1. Guter Unterricht - aber wie? 2
2. Die direkte Instruktion als Modell 3
2.1. Aspekte und Ziele 3
2.2. Aufbau und Struktur
2.2.1. Mikroskopische Ebene 3
2.2.2. Makroskopische Ebene 5
2.3. Effizienz im Unterricht 7
3. Fazit 9
4. Literaturverzeichnis 10
5. Anhang 11
1
1.) Guter Unterricht - aber wie?
Für einen guten Unterricht, wie ihn sich jeder Schüler und Lehrer wünscht, stehen eine Reihe von didaktischen Modellen und Unterrichtsmethoden zu Verfügung. Damit die Schüler auch etwas lernen und langzeitig behalten, sollte nach Möglichkeit eine breite Palette jener Methoden und Modelle im Unterricht zu Anwendung kommen. Hilbert Meyer nennt hierfür 5 Grundformen des Unterrichts. Darunter zählen der gemeinsame Unterricht, die Freiarbeit, der projektförmige Unterricht, die Marktplatzarbeit sowie die direkte Instruktion. Letztere stellt (leider) die häufigste Form in deutschen Klassenzimmern dar. 1 Meyer beschreibt diese Unterrichtsform als „eher lehrerzentriert[en], lehrgangsförmig geordnet[en] und überwiegend frontal organisiert[en] Unterricht.“ 2 Zudem kritisiert er gleichsetzend mit dem Frontalunterricht die Omnipräsenz der direkten Instruktion, sowie die fehlende Möglichkeit an selbstregulierendem Lernen 3 . Meyer sieht den einzigen Vorteil lediglich in der Vermittlung von Wissen. 4
Die direkte Instruktion schneidet bis hier relativ schlecht ab, da sie durch Meyer eins zu eins mit dem Frontalunterricht, wie man ihn noch aus der Schule kennt, in einen Topf geworfen wird. Wiechmann und Grell bieten allerdings eine alternative und vertiefende Darstellung der direkten Instruktion. Wir möchten deshalb die Anmerkungen Hilbert Meyers zunächst in Frage stellen. Gemeinsam mit den Gedanken Wellenreuthers sollen der Grundgedanke dieser Unterrichtsform verdeutlicht und die Alltagstauglichkeit, sprich Effizienz im Unterricht, ergründet werden. Geleitet wird die Auseinandersetzung von der Frage, ob die direkte Instruktion den jetzigen Unterricht ein Stück weit verbessern kann oder wirklich nur traditioneller Frontalunterricht ist.
1 Vgl. Meyer: Leitfaden. S. 69.
2 Ebd. S. 57.
3 Das selbstregulierende Lernen umfasst die Fähigkeit der Schüler, eigene Lernstrategien zu entwickeln und Lernarbeiten selbstständig vorzubereiten. (Vgl. Ebd. S. 151.)
4 Vgl. Ebd. S. 57f.
2.) Die direkte Instruktion als „Modell“
2.1. Aspekte und Ziele der direkten Instruktion
Die direkte Instruktion stellt eine methodische Großform dar, die dem Frontalunterricht gleicht. Allerdings spricht sich Wellenreuther darüber aus, dass es nicht zwangsweise ein gut bornierter Frontalunterricht sein muss. Viel eher sieht er die direkte Instruktion als „Planung und Durchführung eines lehrergesteuerten Unterrichts.“ 5 Empirischen Belegen zu folge hilft diese Unterrichtsform dem Schüler effizienter und zielgerichteter zu lernen. 6 Die Rolle des Lehrers sticht hier schon ganz deutlich hervor. Er muss sich in erster Linie darüber im Klaren sein, dass er die Verantwortung für den Lernerfolg seiner Schüler trägt. Damit er dieser Verantwortung gerecht wird, ist eine gute Strukturierung des Lernprozesses zwingend notwendig. Während des Unterrichts lenkt und kontrolliert er diesen Prozess und übernimmt selbst die Übermittlung von Wissen. 7 Grell und Wiechmann sprechen an dieser Stelle von der didaktischen Autorität des Lehrers, der aber nicht autoritär in Erscheinung tritt. Ziel ist es, dass die Schüler durch eine aktive und konsequente Lenkung des Unterrichts durch den Lehrer ohne Umwege das Stundenziel erreichen. 8 Man stützt sich dabei auch auf die Zusammenhänge zwischen Lernen und Lehren. Das Lernen gilt als ein stets vom Lehrer angeleiteter Prozess. 9
2.2. Aufbau und Struktur
2.2.1. Mikroskopische Ebene
Die direkte Instruktion besitzt als solche gewisse Zutaten. Sie können als Verhaltensgrundsätze angesehen werden, die es einzuhalten gilt. Für den Lehrer geben sie eine solide Anleitung zur Durchführung dieser Unterrichtsform. Die wichtigsten Grundsätze sind: kleine Schritte, flottes Tempo; viele Fragen und Aufgaben; mindestens 80% richtige Schülerantworten; Überwachen der Schülerarbeit; sowie Lernerfolg durch Überlernen. 10 Diese und weitere Zutaten werden eingebettet in ein Schema, welches drei
5 Wellenreuther: Lehren und Lernen. 2005. S. 331.
6 Vgl. Grell u.a.: Direkte Instruktion. 2008. S. 39.
7 Vgl. Wellenreuther: Lehren und Lernen. 2008. S. 332, 337.
8 Vgl. Grell u.a.: Direkte Instruktion. 2008. S. 40, 42.
9 Vgl. Wellenreuther: Lehren und Lernen. 2008. S. 336.
10 Vgl. Grell u.a.: Direkte Instruktion. 2008. S. 42.
Arbeit zitieren:
Felix Eibenstein, 2011, Die Direkte Instruktion - eine methodische Großform, München, GRIN Verlag GmbH
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