Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Kriegsfolgen. 2
2.2 Der Londoner Zahlungsplan. 3-4
2.3 Die Inflation. 4
2.4 Der DAWES Plan. 5
2.5 Der YOUNG Plan. 5
3. New Yorker Börsencrash. 5-6
3.1 Deutschlands Zusammenbruch. 7
3.2 Überwindung der Krise. 7
4. Schlussbemerkung. 8
Bibliographie. 8
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1. Einleitung
„War auch das alte Jahrhundert sehr fein, Wird doch das neue noch besser sein.“
Mit diesen Versen beschreibt der bekannte Couplet-Dichter und -Sänger Otto Reutter die allgemeinen positiven Stimmung in der Silvesternacht 1899. Man ahnte nichts von dem Leiden und dem Rückfall , der das 20. Jahrhundert mit zwei Weltkriegen, Weltinflation, Bolschewismus und Diktaturen charakterisieren sollte. Die ständige Steigerung der Güterversorgung der Menschheit war nur möglich, durch eine immer enger werdende Verflechtung der nationalen Volkswirtschaften. Durch die unterschiedliche Ausstattung mit Produktionsfaktoren ist die Produnktio zahlreicher Güter an bestimmte Orte gebunden bzw. bestehen dort wesentlich bessere Voraussetzungen für die Herstellung. Durch den internationalen Wirtschaftsverkehr galt es, diese Standortunterschiede auszugleichen. Mit Hilfe des Freihandelssystem wurden die seit Mitte des 19. Jahrhunderts internationalen Wirtschaftsbeziehungen stark belebt. Die immer enger werdende Verflechtung der nationalen Volkswirtschaften hat den Begriff „Weltwirtschaft“ entstehen lassen.
Im 19. Jahrhundert wurde die Erde weitgehend dem Verkehr erschlossen. Die Verkürzung der Seewege durch die Eröffnung des Suezkanals im Jahre 1869 und des Panamakanals 1914 und die Einschränkung der Seeräuberrei trugen wesentlich zu einer ausbreitenden Weltwirtschaft bei. Die Goldwährung garantierte feste Wechselkurse bei schwankendem Tauschwert der Währungen im Inneren. 2. Die Kriegsfolgen
Der Krieg machte erst die Gefahren deutlich, die eine weitgehende wirtschaftliche Verflechtung mit sich brachte, für den Fall, dass plötzlich der internationale Warenaustausch unterbunden wurde. Im August 1914 brachen schlagartig die weltwirtschaftlichen Verbindungen zwischen den kriegführenden Volkswirtschaften zusammen. Weder die Regierungen noch weiteste Kreise der Wirtschaft hatten sich im Frieden mit den Auswirkungen einer Störung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen im Kriegsfalle und den Rückwirkungen auf die einheimische Volkswirtschaft beschäftigt. Im Gegensatz zur Friedenszeit führten die schon in den ersten Kriegswochen erfolgten Preissteigerungen nicht automatisch zu einem Ausgleich durch Nachfragerückgang. Vor allem aufgrund der Nachfrage bezüglich lebensnotwendiger Güter war eine wesentliche Einschränkung der Nachfrage nicht möglich. Lebensmittel- und Bekleidungskarten wurden ausgegeben. „Produktionsauflagen“ sorgten dafür, dass die vordringlich benötigten Güter hergestellt wurden.
Der Glaube an die Marktwirtschaft war erschüttert und man ging zur staatlich gelenkten Planwirtschaft über.
Gegenüber früheren Kriegen waren die Anforderungen im ersten Weltkrieg wesentlich gestiegen. Die modernen Millionenheere mit ihrem hohen technischen Kriegsbedarf mussten versorgt werden. Die Volkswirtschaft musste neben der Sicherstellung des
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Bedarfs der Bevölkerung auch die kämpfenden Heere und Flotten mit Kriegsmaterial versorgen.
Durch den Krieg entstanden zahlreiche neue Staaten und damit neue Zollgrenzen. Neue Industriezweige waren vorhanden, die nicht einfach aufgegeben werden konnten. Besonders um vor dem Fall von Versorgungsschwierigkeiten geschützt zu sein wollte man die neuen Industriezweige nicht wieder aufgeben. Sobald der Staat wieder die nötigen Vorräte angelegt hatte, wurde die einheimische Produktion durch hohe Schutzzollmauern vor ausländischer Konkurrenz geschützt. Bei Kriegsausbruch hatten die Kriegführenden Völker die Goldwährung entweder de jure oder de facto aufgegeben. Sie wollten somit die Notenbanken von der „goldenen Bremse der Kreditmaschine“(Schumpeter) befreien.
Soweit die Steuereinnahmen eines Staates nicht zur Deckung der Kriegsausgaben reichten, nahmen die Staaten langfristige Anleihen auf dem Kapitalmarkt auf, oder diskontierten Schaftzwechsel bei ihren Notenbanken, was die umlaufende Geldmenge entsprechend vermehrte. Da nun gleichzeitig das zur Verfügung stehende Warenangebot ständig zurückging, entstand ein Mißverhältnis zwischen Geld- und Warenstrom und eine schon während des Krieges einsetzende inflatorische Geldentwertung breitete sich aus. Gleichzeitig sanken die Wechselkurse der Kriegführenden gegenüber den Währungen der neutralen Staaten.
Nach Ende des Krieges, als die Millionenheere demobilisiert wurden und sich die Soldaten wieder in Arbeiter verwandelten, mussten die bisher kriegführenden, wie die neutralen Staaten ihre Notenpresse noch weiter in Anspruch nehmen. Die Demobilisierung verursachte erneut große Kosten. Die zerstörten Gebiete waren wieder aufzubauen. Neben den öffentlichen Stellen meldete sich auch die Privatwirtschaft mit erhöhten Kreditwünschen.
Deutschland setzte die bisherige, sich ständig steigernde inflationistische Finanzierungspolitik fort.
2.2 Der Londoner Zahlungsplan
Die Anforderungen an Deutschland stiegen vor allem auf Grund des Londoner Zahlungsplanes von 1921, in dem Deutschlands Reparationsverpflichtungen auf den unsinnigen Betrag von hundertzweiunddreißig Milliarden Goldmark festsetzte wurden. Am 10. April 1922 traten in Genua die Vertreter aller europäischen und zahlreicher außereuropäischer Mächte zusammen, um die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme, insbesondere auch internationaler Währungsfragen, zu prüfen. Diese Weltwirtschaftskonferenz beschloss als wesentlichste Voraussetzung für geordnete Währungsverhältnisse den Haushaltsausgleich ohne Rückgriff auf die Notenpresse für absolut notwendig.
Es wurde eine neue Form der Goldwährung, die Golddevisenwährung, vorgeschlagen. Zum Zwecke der Notendeckung und Begrenzung der Notenschöpfung sollte es genügen, wenn die Notenbanken ausreichende Devisenguthaben unterhielten. Voraussetzung war, dass die Fremdwährung jederzeit in Gold umwechselbar war.
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Arbeit zitieren:
Petra Fischer, 2003, Nie wieder schwarzer Freitag - Der Weg in die Krise 1919 - 1932 - ein kurzer Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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