Vorwort
Manch Einer sucht in seiner beruflichen Laufbahn Möglichkeiten zur Selbständigkeit. Keinesfalls ist dieser Weg einfach und mühelos. Jeder der diesen Schritt in Betracht zieht sollte sich einige wichtige Fragen stellen, die er oder sie für sich ehrlich und offen beantworten muss.
Dieser Vorabcheck ist wichtig, damit man für sich erkennen kann, ob die Voraussetzungen für den Schritt in die Selbständigkeit gegeben sind. Eine Möglichkeit mit relativ geringem Risiko, ist die Franchise. Über diese Art der Selbständigkeit und Unternehmertums, soll dieses Buch Anregungen und Begleitmaterial sein. Nehmen Sie sich bei Ihrer Entscheidung einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen ausreichend Zeit, überstürzen Sie nichts. Haben Sie sich dann entschieden und wollen diesen neuen
Lebensabschnitt tatsächlich folgen, gehen Sie dann überlegt und behutsam Schritt für Schritt Ihren Weg. Beachten Sie, dass bei Ihnen gerade in der Gründungsphase viele Gedanken unstrukturiert und noch nicht substanziiert sind. Dabei hilft Ihnen die Niederschrift eines Unternehmenskonzeptes und Gründungsplan.
Bevor wir uns dem eigentlichen Thema - Franchise
- widmen, vorab einige grundlegende Informationen zur Existenzgründung.
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Inhalt:
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 4
Abbildungen 5
1. Grundlage 6
1.1 Das Unternehmenskonzept 7
1.2 Inhalte eines Unternehmenskonzeptes 7
1.3 Beispiel eines Konzeptes 8
1.4 Kapitalbedarfsermittlung 11
1.5 Förderprogramme für Existenzgründer 18
2. Berufliche Existenz durch Franchise 20
2.1 Was ist Franchise? 20
2.1.1 Beispiel eines Franchise-NW 23
2.2 Vor- Nachteile für die Partner 24
2.3 Die aktuelle Situation des Franchising 29
3. Der Franchise-Vertrag 33
3.1 Inhalte eines Franchise-Vertrags 35
4. Die Kapitaldeckungsrechnung 42
5. Die Liquiditätsplanung 43
5.1 Liquiditätsplan 44
5.2 Liquiditätsrechnung 44
5.3 Was ist Liquidität? 44
5.3 Die Liquiditätsgrade 46
6. Checklisten 47
7. Wichtige und nützliche Kennzahlen 49
8. Literatur 54
9. Quellenverzeichnis 55
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Abbildungen :
Abb. 1: Grundschema des Planungsprozesses
Abb. 2: Artendes Kapitalbedarfes
Abb. 3: Investitions- und Kapitalbedarfsplan
Abb. 4: Nebenrechnung zum Kostenplan
Abb. 5: Kostenplan-Beispiel der Firma XY
Abb. 6: Die wichtigsten Franchise-Branchen D
Abb. 7: Kapitalbedarfs-u. Kapitaldeckungsrechg.
Abb. 8: Graphische Darstellung mögl. Illiquidität
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1. Grundlagen
Zu Beginn wird der Planungsprozess in einem Grundschema dargestellt, damit die Wichtigkeit und die Umfänglichkeit der Planung eindrucksvoll aufgezeigt werden.
Abb. 1: Grundschema des Planungsprozesses
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1.1 Das Unternehmenskonzept
Entsprechend der freigegebenen Statistiken überleben die Hälfte der Neugründungen die ersten fünf Jahre ihres Bestehens nicht. Häufigster Grund hierfür ist das Fehlen eines klar ausgearbeiteten und schlüssigen Unternehmenskonzeptes, Gründungskonzept oder auch Businessplan genannt. Dieses Konzept dient dem Gründer für internen aber auch externen Zecken, wie beispielsweise als Vorlagen bei Banken, Kapitalgebern und externen Beratern. Diese Ausarbeitung zeigt die Strukturierung Ihrer Gedanken und Ideen, auch bei Präsentationen Ihres Vorhabens. 1.2 Inhalte eines Unternehmenskonzepts Das Konzept oder der Plan, soll einen möglichst tiefen und realen Einblick in die Unternehmung geben. Paradigma für den Inhalt:
1. Geschäftsidee 2. Unternehmerdarstellung 3. Markt und Wettbewerb 4. Marketing und Vertrieb 5. Geschäftssystem und Organisation 6. Finanzplanung 7. Chancen und Risiken
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Form des Konzepts: Umfang 10 bis 15 Seiten Format DIN A4, geheftet, mit Deckblatt versehen
Kernkonzept (3-fach ausgefertigt): Ausarbeitung zu den Punkten: Unternehmer/ -team Geschäftsidee Markt und Wettbewerb Geschäftssystem und Organisation Finanzplanung Chancen und Risiken Inhaltsverzeichnis des Anhangs Laufzettel (vom jeweiligen Berater unterschrieben) Anhang:
Gesprächsprotokolle, Grafiken, Fotos, Skizzen, Lagepläne, Umfragen, fiktive Verträge, Anfragen, Anschreiben, Briefe, Flyer, Visitenkarten, sonstige Dokumente, usw.
1.3 Beispiel eines Konzeptes
Das Unternehmenskonzept soll klar, verständlich und überschaubar sein. Bei der Erstellung sind eine eindeutige Gliederung, eine einfache und verständliche Ausdrucksweise und eine überschaubare Optik gefordert.
Nachfolgend eine Checkliste zum Inhalt eines Unternehmenskonzeptes:
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1. Beschreibung des Konzeptes
- Geschäftsidee
- Nutzen Ihres Angebots
- Wie bekannt ist Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung?
- Kosten Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung
- Risiken
2. Persönliche Angaben zum Unternehmens- bzw. Geschäftsgründer einschließlich fachlicher und kaufmännischer Qualifikationen und tabellarischem Lebenslauf
3. Markteinschätzung
- Kunden
- Konkrete Darstellung des Absatzmarktes
- Marketingstrategie
4. Konkurrenzanalyse
- Wer sind Ihre Konkurrenten?
- Kosten Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung bei der Konkurrenz?
- Welchen Service bietet die Konkurrenz?
5. Finanzplanung
- Investitionsplan
- Kapitalbedarfsplan
- Umsatzplan
- Umsatz- und Ergebnispläne für drei Jahre
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- Liquiditätsplan
- Rentabilitätsvorschau (für drei Jahre)
- Betriebsmittel
6. Standort
- Wo haben Sie für Ihr Produkt/ Dienstleistung einen Erfolgversprechenden Markt?
- Standortbedingungen
7. Rechtsform und Daten zum Unternehmen
8. Geschäftsverbindungen und Personal
- mögliche Geschäftspartner
- Angestellte, Lieferanten, etc.
- Personalplanung
9. Zukunftsaussichten
- Entwicklung der Branche
- Gibt es vergleichbare Branchen als Orientierungshilfe?
- Entwicklung der Nachfrage nach Ihrem Angebot
Dieses Unternehmenskonzept dient Banken, Behörden und besonders Kunden als Verhand-lungsgrundlage. Unter Vorlage dieses Unternehmenskonzeptes, können die IHK, die Bank und Behörden erkennen, ob die Geschäftsidee tragfähig ist, was soviel bedeutet, ob für den Gründer ein Gewinn und somit Einkommen erzielt werden kann.
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Hinweise:
Die Umsatz- und Ertragsschätzung wird für die ersten drei Jahre angegeben. Für das Gespräch bei Banken muss unbedingt ein aussagefähiger Businessplan mitgenommen werden.
Es wird davon abgeraten, den Franchisegeber mit zum Bankgespräch einzuladen, da der "neue" Franchisenehmer die Bank von der Franchise-Idee überzeugen muss.
1.4 Kapitalbedarfsermittlung
Ausgangspunkt einer jeden Finanzierungsplanung ist die Kapitalbedarfsermittlung. In dieser Ermittlung soll der Bedarf an Geld nicht nur für die Anlaufzeit der Gründung, sondern für die kommenden 3-5 Jahre ermittelt und festgeschrieben werden. Bei der Kapitalbedarfsermittlung werden vier Arten zu Grunde gelegt. Diese sind Gründungskosten, Investitionen, Betriebsmittel und FuE-Kosten. In der nachfolgenden Abbildung 2, wird der Kapitalbedarf nochmals schematisch erklärt. Dabei dürfen die FuE-Kosten sowie die Gründungskosten keinesfalls vernachlässigt werden.
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Arbeit zitieren:
Dr. Alois Goetz, 2010, Franchise, München, GRIN Verlag GmbH
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