I
INHALTSVERZEICHNIS
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Begriffsbestimmungen 2
2.1 Begriffsbestimmung der Schattenwirtschaft 2
2.2 Begriffsbestimmung der Schwarzarbeit 4
3. Entstehungsgründe der Schattenwirtschaft 5
3.1 Negative Anreizwirkungen bei hoher Steuerbelastung 6
3.2 Negative Anreizwirkungen bei hoher Sozialabgabe 7
3.3 Die “Laffer-Kurve 8
3.4 Folge der Schattenwirtschaft 10
4. Empirische Analysen der Schattenwirtschaft 12
4.1 Messmethoden der Schattenwirtschaft 12
4.2 Situation der Schattenwirtschaft in OECD-Ländern 13
5. Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
II
Abkürzungsverzeichnis
BIP- Bruttosozialprodukt
BRD- Bundesrepublik Deutschland BSP- Bruttosozialprodukt bzw.- beziehungsweise ESt- Einkommenssteuer
LISREL-Verfahrens- Verfahren zur Schätzung von linear unabhängigen Struktur Zusammenhängen MwSt- Mehrwertsteuer
OECD- Organisation for Economic Cooperation and Development (31 Mitgliedstaaten) USA- United States of America v.a.- vor allem VGR- Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung z.B.- zum Beispiel
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Struktur einer Volkswirtschaft (Dual Economy)
Abbildung 2: Ökonomische Ursachen der Schattenwirtschaft
Abbildung 3: Die "Laffer-Kurve": Zusammenhang zwischen dem Steueraufkommen und
dem Steuersatz (in )
Abbildung 4: Die Laffer-Kurve und Expansion von Staats- und Schattenwirtschaft
Abbildung 5: Grundidee des Ansatzes der „weichen Modellierung“
Abbildung 6: Größe der Schattenwirtschaft (in des BIP) bei 21 OECD-Ländern
Abbildung 7: Zunahme und Abnahme der Schattenwirtschaft (in des BIP) der 21 OECD-
L ändern über 1997/98 bis 2010
1
1. Einleitung
Die Steuern 1 sind die wichtigsten Einnahmen des Staates bei allen Ländern, insbesondere bei den Industrieländern und Wohlfahrtstaaten. Der Staat entspricht seinen vielen Bedürfnissen durch die Erhebung der Steuer. Die Steuern werden auf den legalen wirtschaftlichen Aktivitäten erhoben. Auf anderer Seite existiert illegale Wirtschaft, bei der keine oder nur teilweise Steuern gezahlt wird. Diese illegale Wirtschaft wird die Schattenwirtschaft genannt. Die Bedeutung und der Begriff der Schattenwirtschaft werden von vielen verschiedenen Wissenschaftlern unterschiedlich benutzt wie Informeller Sektor, Untergrundwirtschaft, Parallel Economy, Freizeitwirtschaft, Hidden Economy, Shadow Economy, Informal Sektor, Alternativökonomie, Ausweichwirtschaft, Selbstversorgungswirtschaft. 2
Heutzutage wird die Schattenwirtschaft auf der Regierungsebene und in der Gesellschaft sehr oft diskutiert. Während der Finanzkrise wurde die Bedeutung der Schattenwirtschaft zugenommen, da sinkende Steuereinnahmen für die Regierung zur Folge haben. Die Schattenwirtschaft stellt illegale Beschäftigung dar, bei der keine Beiträge zur Sozialversicherung und keine Lohnsteuern entrichtet werden. Die Schattenwirtschaft macht selbst mitverantwortlich für viele wirtschaftspolitische Probleme wie hohe Staatsverschuldung, niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit, Finanzierungsausfall. In der Schattenwirtschaft ist der Preis von Gütern oder Produkten im Vergleich zu der offiziellen Wirtschaft billiger und das ist auch ein Grund zur Abwanderung in die Schattenwirtschaft. In der vorliegenden Arbeit werden die theoretische Ansätze, empirischen Analysen der Schattenwirtschaft und derzeitige Situation der Schattenwirtschaft in verschiedenen Ländern und die Bekämpfung der Schattenwirtschaft in Betracht gezogen.
1 Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von
einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der
Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft.
Quelle für die Definition der Steuern: Bundesministerium der Finanzen
2 Vgl. Dominik H. Enste: Schattenwirtschaft und institutioneller Wandel. Tübingen 2002, S7.
Vgl. Weck/ Pommerehne/ Frey: Schattenwirtschaft. München 1984, S1-2.
2
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Begriffsbestimmung der Schattenwirtschaft
Das Phänomen „Schattenwirtschaft“ wurde zum ersten Mal in deutschsprachigem Raum in den 70-er Jahren von G. Schmölders benutzt. Über die Begriffsbestimmung der Schattenwirtschaft gibt es viele, aber überwiegend ähnliche Definitionen. Das Bundesministerium der Finanzen von BRD hat die Begriffsbestimmung der Schattenwirtschaft wie folgt definiert: „Unter Schattenwirtschaft versteht man alle privatwirtschaftlichen Aktivitäten, für die keine oder nur teilweise Steuern entrichtet werden und die deshalb gar nicht oder nur teilweise in die Berechnung des Bruttosozialprodukts (BIP) einfließen. Schattenwirtschaft beschreibt damit also den Umstand, dass eigentlich zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zählende Transaktionen offiziell nicht erfasst werden können.“ 3
„Die Schattenwirtschaft ist ein Pendant zur Steuerhinterziehung. Denn wer in der Schattenwirtschaft tätig ist, hinterzieht gleichzeitig Steuern.“ 4 Auf wissenschaftlicher Ebene liegt der Unterschied zwischen der Schattenwirtschaft und der Steuerhinterziehung darin, dass die Erforschung der Steuerhinterziehung mit den dem Staat entgangenen Steuereinnahmen sich beschäftigt, aber bei der Schattenwirtschaft ist das wichtig, die Größe der illegalen Wirtschaftstätigkeit zu messen. Man muss die Fragen der Wertschöpfung auch die Legalität und Illegalität der Tätigkeiten sowie die Verbindung zur Steuerhinterziehung klar machen, um die Tätigkeiten in der Schattenwirtschaft richtig analysieren und bewerten zu können. 5 Zur Schattenwirtschaft gehört kriminelles Verhalten wie die Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, die Schwarzmarkthandlungen wie der Drogenhandel, illegale Devisentransaktionen und die Geldwäscherei. Die Eigenleistungen und Nachbarschaftshilfe, wie die Hilfe dem Nachbarn bei seinem Haus zu renovieren oder sein Fahrrad reparieren oder die Haushaltsproduktion werden auch zur Schattenwirtschaft gezählt. Die wirtschaftlichen Tätigkeiten, die in der Schattenwirtschaft ausgeübt werden, fehlen bei der Berechnung des
3 Institution: Bundesministerium der Finanzen (2010)
4 Charles B. Blankart: Öffentliche Finanzen in der Demokratie. 7. Aufl., München 2008. S216.
5 Vgl. Dominik H.Enste: Schattenwirtschaft und institutioneller Wandel. Tübingen 2002. S9.
Arbeit zitieren:
Heydar Jafarli, 2010, Besteuerung und Schattenwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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