I N H A L T S V E R Z E I C H N I
1. Einleitung 2
2. Venedig als Ausgangsstation für die Suche nach einem Schiff. 2
3. Der Vertrag mit dem Patron. 5
4. Verpflichtungen des Patrons. 8
5. Pflichten der Pilger. 15
6. Unterschiede in ausgewählten Verträgen und
verschiedene Berichte der Pilger von Hin- und Rückfahrten. 17
7. Schluss. 23
8. Quellen- und
Literaturverzeichnis. S. 25
1
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit versucht anhand von verschiedenen Verträgen der Pilger mit dem Schiffspatron deren Inhalt darzustellen und näher zu analysieren. Die Fragen, die sich dabei stellen, beziehen sich auf die Unterschiede und Übereinstimmungen in den verschiedenen Quellen. Gibt es z.B. bei dem Vertrag mit dem Schiffspatron Übereinstimmungen, die sich bis zu einer Vorlage für Reisende nach Jerusalem zurückführen lassen? Oder weichen bestimmte Verträge in ihrer Ausführlichkeit und in den benutzten Klauseln voneinander ab? Die Hausarbeit versucht den Ablauf in Venedig zu rekonstruieren und unter besonderer Berücksichtigung der Quellen zu Verträgen die Unterschiede und Übereinstimmungen herauszuarbeiten. Bei den Verträgen mit dem Schiffspatron fließen zudem Überlieferungen mit ein, ob der Patron sich an die im Vertrag festgesetzten Klauseln auch gehalten hat. Dafür werden Quellenteile der Hin- und Rückfahrt von Jerusalem nach Venedig analysiert und in die Beurteilung der Verträge mit einbezogen. Dies dient der spezifischen Beurteilung der Verträge und ihrer problematischen Tragweite, gerade für die Schiffspatrone. Nicht ohne Grund wird in der Wissenschaft von sogenannten „’Knebelverträgen’“ 1 gesprochen.
2. Venedig als Ausgangsstation für die Suche nach einem Schiff
Venedig hatte sich für die deutschen Pilger des späten Mittelalters als der zentrale Ausgangspunkt für eine Pilgerfahrt nach Jerusalem herausgebildet. Obwohl es Versuche von anderen Hafenstädten gab, Pilgerfahrten nach Jerusalem anzubieten, setzte sich Venedig jedoch über Jahre durch. Andere Häfen (ab dem 11. Jhdt.), 2 wie Genua, Pisa, Marseille, Ancona und Ragusa (Dubrovnik) 3 konnten dem gezielt durchorganisierten Pilgertransport von Venedig aus kaum Konkurrenz machen. Am Ende des 15. Jhdt. nahmen die Pilgerreisen ins Heilige Land ab. Dies lag unter anderem an den unkalkulierbar gewordenen Kosten im Heiligen Land für die Schiffspatrone. Aber auch die Verträge, die die Pilger mit den Patronen abschlossen, wurden so detailliert ausgearbeitet, dass der Patron kaum noch Spielraum für sich hatte. So wurden im Vertrag von Pfalzgraf Ottheinrich mit Marco Antonio Dandolo Kleinigkeiten aufgenommen, die den Vertrag von üblicherweise 20 Artikeln (z.B. bei
1 Reichert, Folker: Pilger und Patrone. In: Herbers und Schmieder (Hrsg.): Venezia incrocio di culture,
S. 27.
2 Im 11. Jhdt. reisten die Wallfahrer überwiegend über dem Landweg ins Heilige Land. Vgl. Hasecker,
Jyri: Die Johanniter und die Wallfahrt nach Jerusalem (1480-1522), S. 57.
3 Vgl. ebd., S. 57 (speziell Fußnote 173) und S. 59.
2
Fabri) auf 30 Artikel wachsen ließ. Der Pfalzgraf nahm, wohl aus Angst vor Benachteiligung, Aspekte wie das Abfeuern der Geschütze zur Probe, die Lagerung des Weines „und den Transport des Gepäcks im Falle einer Sinai-Expedition“ auf. 4 Der Patron hatte somit immer weniger Handlungsspielraum und versuchte dies mit vermehrten Handelstätigkeiten zu kompensieren. 5
Des weiteren stand Venedig im Konflikt mit den Mamluken. Im 16. Jhdt. gab es dann einen Versuch, Venedig als Ausgangsstation der Pilger abzulösen. Der Kaufmann, Reeder und Kapitän Dierick van Paesschen, Bürger von Antwerpen, versuchte sich mit einem Pilgertransport von Antwerpen nach Jaffa. 6 Mit der Absicht, damit die Spitzenposition Venedigs beim Pilgerverkehr ins Heilige Land zu brechen. Paesschens Unternehmen wurde jedoch von einigen unkalkulierbaren und unglücklichen Ereignissen gestört und scheiterte. 7 Es etablierte sich ein regelrechtes System eines „Pilgertourismus“. 8
Über den Ablauf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem wissen wir aus mehreren Quellen Bescheid. Die wesentlichen und in dieser Hausarbeit benutzten Quellen sind die Pilgerberichte von Bernhard von Breydenbach, Bernhard von Hirschfeld, Hans und Peter Rot, Hans von Mergenthal, Felix Fabri, Dietrich von Kettler, Arnold von Harff und Sigmund Thunger. Etliche Verträge mit dem Schiffspatron, die meist ähnlich verfasst wurden, jedoch in einigen Details voneinander abweichen, sind überliefert. 9 Darin sind die Verpflichtungen des Patrons aufgelistet. Aber auch die Pflichten der Pilger werden teilweise erwähnt. Gab es Unstimmigkeiten bei der Einhaltung der Verträge, so wurde dies ebenfalls von den Pilgern in ihren Berichten erwähnt (siehe dazu die Kapitel in dieser Hausarbeit zum Vertrag, zu den Pflichten des Patrons/ Pilgern und den Unterschieden in den Verträgen). Auch die Einkäufe in Venedig und das Rahmenprogramm vor der Abfahrt nach Jerusalem sind gut überliefert. 10 Insgesamt konnten die Pilger auf Anweisungen heimgekehrter Pilger zurückgreifen. Felix Fabri hatte seine Informationen z.B. vom Grafen Eberhard von Württemberg. 11
4 Reichert, Folker: Die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich zum Heiligen Land 1521, S. 27 f..
5 Vgl. Hasecker, Jyri: Die Johanniter und die Wallfahrt nach Jerusalem (1480-1522), S. 83 f..
6 Vgl. ebd., S. 84 f.. Speziell zu Dierick van Paesschen: Degryse, Roger: De Palestinaschepen van
Dierick van Paesschen (1511-1521). In: Marine Academie Mededelingen 23 (1973-1975), S. 15-45.
7 Näheres dazu bei Hasecker, Jyri: Die Johanniter und die Wallfahrt nach Jerusalem (1480-1522), S.
84 f..
8 Brall-Tuchel und Reichert: Rom - Jerusalem - Santiago: das Pilgertagebuch des Ritters Arnold von
Harff, S. 7.
9 Ein Vergleich dieser unterschiedlichen Verträge ist in den folgenden Kapiteln zu finden.
10 Näheres dazu in den speziellen Kapiteln von: Denke, Andrea: Venedig als Station und Erlebnis auf
den Reisen der Jerusalempilger im späten Mittelalter.
11 Röhricht und Meisner: Deutsche Pilgerreisen, S. 8 (Fußnote 2).
3
In Venedig versuchten die Pilger, neben den zu erledigenden Einkäufen und Besichtigungen, ein geeignetes Schiff für ihre Überfahrt zu bekommen. Meistens wurden sie dabei von Dolmetschern, den sogenannten tolomazi, Anwerbern oder direkt vom Patron, der sie sogar auf das Schiff einlud, 12 unterstützt. Die tolomazi arbeiteten mit der Erlaubnis der cattaveri 13 und halfen auch bei Vertragsverhandlungen. 14 Der Markusplatz war ein beliebter Treffpunkt für solche Schiffsverhandlungen. 15 Überliefert sind folgende Schiffspatrone, die jedoch zu unterschiedlichen Zeiten lebten (14. bzw. 15. Jhdt.): Ludovico Barbo, Conaro, Andreas Contarini, Augustino Contarini, Sebastian und Bernhard Contarini, Andreas Curmelissi, Petrus Landauer, 16 Andreas Lauredano, Prioli, Peter Veneuri und Hansen Wasschall. 17 Felix Fabri nennt z.B. Petrus Landauer und Augustino Contarini. 18 Es ist nur einmal für das Jahr 1493 belegt, dass Adlige (Herzöge von Sachsen und Bayern) zwischen 1480 und 1522 ein ganzes Schiff für sich allein charterten. 19 Neben der üblichen Besatzung konnten die Schiffe 70 bis 80 Pilger aufnehmen: „Und ist die rechte zaill inn eyner galleyenn ubber zu farenn LXX person und wass dar ubber ist, dass ist zu fyll“. 20 Dass es auch mehr sein konnten, berichtet uns Felix Fabri. Er gibt 110 Pilger an. Insgesamt würden sich damit 330 Mann auf der „Galee“ 21 befinden:
So we all of us, pilgrims and others, went on board the galley, and the number of pilgrims was one hundred and ten, and that of all the people who embarked in the galley altogether was three hundred and thirty. 22 Die Überschreitung dieser Zahl ist unter anderem ein Grund zu den vorhandenen Beschwerden seitens der Pilger gegenüber dem Patron. 23 Aufgrund der Enge, die bei
12 Hagen, Christian: Unser Reisender in Venedig, S. 62.
13 „Eine Art Finanzbehörde“ in Venedig. Cladders, Brigitta: Französische Venedig-Reisen im 16. und
17. Jahrhundert, S. 11.
14 Vgl. Hagen, Christian: Unser Reisender in Venedig, S. 62.
15 Ebd., S. 12.
16 Auch Petrus oder Petro de Lando genannt.
17 Die komplette Liste ist bei Röhricht und Meisner: Deutsche Pilgerreisen, S. 12 einzusehen.
18 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1.htm und http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1a.htm, 08.03.2011, 10:56 Uhr.
19 Vgl. Hasecker, Jyri: Die Johanniter und die Wallfahrt nach Jerusalem (1480-1522), S. 62 (Dazu
näher: Fußnote 195 ebd.).
20 Bernhard von Breydenbach (sein Patron war Augustino Contarini). Abgedruckt von Röhricht und
Meisner: Deutsche Pilgerreisen, S. 130.
21 Um verschiedene Typen von Galeeren in dieser Hausarbeit zu unterscheiden, werden die großen
Galeeren „Galeen“ und die kleinen Galeeren „Galeazzen“ genannt.
22 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1.htm, 08.03.2011, 11:01 Uhr.
23 Siehe das Kapitel „Unterschiede in ausgewählten Verträgen der Pilger“.
4
jeder Überfahrt durch zusätzliche Waren und Personen entstand, wurden von den Pilgern die „Galeen“ gegenüber den kleineren „Galeazzen“ bevorzugt: „Bei der Ueberfahrt nach dem h. Lande, sind die Galeen stets den Galeazzen vorzuziehn“. 24 Einige Pilger versuchten sich in Absprache mit dem Patron die besten Plätze zu sichern. Als guter Ort für den Schlaf galt der Mast, also die Mitte der Galee. Der Seegang war dort „weniger heftig spürbar (...) und eine Luke“ sorgte „für frische Luft.“ 25 Einige Reisende zahlten dafür sogar 70 oder 80 Dukaten pro Person. 26 Die Schiffsgewalt liegt bei dem Patron. Fabri schildert, dass der Patron über die Rangordnungen entscheidet und das Schiff nach seinen Prinzipien lenkt: The third is the despotic rule, being that whereby a master rules his servants, and this kind of discipline is most elaborate and orderly in a nautical household, wherein the noble captain, who is the first mover and teacher, appoints for the rest different orders and degrees of authority over one another, but remains himself immovable as the king and governor, at whose bidding a ship is carried whithersoever he will. He does not interfere with the art of navigation, nor does he understand it, but merely orders the ship to be sailed hither or thither. All who are in the ship stand in awe of him, and all grave disputes either between the pilgrims or the crew are referred to him. No one is appointed captain of a galley, especially of one which carries pilgrim knights, unless he be noble, powerful, rich, wise and honourable. 27 Hatte man sich für einen Patron und sein Schiff entschieden, so musste nur noch der Vertrag, also die Absicherung für die komplette Pilgerreise, abgeschlossen werden.
3. Der Vertrag mit dem Patron
Bevor ein Pilger seine Reise ins Heilige Land antreten konnte, brauchte er eine Erlaubnis vom Papst oder von einem beauftragten Legaten (gegen Gebühr). Im Notfall konnte die Erlaubnis auch noch vom Abt der Franziskaner in Jerusalem eingeholt werden. 28 Die Erlaubnis hatte anscheinend den Sinn, dass Pilger nicht vor Pflichten und Strafen, die ihnen in ihrer Heimat auferlegt waren, fliehen konnten.
24 Schwalbach, Girnand von, S. 97.
25 Hagen, Christian: Unser Reisender in Venedig: Reisevorbereitungen. Sehenswürdigkeiten und
Merkwürdigkeiten, S. 62 f..
26 Vgl. ebd., S. 63.
27 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri2.htm, 08.03.2011, 11:39 Uhr.
28 Vgl. Schröder, Stefan: Um der „sele sellikeyt“ willen?, S. 161; Carlen, Louis: Wallfahrt und Recht
im Abendland, S. 122-128.
5
Der Papst konnte die Pilger, die ohne Erlaubnis zur Pilgerfahrt aufbrachen, sogar exkommunizieren. 29 Auch die Schiffe in Venedig könnten ähnliche Vorschriften wie die Schiffe in Pisa und Genua gehabt haben. Der Patron durfte keine Personen aufnehmen, die keine geistliche Erlaubnis hatten bzw. irgendwo in Streitigkeiten standen. 30
Auf dem Markusplatz konnte zu Fabris Zeiten lediglich zwischen zwei Schiffspatronen gewählt werden: Petrus Landauer und Augustino Contarini. 31 Aufgrund der damaligen Monopolstellung, was die Pilgerfahrten nach Jerusalem anbelangte, mussten sich die Pilger mit einem geringen Angebot zufrieden geben. Um dem fehlenden Wettbewerb und der damit verbundenen Machtstellung der Patrone entgegen zu wirken, wurden die Verträge mit den Patronen besonders akribisch, ausführlich und detailliert ausgearbeitet. Eventuelle Nachteile sollten von vornherein ausgeschlossen sein. Fabri fuhr bei seiner ersten Fahrt auf der Galee des Augustino Contarini mit. Mit dem Patron hatte er gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem wählte er bei der zweiten Überfahrt das Schiff des Petrus Landauer, der allerdings nicht so zuverlässig in der Einhaltung seiner Pflichten war. Dies erwähnt jedenfalls Bernhard von Breydenbach, der auch positiv über Contarini berichtet: (...) unsers patroney her Augustinus Conterenj hielt unss alles, wass er unss zugesegt hatt, aber Petrus Landawe der hylt synenn pilgerannen eyns aber keyns nye und warent froe, dass sy mit dem lebenn dar vonn kament, (...). 32 Der Vertrag, der meist einem vorgefertigten Formular glich, 33 wurde von allen Parteien unterschrieben und im Dogenpalast von den Notaren ratifiziert und hinterlegt:
When we had made our contract, he took us all to St. Mark's, to the Doge's palace, and brought us before the protonotaries of the city, who, when they heard the reason for which we were presented to them, wrote down our names and stations in life in a great book, on which my name had been
29 Felix Fabri und andere (Fußnote 2). In Auszügen abgedruckt bei Röhricht und Meisner: Deutsche
Pilgerreisen, S. 6.
30 Vgl. Wohlhaupter, Eugen: Beiträge zum Recht der Personenbeförderung über See im Mittelalter. In:
Historisches Jahrbuch 57 (1937), S. 346.
31 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1.htm und http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1a.htm, 08.03.2011, 10:56 Uhr.
32 Bernhard von Breydenbach. In Auszügen abgedruckt von Röhricht und Meisner: Deutsche
Pilgerreisen, S. 127.
33 Unterschiede und Übereinstimmungen werden im Kapitel „Unterschiede in ausgewählten Verträgen
der Pilger“ herausgearbeitet.
6
written before, when I went on my former pilgrimage; and so our contract and agreement was ratified. 34
Ratsam war es, dass noch mehrere venezianische Bürger dafür bürgten. So empfiehlt es z.B. Bernhard von Breydenbach:
(...) sollche punct und artikell sollenn stedt und veste gehaltenn und verborget vonn etlichenn borgern zu Venedigenn, aibe yme nit gehaltenn wurde, dass eyner wuste, woe eyner dess synenn und vermessen schades erhabenm mochte, sust magk eyner keynn zu recht bekommenn zu Venedigenn. 35 Dass es jedoch auch zu Vertragsverletzungen kam, wird deutlich, wenn Bogislaf X. z.B. berichtet, dass das Schiff nicht genügend armiert gewesen sei. Andere Berichte sprechen von schlechten Nahrungsmitteln und einem deutlich erhöhten Aufenthalt im Hafen. 36 Um solche Dinge zu vermeiden, wurden meist Schlussklauseln mit folgendem Wortlaut gewählt:
Twentieth. - That if in this instrument of contract anything has been left out or insufficiently expressed and provided for, which, nevertheless, by law and custom it is the captain's duty to do, then it shall be held to be expressed in this instrument, and shall be held to have been written down therein. 37 Diese Klausel diente dem Schutz der Pilger. Durch ihre weite Reise nach Venedig waren sie bereit, die Pilgerfahrt anzutreten und sie nicht mehr abzubrechen. Die Patrone konnten dies für sich ausnutzen. Um auftretende Nachteile auf der Fahrt gen Jerusalem zu vermeiden, diente diese Klausel dem Schutz der Pilger vor etwaiger Benachteiligung.
Beschwerden, die den Vertrag betrafen, konnten bei den Behörden in Venedig oder in den venezianischen Kolonien („stato da mar“) vorgetragen werden. So beschwerten sich z.B. die Pilger, die mit Landgraf Wilhelm dem Älteren von Hessen reisten, in „Famagusta bei den Capitanienn der Stadt über das Verhalten ihres Patrons“. 38 Der Patron hatte länger, als im Vertrag vorgeschrieben, im Hafen
34 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1a.htm, 08.03.2011, 12:46 Uhr.
35 Bernhard von Breydenbach. In Auszügen abgedruckt von Röhricht und Meisner: Deutsche
Pilgerreisen, S. 131.
36 Vgl. Röhricht und Meisner: Deutsche Pilgerreisen, S. 15.
37 Fabri, Felix: Evagatorium I. Übersetzt von Aubrey Stewart. http://faculty.colostate-
pueblo.edu/beatrice.spade/seminar97/fabri/fabri1a.htm, 08.03.2011, 12:55 Uhr. Der 20. Artikel
entspricht dem 32. Artikel vom Grafen Löwenstein.
38 Hasecker, Jyri: Die Johanniter und die Wallfahrt nach Jerusalem (1480-1522), S. 66 (siehe auch
Fußnote 223 ebd.).
7
Arbeit zitieren:
Fabian H. Flöper, 2011, Pilgerreisen von Venedig nach Jerusalem im späten Mittelalter - Die Verträge mit dem Schiffspatron, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit: Pilgerreisen von Venedig nach Jerusalem im späten Mittelalter - Die Verträge mit dem Schiffspatron ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit: neuer Titel erschienen: Pilgerreisen von Venedig nach Jerusalem im späten Mittelalter - Die Verträge mit dem Schiffspatron
Fabian H. Flöper hat einen neuen Text hochgeladen
Fashion and Clothing in Late Medieval Europe - Mode und Kleidung im Eu...
Regula Schorta, Rainer Christoph Schwinges
Der Weserraum im hohen und späten Mittelalter
Adelsherrschaften zwischen wel...
Friedhelm Biermann
Juden in der christlichen Umwelt während des späten Mittelalters
Alfred Haverkamp, Franz-Josef Ziwes
Politik - Gesellschaft - Kultu...
Rainer C. Schwinges, Christian Hesse, Peter Moraw
Die Rhythmen politischer Reform im späten Mittelalter
Institutioneller Wandel in Deu...
Martin Kaufhold
0 Kommentare