Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung. 2
II. Die Ableitung des Äther-Begriffs
II.1 Körper und Größen. 2
II.2 Naturgemäße und naturwidrige Bewegungen. 3
II.3 Die Bewegung der Sterne. 5
II.4 Der Äther-Begriff. 5
III. Fazit. 7
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I. Einleitung
Aristoteles, einer der bedeutendsten Philosophen der Antike, liefere unzählige Grundlagen und Erkenntnisse über die Physik, die Politik und die Ethik. Teilweise sind seine Ableitungen noch heute gültig; in jedem Falle waren und sind sie Ausgangspunkte für die weitergehende Forschung und Entwicklung der Wissenschaften. Insbesondere stellt sein Werk "Vom Himmel" eine Art Schlüsselschrift für die Physik dar, welche unter anderem Giordano Bruno und Galilei in ihrer physikalischen Forschung weitgehend beeinflusste. Im Folgenden soll mit Hilfe dieses Werkes die Ableitung des Äther-Begriffs nach Aristoteles beschrieben werden. Dafür ist es zunächst notwendig, die zu Zeiten von Aristoteles (384-324 v.Chr.) gängige Vorstellung der Welt zu beschreiben: Die Erde wurde als eine hügelige Scheibe betrachtet, auf welcher die Menschen leben. Unter der Erde wurde die Unterwelt vermutet, während über der Erde die Luft inklusive Sonne und Mond sei. Dies werde vom Himmelszelt überspannt, an welchem die Sterne "haften". Nachts befände sich die Sonne in der Unterwelt.
Dieses Weltbild wurde durch Aristoteles von einer neuen kosmischen Vorstellung abgelöst, welche er mit Hilfe deduktiver Schlüsse konstruierte. Unter anderem geht Aristoteles davon aus, dass die Erde kugelförmig ist. Die Beschreibung seiner Gedankengänge im Hinblick auf die Entwicklung des Äther-Begriffs erfolgt auf Grundlage des Skripts "Vom Himmel. Erstes Buch", in welchem die entsprechenden Passagen (Seitenzahlen in Klammern) nachzulesen sind.
II. Die Ableitung des Äther-Begriffs
II.1 Körper und Größen
Aristoteles beginnt seine Ausführungen mit einer Einteilung der von Natur aus bestehenden Dinge der Welt in einerseits Körper bzw. Größen, also mechanische Gegebenheiten, und andererseits nicht mechanische Prinzipien in Form von sich reproduzierenden Kräften und virtuellen Begriffen. Er geht nun
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insbesondere auf die erste Thematik ein und beschäftigt sich mit den Körpern. Unter einem Körper versteht Aristoteles das, was allseitig (also in allen drei Dimensionen: Länge, Breite und Tiefe) teilbar ist (vgl. S. 55 f.). Linien und Flächen sind für ihn im Gegensatz dazu abstrakte Begriffe: Linien oder auch Geraden erstrecken sich in nur eine Richtung bzw. Flächen in nur zwei Richtungen und sind ausschließlich durch den Geist des Menschen erfassbar. Sie sind demnach reine Denkleistungen. Damit negiert Aristoteles auch den Atom-Begriff, da es sich bei einem Atom (was per definitionem unteilbar ist) nur um einen abstrakten Begriff, einen "Punkt" handle. Körper hingegen sind empirisch greifbar, lassen sich in wieder Körperliches teilen und sind gegeneinander abgegrenzt (vgl. S. 56), d.h. es gibt "kein Weiterschreiten" (S. 56) in etwas Anderes mehr (die Linie kann sich zur Fläche ausdehnen, die Fläche zum Körper, aber der Körper kann sich nicht weiter in etwas Vierdimensionales entwickeln oder in die andere Richtung zurückgehen; er ist zwar teilbar, aber nicht reduzierbar, d.h. er kann nicht zu etwas Unkörperlichem werden).
II.2 Naturgemäße und naturwidrige Bewegungen
Weiterhin ist allen Körpern und Größen laut Aristoteles von Natur aus eine räumliche Bewegung zu Eigen, die entweder geradlinig, kreisförmig oder eine Mischung aus beiden ist. Dementsprechend gibt es drei mögliche naturgemäße Bewegungsformen: die geradlinige Bewegung teilt sich auf in die steigende (vom Mittelpunkt weggehende) und die fallende (zum Mittelpunkt hingehende) Bewegung und die kreisförmige geht um den (Erd-)Mittelpunkt herum. All diese Bewegungen bezeichnet Aristoteles als "einfach", wenn sie "einfachen Körpern" (S. 57) zugeordnet sind; diese einfachen Körper sind die Elemente. Dabei wohnt jedem Element von Natur aus nur eine einfache Bewegung inne. Dies impliziert, dass (mindestens) ein Element eine Kreisbewegung vollzieht. Naturgemäß haben Feuer und Luft geradlinig steigende Bewegungen, wohingegen sich Erde (Irdenes, beispielsweise ein Stein) und Wasser (beispielsweise Regen) geradlinig fallend bewegen. Der naturgemäßen ist nun
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Arbeit zitieren:
Sina Volk, 2011, Die Ableitung des Äther-Begriffs bei Aristoteles, München, GRIN Verlag GmbH
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