Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Gesetzliche Grundlage und Ziele 3
2.1.1 Entwicklung des U3-Ausbaus 4
3 Herausforderungen für eine gute Qualität 6
3.1 Finanzielle Situation 6
3.2 Personalbedarf und Personalentwicklung 8
3.2.1 Personalschlüssel 11
3.3 Weitere Qualitätsbaustellen 14
4 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick 16
5 Literaturverzeichnis 22
Abbildungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kinder im Alter von unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege 2006 bis 2010 in Deutschland, West- und Ostdeutschland ................ 5 Abbildung 2: Durch das Investitionsprogramm Kindertagesbetreuungsfinanzierung 2008-2013 des Bundes in 2008 und 2009 geförderte Plätze in Deutschland, West- und
Ostdeutschland ................................................................................................................. 7 Abbildung 3: Standardisierter Personalschlüssel für Gruppen mit Kindern unter drei Jahren nach Gruppentyp in West- und Ostdeutschland 2008 und 2009 .................................... 12
Tabellenverzeichnis III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Angenommener Bedarf an U3-Plätzen nach drei Personalbedarfsszenarien in
West- und Ostdeutschland ................................................................................................ 9 Tabelle 2: Zusätzlicher Platz- und Personalbedarf zur Erreichung der Zielgrößen der Szenarien für den U3-Ausbau in West- und Ostdeutschland ........................................... 9 Tabelle 3: Fehlbedarfe bzw. Überschuss an Personal gemäß den Szenarien für die Zieljahre 2013, 2015 und 2017 in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in
Westdeutschland ............................................................................................................ 10 Tabelle 4: Fehlbedarfe bzw. Überschuss an Personal gemäß den Szenarien für die Zieljahre 2013, 2015 und 2017 in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in
Ostdeutschland ............................................................................................................... 11 Tabelle 5: Vergleich zwischen empirisch ermittelten Personalschlüssel und fachlich
empfohlener Fachkraft-Kind-Relation ............................................................................. 13
Abkürzungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis
AGJ Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe Aufl. Auflage Ausg. Ausgabe BETA Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa DDR Deutsche Demokratische Republik DGSPJ Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin d.h. das heißt DJI Deutsches Jugendinstitut Dr. Doktor/in dt. deutsch ebd. eben da EKD Evangelische Kirche in Deutschland et al. lat. et alii (dt. und andere) e. V. eingetragener Verein FiFo Finanzierungswissenschaftliches Forschungsinstitut GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hrsg. Herausgeber KICK Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz KiföG Kinderförderungsgesetz Kita Kindertagesstätte lat. Lateinisch MA Master
Abkürzungsverzeichnis V
MZG Mikrozensusgesetz n. nach Nachdr. Nachdruck Nr. Nummer o.J. ohne Jahr Prof. Professor/in TAG Tagesbetreuungsausbaugesetz s. siehe S. Seite SGB Sozialgesetzbuch SS Sommer Semester VZÄ Vollzeitäquivalente WiFF Weiterbildungsinitiative Frühpädagogischer Fachkräfte z.B. zum Beispiel zit. zitiert
Einleitung 1
1 Einleitung
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und frühe Förderung für alle Kinder gehört, zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben der Bundesrepublik Deutschland. Der politische Fokus von Bund, Ländern und Kommunen bezieht sich aktuell vor allem auf Kinder unter drei Jahren (Autorengruppe Bildungsberichterstattung, 2010, S. 45). Hier bestehen vielfältige Bedürfnisse für eine gestiegene Nachfrage an Betreuungsplätzen. Kinder brauchen nach der Geburt eine optimale Förderung, um sich so gut wie möglich individuell und sozial entwickeln zu können (BMFSFJ, 2008, S. 1; AGJ, 2010, S. 4). In der Literatur finden sich zahlreiche Ergebnisse, die von positiven Effekten durch eine systematische frühkindliche Förderung berichten (Deutscher Bundestag, 2010, S. 32). Psychologische Forschungsergebnisse zeigen, dass bei einer positiven Beeinflussung durch eine frühkindliche Betreuung, die kognitive Kindesentwicklung so maßgeblich beeinflusst wird, dass in den späteren Lebensjahren eine höhere Bildung ermöglicht wird. Damit einher geht die Assimilation der Bildungschancen von Kindern (ebd. S. 32). Dies ist mit erheblichen Chancen für die institutionelle frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung verbunden.
Auch auf Seiten der Eltern findet man vielfältige Voraussetzungen und Ursachen für eine gesteigerte Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei. Eltern kehren zunehmend früher in das Erwerbsleben zurück. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe. Einmal liegen die Prioritäten bei einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was eine schnelle Rückkehr ins Erwerbsleben verlangt (BMFSFJ, 2008, S. 1; AGJ, 2010, S. 4), auf der anderen Seite wird nach 12 bis 14 Monaten die Zahlung des Elterngeldes 1 gekürzt (BMFSFJ, 2011a). So kann man im Vergleich zum Betreuungsgeld 2 der Armutsgefahr entgegen wirkten. Weiter begegnet man so einer Gefährdung des Arbeitsplatzes (Benedix et al., 2009, S. 9). Auch erkennen Eltern frühzeitig ihre Erziehungsverantwortung und suchen professionelle Unterstützung, um einer Überforderung entgegen zu wirken und die eigene Erziehungskompetenz zu stärken (ebd., S. 9).
Aus diesen Gründen steht die Politik zunehmend in der Verantwortung, diesem Anliegen gerecht zu werden und mehr qualitativ hochwertige Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren anzubieten (BMFSFJ, 2008, S. 1; AGJ, 2010, S. 4). Mit der Fokussierung dieses Themenfeldes haben sich in den letzten Jahren politische Veränderungen in der Gesetzgebung ergeben. Mit den gesetzlichen Novellierungen durch das Tagesbetreuungsausbauge- 1 DasElterngeld ist nach der Geburt eines Kindes eine finanzielle Unterstützung um den Einkommenswegfall aufzufangen.
Mehr dazu bei BMFSFJ (2011a).
2 Durch das Betreuungsgeld soll Eltern, welche die Kindertagesbetreuung nicht durch öffentliche Hand in Anspruch nehmen,
eine finanzielle Unterstützung für die eigene Erziehungsarbeit zugesichert werden. Mit dieser Maßnahme einhergehend, soll
die Wahlfreiheit zwischen eigener oder externer Betreuungsformen entscheiden zu können, gewährleistet sein. Ab 1.8.2013
ist die Einführung von Betreuungsgeld geplant (Beninger, Bonin & Horstschräer, 2010).
Einleitung 2
setz TAG 2004 (ein Gesetzt zum qualitätsorientierten und bedarfsgerechten U3-Ausbau in der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege) (BMFSFJ, 2004), dem KICK 2005 (Gesetzt zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe) (BMFSFJ, 8.9.2005) und dem Kinderförderungsgesetz KiföG 2009 (Deutscher Bundestag, 15.12.2008), ist das Feld der Frühpädagogik vor zahlreiche neue Herausforderungen gestellt.
Das zuletzt genannte Gesetz bietet eine Grundlage zum qualitativ hochwertigen Ausbau der U3-Kindertagesbetreuung. Hier ist festgelegt, dass bis zum Jahr 2013 in Deutschland jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen kann. Das entspricht einer angestrebten Betreuungsquote von 35%, in absoluten Zahlen handelt es sich um insgesamt 750.000 Betreuungsplätze (ebd.; Benedix et al., 2009, S. 12; BMFSFJ, 2011b). Nach Abschluss der Ausbauphase am 1.8.2013 soll jedem Kind ab dem ersten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf die Förderung in einer Kindertagesreinrichtung oder einer Tagespflege zustehen (Benedix et al., 2009, S. 12).
Ziel dieser Hausarbeit ist es den U3-Ausbau und die damit einhergehenden Herausforderungen und Umsetzungsprobleme in einer wissenschaftlich fundierten Form zu reflektieren. Das Augenmerk liegt auf zwei wesentlichen „Qualitätsbaustellen“, die mit der Schaffung von Betreuungsplätzen in Verbindung stehen. Die finanzielle Situation sowie der Personalbedarf bzw. die Personalentwicklung werden detaillierter betrachtet. Die Fachkraft-Kind-Relation als pädagogisches Qualitätsmerkmal in Bezug auf die Betreuungsintensität wird ebenso thematisiert. Leider ermöglicht der Umfang dieser Arbeit nicht alle Umsetzungsprobleme gleichermaßen zu diskutieren. Neben den zwei benannten, werden weitere „Baustellen“ in Kürze thematisiert. Abschließend werden die Herausforderungen, die mit dem U3-Ausbau einher- gehen zusammenfassend diskutiert und ausblickend reflektiert.
Arbeit zitieren:
Angela Schickler, 2011, Wissenschaftlich fundierte Reflexion des U-3 Ausbaus, München, GRIN Verlag GmbH
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