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Doping - Sollte Doping freigegeben werden?
Inhaltsverzeichnis :
1. Was ist Doping?
1.1. Definition
1.2. Herkunft
1.3. Arten, Wirkungen und Risiken
1.3.1. kurzfristig wirkende Mittel
1.3.2. langfristig wirkende Mittel
1.3.3. Blutdoping
2. Pro / Contra Diskussion über die Freigabe von Doping
3. Stellungnahmen
3.1 „Sportärzte und Doping - Komplizen oder
Moralapostel ?“ (DVSF)
3.2 Franz Reitz: Organisator der Deutschland
Rundfahrt
3.3 „Doping auf Rezept?“ (Dieter Lohmann)
3.4 „Der saubere Sport muss keine Utopie sein“ (Prof.
Dr. Helmut Digel - Präsident des DLV)
3.5 Kurze Stellungnahme aus Sicht des
Sportmanagements und -marketings
4. Eigene Stellungnahme
5. Literaturliste, Quellen- und Abkürzungsverzeichnis
1. Was ist Doping?
1.1. Definition:
Europarat 1973: „(…) Gebrauch Körperfremder Substanzen (…) mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung (…)“ 1
DSB 1977: „Versuch unphysiologischer Steigerung der Leistungsfähigkeit durch Anwendung von Doping-Substanzen (…)“ 2
IOC: „Doping ist die Verwendung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden zur Leistungssteigerung(…)“ 3
1.2. Herkunft:
(aus: Dick Francis: Doping, Diogenes Verlag, 2000 / STARK: Abiturhilfe Sport, 12. Auflage, 2000) Erstmals trat Doping 1869 in England auf. Dort verwendete man eine Mischung von Opium, eine narkotisierende Droge, zum dopen von Pferden. Die Wurzel des Dopings liegt allerdings in Süd-Ost-Afrika. Dort galt DOP als schwerer Schnaps, welchen man als stimulierendes Getränk einsetzte.
Im Altertum entdeckten die Berserker eine Droge, welche die 12fache Kraft geben sollte und aus einem Pilz (Amanita Muskaria) gewonnen wurde. Die Substanz hieß Bufotenin. In der Antike (u.a. bei den Olympischen Spielen) wendete man stimulierende Mittel an, welche allerdings nicht mit denen heutiger Definition vergleichbar sind. In Süd- und Mittelamerikanischen Kulturen galten Mate-Tee, Kaffee, Kokain, Cocablätter und Colanüsse als leistungssteigernde Substanzen, welche oft bei langen Märschen verwendet wurde.
In Europa kam das Thema Doping Ende des 16. Jahrhunderts auf. Erste Belege für Doping gab es aber erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1880 galt die „Schnelle Pulle“ beim 6-Tage-Rennen als DER Fitmacher. In Frankreich reichte man u.a. Radrennfahrern eine Mischung welche stark mit Koffein versetzt war. In Belgien begann man ätherische Zuckerstücke zu verabreichen und sogar alkoholische Getränke. Außerdem kam man immer mehr auf den Geschmack Nitroglycerin, Heroin und Kokain zu verabreichen. 1868 gab es den 1. Todesfall: der englische Radrennfahrer Linton starb an einer Überdosis Trimethyl. Im Boxen gab es eine ganz neue Dopingmethode „to loose“; Ein Strychnin und Kokain enthaltender Schnaps, welcher leistungshemmend wirkt, wurde dem Gegner verabreicht (Paranegativ- bzw. Negativdoping). Diese Methode wurde dann auch im Pferderennen angewandt. Auch die Karthager versetzten ihre Gegner mit einem schläfrigen, unzurechnungsfähigen Mittel, dem Alraun. Auch Amphetamin (eigentlich zur Schnupftherapie benutzt) wurde zur Leistungssteigerung eingesetzt. 1934 erkannte man erstmals seine stimulierende Wirkung. Ab 1959 ging keiner mehr ohne die Einnahme solcher Substanzen an den Start (besonderes bei Radrennen). 1961 gaben 97 % aller Sportler an, es zu benutzen, davon 27% Profifußballer in Italien. Erst nach dem Tod des englischen Radrennfahrers Simpson und des deutschen Boxers Elze gab es die ersten Anti-Doping Richtlinien. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München wurden 2079 Proben genommen, von welchen nur 7 positiv waren. In Montreal 1976 waren nur mehr 3 positiv und 1980 in Moskau konnte man keine Einnahmen von leistungssteigernden Mitteln nachweisen. Der Pferdesport gilt als wichtigster Schrittmacher des menschlichen Dopings. 1919 gab es in Österreich erstmals einen Kontrollnachweis bei Pferden, welcher den Speichel auf Alkaloide untersuchte. 1969 stellte der DSB und das IOC ein Verbot von Doping auf und gab eine Aufzählung von verbotenen Wirkstoffgruppen. Erst 1989 entstand das Anti-Doping-Kontrollsystem beim Menschen.
1 Europarat: Konvention gegen Doping / Anti-Doping-Regelwerk , Anhang A, 2001
2 DSB: Satzung des DSB / Doping-Kontroll-System (DKS), geänd. 2001
3 Prinz Alexander de Merode: Liste verbotener Mittel und Methoden, Med. Kommission IOC, 2000
1.3. Arten, Wirkungen und Risiken:
(aus: www.sportunterricht.de/lksport/doping.htlm / STARK: Abiturhilfe Sport, 2000) 1.3.1. Kurzfristig wirkende Mittel:
• Stimulanzien: Stoffgruppen anregend, belebend wirkender Stoffe (Koffein,
• Beta-Blocker: Substanzen, die die Beta-Rezeptoren des sympathischen
• Diuretika: harntreibende Substanzen, welche in Sportarten wie Boxen
1.3.2. Langfristig wirkende Mittel:
• Anabole Steroide / Anabolika: aufbauend wirkende Substanzen, welche die
• Peptidhormone: Hier ist vor allem das Somatropin (Human growth hormon) zu
• EPO (o. Hemopure): körpereigene Substanz (Erythropoetin), welche die
1.3.3. Blutdoping:
• Eigenblutdoping: Durch Zufuhr von vorher entnommenem Blut (der Körper
• Fremdblutdoping: Zufuhr von Fremdblut (s.o.). Hier ist allerdings die
• Blutplasma
Arbeit zitieren:
Annemarie Kremer, 2003, Sollte Doping freigegeben werden?, München, GRIN Verlag GmbH
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