Tourismusplanungskonzept am Beispiel des
"Naturerlebnispark Muehlenhagen"
Beate Pehlchen
Inhaltsverzeichnis
I. Ziele des Planungsprozesses
II. Potentialanalyse
II.I. Situationsanalyse
II.I.I Der Park
II.I.II Personal des Parks
II.I.III Der Park auf politischer Ebene
II.I.IV Das Tollensetal in der Mecklenburgischen Schweiz
II.II SWOT - Analyse
II.II.I Stärken- und Schwächenprofil
II.II.II Chancen/ Risiken- Analyse
II.III Konkurrenzanalyse
II.IV Ziele des Naturerlebnisparks und der Gemeinde
III. Marktanalyse
III.I Marktanalyse des Bundeslandes
III.I.I Lage
III.I.II Zahlen und Fakten
III.I.III Wirtschaft
III.II Mecklenburg - Vorpommern
III.II.I Mecklenburg - Vorpommern im Bundesvergleich
III.II.II Mecklenburg-Vorpommern am Scheideweg zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum im Tourismus
III.III Marktposition des Parks
III.III.I Statistiken über die Besucherzahlen des Naturerlebnisparks
III.III.I.I Besucherzahlen 1998
III.III.I.II Besucherzahlen 1999
III.III.I.III Besucherzahlen 2000
III.III.I.IV Besucherzahlen 2001
III.III.I.V Besucherzahlen 2002
III.III.II Der Park im Blickpunkt der Besucher
III.III.III Markttrends
IV Blickpunkt: Zukunft
IV.I Pläne und Zukunftscharakter des Parks
IV.II Probleme von Park und Gemeinde
V Nachhaltigkeit des Tourismus
V.I Ausmaß der Tourismusentwicklung der Region
V.II Bedeutung für die Tourismusplanung
VI Umsetzungsstrategien
VI.I Clusterbildung
VI.I.I Naturverbundener Tourismus
VI.I.II Kulturangebot
VI.I.III Stadttourismus
VI.I.IV Gastgewerbe
VI.I.V Ausbildung/Qualifikation und Wissenschaft/Forschung
VI.I.VI Organisation im Tourismus
VI.II Benchmarking
VI.III Vermarktung der USP
VII Schlussbetrachtung
VIII Quellenverzeichnis
1. Ziele des Planungsprozesses
Um den Prozess der Tourismusplanung umsetzen zu können, müssen Ziele des Planungsprozesses definiert werden: Es gehört zu den Zielen, mit einer Erhöhung des Bekanntheitsgrades mehr Besucher in die Region und damit in die Attraktion Naturerlebnispark Mühlenhagen anzuziehen. Eine Verbesserung der Zusammenarbeit einzelner Attraktionen und touristischer Leistungsträger ist wünschenswert, um die Attraktivität der Region und der einzelnen Ausflugsziele zu erhöhen, kompakte Leistungspakete zu erstellen und auf Basis kooperativer Zusammenarbeit weg vom Konkurrenzdenken zur gegenseitigen Unterstützung zu gelangen. Es ist erstrebenswert, zum Erhalt und der Förderung des Naturschutzgebietes Tollensetal beizutragen und ebenso die Einzigartigkeit dieser Region mit größerem Erfolg zu vermarkten. Da der Naturerlebnispark auch Erholungsgebiet ist, soll außerdem das Wohlbefinden und die Lebensqualität in der Region durch diese Form des naturverbundenen Tourismus gefördert werden.
2. Potentialanalyse
2.1 Situationsanalyse
2.1.1 Der Park
Der Naturerlebnispark Mühlenhagen wurde 1991 nach der Wendezeit geschaffen, um die strukturschwache Region zu fördern. Im gleichen Jahr wurde der Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. als anerkannter gemeinnütziger Verein, der sowohl für die Erschaffung des Parks als auch für die Arbeitskräfte verantwortlich war. Erste praktische Arbeiten begannen 1993 und ein Jahr später konnten erste Tiere aus dem ehemaligen Heimattiergarten Altentreptow umgesiedelt werden. Während der Bestand an einheimischen Haus- und Wildtieren weiter zunahm, entstand 1998 das "Haus der Begegnung" für Veranstaltungen, Ausstellungen, sanitären Anlagen und einem kleinen Verkaufskiosk sowie Büros für die Mitarbeiter. Neben der reizvollen Lage in der vorpommersche Endmoränenlandschaft mit sanften Hügeln und Tälern ist der Naturerlebnispark auch territorial günstig gelegen: Er befindet sich zwischen Altentreptow und Jarmen bzw. Burow direkt an der B 96, die von Berlin nach Rügen führt und ist durch die Nähe zu wichtigen regionalen Städten wie z.B. Neubrandenburg, Greifswald, Jarmen, Demmin oder Waren und zur zukünftigen Autobahn A 20 gut zu erreichen. Das kleine Dorf Mühlenhagen, an dessen Rand der Naturerlebnispark erschaffen wurde, ist in das landschaftlich wunderschöne Tollensetal eingebettet und besitzt neben einer alten Wassermühle auch eine Windmühle.
Der 40 ha große Park bietet verschiedene Biotope wie Trockenrasenflächen, Wiesen und Weiden, eine ehemalige Kiesgrube sowie Waldgebiete aber auch Feuchtgebiete, die im Bereich des Mühlenteichs und des Goldbaches zu finden sind. Für besonders Naturinteressierte ist dieses Fließgewässer sowohl mit seiner Fischtreppe, dem Jagd- und Brutrevier des Eisvogels und Fischotters als auch den Wanderrouten des Bibers unumgänglich. Die baldige Fertigstellung des Fischottergeheges bietet eine weitere Attraktion im Park. In weiträumigen Gehegen, Volieren und auf den Koppeln der hügeligen Landschaft sind die vielfältigen Tiere wie Rot- und Damwild, Ziegen, Ponys, Esel, Dingos und Frettchen untergebracht. Weiterhin sind Mäusebussarde, Uhus, Tauben, Hühner und andere Vogelarten ein Hingucker. Natürlich kann man auf einem Spaziergang durchs Gelände in freier Natur auch Goldammern, Rotkehlchen, Finken, verschiede Meisenarten aber auch Falken, Rebhühner oder Blindschleichen entdecken. Ein besonderer Blickfang sind außerdem die gut gepflegten Gartenanlagen z.B. Heidegarten oder Kräuterwiese. Für das Erlebnis- und Erholungspotential der Besucher sorgen der Abenteuerspielplatz, die Waldschule, eine Führung durch den Naturerlebnispfad, die Storchenschule und das Streichelgehege. Die Naturbühne wird vor allem für diverse Veranstaltungen genutzt. Geschichtlich wertvoll ist das Hügelgrab und besonders attraktiv sind Besuche beim Imker auf dem Gelände oder beim Bauern nebenan. Neben Führungen durch den Park, werden außerdem Reitausflüge innerhalb des Naturerlebnisparks oder des Tollensetals, Bastelarbeit, Grillen und Knüppelkuchenbacken am Lagerfeuer individuell oder mit Betreuung angeboten. Im "Haus der Begegnung", welches auch für Veranstaltungen mit Nutzung der Küche gemietet werden kann, gibt es innerhalb der Öffnungszeiten Kaffee und Kuchen, sowie Mittag nach Absprache. Natürlich können die Besucher auch mit eigener Verpflegung Picknick in freier Natur machen, um Ruhe und Entspannung zu finden.
2.1.2 Personal des Parks
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Beate Pehlchen, 2003, Tourismusplanungskonzept am Beispiel des "Naturerlebnispark Mühlenhagen", Munich, GRIN Publishing GmbH
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