der wichtigsten Aufgabenbereiche dar. Zentrale Fragen für den Erfolg von Unternehmen sind daher wie Personen dazu bewegt werden können in ein Arbeitnehmerverhältnis einzutreten beziehungsweise in diesem zu verbleiben. Auch stellt sich die Frage, wie Mitarbeiter bestmöglich zur Erbringung von Leistungen zu motivieren sind. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen ist es für das Personalmanagement unerlässlich Einsichten über die Beweggründe der Mitarbeiter zu gewinnen. Einen Ansatz zur Beantwortung der obigen Fragen stellt dabei die Anreiz-Beitrags-Theorie dar.
Ziel dieser Ausarbeitung ist es die Anreiz-Beitrags-Theorie kritisch darzustellen und personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Hierzu werden im Folgenden in Kapitel 2.1. begriffliche Grundlagen geschaffen und in Kapitel 2.2. eine kontextbezogene Einordnung gegeben, sowie das theoretische Gerüst der Anreiz-Beitrags-Theorie dargelegt. Daraufhin wird die Anreiz-Beitrags-Theorie in Kapitel 3.1. dargestellt und unter 3.2. kritisch gewürdigt. In Kapitel 4. werden praxisbezogene Anwendungsmöglichkeiten dargestellt. Hierzu wird in Kapitel 4.1. ein Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten gegeben und unter 4.2. die Gestaltung der Anreizstruktur durch
1 Vgl. Tower Perrin, 2004, S. 4.
2 Vgl. Lomberg, 2008, S.140.
- 2 - dieMethode der Anreize und die Methode der Überzeugung aufgezeigt. Abschließend wird im 5. Kapitel ein Fazit gezogen.
2. Thematische Grundlagen
2.1. Begriffliche Grundlagen
Um den Einstieg in das theoretische Konstrukt der Anreiz-Beitrags-Theorie zu erleichtern, werden an dieser Stelle einige zentrale Begriffe der Anreiz-Beitrags-Theorie erläutert. Unter dem Begriff des Organisationsmitglieds werden im Folgenden nicht nur Arbeitnehmer verstanden (auch wenn auf diesen im Weiteren der Fokus liegt), sondern auch eventuelle Kapitalgeber, Lieferanten, Kunden oder der Staat, sowie andere Interessengruppen. 3 Im Weiteren ist der Begriff der Organisation zu klären. Barnard definiert die formale Organisation „als Systeme bewusst koordinierter Handlungen oder Kräfte von zwei oder mehr Personen.“ 4 Somit lässt sich die Organisation als ein System von Personen, die Entscheidungen treffen, beschreiben. Als Teilnahmekriterium wird dabei die formale Zugehörigkeit bezeichnet. Wesentliches Element der Anreiz-Beitrags-Theorie sind Anreize und Beiträge. Anreize erhält das Organisationsmitglied von der Organisation für seine Tätigkeit in der Organisation. Dabei bezeichnen Anreize alle Faktoren, die das Unternehmen anbietet, um das Organisationsmitglied zum Ausführen oder zum Unterlassen bestimmter Handlungen zu motivieren. Diese Belohnung kann sowohl materieller (Geld, Dienstwagen, etc.) als auch immaterieller (Arbeitsbedingungen, Anerkennung, Karrierechancen, etc.) Art sein. 5 Dem Begriff des Anreizes steht der Begriff des Beitrags gegenüber. Unter einem Beitrag wird eine Leistung (geistige/ körperliche Arbeit, Kapitalüberlassung,…) verstanden, die das Organisationsmitglied für die Organisation erbringt. 6 Da Anreize und Beiträge eine Bewertung durch das Organisationsmitglied erfahren, muss auch der Begriff des Nutzens an dieser Stelle benannt werden. Nutzen ergibt sich aus dem Vergleich der erhaltenen Anreize und der für das Unternehmen zu leistenden Beiträge und stellt einen höchst subjektiven Wert dar. 7 Je stärker also die Bedürfnisse/Werte des Individuums in einer Entscheidung Zustimmung erfahren, desto größer ist der subjektiv wahrgenommene Nutzen des Organisationsmitglieds. Entscheidend für die Wahrnehmung und Wirksamkeit von Anreizen ist daher die individuelle „Motivstruktur“ 8 des Organisationsteilnehmers, wodurch Anreize jeweils entsprechend der individuellen Motivstruktur unterschiedlich wirken.
3 Vgl. Berger/ Bernhard-Mehlich, 2002, S. 135.
4 Ebd., S. 134.
5 Heinen, 1984, S. 25.
6 Vgl. Ebd., S. 25.
7 Vgl. Hentze, 1995, S. 27.
8 Ebd., 1995, S. 28.
Arbeit zitieren:
Christian Büker, 2010, Anreiz-Beitrags-Theorie: Kritische Darstellung und personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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