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Einleitung 4
Gewalt an Schulen 5
Gewalt an Schulen in Form von Fremdenfeindlichkeit 13
Gewaltpr ävention 15
Gewaltpr ävention an Schulen 16
Die zwölf Grundformen der Gewaltprävention nach Lothar R. Martin 17
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Grundform 1: „Raum geben - Schulleben ermöglichen“
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Grundform 2: „Frustration abbauen - Regeln achten - Fairness üben in Sport und Spiel
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Grundform3 : „Miteinander reden - Einander verstehen“
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Grundform 4: „Interagieren - Identität fördern“
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Grundform 5: „Medienkonsum - Durch Medien lernen“
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Grundform 6: „Werte bilden - Moralisch handeln“
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Grundform 7: „Projekte durchführen - Lernen durch tun“
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Grundform 8: „Gemeinschaft fördern - Gemeinsinn entwickeln“
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Grundform 9: „Konflikte bewältigen - Konfliktfähig werden“
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Grundform 10: „Mit Tätern umgehen - Gewalt entmachten“
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Grundform 11: „Kooperieren - Vernetzen“
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Grundform 12: „Menschen und Schöpfung achten - In Würde leben“
Das gewaltpräventive, soziale Projekt „People’s Theater“ 38
Ziel und Konzept der Show von „People’s Theater“ 39
Resonanz und Erfahrungen an den Schulen über und von „People’s Theater“ 43
Zusammenfassung und Ausblick 46
Literatur 48
Weitere Hilfsmittel 49
Anhang 50
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Einleitung
Gewalt ist ein Phänomen, welches die Menschheit seit jeher begleitet hat. Sie „ist allgegenwärtig und prägt die Geschichte der Menschheit. Sie findet in den verschiedensten Ausprägungen statt“ (Varbelow 2000, S. 13). Mit dieser sehr allgemein gehaltenen Feststellung hat Dirk Varbelow grob umrissen, wie gross das Ausmass ist, welches Gewalt erreichen kann.
Die vorliegende Arbeit jedoch will nicht soweit gehen. Sie beschäftigt sich zunächst vielmehr mit einer groben Darstellung von Gewalt an Schulen, wobei auf die verschiedenen Ursachen, die Täter-Opfer-Problematik und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt kurz eingegangen wird. Speziell thematisiert wird hierbei auch Fremdenfeindlichkeit als Form von Gewalt. Der Grund dafür ist wohl die weite Verbreitung des Rechtsextremismus in Einwanderungsland Deutschland. Fremdenfeindlichkeit ist fast zu einem alltäglichen Bestandteil des Lebens geworden. So habe ich mich entschlossen, diese spezielle Form von Gewaltanwendung kurz separat zu thematisieren.
Den grössten Teil der Arbeit bildet die Gewaltprävention speziell an Schulen. Hierfür konnte ich die Ausführungen von Lothar R. Martin über seine „Zwölf Grundformen der Gewaltprävention“ verwenden, die meiner Ansicht nach eine gute Grundlage für auszuführende Projekte bilden, weil sie nicht nur wiederum kurz auf die Ursachen von Gewalt innerhalb und ausserhalb des schulischen Rahmens eingehen, sondern auch theoretische Ansätze zur Prävention als Schlussfolgerung daraus anbieten. Ferner werden an konkreten Beispielen und Vorschlägen auch die praktische Umsetzung dargestellt.
Beim letzten Teil der Arbeit über das Projekt „People’s Theater“ in Offenbach soll eine konkrete und sehr besondere Art und Weise vorgestellt werden, wie Gewaltprävention an Schulen mit Elementen des Theaters aussehen kann. Ich hoffe vor allem, dem Leser das Projekt näherzubringen, weil es indirekt und vielleicht unbeabsichtigt an die zwölf Grundformen der Gewaltprävention angelehnt ist.
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Gewalt an Schulen
Die intensive Diskussion über Gewalt in unserer Gesellschaft, insbesondere intensiviert durch die gewalttätigen Übergriffe auf Asylbewerber und Ausländer, hat auch Gewalt an Schulen wieder stärker in die Öffentlichkeit treten lassen. Die Veränderungen an den Schulen hinsichtlich der Gewalt sind spürbarer und sichtbarer geworden. Die Formen körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt haben sich bei einer (bis jetzt) kleineren Gruppe von Schüler/innen verdichtet. (vgl. Bründel 1995, S. 41)
Die Erscheinungsformen von Gewalt in der Schule haben ein breites Spektrum. Sie reichen von Disziplinlosigkeit im Unterricht über verbale und physische Attacken Lehrern und Mitschülern gegenüber bis hin zu Diebstahl, Raub und Erpressung und Auseinandersetzungen zwischen Jugendgangs und Schlägereien mit ausländischen Jugendlichen, um nur einige zu nennen. Aus Angst, selbst ein Opfer der Gewalt zu werden, haben sich deshalb auch viele Jugendliche bewaffnet und dies in zunehmendem Masse, wie von Lehrer/innen berichtet wird. Auch sexistische Gewalt ist häufig eine vorherrschende Form. Diese drückt sich vorwiegend gegen Mädchen aus, sowohl seitens der Schüler als auch der Lehrer und reicht von beleidigenden sexuellen Anspielungen bis hin zur Nötigung von sexuellen Handlungen und erzwungenem Geschlechtsverkehr.
Es ist nicht leicht, objektiv festzustellen, inwieweit die Gewalt an Schulen zugenommen hat, denn selten dringt Information darüber an die Öffentlichkeit ausserhalb der Schule. Dies ist nur der Fall wenn seitens der Eltern darauf gedrängt wird oder die Schulleitung sich besonders machtlos fühlt. Demnach ist die Forschung auf diesem Gebiet auf Befragungen von Schülern und Lehrern angewiesen. In einer Studie von Ferstl, die Bründel (1995) erwähnt, wurden Schüler/innen sowie Lehrkräfte dazu befragt. Angegeben wurde hierbei, dass insbesondere die Verrohung im Umgangston der Schüler und das Herabsetzen sehr zugenommen hat. Tätliche Auseinandersetzungen kamen dabei auch vor, 14% der befragten Schülerinnen und Schüler waren dabei schon oft in solche Auseinandersetzungen verwickelt gewesen, bei denen es sich oft um Faustkämpfe gehandelt hatte. Jedoch gaben davon 7% an, auch Waffen und waffenähnliche Gegenstände benutzt zu haben. (vgl. Ferstl 1993 in: Bründel 1995, S. 43)
Diese Betrachtung und auch weitere zeigen einen geschätzten, erweiterten Ausmass in der Veränderung der Gewalt an Schulen. Viele Lehrer haben angegeben, dass sich bei den
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Formen von Gewalt selbst nicht sehr viel geändert habe, jedoch sei es zu einer Verrohung der Gewalttaten gekommen, die Schüler kennen keinen „Ehrenkodex“ mehr und die Hemmschwelle hat sich weiter nach unten verlagert. Dies führt natürlich zu einer Beunruhigung der Schüler und Lehrer gleichermassen. Schüler fühlen sich in der Schule nicht mehr besonders geschützt und sehen sich nach anderen Schutzmöglichkeiten um. Sie greifen dann zur Selbstverteidigung die oft im Tragen von Waffen oder dem Erlernen von Kampfsportarten ihren Ausdruck findet. Lehrkräfte berichten ausserdem auch von einer steigenden Anzahl von extrem schwierigen Kindern und zunehmenden brutalen, körperlichen Übergriffen in der Schule, wobei auch das Aufschaukeln verbaler Aggressionen eine grosse Rolle spielt und übelste Beschimpfungen und Beleidigungen nicht unwesentliche Erscheinungen hierbei sind. Die Täter sind meistens Jungen und leistungsschwache Schüler die versuchen, durch aggressive Taten Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Diese Täter sehen Gewalt als Medium, um sich Anerkennung zu verschaffen. Das Mitbringen von Waffen wird häufig verharmlost und als Grund wird notwendige Selbstverteidigung angegeben.
In der Schule herrscht in dieser Hinsicht das Gesetz des Stärkeren und körperlich schwächere Schüler können sich nicht behaupten. Die Opfer sind meist sensible und ängstliche, meist jüngere Schüler als der Täter, die wenig Selbstvertrauen besitzen und verspottet werden. (vgl. Bründel 1995, S. 45)
Der Besuch der Schule ist das vorherrschend prägende Merkmal in der Jugendzeit und die Zeit in der Schule ist mit der Jugend nahezu identisch. Was in der Schule passiert ist massgebend für die persönliche Entwicklung der jugendlichen Persönlichkeiten. Obwohl die Schule nicht unbedingt alle Ursachen und Anlässe für Gewalttätigkeit und Aggression beherbergt, sonder diese auch in verschiedenen anderen Bereichen wie Familie, Freizeit, Gewaltverherrlichung in den Medien oder in den Konsequenzen der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen zu suchen sind, trägt sie durch ihre Strukturierung oft zu deren Entstehung und Umsetzung bei. In ihrer jetzigen Form und Ausprägung fördert die Schule die individuellen Entwicklungsbedürfnisse der Schüler nur höchst unzureichend. „Gerade weil bei den gegenwärtig überwiegenden Lern- und Lehrformen von den Schülerinnen und Schülern kaum ein praktischer Anwendungsbezug zum Leben hergestellt werden kann, ist die Schule eine Instanz, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer Selbstverwirklichung und der Entfaltung ihrer subjektiven Möglichkeiten, Fähigkeiten und Fertigkeiten eher behindert als fördert.“ (Bründel 1995, S. 45) Trotzdem hat die Schule noch immer im Leben eines Jugendlichen
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einen hohen Stellenwert und auch in den Familien ist es so. Dort dreht sich alles primär um Leistungen in der Schule, die eine grosse Bedeutung haben. Schlechte Zeugnisse oder das Wiederholen von Klassen sind in den meisten Familien katastrophale Ereignisse. Psychisch aufgefangen werden die Schüler/innen zuhause also nicht. Vielmehr kommt zum schulischen Versagen auch noch emotionale Belastung seitens der Familie als Zusatz. Diese tritt meist als Mischung aus Manipulation, Druckausübung und Strafandrohung auf. Aggression und Gewalt kann in diesem Sinne als Ventil gesehen werden, durch dass die Schüler in der Schule ihren „Frust ablassen“ oder auch als Verteidigungs- und Kompensationsmechanismus gegen die psychischen und sozialen Verunsicherungen. (vgl. Bründel 1995, S. 46)
Oft bildet aggressives Verhalten den Endpunkt einer langen Belastungskette. Die gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen und der gesellschaftliche Rahmen sind beispielsweise ungünstig. Leistungsversagen, häufige Versetzungsgefährdungen,
Klassenwiederholungen, das Zurückbleiben hinter den eigenen und/oder den elterlichen Erwartungen bilden oft diese Kette. Gewalt kann hier als Enttäuschungsreaktion interpretiert werden und versucht, diese Belastungen zu kompensieren. Das Ausmass an delinquentem Verhalten steigt ausserdem dann noch einmal an, wenn die Jugendlichen nach ihrer Leistungsidentifizierung in der Schule aufgeteilt werden. Diejenigen, für die die Schule wichtig ist, neigen bei Misserfolg eher zu aggressivem Verhalten als die, denen die Schule nicht so wichtig ist. Dasselbe gilt dann auch für die spätere Erfolgsorientierung. Je höher die gesteckten Ziele, desto aggressiver ist das Verhalten bei Misserfolg bei zu Aggression neigenden Schülern. (vgl. Bründel 1995, S. 47)
Rein schulische Risikofaktoren tragen ebenfalls und zusätzlich zur Entstehung von Gewalt in der Schule bei. Entfremdung von der Schule ist ein solcher Faktor. Bei permanentem Versagen in den Leistungen in der Schule kommt es häufig vor, dass Schüler sich von der Schule abwenden, von ihr entfremden und sich durch dieses Versagen abgewertet fühlen. Das erzeugte geringe Selbstwertgefühl durch die zusätzliche oben angesprochene emotionale Belastung zuhause und die Überzeugung ungerecht behandelt zu werden resultieren in eine mangelnde Zukunftsperspektive und all diese Fakten zusammen kreieren eine Basis für gewalttätiges und aggressives Verhalten. Eine weitere fördernde Tatsache von Gewalt in der Schule ist ferner eine chaotische innere und äussere Struktur der Schule. Grosse Schulklassen und Schuleinheiten tragen oft zu Anonymität und Isolation des Einzelnen bei und werden allgemein schon als ungünstige Ausgangsbedingungen gesehen. Ist zusätzlich noch die
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Schulorganisation unübersichtlich und nicht strukturiert, fehlt der Informationsaustausch, wissen die Schüler nicht, an wen sie sich wenden können und haben sie keine Bezugspersonen, so ist eine chaotische interne und auch externe Struktur an der Schule ein weiterer Beitrag zum Nährboden für Gewaltbereitschaft.
Aber auch Lehrer spielen hier eine wesentliche Rolle, sowohl in den Beziehungen unter sich als auch in Bezug auf die Schüler. Wenn es unter dem Kollegium der Lehrkräfte keine ausreichende Kooperation besteht, es also Streit, Rivalitäten oder Konkurrenz gibt, spüren das Schüler sehr genau und testen, bis zu welchem Punkt es eine zumindest prinzipielle Einigung in wichtigen pädagogischen Themen und Fragen gibt. Schüler sind sehr gut in der Lage, Uneinigkeiten auszunützen und die Lehrkräfte dadurch gegeneinander auszuspielen. Auch unterschiedliches Vorgehen der Lehrer bei Strafen fordert eine Übertretung der Grenzen heraus und lässt die Lehrkräfte ihre Autorität verlieren. Auch die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler hat einen wesentlichen Einfluss. Je schlechter die einzelnen Beziehungen zwischen einem Lehrer und seinen Schülern sind, desto schlechter ist das Gesamtgefühl in der Schule. Wenn Schüler sich dann ungerecht behandelt fühlen und bemerken, dass der Lehrer sein Handeln bewusst gesteuert hat, dann ist eine Neigung zu Gewalt da und zwar viel stärker als bei Schülern, die es nicht so erleben. (vgl. Bründel 1995, S. 49)
Befragt man Schüler und Lehrer gleichermassen nach dem Ausmass von Gewalt, dann ist es wiederum interessant zu sehen, dass es in diesem Punkt wesentliche Gemeinsamkeiten gibt. Beide empfinden Gewalt in der Schule und unter Jugendlichen als Problem. Beide scheinen die Erfahrung gemacht zu haben, dass es bestimmte Schulen gibt, an denen Gewalt schon immer ein allgemein hohes Ausmass hatte und andere Schulen, an denen das Niveau vergleichsweise niedrig war. Generell sehen sowohl Schüler als auch Lehrer in den letzten Jahren einen Anstieg an Gewalt vor allem von Seiten „rechts“ orientierter Jugendlicher und Gruppen. Sowohl Schüler als auch Lehrer sehen, wie oben bereits kurz erwähnt, eine steigende Gewaltbereitschaft und zugleich sinkende Hemmschwelle für Gewalttaten mit gleichzeitig zunehmender Bewaffnung. Dabei erleben Schüler und Lehrkräfte in den neuen Bundesländern Aggression und Gewalt im Alltag „vielfach bedrückender, massiver und extremer als [...] Schüler und Lehrer der alten Bundesländer.“ (Würtz/Hamm/Willems/Eckert 1996, S. 91)
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Insgesamt erscheint den Schüler/innen jedoch die Gewalt ausserhalb der Schule als grössere Bedrohung als die innerhalb der Schule. Sie wird als härter, bedrohlicher und brutaler geschildert, vor allem wenn Gewalt in Jugendbanden und Cliquen angesprochen wird (wobei häufig rechte Gruppen erwähnt werden). Auch berichten, wie bereits kurz angesprochen, weit mehr Jungen als Mädchen von Gewalt und gewalttätigen Übergriffen. Sie sind meistens sowohl Täter als auch Opfer von Gewalt sowohl innerhalb als auch ausserhalb des schulischen Rahmens. Dies passiert vor allem wenn sie jünger sind. Gewalt scheint in den niedrigeren Jahrgangsstufen schneller zu eskalieren, während mit zunehmendem Alter und sozialer Reife die Gewalt seltener vorkommt und abnimmt. Konflikte werden gemieden oder vermehrt kommunikativ geregelt. (vgl. Würtz/Hamm/Willems/Eckert 1996, S. 92)
Ferner konnten Würtz und Mitarbeiter in ihrer Studie durch ihre Umfragen an Schülern und Lehrern feststellen, dass Probleme mit Gewalt mehr an Haupt- und Sonderschulen als an Gymnasien oder Berufsschulen auftreten. Der Typus der Schule ist jedoch nicht der einzige Faktor. Zusätzlich kommen Schüler in Haupt- und Sonderschulen aus Wohngegenden mit gehäuften sozialen Problemen, entstammen oft zerrütteten Familienverhältnissen (z.B. Alleinerziehende Elternteile, hohe Arbeitslosigkeit) und Gewalt spielt so eine grössere Rolle in ihrem Alltag. Dementsprechend stellen sich die Kinder und Jugendlichen auf diese Alltagssituation beispielsweise durch Cliquenbildung und Bewaffnung ein. Die befragten Lehrer an den verschiedenen Schulen jedoch zeichnen ein Bild welches darauf schliessen lässt, dass Gewalt ein schulabhängiges Problem ist. So geben Lehrkräfte an Gymnasien hauptsächlich über ein relativ geringes Gewaltvorkommen an ihren Schulen Auskunft, währen Berufsschullehrer ein höheres Gewaltvorkommen ausserhalb des schulischen Rahmens ihrer Schüler vermuten. Auch differenzieren sie im Gewaltpotential der Schüler zwischen den einzelnen nach Ausbildungsgängen. Ein weiterer interessanter, schulabhängiger Faktor sind schulspezifische Konstellationen. So vermuten befragte Lehrkräfte von kleineren Schulen mit überschaubaren Schülerzahlen und funktionierenden sozialen Kontakten dass das Gewaltaussmass niedriger ist, im Gegensatz zu jenen Lehrern, die an Schulen in Grossstädten und Ballungsgebieten unterrichten, wo oft ganze Stadtviertel als soziale Brennpunkte gelten mit beispielsweise hoher Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Armut und fehlenden Freizeitangeboten und wo konzentriertere Gewalt in Erscheinung tritt. (ebd.)
In der Schule passiert die Gewalt vorrangig in den Pausen oder im Sportunterricht aber auch im normalen Unterricht. Gewaltauslöser sind hierbei aggressive Mitschüler aber auch
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Arbeit zitieren:
Dominik Schreiner, 2003, Gewaltprävention an Schulen. Dargestellt am Projekt "People's Theater", München, GRIN Verlag GmbH
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