Inhalt
Inhalt 4
Reisebiographie 1 - Heimat.
Vaterland und Muttersprache 5
Reisebiographie 2 - Von den geistig-kulturellen und den persönlichen Wurzeln 12
Reisebiographie 3 - Von der Vertiefung der geistigen Wurzeln 19
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Die folgenden drei Kapitel, beginnend mit diesem, sind aus der Reflektion über die persönliche existenzielle internationale Erfahrung vieler Jahre entstanden. Die wissenschaftliche Erforschung der interkulturellen Anpassung hingegen, die vor allem in Zusammenhang mit dem Management von Expatriates
(Auslandsentsendungen) von Bedeutung ist, wurde beispielsweise im Sieben-Phasen Interkulturellen Anpassungsmodell von Stella Ting-Toomey systematisiert. Es kann eine Hilfe bei der Bewältigung des sogenannten Kulturschocks sein, der häufig beim Eintritt in die Gastlandkultur, sowie bei der Rückkehr in die Ausgangskultur eintritt, wobei der Gegenkulturschock bei der Rückkehr wider Erwarten das größere Problem darstellt. Eben deshalb, weil man nicht mit ihm rechnet, denn man nimmt an, dass man in ein vertrautes gesellschaftskulturelles und organisationskulturelles Umfeld zurückkehrt. In der Regel wird der Kulturschock als U-Kurve (Hofstede) oder als W-
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Kurve (Ting-Toomey) dargestellt. Die W-Kurve visualisiert nicht nur den ersten Kulturschock beim Eintritt in eine Gastlandkultur, sondern auch den zweiten, der bei der Rückkehr in die Heimatkultur erfolgt: Die sieben Phasen des W-Modells lauten in der Terminologie von Ting-Toomey et alia wie folgt: 1. Flitterwochenphase Sie ist kurz und man fühlt sich wie ein Tourist. 2. Feindseligkeitsphase Nichtvertrautheit und Unberechenbarkeit des
3. Humorphase Beginn der Anpassung. Kenntnisse der Sprache, der
4. Harmonisierungsphase Man hört auf, ein Außenseiter zu sein... 5. Ambivalenzphase Die Wohlfühlphase beginnt 6. Gegenkulturschock Infolge der Schwierigkeiten der Wiederanpassung an persönliche und berufliche Abläufe
7. Resozialisierungsphase Laut Ting-Toomey gibt es hier drei Strategien:
Dieses Modell bezieht Systemfaktoren, persönliche und zwischenmenschliche in die kulturelle Anpassung mit ein und betont den emotionalen Verlauf der derselben. E. Marx hat in ihr Kulturschock-Dreieck sowohl die emotionalen, als auch die
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kognitiven Faktoren, wie auch die Sozialkompetenzen und die Identitätsfrage einbezogen. Andere betonen den (1)Wachstumsprozess der von (2)Stress begleitet während der Zeit der (3)Anpassung stattfindet. Die Intensität des Kulturschocks ist durch eine Anzahl von Faktoren bedingt: 1.Kulturelle Distanz, 2.Grad der Immersion in die Gastlandkultur, 3. Persönlichkeitsbedingte Eignung für die Zielkultur, 4.Grad der Unterstützung des Entsandten, 5.Frühere interkulturelle Erfahrung, 6.Der Grad der Vorbereitung auf die internationale Entsendung. - Die hohe Quote der Scheiterungen der internationalen Entsendungen mit nachteiligen Folgen für die Organisation und den Entsandten erfordert ein systematisches strategisches Management aller Phasen des gesamten Expatriierungszyklus, beginnend mit predeparture (der Entsendung vorausgehende) Maßnahmen, Mentoren,
systematischem Debriefing bei der Wiedereingliederung in die Ausgangskultur und die entsendende Organisation.
Die Rückverwurzelung in der Heimat ist, wie wir von Kriegsheimkehrern, internationalen Managern und Reisenden im weiteren Sinn wissen, ein langwieriger Prozess: Die Re-Integration ist vergleichbar mit der Re-ligion, Rück-Verbindung und Wieder-Einbindung sind beide eine Prozess der Wiederherstellung einer ursprünglichen organischen Einheit: eine Rückkehr zu einem Normalzustand, also etwas Natürliches. Die religiöse Rückverbindung, die metaphysische ist Teil der physischen. Deshalb sollten diese Vorgänge auch etwas ganz Selbstverständliches sein. Es ist gut, dass viele zuhause geblieben sind und die Ausgangskultur weiterentwickelt haben. Andere haben neue Inputs akquiriert, die die Gesamtentwicklung der Ausgangskultur inspirieren können. Reisen und transkulturelle Erfahrung bewirken Transformationsprozesse, persönliche und kollektive. Sowohl im Osten, als auch im Wesen gibt es Belege dafür: Reise in den Westen (Journey to the West), medienübergreifend mediatisiert als Monkey King ist
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Arbeit zitieren:
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler, 2011, Das Management der kulturellen Wurzeln als Voraussetzung für das globale Management, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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