Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
1.1 Quellenlage und Forschungsstand 4
1.2 Allgemeine und spezifische Begriffserläuterungen 5
2 Erving Goffmans Modell - Interaktionsrituale und „face-work“ 7
3 Aufbauende und ergänzende Theorieansätze 13
3.1 Erweiterung des Konzepts von Erving Goffman nach Brown Levinson 13
4 Kritik und Gegenmodelle 18
5 Höflichkeit in West und Ost 22
5.1 „Höflichkeitsprinzipien“ im Vergleich - Deutschland, China und Japan 22
6 Resümee 28
7 Literaturverzeichnis 30
7.1 Lexikonartikel 30
7.2 Onlinequellen 30
7.3 Sekundärliteratur 31
8 Abbildungsnachweis 34
8.1 Abbildungsverzeichnis 34
9 Anhang 35
9.1 Verschriftlichter Videoausschnitt 35
2
1 Einleitung
Was wäre das Leben ohne Kommunikation? Ohne sie würde der menschlichen Spezies eine essentielle Grundlage des Lebens schlicht weg fehlen. Doch was ist Kommunikation? Aus welchen Komponenten besteht sie und wozu dient sie? Welche Probleme ergeben sich aus ihr? Welche Verhaltensweisen entwickelten sich? Auf einige dieser Fragen soll später noch ausführlicher eingegangen werden. Jedoch, erscheint eine erste kleine Definition, die dem DUDEN entnommen ist, bereits an dieser Stelle recht nützlich.
„Kommunikation die;-, -en ‹aus lat. communicatio „Mitteilung, Unterredung“ zu communicare, vgl. kommunizieren›: 1. (ohne Plur.) Verständigung unter-einander, zwischenmenschlicher Verkehr bes. mithilfe von Sprache, Zeichen. 2. Verbindung, Zusammenhang.“ 1
Der Terminus Kommunikation wird also für gewöhnlich als eine Art Überbegriff für die Verständigung untereinander verwendet. Unter ihm lassen sich daher noch weitere Subkategorien unterbringen, wie zum Beispiel die nonverbale Kommunikation, die Zeichen- und die Schriftsprache. Der Aspekt der Verständigung, der Kommunikation ausmacht, gilt sowohl für den Menschen als auch für das Tier. Diese Hausarbeit, welche im Rahmen eines germanistisch linguistischen Hauptseminars mit dem Titel „Text und Handlung“ entsteht, wird sich aber nur mit der menschlichen Kommunikationskomponente befassen. Auch ohne die Kommunikationsproblematik des Tierreichs mit einzubinden, handelt es sich bei der Kommunikation um ein sehr komplexes Themengebiet, welches aus vielen verschieden Blickwinkeln betrachtet werden kann. Das bedeutet, dass sich Kommunikation eben nicht nur vom linguistischen Standpunkt, sondern ebenso vom psychologischen, soziologischen, biologischen, soziolinguistischen, philosophischen und sogar vom medienwissenschaftlichen Standpunkt aus betrachten lässt. In den meisten Fällen ist es jedoch unvermeidlich, dass sich einige Gebiete der Forschung miteinander mischen, da sich zum Beispiel ein bestimmter Sachverhalt ohne die Mithilfe einer anderen Disziplin nicht umfassend erforschen lässt. Durch diesen Sachverhalt können sogar neue Disziplinen, wie zum Beispiel die Soziolinguistik oder die Kommunikationspsychologie etc. hervorgehen. Diese Arbeit wird sich in ihrem weiteren Verlauf mit einem wichtigen Aspekt von zwischenmenschlicher Verständigung, der Höflichkeit, beschäftigen. Schwerpunkt wird dabei das Interaktionsmodell von Erving Goffman und dem darauf aufbauenden und erweiterten Modell von Penelope Brown und Stephen C. Levinson sein. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei dem von Brown und Levinson eingeführten Terminus der „face-threatening-acts“ zukommen. Dies wird zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt überleiten, welcher in der Kritik an dem vorgestellten Modell und seinen begrifflichen Bestandteilen besteht und dadurch das ein oder andere Gegenmodell nach sich ziehen wird. Darin eingebettet werden sich einige Anmerkungen zur Handhabung und Ausführung des face-Begriffs und
1 Asleben, Brigitte (Hrsg.), DUDEN, 2003, S. 730.
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von Höflichkeit in China und Japan finden. Im letzten Teil der Arbeit soll dann noch exemplarisch anhand einiger Beispiele gezeigt werden, welche Aspekte das „Prinzip der Höflichkeit“ beeinflussen. Hierzu wurde unter anderem auf die Dissertation von Werner Holly „Imagearbeit in Gesprächen. Zur linguistischen Beschreibung des Beziehungsaspekts.“ zurückgegriffen, welche sich mit rituellen Kontaktmustern beschäftigt.
1.1 Quellenlage und Forschungsstand
Aufgrund der in der Einleitung bereits genannten Vielfältigkeit und Komplexität des Kommunikationsbegriffes war es unerlässlich auf Literatur aus den unterschiedlichsten Disziplinen zurückzugreifen. Zur Annäherung an das Themengebiet der Kommunikation und der Sprach-normen wurden einige Grundlagenwerke der Pragmatik zur Rate gezogen, ebenso wie einige Lexikonartikel. Zu den einführenden Grundlagenwerken gehören hier das Lexikon der Sprachwissenschaft von Hadumod Bußmann oder Metzler Lexikon der Sprache sowie das Lexikon zur Soziologie. Des Weiteren, für den Komplex der Pragmatik, waren die Werke Englische Pragmatik. Eine Einführung von Wolfram Bublitz, Pragmatics von Stephen C. Levinson, Einführung in die germanistische Linguistik von Jörg Meibauer sowie Deutsche Satzsemantik. Grundbegriffe des Zwischen-den-Zeilen-Lesens von Peter von Polenz zu konsultieren. Als zusätzliche Ergänzung wurde mit Miriam A. Lochers Standards and Norms in the English Language gearbeitet.
Als grundlegendes Ausgangswerk für die Vorstellung und Auseinandersetzung wurde Interaktionsrituale. Über Verhalten in direkter Kommunikation von Erving Goffman herangezogen. Besonders das Letztgenannte wird in Kapitel 2 ausführlich vorgestellt werden. Die ergänzte und erweiterte Version des Modells von Erving Goffman wird wiedergegeben in Penelope Browns und Stephen C. Levinsons Werk Politeness. Some universals in language usage. Um den Bereich der Kritik und Gegenmodelle erstellen zu können waren der Aufsatz Politeness, Face and Facework von Liisa Vilkki und das Werk Grammatik und Höflichkeit im Sprachvergleich. Direkte Handlungsspiele des Bittens, Aufforderns und Anweisens im Deutschen und Koreanischen von Yongkil Cho äußerst hilfreich. Ebenfalls sehr nützlich waren die Aufsätze Ethnozentrismus, Eurozentrismus, Teutozentrismus von Georg Hansen, Wo verlaufen Europas Grenzen? Europäische Identität und Universalität auf dem Prüfstand von Elmar Holenstein und Ethnozentrismus. Möglichkeiten und Grenzen des interkulturellen Dialogs von Manfred Brocker und Heino Heinrich Nau. Sie geben Einblicke in die Problematik des Ethnozentrismus’ aus philosophischer, kultur- und politikwissenschaftlicher Sicht.
Da außerdem ein kleiner Einblick in den Bereich des Höflichkeitsbegriffs, gekoppelt mit Image und face in China und Japan gegeben werden soll, konnten die Werke Japanese Patterns of Behavior von Takie Sugiyama Lebra und Japanese Culture and Behavior. Selected Readings von Takie Sugiyama und William P. Lebra genutzt werden. Sie waren in der Lage eindrucksvoll zu vermitteln, welche
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Gemeinsamkeiten und grundlegende Unterschiede westliche und östliche Kulturen vorweisen. Gerade das Japanische bietet so viele unterschiedliche Kulturaspekte.
Da für das Gebiet der Kommunikation auch biologische und psychologische Aspekte eine bedeutende Rolle spielen, wurde Kinesics and Context. Essays on Body-Motion Communication von Ray L. Birdwhistell, Das Konzept ›Körper‹ in den Sprach- und Kommunikationswissenschaften von Axel Hübler und Körpersprache und soziale Ordnung. Kommunikation als Verhaltenskontrolle von Albert E. Scheflen verwendet.
Für das Kapitel 5.1 dieser Arbeit erwies sich Werner Hollys Imagearbeit in Gesprächen. Zur linguistischen Beschreibung des Beziehungsaspekts sowie Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation von Friedemann Schulz von Thun als äußerst aufschluss- und hilfreich. Gerade die Werke von Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun ermöglichen es einen guten und einfachen Einstieg in die Problematik der menschlichen Kommunikation zu bekommen.
Das nachfolgende Kapitel soll dazu dienen zunächst einige der wichtigsten Termini zu erläutern. Dies scheint mir notwendig um eventuelle auftretenden Missverständnissen vorzubeugen, die sich aus dem allgemeinen und alltäglichen Sprachgebrauch in Bezug auf die in den Modellen verwendeten Begrifflichkeiten ergeben könnten.
1.2 Allgemeine und spezifische Begriffserläuterungen
Oftmals werden bestimmte Termini im Alltag gebraucht, ohne weiter darüber nachzudenken; ohne sich die wirkliche Bedeutung bewusst zu machen. Dies geschieht gerade bei Anglizismen oder anderen entlehnten Worten sehr häufig. Der Terminus Image zum Beispiel wird in sehr vielen unterschiedlichen Situationen gebraucht. So spricht man für gewöhnlich von einem Image, das eine bestimmte Person oder auch eine Branche hat. Gemeint ist damit das Ansehen, welches man genießt. Landläufig spricht man auch von einem Ruf, den jemand oder etwas hat. Hier eine genauere Definition, die noch zusätzliche und Zielführende Ergänzungen beinhaltet:
„Image das; -[s], -s ‹aus gleichbed. engl. Image, dies über (alt)fr. image „Bild“ aus gleichbed. lat. imago›: Vorstellung, [positives] Bild, das ein Einzelner od. eine Gruppe (od. einer Sache) hat; Persönlichkeits-, Charakterbild.“ 2
Im Normalfall sollte das Image also etwas Positives sein. Wobei es natürlich ebenso möglich ist ein negatives Image zu haben. Darauf wird in Kapitel 5.1 noch näher eingegangen werden.
Nicht nur im Eifer des alltäglichen Sprachgefechts wird der Terminus Image mit dem Begriff face gleichgesetzt, sondern auch in den Modellen, die in dieser
2 Ebd., S. 598.
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Arbeit vorgestellt werden. Wörtlich übersetzt bedeutet face Gesicht, wahlweise auch Angesicht oder leicht antiquiert Anlitz. 3 Überträgt man dies sinngemäß auf den Terminus Image, so spricht man vom Ansehen das jemand genießt. Noch deutlicher und gut verständlich formuliert diesen Umstand die Definition von Wolfram Bublitz und hebt den Begriff gleichzeitig auf eine linguistische Ebene:
„Im Deutschen nur in Ausdrücken wie das Gesicht verlieren/wahren vorkommendes Konzept, das (1) auf Goffman zurückgeht; aus soziologischer Sicht meint er mit face/Image den sozialen Selbstwert einer Person, der ihr innerhalb einer gesellschaftlichen Gruppe im interaktiven Austausch zugeschrieben wird. Demgegenüber vertreten Brown & Levinson (2) ein engeres, statisches Konzept f., das sie als „the public self-image that every member wants to claim for himself“ definieren; f. entsteht danach nicht im interaktiven Austausch, sondern ist eine Menge von Wünschen oder Bedürfnissen, die sich Gesprächspartner gegenseitig unterstellen und auf die sie Rücksicht nehmen; sie unterscheiden zwischen negative face/Selbstbestimmungsrecht und positive face/Selbstbild, Selbstwert.“ 4
In dieser Definition finden sich vorgreifend auch schon die Interpretationsvarianten von Erving Goffman, Penelope Brown und Stephen C. Levinson, welche im weiteren Verlauf dieser Arbeit von großer Bedeutung sein werden. Um dieses Kapitel abzuschließen ist es außerdem sehr wichtig, noch eine Definition anzubringen, welche sich mit dem Terminus der Höflichkeit auseinandersetzt. Ein „Prinzip der Höflichkeit“ ist, soweit dies beurteilt werden kann, universal, denn jede Gesellschaft arbeitet damit. Die nachfolgende Definition ist ebenfalls von Wolfram Bublitz und bezieht erneut Penelope Brown und Stephen C. Levinsons Überlegungen mit ein. Diese werden in Kapitel 3.1 ausführlich bearbeitet werden.
„(1) Nicht-linguistischer, ideologisch-kulturell aufgeladener alltagssprachlicher Begriff, mit dem Einstellungen, Handlungen und Wirkungen bewertet werden, die in der jeweiligen sozialen Gruppe als angemessen gelten. (2) Als linguistischer Begriff von Brown & Levinson verwendet, um das Bemühen des Sprechers zu beschreiben, face threatening acts zu vermeiden oder zu mildern, die (als Ausdruck der negative politeness) das Selbstbestimmungsrecht (→ negative face) des Hörers beeinträchtigen oder (als Ausdruck der positive politeness) sein Selbstwertgefühl (→ positive face) beschädigen könnten.“ 5
Höflichkeit kann also als gesellschaftliche Norm definiert werden, die als Richtschnur dafür gilt, wie man angemessen miteinander umgeht. Das beinhaltet auch das Bemühen das Gesicht des Interaktionspartners oder der Interaktionspartner zu wahren.
3 Vgl. Messinger, Heinz 2001, S. 384.
4 Bublitz, Wolfram 2009, S. 298.
5 Ebd., 2009, S. 299.
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2 Erving Goffmans Modell - Interaktionsrituale und „face-work“
Nachdem im vorherigen Kapitel nun einige Begrifflichkeiten erläutert wurden, soll dieses dazu dienen, diese in einen konkreten Kontext einzubinden. Das nachfolgende Modell von Erving Goffman beschäftigt sich mit der direkten Kommunikation in Interaktionsritualen und soll zusammenfassend dargestellt werden. Erving Goffman hält zunächst fest, das es sogenannte Grundelemente des Verhaltens gibt. Diese bestehen aus Blicken, Gesten, sprachlichen Äußerungen und verschiedenen Haltungen. Diese Grundelemente bieten wiederum Anhaltspunkte für die Orientierung und das Engagement in einer Interaktion. Ebenso können die Grundelemente Hinweise darauf geben, wie die körperliche und geistige Verfassung des Gegenübers ist. 6
Direkte Kommunikation kann laut Erving Goffman in drei unterschiedlichen Räumen stattfinden. Dazu zählt er öffentliche, halböffentliche und private Orte. 7 Ein öffentlicher Ort wäre zum Beispiel ein Marktplatz, ein halböffentlicher Ort ein Klassenzimmer und ein privater Ort das Zuhause. Alle Orte haben die Gemeinsamkeit, dass sie gewissen Regeln und Normen unterworfen sind. Jeder Ort verlangt nach seiner eigenen spezifischen Ordnung, wenn es um Interaktionen, Kommunikation unter- bzw. miteinander, geht. In einem öffentlichen Raum wie zum Beispiel einem Marktplatz ist es für gewöhnlich so, dass sich die Interaktanten untereinander nicht kennen; Ausnahmen, wie langjähriges Einkaufen am selben Stand bestätigen natürlich die Regel. In einem halböffentlichen Raum wie zum Beispiel dem Klassenzimmer hingegen kennen sich die Interaktanten unter-einander, sind aber in den meisten Fällen nicht miteinander verwandt und verhalten sich daher anders als in einem privaten Raum, in dem sich die Interaktanten sehr gut kennen und miteinander verwandt sind bzw. sein können. Das Verhältnis, in dem die Personen zueinander stehen spielt bei der Interaktion eine entscheidende Rolle. Das nachfolgende, stark vereinfacht dargestellte Kommunikationsmodell, dient der Veranschaulichung einer „normalen“ Kommunikationssituation (s.u. Abb. 1):
6 Vgl. Goffman, Erving 1994, S. 7.
7 Vgl. Ebd., 1994, S. 8.
7
Abbildung 1: Organon-Modell nach Karl Bühler (abgewandelt und stark vereinfacht). 8
Grundvoraussetzung für die Kommunikation sind das Existieren eines Senders, mit einer Intention und eines Empfängers, welcher im Idealfall mit einer Reaktion, einer Handlung, reagiert. Bei der Handlung kann es sich sowohl um eine sprachlich, als auch um eine körperlich aktivisch realisierte Handlung handeln. Ebenso Grundvoraussetzung ist die Fähigkeit zu hören und zu verstehen. Um In-formationen übermitteln zu können wird ein Kanal erforderlich. Über den Kanal werden Signale in Form von Lauten und ganzen Lautketten transportiert. Da aber nicht jede Kommunikation erfolgreich verläuft, muss es auch Störungen geben. Diese Störungen können zum Beispiel beim Sender vorliegen, wenn dieser die zu übermittelnden Schallwellen zu leise oder gestottert abgibt. Oder die Störung liegt auf der Seite des Empfängers, der die bei ihm ankommenden Informationen nicht decodieren kann. Dies kann zum Beispiel daran liegen, dass der Empfänger die Signale aufgrund von fehlendem Blickkontakt gar nicht wahrgenommen hat. In den meisten Fällen jedoch scheitert die gelungene Kommunikation an einer Störung des Kanals, weil dieser überlastet ist. Überlastungen können zum Beispiel durch laute Störgeräusche der Umwelt ausgelöst werden. Ist dies der Fall, können Sender und Empfänger ihre Intention nicht realisieren. Wie bereits dargestellt übermittelt der Sender mit seiner Lautkette nicht nur Schallwellen sondern auch Intentionen und damit zurück zur Vorstellung des Konzepts von Erving Goffman.
In seinem Konzept beschreibt Erving Goffman folgende Sachverhalte; jeder Mensch folgt einer bestimmten Absicht bzw. Strategie, sowohl bei verbalen als auch nonverbalen Handlungen. Dabei hofft man, dass das Gegenüber davon ausgeht, dass man etwas nicht absichtlich tut. Die Reaktionen auf eine Äußerung oder auf eine Handlung fallen so aus, dass sie widerspiegeln was der andere von einem denkt. Das Gegenüber hat sich also ein Bild von einem gemacht, aufgrund dessen wie dieser sich vermittelt. Dieses Bild kann folglich sowohl positiv als auch ne- 8 Vgl.Bühler, Karl 1978, S. 24.
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Arbeit zitieren:
Carmen Käuflin, 2010, Kommunikation, Image und Höflichkeit. Das Prinzip von Face-threatening-acts nach Goffman, Brown & Levinson, München, GRIN Verlag GmbH
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