Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
1 Zusammenfassung 1
2 Einleitung 1
3 Psychopathologie der Störung des Sozialverhaltens 3
3.1 Definition und Symptomatik 3
3.2 Epidemiologie 5
3.3 Verlauf und Prognosen 7
3.4 Ätiologie 8
4 Inklusion 11
4.1 Inklusion - auch für Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens? 12
5 Fachberatung 13
5.1 „Index für Inklusion“ auf Kindertageseinrichtungsebene 15
5.2 „Arbeitsansätze“ zur Zusammenarbeit der Kindertageseinrichtungen mit Eltern 16
5.3 „Präventionsprogramme“ auf Gruppenebene 17
5.4 „Konkrete Handlungsoptionen“ auf der Kind- Ebene 19
6 Schlussfolgerung und Ausblick 21
7 Literaturverzeichnis 25
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zweidimensionales Modell für Störungen des Sozialverhaltens
Abbildung 2: Entwicklungsmodell der Störung des Sozialverhaltens
Abbildung 3: Ursachenmodell für Störungen des Sozialverhaltens
Abbildung 4: Entwicklungsmodell von Verhaltensstörungen und Substanzmissbrauch
Abbildung 5: Index- Prozess
Tabellenverzeichnis III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Prävalenzraten 6
Tabelle 2: Braunschweiger Kindergartenstudie 6
Tabelle 3: Risiko- und Schutzfaktoren 9
Tabelle 4: Entwicklungsbedingungen von dissozialem Verhalten 11
Tabelle 5: Präventionsprogramme 18
Tabelle 6: Aggression passiert - wie reagieren? 21
Abkürzungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis
ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung ADS Aufmerksamkeitsdefizitstörung ALEPP Augsburger Längsschnittstudie zur Evaluation des Programms Papilio BEK Beobachtungsbogen zur Erfassung von Entwicklungsrückständen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern BELLA Befragung Seelisches Wohlbefinden und Verhalten (Modul des Kinder-und Jugendgesundheitssurveys) DGVT Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie DJI Deutsches Jugend Institut DSM engl.: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (dt.: Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen) EFFEKT Entwicklungsförderung in Familien: Eltern- und Kindertraining EBD Entwicklungsbeobachtung und - Dokumentation F Medizinische Diagnoseverschlüsselung für psychische Störungen und Verhaltensstörungen HU Humboldt Universität ICD engl.: International Statistical Classification of Diseases and Related
IFP Staatsinstitut für Frühpädagogik KES Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder KiGGS Kinder- und Jugendgesundheitssurvey LIT Verlag für wissenschaftliche Literatur MN Minnesota PRiK Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen PVU Psychologie Verlags Union RKI Robert Koch- Institut STEP engl.: Systematic Training for Effective Parenting (dt.: systematisches Training zur Förderung der Erziehungskompetenzen der Eltern)
Abkürzungsverzeichnis V
TR engl.: Textrevision (dt.: Textversion) UTB Uni Taschenbücher GmbH WiFF Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte WHO engl.: World Health Organization (dt.: Weltgesundheitsorganisation) ZPS Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie
Zusammenfassung 1
1 Zusammenfassung
Die vorliegende Hausarbeit zu den Themen Störung des Sozialverhaltens, Inklusion und Fachberatung, gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile.
Im ersten Teil wird der Themenkomplex der Psychopathologie der Störung des Sozialverhaltens behandelt. Dabei geht es um die Symptomatik, die Epidemiologie, den Verlauf, die Prognosen und die Ätiologie.
Der zweite Teil widmet sich dem Thema Inklusion. Die Herausforderung verhaltensoriginelle Kinder in Kindertagesstätten zu erziehen, zu betreuen und zu bilden, wird diskutiert und diese Notwendigkeit durch die Inklusionsdebatte hervorgehoben. Zudem wird begründet, warum gerade diese Kinder vor einem sozialen Ausschluss geschützt werden müssen, nämlich um eine Verstärkung des Problemverhaltens zu verhindern.
Der dritte Teil behandelt das Thema Fachberatung und beantwortet die Fragestellung, wie die herausfordernde Aufgabe der Inklusion in Kindertagesstätten von Kindern mit Symptomen einer Störung des Sozialverhaltens gemeistert werden kann. Die lösungsorientierten Handlungsoptionen wurden anhand der Ätiologie der Störung des Sozialverhaltens erarbeitet. Dabei ließen sich folgende Ansatzebenen erarbeiten:
• Die Handlungsoptionen, auf der Ebene der Organisation, werden mit Hilfe des Index für Inklusion aufgezeigt.
• Verstärkte Zusammenarbeit mit Eltern in den Kindertageseinrichtungen wird als weitere Handlungsoption benannt. Arbeitsansätze werden aufgezeigt.
• Handlungsoptionen auf Gruppenebene werden durch die kurze Vorstellung von verschiedenen Präventionsprogrammen und der Vertiefung des primär präventiven Programms Papilio skizziert.
• Auf der individuellen Ebene werden Handlungsoptionen für pädagogische Akutsituationen am Beispiel von aggressivem Verhalten erläutert.
Abschließend folgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und es werden Empfehlungen für die Praxis der Fachberatung gegeben.
2 Einleitung
Der Nervenarzt Heinrich Hoffmann (1844) beschreibt in seinem bekannten Kinderbuch Der Struwwelpeter die Geschichte vom bösen Friederich: „Der Friederich, der Friederich, Das war ein arger Wüterich!
Einleitung 2
Er fing die Fliegen in dem Haus
Und riss ihnen die Flügel aus. Er schlug die Stühl' und Vögel tot Die Katzen litten große Not. Und höre nur, wie bös er war:
Er peitschte sein Gretchen gar! [...]“ (Hoffmann, 1844, S. 3f.) Hoffmann beschreibt seinen Protagonisten Friederich als Wüterich. Handlungen, wie Tiere zu quälen, zu schlagen und zu töten, zeichnen sein Verhalten aus. Auch andere Kinder sind Opfer seiner Aggression. Er peitscht sogar das Gretchen. Dieses Verhalten beschreibt Symptome, welche die Störung des Sozialverhaltens charakterisieren. Unter der Störung des Sozialverhaltens werden im Allgemeinen delinquente, dissoziale, aggressive und oppositionelle Verhaltensweisen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammengefasst (Baving, 2006, S. 6; Grasmann, 2009, S. 1).
In der Literatur finden sich Prävalenzraten der Störung des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen bis zu 16% (Fröhlich-Gildhoff & Abler, 2006, S. 21; Revens-Sieberer, Wille & Bettge, 2007, S. 873ff.; Boumann, 2008, S. 28ff.; Hölling, Erhart, Ravens-Sieberer & Schlack, 2007, S. 786; Ihle & Esser, 2002, S. 82ff.). Die Braunschweiger Kindergartenstudie berichtet von 6,3 bis 9,3% grenzwertigem, dissozialem und aggressivem Verhalten. Zwischen 1,6 und 4,9% der Kinder zeigen sich sogar klinisch auffällig (Kuschel et al., 2004, S. 40). Diese Tatsache unterstreicht ebenso die KiGGS-Studie (11% grenzwertiges und 9,5% auffälliges Verhalten) (Hölling et al., 2007, S. 786). Hinzu kommt, dass offensichtlich von einer Zunahme von psychischen Störungen, im Kindes- und Jugendalter, auch der Störungen des Sozialverhaltens auszugehen ist (Schlack, 2008, S. 246f.; RKI, 2007; Hölling; Kurth, 2008). Daraus kann man schlussfolgern, dass auch Kindertagesstätten zunehmend mit dieser Problematik konfrontiert sind.
Bei Kindern, die schon früh ein solches Verhalten aufzeigen, besteht das erhöhte Risiko, im späteren Lebensverlauf gewalttätig und kriminell zu werden und unter psychischen Problemen zu leiden sowie eine Abhängigkeit zu Substanzen mit Suchtpotential zu entwickeln (Conradt & Essau, 2004, S. 11). Je früher die Probleme erkannt werden, desto früher können auch gezielt gegensteuernde Maßnahmen erfolgen. Für Kindertagesstätten ist dies eine große Aufgabe und stellt eine besondere Herausforderung da.
Verstärkt wird diese Herausforderung über einen neuen Höhepunkt der Inklusionsdebatte des im Juni 2011 veröffentlichten weltumfassenden Berichts zur Behinderung (World report on disability). Dessen zentrale Forderung ist es, Inklusion vor allem im Bereich der Bildung in nachhaltige Konzepte einzubetten (WHO, 2011). Somit sind auch Kindertagesstätten, mit
Arbeit zitieren:
Angela Schickler, 2011, Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten – eine Herausforderung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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