Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einleitung 1
2. Grundlagen und Aufgaben der Banken 1
2.1 Definition „Bank“ 1
2.2 Entstehung und Entwicklung des Bankwesens 2
2.3 Geschäftsbanken in Deutschland 3
2.3.1 Genossenschaftssektor 3
2.3.2 Sparkassensektor 3
2.3.3 Kreditbanken 4
2.3.4 Spezialbanken 5
2.4 Volkswirtschaftliche Funktionen der Banken 6
2.4.1 Transformationsfunktion der Banken 6
2.4.2 Weitere Funktionen 7
2.5 Kundengruppen 8
2.5.1 Privatkunden 8
2.5.2 Firmenkunden 8
2.5.3 Staatliche Nachfrage 9
3. Die Bedeutung der Banken für die Gesamtwirtschaft 9
3.1 Begriff „Systemrelevanz“ 9
3.2 Der Einfluss der Banken auf die Gesamtwirtschaft 10
3.3 Das Verhältnis von Staat und Banken 10
4. Die Systemrelevanz der Banken am Beispiel der aktuellen
Finanzkrise 11
5. Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
II
II
Anhang 15
III
1. Einleitung
Anfang des Jahres 2009 trifft die Finanzkrise auch in Deutschland endgültig die Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt fällt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,3%, die Arbeitslosenzahl steigt auf über 3,5 Millionen. 1 Im Zuge dessen geraten die Banken als vermeintlicher Verursacher der Krise in der Öffentlichkeit immer wieder in die Kritik. Insbesondere staatliche Hilfen für notleidende Banken werden kritisiert.
Die vorliegende Arbeit soll die Aufgaben der Banken in einer Volkswirtschaft darstellen und untersuchen, welche Bedeutung Banken als systemrelevante Institution haben und inwiefern sie die Gesamtwirtschaft beeinflussen. Zunächst werden die Entstehung und die Grundlagen des Bankwesens be-handelt, insbesondere die Bankenstruktur in Deutschland, die wesentlichen Bankleistungen und die Kundengruppen. Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit dem Begriff der Systemrelevanz, der Bedeutung von Banken für die Gesamtwirtschaft, sowie dem Verhältnis von Staat und Banken. Anschließend wird die Systemrelevanz der Banken am Beispiel der Finanzkrise dargestellt. Zum Schluss werden die wesentlichen Aspekte der Arbeit noch einmal aufgegriffen und Perspektiven für das Bankgewerbe dargestellt.
2. Grundlagen und Aufgaben der Banken 2.1 Definition „Bank“
Der Begriff „Bank“ wird in §1 Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG) definiert, wobei der Gesetzgeber von „Kreditinstituten“ als Oberbegriff für alle Geschäftsbetriebe innerhalb des Bankgewerbes spricht. Demnach sind Kreditinstitute „…Unternehmen, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.“ 2 Zu den unter §1 Absatz 1 KWG aufgeführten Bankgeschäften zählen u.a. das Einlagen- und Kreditgeschäft, der Handel mit Wertpapieren sowie das Zahlungsverkehrgeschäft.
1 Vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland, 2010
2 Vgl. §1 Abs. 1 Kreditwesengesetz
1
2.2 Entstehung und Entwicklung des Bankwesens
Die Ursprünge des Bankgeschäfts liegen im Münzwesen, welches sich bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. verbreitete. Erste bankähnliche Dienstleistungen waren die Verwahrung von Wertgegenständen, sowie der Münzgeldwechsel. Zunächst erschwerte das Zinsverbot der Kirche, das bis ins 18. Jahrhundert bestand, jedoch die weitere Entstehung des Bankgeschäfts. Aus der Verwahrung von Wertgegenständen und Geld entwickelte sich schließlich das Einlagengeschäft. Gleichzeitig entstand mit der Idee, diese Einlagen weiter zu verleihen, das Darlehensgeschäft. So nahm die Pfandleihe als Mittel zur Kreditvergabe bereits im Mittelalter einen hohen Stellenwert ein, um den vorhandenen Kreditbedarf decken zu können. Regelmäßig abgehaltene Messen, auf denen Bankgeschäfte im großen Umfang abgewickelt wurden, nahmen an Bedeutung zu. Als erste Vorläufer der modernen Börsen boten sie einen Handelsplatz für Geschäfte mit Wertgegenständen und Wertpapieren. Der nächste große Schritt in der Entwicklung des Bankwesens war die Ausgabe von Staatsanleihen im 18. und 19. Jahrhundert, um den Finanzbedarf der Staaten decken zu können.
Mit der Einführung des Papiergeldes konnten die Banken erstmalig Geld in großem Umfang schöpfen und etwaige Liquiditätsengpässe ausgleichen. Um das Vertrauen in das Papiergeld zu erhöhen, wurden Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt und es entstanden die ersten Zentralbanken, um die Emission von Banknoten zu monopolisieren. 3 In Deutschland besteht heute ein marktwirtschaftliches Bankensystem, das zweistufig gegliedert ist. Als Zentralbank dient seit Beginn der Währungsunion die Europäische Zentralbank. Die Deutsche Bundesbank bildet seitdem die nationale Zentralbank der Bundesrepublik. Die Geschäftsbanken stellen die zweite Stufe dar. Die Bankenlandschaft innerhalb des Geschäftsbankensystems ist in Deutschland sehr vielschichtig und umfasst mehrere Bankengruppen. 4
3 Vgl. Tolkmitt, V. (2007), S. 12-14
4 Vgl. ebd., S. 33
2
2.3 Geschäftsbanken in Deutschland 2.3.1 Der Genossenschaftssektor
Die ursprünglich als Selbsthilfeverein entstandenen Genossenschaftsbanken bilden in Deutschland mit über 1.100 Instituten mittlerweile die größte Bankengruppe in Deutschland 5 . Ihr anfängliches Ziel, die Förderung ihrer Mitglieder, haben die Genossenschaftsbanken beibehalten. Der Genossenschaftssektor ist zweistufig gegliedert. Die erste Stufe bilden, neben den Spar- und Darlehensvereinen, vor allem die Kreditgenossenschaften. Die zweite Stufe stellen die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ-Bank AG) und die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank eG (WGZ-Bank) dar. Sie haben als Zentralinstitute die Aufgabe, den Kreditgenossenschaften Möglichkeiten zur Geldanlage zu bieten, sowie diesen bei Bedarf Mittel zur Refinanzierung bereitzustellen. Die beiden genossenschaftlichen Zentralbanken sorgen somit für den Geldausgleich zwischen den einzelnen Kreditgenossenschaften. Neben diesen Grundfunktionen treten die Zentralbanken aber auch als selbstständige Banken auf und verstehen sich als Geschäftspartner größerer Unternehmen. Zusätzlich zu den allgemeinen rechtlichen Bestimmungen für Kreditinstitute unterliegen die Genossenschaftsinstitute dem Genossenschaftsgesetz. 6 2.3.2 Der Sparkassensektor
Neben den Genossenschaften bilden die Sparkassen die zweite große Bankengruppe in Deutschland. Gleichzeitig besitzt der Sparkassensektor den größten Marktanteil (nach Bilanzsumme). 7
Der Sparkassensektor ist dreistufig gegliedert. Die regionalen Sparkassen bilden die Primärstufe. Ihnen übergeordnet sind die jeweiligen Girozentralen (Landesbanken) der entsprechenden Region. Das Spitzeninstitut im Spar-kassensektor ist die DGZ DekaBank. Ebenso wie die Genossenschaftsinstitute unterliegen auch die Banken des Sparkassensektors neben den allgemein geltenden Bestimmungen für Kreditinstitute zusätzlich eigenen Regelungen, bestehend aus dem Sparkassengesetz und den Mustersatzungen
5 Vgl. Anlage 1
6 Vgl. Tolkmitt, V. (2007), S. 60-61
7 Vgl. Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, 2010
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Arbeit zitieren:
Marc Miedek, 2010, Aufgabe und Bedeutung von Banken als systemrelevante Institution, München, GRIN Verlag GmbH
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