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Die Urnenfelder-Kultur in Österreich

Mit Zeichnungen von Friederike Hilscher-Ehlert

Titel: Die Urnenfelder-Kultur in Österreich

Fachbuch , 2010 , 118 Seiten

Autor:in: Ernst Probst (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Kultur der Bronzezeit, die von etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr. im Burgenland, in Niederösterreich, in Kärnten, der Steiermark, in Oberösterreich, im Land Salzburg und teilweise in Vorarlberg existierte, steht im Mittelpunkt des Taschenbuches »Die Urnenfelder-Kultur in Österreich«. Geschildert werden die Anatomie und Krankheiten der damaligen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer, ihre Siedlungen, Kleidung, ihr Schmuck, ihre Keramik, Werkzeuge, Waffen, Haustiere, Jagdtiere, ihr Verkehrswesen, Handel, ihre Kunstwerke und Religion. Verfasser ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der sich vor allem durch seine Werke »Deutschland in der Urzeit« (1986), »Deutschland in der Steinzeit« (1991) und »Deutschland in der Bronzezeit« (1996) einen Namen gemacht hat. Das Taschenbuch »Die Urnenfelder-Kultur in Österreich« ist Dr. Elisabeth Ruttkay (1926–2009), Professor Hermann Maurer und Dr. Johannes-Wolfgang Neugebauer (1949–2002) gewidmet, die den Autor mit Rat und Tat bei seinen Werken über die Steinzeit und Bronzezeit unterstützt haben. Es enthält Lebensbilder der wissenschaftlichen Graphikerin Friederike Hilscher-Ehlert aus Königswinter.

Leseprobe


Inhalt

Vorwort

Die große Zeit der Wallburgen

Die Urnenfelder-Kultur

von etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr.

Zielsetzung und Themen

Dieses Werk bietet eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung der Urnenfelder-Kultur in Österreich. Der Autor analysiert die Lebensweise, materielle Kultur sowie religiöse Praktiken dieser bronzezeitlichen Bevölkerungsgruppe anhand archäologischer Funde und Siedlungsstrukturen.

  • Anatomie, Krankheiten und Lebensweise der damaligen Bevölkerung
  • Struktur und Befestigung der Siedlungen (Wallburgen und Flachlandsiedlungen)
  • Materielle Kultur: Keramik, Waffen, Werkzeuge und Schmuck
  • Wirtschaftliche Aspekte: Landwirtschaft, Handel und Kupferbergbau
  • Religiöse Vorstellungen, Bestattungssitten und Weiheopfer

Auszug aus dem Buch

Die große Zeit der »Wallburgen«

Im Burgenland, in Niederösterreich, in Kärnten, der Steiermark, in Oberösterreich, im Land Salzburg und teilweise in Vorarlberg ist ab etwa 1300/1200 v. Chr. bis 800 v. Chr. – wie in Deutschland – die Urnenfelder-Kultur nachweisbar. Dieser Begriff geht auf den süddeutschen Prähistoriker Ernst Wagner (1832–1920) zurück. Er bezieht sich auf die Bestattungen der Knochenreste von auf Scheiterhaufen verbrannten Toten, die in Urnen und in Süddeutschland auf großen Gräberfeldern beigesetzt wurden.

Der Wiener Prähistoriker Richard Pittioni (1906–1985) meinte 1938, im 13. Jahrhundert v. Chr. habe im Gebiet der Lausitz zwischen Sachsen, Brandenburg und Schlesien eine massenhafte Abwanderung der dortigen Bevölkerung begonnen. Nach dem Aufeinandertreffen dieser umherziehenden Völker mit einheimischen Kulturen in verschiedenen Teilen Europas seien durch Vermischung lokale Urnenfelder-Gruppen hervorgegangen.

Von heutigen Prähistorikern wird die Entstehung der Urnenfelder-Kultur in Österreich unterschiedlich erklärt. Die einen glauben an Unruhen und Wanderungen als Ursachen, andere dagegen halten die Urnenfelder-Kultur lediglich für ein Ergebnis des Austausches von kulturellen und religiösen Ideen zwischen damaligen Kulturen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Informationen zur zeitlichen und regionalen Einordnung der untersuchten Urnenfelder-Kultur sowie zum Autor und der wissenschaftlichen Methodik.

Die große Zeit der Wallburgen: Detaillierte Analyse der bronzezeitlichen Siedlungsformen, Befestigungsanlagen, wirtschaftlichen Grundlagen wie Bergbau und Ackerbau sowie der Bestattungsriten und religiösen Praktiken.

Schlüsselwörter

Urnenfelder-Kultur, Bronzezeit, Österreich, Wallburgen, Archäologie, Bestattungssitten, Kupferbergbau, Metallhandwerk, Siedlungsarchäologie, Depotfunde, Brandbestattung, Prähistorik, Sachopfer, Stillfried, Hallstatt-Zeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch untersucht die Urnenfelder-Kultur, eine bedeutende bronzezeitliche Ära, die etwa von 1300/1200 bis 800 v. Chr. in verschiedenen Teilen Österreichs existierte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Schwerpunkte liegen auf Siedlungswesen, Befestigungstechnik, wirtschaftlichen Tätigkeiten wie Kupferabbau, Handwerk, Bestattungsriten und religiösem Kultverhalten.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit?

Ziel ist die fundierte Darstellung und Analyse der Lebenswelt der Urnenfelder-Leute anhand zahlreicher archäologischer Fundstellen und Befunde aus dem österreichischen Raum.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Der Autor stützt sich auf eine kritische Auswertung archäologischer Ausgrabungsberichte, die Analyse von Artefakten aus Siedlungen und Gräbern sowie auf die Erkenntnisse namhafter Prähistoriker.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Wallburgen, der materiellen Kultur (Keramik, Metallurgie), dem Bergbau, dem Handel sowie der spirituellen Welt und den Bestattungsformen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Urnenfelder-Kultur, Bronzezeit, Siedlungsarchäologie, Wallburgen, Depotfunde und Brandbestattung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Siedlung Stillfried für das Buch?

Stillfried dient als eine der zentralen Fallstudien für die Untersuchung von Befestigungstechnik, Bestattungsbräuchen und rituellen Deponierungen in der Urnenfelder-Zeit.

Wie erklärt das Buch die Entstehung der Urnenfelder-Kultur?

Es werden verschiedene wissenschaftliche Theorien gegenübergestellt, darunter die Hypothese von Völkerwanderungen sowie die Sichtweise, dass sie das Ergebnis eines Austausches kultureller und religiöser Ideen darstellt.

Was besagen die Funde zum Thema Kupferbergbau?

Die Funde belegen eine intensive Kupfergewinnung in den Alpen, insbesondere in Regionen wie Mühlbach-Bischofshofen, mit großem technischen Aufwand und Exporten bis in nordische Gebiete.

Ende der Leseprobe aus 118 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Urnenfelder-Kultur in Österreich
Untertitel
Mit Zeichnungen von Friederike Hilscher-Ehlert
Autor
Ernst Probst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
118
Katalognummer
V182000
ISBN (eBook)
9783656054542
ISBN (Buch)
9783656054863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bronzezeit Spätbronzezeit Urnenfelder-Kultur Urnenfelderkultur Urnenfelder-Zeit Urnenfelderzeit Archäologie Urgeschichte Österreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ernst Probst (Autor:in), 2010, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182000
Blick ins Buch
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