Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (Krause) 1
2. Grundlagen (Krause) 1
2.1. Was ist Innovation? 1
2.2. Welchen Zweck besitzen Innovationsprojekte für ein Unternehmen? 2
2.3. Die fünf Innovationsarten 4
2.4. Die fünf Innovationsgrade. 5
3. Innovationshemmnisse (Brockhusen) 6
3.1. Der Faktor „Mitarbeiter“ 6
3.2. Der Faktor „Unternehmen“ 7
3.3. Der Faktor „Umfeld“ 8
3.4. Auswirkung der Innovationshemmnisse 9
4. Bedeutung von Projektmanagement in Innovationsprojekten 9
5. Planung (Reiter) 11
5.1. Grundgedanken 11
5.2. Innovationsstrategie 12
5.2.1. Produkt-Markt-Strategie 12
5.2.2. Technologiestrategie 13
5.3. Zielkostenplanung 13
5.4. Kreativitätstechniken. 14
6. Konzepte für Projektmanagement in Innovationsprojekten (Lierzer) 17
6.1. Interdisziplinäres Team 17
6.2. Promotoren 18
6.2.1. Erster Ansatz: Macht- und Fachpromotoren 19
6.2.2. Der Prozesspromotor 20
6.2.3. Promotorenmodell im Projektmanagement. 20
7. Fazit (Lierzer) 21
8. Literaturverzeichnis. 22
8.1. Literaturverzeichnis (Krause) 22
8.2. Literaturverzeichnis (Brockhusen) 22
8.3. Literaturverzeichnis (Reiter) 23
8.4. Literaturverzeichnis (Lierzer) 24
- II -
Projektmanagement in Innovationsvorhaben
Krause , Christopher Reiter, Jan Brockhusen, Anna Lierzer, Tobias
Stand : Sonntag, 16 Mai 2010
1. Einleitung (Krause)
Meistens fehlen einem Unternehmen nicht neue, wertschöpfende Visionen, Strategien oder Ideen, sondern es scheitert eher an der fehlenden Managementkompetenz zur Umsetzung der selbigen! An diesem Punkt setzt diese Ausarbeitung an. Sie befasst sich nämlich mit dem immer bedeutsameren Thema des erfolgreichen Einsatzes von „Projektmanagement in Innovationsvorhaben“.
Die genaue Zielsetzung der Autoren besteht deshalb in der Frage, wie ein Innovationsvorhaben effektiv und möglichst effizient durch Projektmanagement in einem Unternehmen durchgeführt werden kann.
Hierzu werden im ersten Teil die Grundlagen über Innovationen, insbesondere eine Definitionsfindung, und die Bedeutung von Innovationsprojekten für ein Unternehmen erläutert, da aufgrund der breitgefächerten Thematik eine umfassende Erklärung zum Verständnis nötig ist.
Das zu vermittelnde Wissen des nächsten Teils richtet sich größtenteils an die dabei entstehenden Herausforderungen durch Innovationshemmnisse und daraus folgend die Gründe für das Einsetzen des Projektmanagements. Anschließend liegt das Hauptaugenmerk auf der Berücksichtigung von Vorüberlegungen eines Innovationsprojekts und der danach startenden Projektplanung. Der Endteil der Ausarbeitung schildert die verschiedenen Maßnahmen und möglichen Konzepte bei der Projektdurchführung eines Innovationsvorhabens und schließt mit einem reflektierenden Fazit ab.
Ausgangspunkt all dieser Aspekte ist eine Innovation, doch was wird eigentlich darunter genau verstanden?
2. Grundlagen (Krause)
2.1. Was ist Innovation?
Der populäre Begriff „Innovation“ wird in vielen verschiedenen Kontexten des Berufs- undAlltagslebens verwendet, jedoch existieren oft Missverständnisse über die exakte Bedeutung. Meistens werden „Idee“, „Invention“ und „Kreation“ allesamt mit Innovation gleichgesetzt, obwohl essentielle Unterschiede bestehen, sodass korrekterweise die Definition einer Innovation generell aus genau diesen drei Elementen besteht. Die Idee entsteht laut Immanuel Kant in der Vernunft und bezeichnet somit eine
subjektive neue Erkenntnis eines Menschen. 1 Die Idee stellt in der Regel die Basis für eine Invention, einer technischen Neuerung, dar, die die Grenzen menschlichen Wissens erweitert. Sie wird jedoch erst zum Teil einer Innovation, wenn sie wirklich realisiert wird. Die Kreation beschreibt in diesem Zusammenhang den gesamten Prozess der Ideenfindung und -entwicklung.
„Ursprünglich stammt der Begriff „Innovation“ aus dem lateinischen Wort „innovatio“, [das] Erneuerung, aber auch sich Neuem hingeben bedeutet.“ 2 So muss eine Innovation nicht unbedingt immer etwas vollkommen Neues darstellen, sondern kann auch eine Neugestaltung bestehender Produkte, Prozesse oder Systeme sein. Letzteres bildet die Mehrheit der Innovationen der meisten Unternehmen, da hier das Risiko und die Kosten einer erfolglosen Innovationsumsetzung nicht so hoch ausfallen. In jedem Fall muss eine Innovation tatsächliche (erkenn- und messbare) Vorteile für das betroffene Unternehmen bzw. dessen Kunden (meistens Produkt-/Leistungsempfänger) bieten. Dies zeigt, dass ständige Innovationen für die nachhaltige Erfolgssicherung eines Unternehmens heutzutage essentiell wurden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass (fast) alle Unternehmen eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen besitzen, die sich nur mit dem systematischen Innovationsmanagement 3 beschäftigen, also der ununterbrochenen Suche nach unternehmenseigenen (Er-)Neuerungen, die bestmöglich die Unternehmensstrategie unterstützen.
2.2. Welchen Zweck besitzen Innovationsprojekte für ein Unternehmen? Die Gründe/Auslöser für Innovationen in einem Unternehmen sind vielfältig und können äquivalent mit den dahinterstehenden Unternehmenszielen erklärt werden. Sie lassen sich insgesamt in vier Kategorien einteilen.
Die erste Kategorie beinhaltet die allgemeinen unternehmerischen Ziele, wo an allererster Stelle die wirtschaftliche Verwertung einer Innovation, also die Gewinnerzielung, steht. Jedoch erfährt ein Unternehmen meist keinen sofortigen Erfolg mit einer Innovation, da das Innovationsmanagement Aufgabenteil der unternehmerischen Strategieplanung und deshalb auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Dies unterstützt das zweite Ziel, nämlich das langfristige Halten sowie die Verbesserung der
1 Vgl. Bergman, Gustav & Daub, Jürgen (2006): Systemisches Innovations- und Kompetenzmanagement,
1. Auflage. GWV Fachverlage, Wiesbaden. S. 56
2 Disselkamp, Marcus (2005): Innovationsmanagement - Instrumente und Methoden zur Umsetzung in Unternehmen, 1. Auflage. GWV Fachverlage, Wiesbaden. S. 16
3 Management von Planung, Durchführung und Kontrolle aller Aktivitäten im Rahmen von Innovationen
eigenen Marktpositionierung gegenüber Marktbegleitern. Um jedoch am Markt zu bestehen, werden nachhaltige Wettbewerbsvorteile benötigt. Das bedeutet, da sich fast alle Märkte dynamisch verhalten, dass eine dauerhafte Fortentwicklung von Nöten ist. Treibende Kräfte hierbei sind hauptsächlich die Kunden (z.B. Zufriedenheitsumfragen, Crowdsourcing), Marktbegleiter und die Optimierung mithilfe der eigenen Lieferanten. Ein weiterer Aspekt in diesem Zusammenhang ist das angemessene Mithalten an technologischen Neuerungen, um „den Anschluss“ an den Wettbewerb nicht zu verlieren. So benötigen Unternehmen unbedingt eine nachhaltige Innovationsstrategie, um ihre Kernkompetenzen kontinuierlich ausbauen zu können. Die nächste Kategorie wird von den Marktzielen abgedeckt. Hier muss sich das Unternehmen besonders flexibel präsentieren, da es einerseits auf Nachfrageänderungen seitens des Marktes reagieren sollte, um den neuen Bedarf schnellstmöglich decken zu können und andererseits selbst Nachfragepotential durch eigene Innovationen im Markt wecken/ausschöpfen muss, um neue Kunden zu gewinnen und somit einen Marktvorsprung zu erreichen. Je früher das gelingt, desto größer ist die Ausschöpfung der vorhandenen Wettbewerbsvorteile.
Die dritte Kategorie beschäftigt sich mit den kundenorientierten Zielen durch eine ständige Qualitätsverbesserung. Hier helfen Innovationen, hauptsächlich im Sinne von „Erneuerungen“, den vorhandenen Kundennutzen im Unternehmen zu erhöhen und die Produktqualität zu verbessern, um auf dem Markt hervorzustechen und neue Kundenaufmerksamkeit zu erlangen. Besonders wichtige Informationsquellen sind dabei die Schnittstellen zwischen Unternehmen und Markt/Kunden, wie z.B. Support, Verkauf/Beratung und Reklamation. So verschafft sich das Unternehmen wieder einen meist kurzzeitigen Wettbewerbsvorteil und kann im optimalen Fall von einem besseren Image und einer besseren Marktpositionierung profitieren.
Die letzte Kategorie handelt von den unternehmensinternen, sozialen Zielen. Wenn die vorhandenen Mitarbeiter aktiv an Innovationen im Unternehmen teilnehmen dürfen/können, erhöht sich oft die Arbeitsmotivation und die Zufriedenheit derselbigen, sodass das gesamte Unternehmen eine Humanisierung erfährt. Zudem sorgt ein ausgeprägtes, erfolgreiches Innovationsmanagement eines Unternehmens für die Sicherung der vorhandenen und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, da das Unternehmen aufgrund des Erfolgs meist seine Ressourcen erweitern muss, um weiter expandieren zu können.
2.3. Die fünf Innovationsarten
Die verschiedenen Zielarten lassen richtigerweise vermuten, dass sich jede Innovation zu einem entsprechenden Innovationstypen zuordnen lässt. Hier existieren fünf Kategorien, die im Folgenden näher erläutert werden:
Die erste Gruppe besteht aus den Produktinnovationen. Darunter werden generell alle Neueinführungen von Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens verstanden, die vollkommen neu für das Unternehmen und/oder für den Markt sind, sodass neue Märkte und zusätzliches Marktwachstum erschlossen werden können. Die Produktinnovation muss dabei eine wahrnehmbare Neuerung am Produkt für den Kunden darstellen, z.B. Mehrwertdienstleistungen.
Eng verknüpft mit dem Thema sind die wichtigen Prozessinnovationen für ein Unternehmen, da sie die unternehmensnotwendigen Prozesse reformieren. Ihre Ergebnisse sind meist effizientere Herstellungsprozesse (Qualitäts- und Produktivitätssteigerung und/oder Kostenminimierung) sowie Entwicklungen von neuartigen Technologien.
Die nächste Kategorie sind die strukturellen Innovationen, also die (Er-)Neuerungen der unternehmensinternen Beschäftigungsstrukturen. Ein Unternehmen gestaltet bei einer strukturellen Innovation seine Wertschöpfungsstruktur aufgrund marktpolitischer Gründe neu, z.B. von einer Aufbauorganisation zu einer Ablauforganisation, um weiterhin erfolgreich im Markt bestehen zu können.
Einen weiteren, weiten Bereich bilden die kulturellen bzw. sozialen Innovationen in einem Unternehmen. Hierbei liegt der Fokus auf der Ausgestaltung der Unternehmensphilosophie und -kultur, um eine angemessene Atmosphäre für weitere Innovationen zu schaffen. Besonders im Vordergrund stehen hierbei die sozialen Beziehungen und die Kommunikation zwischen den Unternehmensmitarbeitern, die maßgeblich durch die vorhandene Unternehmensethik beeinflusst werden. Der letzte Innovationstyp bezeichnet die marktmäßigen Innovationen, die in zwei Untergruppen eingeteilt werden. Die angebotsinduzierten Innovationen sind vom Unternehmen eigens initiierte Innovationen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Demgegenüber stehen die bedarfsinduzierten Innovationen, also die Nachfrage des Marktes nach einem neuen Bedarf, der schnellstmöglich vom Unternehmen befriedigt werden sollte, um möglichst großen wirtschaftlichen Nutzen aus dieser Situation ziehen zu können.
2.4. Die fünf Innovationsgrade
Da nicht jede „Innovation“, die als solche bezeichnet
wird, in Wirklichkeit die Kriterien einer Innovation erfüllt und um jede Innovation hinsichtlich ihrer Intensität für das Unternehmen zu klassifizieren, haben sich in der Wissenschaft fünf, typenunabhängige Innovationsgrade herausgebildet, die sich genau dieser Problematik annehmen.
Mit ihrer Hilfe werden Innovationen nach ihren Graden der „Neuheit“ differenziert, die
von der radikalen Innovation bis zur Scheininnovation reichen (siehe Abbildung 1). Die radikale Innovation bzw.
Basisinnovation bildet die höchste Stufe einer Innovation. Sie ist das Ergebnis einer vollkommen neuen Idee, die zu neuen Produkten, Verfahren oder Technologien führt, wie z.B. Personal Computer. Eine Stufe Basisinnovationen Verbesserungsinnovationen zu finden. Sie verändern nicht den
schon vorhandenen Grundnutzen eines Objekts, sondern erweitern lediglich seine Funktionen, wie z.B. Gasantrieb des Autos. Der dritte Innovationsgrad bezeichnet die letzte Form einer „echten“ Innovation, nämlich die Anpassungsinnovation. Sie wird auch als inkrementelle Innovation bezeichnet, da sie nur eine schwache Erneuerung prägt, wie z.B. ein kundenspezifisches Produkt.
Die übrigen zwei Innovationsgrade, Imitation und Scheininnovation, werden in der Wirtschaft nicht gerne gesehen. Weder die Imitation, also die Nachahmung eines Fremdprodukts, noch die „scheinbare Neuerung“ an einem Produkt/Prozess bringen nämlich einen erkenn- und messbaren Unternehmens-/Kundenvorteil, sodass dieses essentielle Kriterium einer Innovation laut der Definition nicht ausreichend erfüllt ist. Wie in der Abbildung 1 ersichtlich wird eine Innovation in die in einem anderen Kontext zuvor erläuterten Dimensionen Technologie, Unternehmen, Markt und Umfeld bezüglich ihres Neuheitsgrades einzeln gewichtet und schließlich aggregiert. So kann ein Unternehmen die Wichtigkeit einzelner Innovationen für die vier Bereiche einschätzen und erhält dadurch ein effizientes, durchdachtes Innovationsmanagement.
Arbeit zitieren:
B.Sc. Christopher Krause, A.-L. Brockhusen, J. Reiter, T. Lierzer, 2010, Projektmanagement in Innovationsvorhaben, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation: Projektmanagement in Innovationsvorhaben ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation: neuer Titel erschienen: Projektmanagement in Innovationsvorhaben
Christopher Krause hat einen neuen Text hochgeladen
Innovationen durch Projektmanagement - oder?!
Beiträge zur Konferenz >>inter...
Karl-Heinz Dorn, C. J. Fitzsimons, Andreas Frick, Gerrit Kerber, Roland Marré, Klaus Wagenhals
Reinventing Project Management: The Diamond Approach to Successful Gro...
The Diamond Approach to Succes...
Aaron J. Shenhar, Dov Dvir
Phasenspezifische Erfolgsfaktoren von Innovationsprojekten
Eine projektbegleitende Längss...
Simon Papies
Management von Innovation und Risiko
Quantensprünge in der Entwickl...
Carmen Kobe, Oliver Gassmann
Innovationsprojekt Frühpädagogik
Professionalität im Verbund vo...
Eva Hammes-DiBernardo, Sabine Hebenstreit-Müller
0 Kommentare