Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 1
2.1 Die Balanced Scorecard für die Supply Chain 1
2.1.1 Definition 2
2.1.2 Zweck 2
2.1.3 Entstehung 3
2.1.4 Aufbau 3
2.1.5 Stärken 4
2.1.6 Schwächen 5
2.2 SCOR-Modell 6
2.2.1 Definition 6
2.2.2 Zweck 7
2.2.3 Entstehung 7
2.2.4 Aufbau 7
2.2.5 Stärken 9
2.2.6 Schwächen 9
3 Gegenüberstellung 10
3.1 Gemeinsamkeiten 11
3.2 Unterschiede 11
4 Fazit 11
Literaturverzeichnis 13
Anhang 16
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Die Hirarchieebenen des SCOR-Modells (Quelle: vgl. N.N. (2008), S.7) 8
Abb. 2: Stärken und Schwächen der SCBSC und des SCOR-Modells 16
I
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Anforderungsübersicht für Instrumente des Supply Chain Controlling................. 12
Abkürzungsverzeichnis
II
1 Einleitung
„If you cannot measure it, you cannot control it. If you cannot control it, you cannot manage it. If you cannot manage it, you cannot improve it”. (Harrington, 1991)
Harrington macht in seinem Zitat deutlich, dass man Dinge, die nicht messbar sind, weder kontrolliert noch verbessert werden können. Wird versucht die Lieferkette eines Produktes von Anfang bis zum Ende nachzuverfolgen, wird schnell festgestellt, dass es nahezu unmöglich ist, diese zu überblicken. Die gesamte Supply Chain kann aufgrund ihrer Länge und Größe nur noch mithilfe eines Supply Chain Controlling kontrolliert und gesteuert werden. Durch die Globalisierung und die dadurch entstehende Auslagerung von Produktionsstätten, den Handel der Roh- und Produktionsstoffe auf den Weltmärkten und den immer größeren Wettbewerb, steigt der Druck auf ein Unternehmen kontinuierlich. Wenn versucht wird die Entwicklung des Supply Chain Management der letzten Jahre zu beobachten, kann die zunehmende Bedeutung schon allein an der steigenden Zahl an Publikationen abgelesen werden. Nun stellen sich die Fragen wie:
Wie müssen Wertschöpfungsketten ausgerichtet werden, damit eine optimale Leistungsfähigkeit gewährleistet werden kann?
Welche Merkmale muss ein Instrument 1 haben, um den Anforderungen des Supply Chain Management gerecht zu werden?
Wo liegen die Stärken und Schwächen dieser Instrumente? Lohnt es sich, mehrere Instrumente parallel einzusetzen, die sich ergänzen?
Um die Supply Chain gemäß den Unternehmenszielen auszurichten zu können, wird aufgrund des Umfangs der Supply Chain mindestens ein Instrument benötigt. In dieser Hausarbeit soll die Balanced Scorecard für die Supply Chain 2 (SCBSC) sowie das Supply Chain Operation Reference Model (SCOR-Modell) vorgestellt und anschließend die Stärken und Schwächen gegeneinander abgewogen werden, um am Ende eine Empfehlung abgeben zu können.
2 Grundlagen
2.1 Die Balanced Scorecard für die Supply Chain
Vor dem Hintergrund von vermehrter Kritik an der Eindimensionalität finanzieller Kennzahlen in den USA haben Kaplan und Norton Anfang der neunziger Jahre ein Forschungsprojekt
1 Unter einem Instrument wird hier ein Konzept verstanden, das Einfluss auf das Management hat und mit Hilfe dessen der Unternehmenserfolg gesteuert und kontrolliert werden kann.
2 Aufgrund vieler unterschiedlicher Definitionen der Balanced Scorecard für die Supply Chain wird im folgenden diese als Supply Chain Balanced Scorecard (SCBSC) bezeichnet.
1
mit zwölf amerikanischen Unternehmen durchgeführt 3 . Sie wollten dabei die vorhandenen Kennzahlen an die gestiegenen Anforderungen der Unternehmen anpassen.
2.1.1 Definition
Die Balanced Scorecard ist ein sachlogisch-verknüpftes Kennzahlensystem, das Kennzahlen aus verschiedenen Perspektiven beinhaltet, mit denen der Unternehmenserfolg gemessen wird. Zumeist handelt es sich um vier Perspektiven, die in einem Ursachen-Wirkungszusammenhang stehen: Bezogen auf die Supply Chain wird die SCBSC im Gegensatz zur ursprünglichen BSC 4 modifiziert, da sie unternehmensübergreifende Sachverhalten berücksichtigen muss und die Faktoren Kooperationsqualität und Kooperationsidentität einen wichtigen Bestandteil der Beziehungen darstellen. Es ergibt sich dadurch eine signifikante Veränderung, die sowohl den Inhalt als auch die Struktur der SCBSC beeinflusst. Daher werden ausschließlich Supply-Chain-bezogene Kennzahlen 5 verwendet.
2.1.2 Zweck
Die SCBSC stellt ein Instrument für die „Prozessoptimierung in der Wertschöpfungskette 6 “ dar. Eine Strategie kann nur dann eine Auswirkung auf den unternehmerischen Erfolg erzielen, wenn sie im Unternehmen konsequent gelebt wird. Damit jeder Mitarbeiter zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann, muss die Strategie ihnen bekannt sein. Zu diesem Zweck muss diese in eine kommunizierbare und verständliche Form gebracht werden, um Transparenz zu schaffen und dies ist laut Horváth & Partners 7 mit der BSC am besten möglich. Sie ermöglicht in Phasen der Supply-Chain-Strategiefindung und -implementierung 8 ein strukturiertes Vorgehen und minimiert die Gefahr, sich nur auf monetäre Größen zu konzentrieren. Durch die Zusammenfassung der präzisierten Ziele und Kennzahlen, können diese dann den Trägern dezentraler Entscheidungen 9 vorgegeben werden.
Norton und Kaplan beschreiben in ihrem Konzept vier Teilzwecke 10 : Die verfolgte Strategie soll inhaltlich präzisiert werden und dadurch die Übermittlung der Inhalte vereinfachen. Man soll strategieorientierte Zielvorgaben für die Verantwortungsbereiche ableiten können und damit auch die strategische Kontrolle verbessern.
3 Vgl. Weber/ Bacher/ Groll (2003), S. 22.
4 Die ursprüngliche SCSCSCSCBSC beinhaltet die Finanzperspektive, die Prozessperspektive, die interne Perspektive und die Lern- und Wachstumsperspektive.
5 Vgl. Weber/ Bacher/ Groll (2003), S. 137ff.
6 Vgl. Zimmermann (2003), S. 130. 7 Horváth & Partners (2010), Homepage
8 Vgl Zimmermann (2003), S. 125 und vgl. Weber/ Bacher/ Groll (2003), S. 25.
9 Vgl. Bea/ Friedl/ Schweitzer (2005), S. 292.
10 Vgl. Kaplan/ Norton (1997), S. 11.
2
2.1.3 Entstehung
Die allgemeine Balanced Scorecard wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Robert S. Kaplan und David. P. Norton entwickelt, die damals beide an der Universität Harvard lehrten. Ursprünglich war die SCBSC jedoch nicht nur als Kennzahlensystem zur Unterstützung der Unternehmenssteuerung gedacht, sondern vielmehr auch als ein Instrument zur Strategieumsetzung. In der Praxis wird die SCBSC heute jedoch hauptsächlich als ein multidimensionales Kennzahlensystem verwendet, das sowohl finanzielle, wie auch nicht-finanzielle strategische Kennzahlen kombiniert und der Steuerung dient, wie Speckbacher, Bischof und Pfeiffer 11 2003 in einer Studie herausfanden.
Die SCBSC basiert auf der Logik, dass Strategien nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn die Mitarbeiter hinter ihr stehen. Beschrieben wird dieses Phänomen von der Motivationstheorie 12 , die darauf beruht, dass Ziele vom Verhalten der Betreffenden beeinflusst werden. Wenn die Ziele also so ausgewählt und konkretisiert werden, dass Führungskräfte und Mitarbeiter sich gemäß der gewünschten Strategie verhalten, tritt der Erfolg oftmals früher ein und übertrifft die vorher getroffenen Erwartungen. Wichtig für die SCBSC ist, dass von den Unternehmen und den Partnern eine gemeinsame Strategie verfolgt wird aus der die Kennzahlen mit allen Betroffenen gemeinsam definiert werden und diese unternehmensübergreifend sind.
2.1.4 Aufbau
Nach Kaplan und Norton muss ein Unternehmen über eine Mission, Strategie, Kunden und Prozesse verfügen, damit eine SCBSC überhaupt zum Einsatz kommen kann. Die vier Perspektiven in der SCBSC sind überwiegend deckungsgleich in ihren Merkmalen mit der traditionellen BSC und beinhalten folgendes:
Die finanzielle Perspektive zeigt, ob die Implementierung einer SCBSC wirklich das Unternehmensergebnis verbessert. Typische Kennzahlen sind die erzielte Gesamtkapitalrente, der EVA 13 oder der CVA 14 , jeweils bezogen auf die gesamte Supply Chain. Die Kundenperspektive „dient dazu, die Erwartungen der Kunden der Supply Chain ab- zubilden“ 15 .Dabei liegt der Fokus auf den Endkunden der gesamten Supply Chain.
11 Speckbacher (2003), S. 361-387.
12 Vgl. Greiner (2005), S. 19.
13 Der EVA misst die Vorteilhaftigkeit einer Investition. Er gibt den Nettogewinn an, indem vom eingesetzten Kapital die Kapitalkosten abgezogen werden.
14 Der CVA ist ebenso wie der EVA eine Residualkenngröße und misst die Wertschaffung. Wenn der in einer Periode erzielte Cashflow größer als der zur Deckung der Kapitalkosten notwendige Mindest-Cashflow ist, fällt der CVA positiv aus und es wird eine Wertsteigerung generiert.
15 Erdmann (2003), S. 191.
3
Arbeit zitieren:
Ines-Dorothee Weisbach, 2010, Balanced Scorecard für die Supply Chain und SCOR-Modell, München, GRIN Verlag GmbH
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