II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. II
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINFÜHRUNG. 1
1.1 Zielsetzung 1
1.2 Aufbau 3
1.3 Methodisches Vorgehen 5
1.4 Forschungsergebnisse zu Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden in
Deutschland 5
TEIL 1: THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2. KULTUR UND INTERKULTURELLES LERNEN 8
2.1 Das Phänomen Kultur und seine Bedeutung für das Handeln 8
der Menschen 8
2.2 Modell der kulturellen Unterschiede im Lehren und Lernen nach Hofstede 10
2.2.1 Machtdistanz 11
2.2.2 Individualismus vs. Kollektivismus 11
2.2.4 Unsicherheitsvermeidung. 12
2.2.5 Zusammenfassung im Hinblick auf eigene Untersuchung. 13
3. CHINESISCHE KULTUR UND IHRE LEHR- UND LERNBESONDERHEITEN 14
3.1 Konfuzianistische Prägung der Lehr- und Lernkultur in China. 14
3.2 Besonderheiten chinesischer Lerner. 15
3.2.1 Passive und schweigsame Lerner. 16
3.2.2 Disziplinierte und gehorsame Lerner 17
3.2.3 Auswendiglerner 18
3.2.4 Lerner mit mangelnder Kreativität 20
3.3 Charakteristika chinesischer Lehrer 21
3.4 Zusammenfassung 23
III
4. KULTURBEDINGTE DIFFERENZEN IM HOCHSCHULSTUDIUM ZWISCHEN
CHINA UND DEUTSCHLAND 25
4.1 Studienorganisation 25
4.2 Mündliche Kommunikation 28
4.3 Umgang mit Kritik 29
4.4 Prüfungsvorbereitung 30
4.5 Wissenschaftliches Schreiben 31
4.6 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten. 33
4.7 Zusammenfassung. 34
TEIL 2: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
5. ZUR METHODE 36
5.1 Qualitativer Ansatz. 36
5.2 Fallstudie 37
5.3 Erhebungsmethoden 38
5.3.1 Qualitatives Interview 38
5.3.2 Einzelfallanalyse 39
6. ZUR DATENERHEBUNG. 40
6.1 Auswahl der Befragten. 40
6.2. Vorverständnis hinsichtlich der Kommunikation mit Chinesen 40
6.3 Erhebung der Interviewinhalte 41
6.4. Transkription 43
7. FALLBEISPIEL 1. 45
7.1 Studienorganisation (P1) 45
7.2 Mündliche Kommunikation und Umgang mit Kritik (P1) 46
7.3 Prüfungsvorbereitung (P1) 47
7.4 Wissenschaftliches Schreiben (P1) 48
7.5 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten (P1) 48
7.6 Zusammenfassung der ersten Fallstudie 49
IV
8. FALLBEISPIEL 2. 51
8.1 Studienorganisation (P2) 51
8.2 Mündliche Kommunikation (P2) 52
8.3 Umgang mit Kritik (P2) 53
8.4 Prüfungsvorbereitung (P2) 53
8.5 Wissenschaftliches Schreiben (P2) 54
8.6 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten (P2) 54
8.7 Zusammenfassung der zweiten Fallstudie. 55
9. FALLBEISPIEL 3. 57
9.1 Studienorganisation (P3) 57
9.2 Mündliche Kommunikation (P3) 59
9.3 Umgang mit Kritik (P3) 59
9.4 Prüfungsvorbereitung (P3) 60
9.5 Wissenschaftliches Schreiben (P3) 61
9.6 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten (P3) 61
9.7 Zusammenfassung der dritten Fallstudie. 62
10. FALLBEISPIEL 4. 64
10.1 Studienorganisation (P4) 64
10.2 Mündliche Kommunikation (P4) 64
10.3 Umgang mit Kritik (P4) 65
10.4 Prüfungsvorbereitung (P4) 65
10.5 Wissenschaftliches Schreiben (P4) 66
10.6 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten (P4) 66
10.7 Zusammenfassung der vierten Fallstudie. 67
11. FALLBEISPIEL 5. 69
11.1 Studienorganisation (P5) 69
11.2 Mündliche Kommunikation (P5) 69
11.3 Umgang mit Kritik (P5) 70
11.4 Prüfungsvorbereitung (P5) 71
11.5 Wissenschaftliches Schreiben (P5) 71
11.6 Das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten (P5) 72
V
11.7 Zusammenfassung der fünften Fallstudie 73
12. ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 75
TEIL 3: ANHANG. LXXXII
A : LITERATURVERZEICHNIS LXXXII
VI
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AAA Akademisches Auslandsamt APS Akademische Prüfstelle des Kulturreferates der Deutschen Botschaft in Peking HIS Hochschulinformationssystem TUD Technische Universität Dresden
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1. EINFÜHRUNG
China befindet sich in einem stetigen Wandel und gilt heutzutage als einer der größten, stärksten und am schnellsten wachsenden Märkte weltweit. Seit der Einführung der Öffnungspolitik im Jahre 1978 hat sich der Austausch zwischen China und der westlichen Welt zunehmend intensiviert und zu großen Veränderungen auf der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Ebene geführt. Viele deutsche Unternehmen gründeten eigene Tochtergesellschaften in China und bauen das Engagement auf dem chinesischen Markt immer weiter aus. Diese wirtschaftliche Tendenz hat zur Folge, dass Deutsche viel intensiver mit der Andersartigkeit der chinesischen Kultur in Berührung kommen. Kaum jemand würde in Frage stellen, dass die chinesische und die deutsche Kultur sehr verschieden sind.
Jedoch nicht nur Deutsche gehen nach China. Jährlich verlassen aufgrund eines
Auslandsstudiums zahlreiche Chinesen ihr Heimatland. 1 Das Auslandsstudium gewann in den letzten Jahren an Attraktivität und besitzt in der chinesischen Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Durch einen akademischen Abschluss im Ausland werden die beruflichen Chancen deutlich erhöht und damit auch ein höherer Lebensstandard in der chinesischen Heimat.
Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über ein sehr hohes Entwicklungsniveau in der Technologie und Wissenschaft. ‚Made in Germany’ gilt immer noch als Garant für hervorragende und erstklassige Qualität. So studierten im Wintersemester 2010/2011 etwa 25.000 Chinesen in Deutschland, das seit einigen Jahren eines der bevorzugten Zielländer für das Auslandsstudium geworden ist (Wissenschaft weltoffen 2010).
1.1 Zielsetzung
In Hinblick auf die weltweite Globalisierung steigt überall die Tendenz zur multikulturellen Gesellschaft. Somit wird für das interkulturelle Lernen und die in dem Prozess zu erwerbenden Fähigkeiten ein besonderer Stellenwert anerkannt. Interkulturelles Lernen ist auf die Entwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen ausgerichtet, die auf Anerkennung und Wertschätzung anderer Kulturen anstreben. Durch die
1 Im Verlauf der Magisterarbeit wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und besseren Lesbarkeit auf das
Femininum verzichtet und nur das Maskulinum verwendet.
2
Wahrnehmung kulturspezifischer Zusammenhänge wird ein korrekter Umgang mit interkulturell geprägten Situationen gewährleistet.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit interkulturellen Lernprozessen im Bereich der Lehr- und Lerngestaltung, deren chinesische Studierende in Deutschland ausgesetzt sind. Viele von ihnen haben mit erheblichen Anpassungs- und Studienproblemen zu kämpfen und sind nur wenig in das deutsche Hochschulleben integriert.
Das Studium in einer fremden Kultur ist bezüglich seiner spezifischen Anforderungen und soziokulturellen Komplexität viel differenzierter als eine rein eigenkulturelle Hochschulausbildung oder Weiterbildung und stellt eine Reihe von Herausforderungen dar. Die chinesischen Studierenden werden einerseits aufgrund der unterschiedlichen Normen, Werte und Erziehungsidealen mit einer fremden kulturellen Umgebung konfrontiert. Andererseits ist ihnen das Bildungssystem in Deutschland völlig fremd und dessen Struktur des Lernens und Studierens stellt ungewöhnliche Ansprüche an sie. Teilweise stehen sie im Widerspruch zu ihren eigenen Bildungsidealen aus China, was den Studienaufenthalt erheblich erschwert. Demzufolge bringen die chinesischen Studierenden gewisse Erwartungen an das Studium mit. Sie beinhalten nicht nur ein anderes Studien- und Lernverhalten, sondern auch völlig neue Einstellungen gegenüber den Dozenten (Günthner 1988: 137ff). Hinzu kommen die üblichen sprachlichen und fachlichen Anforderungen und spezifische Probleme zu Fragen des Arbeits- und Aufenthaltsrechtes, mit denen alle ausländischen Studierenden im Studium konfrontiert werden.
Es besteht noch ein weiteres gravierendes Problem. In den letzten Jahren haben über 50 Prozent der chinesischen Studierenden ihr Studium in Deutschland erfolglos abgebrochen (Horstkotte 2009). Die Suche nach einer Antwort ist sehr vielschichtig. Es ist dennoch anzunehmen, dass die kulturellen Differenzen zwischen China und Deutschland, insbesondere hinsichtlich des Hochschulstudiums, dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben mussten. Die vorliegende Magisterarbeit geht von diesen kulturellen Besonderheiten im Hochschulstudium zwischen China und Deutschland aus und untersucht mittels einer empirischen Studie an der Technischen Universität Dresden die Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden. Gegenstand sind Probleme, die in der selbstständigen Organisation des Studiums und in der kulturell geprägten Lerntechniken und Verhaltensweisen ihren Ursprung nehmen. Es werden folgende Gebiete untersucht:
3
selbstständige Studienorganisation, mündliche Kommunikation, Umgang mit Kritik, Prüfungsvorbereitung, wissenschaftliches Schreiben und das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten. Die Wahl der Bereiche erfolgt nicht zufällig. Ein entscheidender Faktor ist die verhältnismäßig große Distanz der Unterschiede zur chinesischen akademischen Kultur und die hohe Relevanz der zu untersuchenden Disziplinen im Hochschulalltag in Deutschland.
Mit dem primären Ziel, die Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden in Deutschland darzustellen, wird zugleich ein interkulturelles Orientierungswissen hinsichtlich der chinesischen Lehr- und Lernkultur zur Verfügung gestellt. Heutzutage wird das Studium multikulturelle ausgerichtet. In dessen Anbetracht werden nicht nur die Hochschullehrer, sondern auch die Mitstudierenden dazu aufgefordert, kulturadäquat mit den ausländischen, in diesem Fall mit chinesischen, Studierenden zu interagieren. Ein Mangel an kultureller Sensibilität kann zu Spannungen oder auch Konflikten führen. Hinzufügen ist, dass ebenso die Minimalisierung der Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden von der Qualität der Interaktion mit den deutschen Gastgebern liegt. Daraus ist abzuleiten, dass das Orientierungswissen zur besseren Gestaltung der interkulturellen Lehr- und Lernpraxis benötigt wird. Die vorliegende Arbeit liefert es bezüglich der chinesischen Lehr- und Lernkultur.
Die allgemeinen Studienprobleme, wie finanzielle oder psychische Probleme, gehören nicht zum Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Die Lektüre ausgewählter Fachliteratur zeigt, dass das Thema in der in der interkulturellen Bildungsforschung bereits aufgegriffen und ausführlich untersucht wurde (siehe dazu Guan, Huiping 2007, Yu, Xuemei 2008, Meng, Hong 2003 u.v.m).
1.2 Aufbau
Für eine anschauliche Gesamtdarstellung und zum besseren Verständnis der Thematik ist diese Arbeit in einen theoretischen und empirischen Teil gegliedert. In der Einleitung werden zuerst die Problemstellung, die Zielstellung sowie die methodische Vorgehensweise der Magisterarbeit näher erläutert. Hier wird gleichzeitig der aktuelle Forschungsstand des Themas auf Basis ausgewählter Fachliteratur gezeigt.
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Daran knüpft das zweite Kapitel an, in dem allgemein zum Einstieg in die Problematik über das Phänomen Kultur und seine Bedeutung für das Handeln der Menschen diskutiert wird. Eine wichtige Rolle in diesem Abschnitt nimmt auch das Modell der kulturellen Unterschiede im Lehren und Lernen nach Hofstede ein, das in dem Kapitel in Hinblick auf die deutsche und chinesische Lehr- und Lernkultur einer kritischen Betrachtung unterzogen wird. Im Kapitel 3 werden die theoretischen Grundlagen für die eigene empirische Untersuchung gelegt. Die spezifischen Lehr- und Lernbesonderheiten, geprägt durch die konfuzianische Lehre und ihre ethischen Grundprinzipien, müssen zunächst bekannt werden, um über die Studien- und Lernproblem der chinesischen Studierenden in Deutschland diskutieren zu können. In diesem Kapitel steht die Charakteristika der chinesischen Lerner und Lehrer im Vordergrund. Von weiterer Bedeutung sind die Eigenarten des chinesischen Bildungssystems, die hier auch einer näheren Erklärung bedürfen.
Das Kapitel 4 der Magisterarbeit schafft ein Basisverständnis über den Inhalt kultureller Unterschiede zwischen dem chinesischen und deutschen Hochschulsystem. Dieses Kapitel gliedert sich in sechs Bereiche: Studienorganisation, mündliche Kommunikation, Umgang mit Kritik, Prüfungsvorbereitung, wissenschaftliches Schreiben und das soziale Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten. In jedem Bereich werden mir Hilfe von ausgewählter Literatur die Differenzen zwischen der deutschen und chinesischen Lehr- und Lernkultur dargestellt. Diese Bereiche werden in der nachfolgenden Untersuchung intensiv beleuchtet. Der empirische Teil beginnt mit dem Kapitel 5, in dem die ausgewählten Erhebungs- und Auswertungsmethoden hinsichtlich der empirischen Untersuchung im Mittelpunkt stehen. Dabei wird die Auswahl des qualitativen Forschungsansatzes sowie der Forschungsmethoden mit Hilfe von ausgewählter Literatur näher erläutert.
Im nächsten Kapitel erfolgt die Schilderung der Vorgehensweise bei der Erhebung von Daten für die nachfolgende Untersuchung. Hier wird u. a. die Auswahl der Befragten für die Interviews begründet und ein Vorverständnis bezüglich der Kommunikation mit Chinesen geschaffen.
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In den nachfolgenden Kapiteln von 7 bis 11 werden mittels Einzelfallanalysen die Ergebnisse der fünf durchgeführten Interviews ausführlich dargestellt. Es werden auffällige und aussagekräftige Textstellen zu jedem untersuchten Bereich diskutiert. Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse, bei der die Erkenntnisse aus den Fallstudien zusammenfließen und ein Bild der Studien- und Lernprobleme von den Probanden an der TU Dresden aufgezeigt wird.
1.3 Methodisches Vorgehen
Die vorliegende Arbeit ist als eine qualitativ orientierte explorative Fallstudie konzipiert. Dies ermöglicht dem Verfasser, ein möglichst breites Spektrum von Studien- und Lernproblemen der chinesischen Studierenden an der Technischen Universität Dresden zu erfassen. Unter den verschiedenen zur Verfügung stehenden empirischen Methoden wird die Befragung in Form eines leitfadengestützten problemzentrierten Interviews ausgewählt. Dieses Vorgehen bietet dem Forscher Voraussetzungen, um Gesprächsituationen mit Menschen zu schaffen, deren kommunikatives Verhalten eher als zurückhaltend und wortkarg erwartet wird, wie die meisten chinesischen Studierenden beschrieben werden.
Probanden für die Einzelfallstudien sind fünf chinesische Studierende der Technischen Universität Dresden, die zum Sommersemester 2011 unterschiedliche Fachrichtungen und Fachsemester studieren. Die Interviews wurden einzeln in deutscher Sprache geführt und mit Einverständnis der Befragten mittels Diktiergerät aufgenommen und anschließend vollständig transkribiert. Die Anonymität wurde selbstverständlich zugesichert. Die während der Interviews gewonnenen Informationen werden mittels der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Aussagen jedes Probanden ausführlich zu analysieren.
1.4 Forschungsergebnisse zu Studien- und Lernprobleme der chinesischen
Studierenden in Deutschland
In der Fachliteratur finden sich allgemein zur Situation chinesischer Studierender in Deutschland einige Untersuchungen. Es werden die Gründe und Voraussetzungen für das
6
Studium in Deutschland und die allgemeine Situation der chinesischen Studierenden an deutschen Universitäten untersucht. Der Fokus liegt bei den sprachlichen-, finanziellen- und physischen Problemen (Sun, Jin 2010; Guan, Huiping 2007; Yu, Xuemei 2008; Meng, Hong 2003, u.v.m).
Beim näheren Betrachten der Fachliteratur wird festgestellt, dass explizit das Thema der Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden in Deutschland in der wissenschaftlichen Debatte weitgehend unerforscht bleibt. Es gibt nur wenige Fachpublikationen, die sich auf den erwähnten Bereich beziehen.
Die Untersuchung von Tjioe (1972) unter den chinesischen Studentinnen in Deutschland zeigt einige Befunde, die immer noch aktuell sind. Es wird hier die Passivität und zurückhaltendes Verhalten in den Lehrveranstaltungen verdeutlicht, die auf mangelnde Sprach- und Fachkenntnisse zurückgeführt werden. Das Sprachproblem wird in der Untersuchung stärker hervorgehoben. Weiterhin werden die andere Lerntradition und Lebensgewohnheiten in Deutschland sowie die soziale Isolierung als eine zusätzliche Belastung beim Lernen empfunden (Tjioe 1972: 56-99).
Günthner (1988) thematisiert in ihrem Aufsatz die institutionellen Unterschiede zwischen dem chinesischen und deutschen Hochschulsystem und macht sie für die Studienprobleme chinesischer Studierender in Deutschland verantwortlich. Die selbstständige Studienorganisation ist ihrer Meinung nach die Hauptursache für den Studienabbruch der chinesischen Studierenden, denn sie bereitet ihnen gleich am Anfang viele Probleme. Beruht der Aufsatz von Günthner auf ihren langjährigen Erfahrungen als Deutschlektorin. Somit greift sie auch die Problematik der interkulturellen Unterrichtssituation auf und beschäftigt sich einerseits mit kulturgeprägten Vorstellungen und andererseits mit Erwartungen chinesischer Studierender und deutscher Hochschuldozenten. Somit wird festgestellt, dass die chinesischen Lehr- und Lernmethoden stark auf Nachahmung und Wiederholung basieren und zusätzlich mit harter Anstrengung und Fleiß verbunden sind. Somit unterscheiden sie sich von den deutschen Lehr- und Lernmethoden. Hier spielen Kreativität, selbstständiges Arbeiten und Individualität sehr wichtige Rolle. Diese Werte werden gefordert und gefördert werden (ebd. 152ff).
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Die Dissertationsarbeit von Sun (2008) beschäftigt sich mit interkulturellen Differenzen im Hochschulstudium zwischen China und Deutschland am Beispiel der Universität Bremen. Untersucht werden u. a. Bereiche wie institutionelle Rahmenbedingungen der Universität, Studienorganisation, Prüfungen und Klausuren, wissenschaftliches Schreiben oder Unterrichtsaktionen. Dieser Aufsatz liefert einige Anregungen für das Kapitel 4 der vorliegenden Arbeit. Sun stellt den Umfang der Differenzen fest, jedoch nicht ob diese zu Studien- und Lernproblemen führen können.
Yu (2008) beschäftigt sich mit der Auswertung einer empirischen Studie, die im Internet durchgeführt wurde und alle chinesischen Studierenden in Deutschland als Zielgruppe betrachtet. Obwohl die Studie ihr Fokus auf Handlungskompetenzen legt, lassen sich hier einige Studienprobleme ableiten. In Vordergrund treten dabei organisatorische Schwierigkeiten, die mit den Unterschieden zwischen den beiden Studiensystemen zu begründen sind. Überdies weist Yu darauf hin, dass zusätzlich Sprach- und Kontaktprobleme die größten Barrieren beim Lernen und Studieren der chinesischen Studenten in Deutschland sind (Yu 2008: 177-199).
Nach Auswertung der Fachliteratur ist festzustellen, dass kein klares Bild über die Studien- und Lernprobleme der chinesischen Studierenden in Deutschland zu erkennen ist.
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2. KULTUR UND INTERKULTURELLES LERNEN
In diesem Kapitel sollen die theoretischen Annahmen, auf denen die vorliegende Untersuchung beruht, näher erläutert werden. Zunächst wird kurz darauf eingegangen, was unter Kultur zu verstehen ist und wie sie das menschliche Handeln generiert. Im Anschluss daran werden die kulturellen Unterschiede im Lehren und Lernen nach Hofstede zwischen China und Deutschland definiert.
2.1 Das Phänomen Kultur und seine Bedeutung für das Handeln
der Menschen
In der vorliegenden Arbeit nimmt der Begriff ‚Kultur’ eine besondere Rolle ein. Zu diesem Thema finden sich in der Literatur vielfältige Ansätze, diesen Begriff zu definieren. Ebenso existieren zahlreiche Auffassungen darüber, wie schwierig die Definitionsversuche sind und dass sie stets andere Endergebnisse zeigen.
Die Schwierigkeit, eine für alle geltende Kulturdefinition zu finden, korrespondiert mit bereits zahlreichen existierenden Definitionen (Sun 2010: 12). Kultur wird angesehen als ein kognitives Orientierungssystem und Praxis zugleich. Sie wird als Bedeutungsgewebe (Geertz 1987), als Sinnhorizont (Soeffner 2003), als Teil eines kollektiven Gedächtnisses (Assman 1997) oder als mentale Programmierung des Geistes (Hofstede 1986) verstanden. Die vorliegende Arbeit orientiert sich am Kulturbegriff von Hartmut Esser (2001, 2004). Seine Kulturdefinition gibt Antworten auf wichtige Fragestellungen, die sich bei der Beschäftigung mit dem Phänomen aufzeigen und liefert gleichzeitig eine theoretische Grundlage für die nachfolgende Untersuchung.
Seine Auslegung von Kultur wird erläutert als Summe „der erlernten oder sonst wie angeeigneten, über Nachahmung und Unterweisung tradierten, strukturierten und regelmäßigen, sozial verbreiteten und geteilten Gewohnheiten, Lebensweisen, Regeln, Rituale, Symbolisierungen, Wert- und Wissensbestände der Akteure eines Kollektivs, einschließlich der Arten des Denkens, Empfindens und Handelns“ (Esser 2004: 250).
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Im Speziellen besteht Kultur nach Esser „aus einem Zusammenhang von Zeichen und (…) ausgelösten mentalen Modellen, in denen kognitive Vorstellungen, affektive Besetzungen und Handlungsbereitschaften zusammengeschlossen sind und die als ‚Bezugsrahmen’ für die Orientierung in der Situation wirken (…)“ (ebd. 250).
Diese Feststellung ist sehr nützlich für Verständnis der funktionalen Bedeutung der Kultur für das Handeln der chinesischen Studenten in Deutschland. Denn das Handeln der Menschen in einer bestimmten Kultur ist mit einer ‚Definition der Situation’ verbunden. Ihr zentraler Bestandteil ist die Orientierung der Zugehörigen einer Kultur an gewissen kollektiv geteilten gedanklichen Modellen des richtigen Denkens, Fühlens und Handelns, die jeder Situation den typischen Sinn geben. Um das Handeln zu verstehen, muss der dahinter stehender Sinn erkannt werden, der mit diesem verbunden wird (Esser 2001:1ff).
Wie bereit erwähnt, versteht Esser unter dem Begriff Kultur die Gesamtheit aller in einer Gesellschaft bestehenden und sozial geteilten Bezugsrahmen und der darauf bezogenen Symbole. Somit hat die Kultur eine funktionale Bedeutung, indem sie über die Definition der Situation das Handeln der Menschen generiert. Infolgedessen werden für typische Situationen die im Gedächtnis der Menschen gespeicherten mentalen Modelle des richtigen Denkens, Fühlens und Handelns aktiviert. Diese sind „mit gewissen typischen objektiven und erkennbaren Merkmalen von Situationen“ assoziierbar (ebd. 1). Sie werden nur beim Auftreten der typischen Zeichen und Symbolen aktiviert (Esser 2004: 261). Aus der Darstellung des Begriffes Kultur und seiner Bedeutung für das Handeln der Menschen lassen sich einige Schlussfolgerungen ziehen, die für das Verständnis der vorliegenden Arbeit wichtig sind. Chinesische Studierende, die zwecks Auslandsstudiums nach Deutschland kommen, sind in der chinesischen Kultur aufgewachsen. Es wurden ihnen die in dieser Kultur verbreiteten Lebensweisen, Normen und Werte vermittelt. Dadurch haben sie unbewusst die typischen Formen des Wahrnehmens, Denkens und Handelns aufgenommen und verinnerlicht. Somit erfolgt das Handeln in ihrer Kultur nach den eingelebten Routinen automatisch und wird als etwas Selbstverständliches und Natürliches empfunden.
Mit der Aufnahme des Studiums in Deutschland werden die chinesischen Studierenden mit einer ihnen fremden Kultur konfrontiert. Sie orientieren sich an das eigenkulturelle System, das ihnen als Maßstab gilt. Jedoch im Laufe der Zeit stellen sie fest, dass ihre „kollektive Programmierung des Geistes“ (Hofstede) auf Unverständnis stößt. Somit müssen sie sich mit
10
anderen Regeln, Ritualen, Symbolisierungen, Normen und Werten sowie Formen des Wahrnehmens, Denkens und Handelns auseinandersetzen.
Denn die unbewusste Ausführung der gespeicherten mentalen Modelle des richtigen Denkens, Fühlens und Handelns stößt auf Missverständnisse. Daraus resultieren wesentliche Probleme, mit denen sie an deutschen Hochschulen zu kämpfen haben. Ihre Lerntechniken undstrategien aus der Heimat erweisen sich in Deutschland als nicht wirkungsvoll und müssen auf das deutsche Bildungssystem angepasst werden. Hier werden zudem kritisches Denken, Kreativität und Selbstständigkeit verlangt. Diese Begriffe sind ihnen weitgehend fremd und stehen teilweise im Widerspruch mit ihren Erziehungsidealen aus der eigenen Kultur.
2.2 Modell der kulturellen Unterschiede im Lehren und Lernen nach
Hofstede
Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt wurde, zeichnen sich die beiden Kulturen nicht nur durch allgemeine Besonderheiten aus, sondern auch durch bestimmte Unterschiede in der Lehr- und Lerngestaltung, die sich von der Grundschul- bis zur Hochschulausbildung manifestieren. 2 Es reicht jedoch nicht aus, die Unterschiede zu benennen. Hier muss dargestellt werden, wie sie sich beim Lernen und Lehren zum Vorschein kommen und worauf sie zurückzuführen sind.
Hofstede hat das 4-Dimensionen Modell der kulturellen Differenzen 3 auf die Gestaltung der interkulturellen Lehr- und Lernpraxis übertragen. Somit können die Unterschiede im Lehren und Lernen entlang den 4 Kulturdimensionen dargestellt werden (1986). Damit ist es möglich, die Differenzen zwischen der deutschen und chinesischen Lehr- und Lernkultur, die zur Studien- und Lernproblemen der chinesischen Studierenden in Deutschland führen, zu analysieren und zu erklären. Die Dimensionen Machtdistanz, Individualismus vs. Kollektivismus und Unsicherheitsvermeidung beeinflussen den akademischen Stil der beiden Kulturkreise und werden im Folgendem näher betrachtet.
2 Im weiteren Verlauf des Kapitels 2 und 3 werden im Allgemeinen Begriffe wie Lehrer und Lernende
verwendet. Ihre Charakteristika betreffen dennoch alle Stufen der Ausbildung: von der Grundsschul- bis zur
Hochschulausbildung.
3 Geert Hofstede hat Anfang der 1980er Jahre eine groß angelegte Untersuchung unter den Mitarbeitern der
Firma IBM in über 40 Ländern durchgeführt. Hauptbestandteil der Untersuchung waren arbeitsbezogene
Wertvorstellungen. Die Ergebnisse der Studie sind vier Dimensionen von nationalen Kulturen, die von ihm zur
Beschreibung und Analyse von kulturellen Differenzen zwischen verschiedenen Ländern herangezogen werden.
Es gehören hier: Machtdistanz (von gering bis groß), Kollektivismus vs. Individualismus, Femininität vs.
Maskulinität und Unsicherheitsvermeidung (von schwach bis stark). Später wurde noch die konfuzianische
Dynamik hinzugefügt (Hofstede 2001: 17).
11
Jedoch ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die kulturellen Differenzen im Lehren und Lernen nicht im Ganzen auf die Ergebnisse der umfangreichen empirischen Erhebung zum Kulturenvergleich von Hofstede zurückzuführen sind, wie es häufig angenommen wird. Sie beruhen zum größten Teil auf seinen persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen (ebd. 306).
Im Folgenden werden die wesentlichen Auswirkungen dieser drei Kulturdimensionen auf die Gestaltung der Lehr- und Lernsituation in China und Deutschland dargestellt.
2.2.1 Machtdistanz
Zur Unterscheidung der beiden Kulturen wird Machtdistanz als erste Dimension aufgeführt. Dieser Begriff bedeutet „das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist)“ (Hofstede 2009: 59). Hofstede beschreibt Deutschland als ein Land mit vergleichsweise geringer Machtdistanz und nennt die erreichte Gleichberechtigung besonders zwischen Lehrern und Schülern als hohes Gut. Lehrer übernehmen hier die Rolle von ansprechbaren Lerngestaltern, bei denen die Schüler aktiv in die Unterrichtsgestaltung einbezogen werden. Dabei soll das Hinterfragen des Lernstoffes und die eigene Meinungsäußerung gefördert werden.
Demgegenüber steht die chinesische Lernkultur, die sich durch große Machtdistanz auszeichnet. Hier geht jegliche Initiative vom Lehrenden aus, der als distanzierte Autoritätsperson im Frontalunterricht subjektives Wissen vermittelt und mit entsprechendem Respekt zu behandeln ist. Jegliche Kritik- oder Widerspruchversuche dem Lehrer gegenüber sind unerwünscht. Sie zerstören nicht nur die Harmonie, sondern können für den Schüler einen Gesichtsverlust bedenken (ebd. 68-72).
2.2.2 Individualismus vs. Kollektivismus
Individualismus vs. Kollektivismus gelten als die einander entgegen gesetzten Pole der zweiten Dimension der Kulturen. Es beschreibt, inwieweit sich der Mensch als Individuum bzw. als Teil einer Gemeinschaft begreift. Im Hinblick auf die Gestaltung der Lehr- und Lernsituation ergeben sich zwischen individualistischen und kollektivistischen Kulturen einige Besonderheiten bezüglich des Lernzweckes.
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In individualistisch orientierten Lernkulturen, wie beispielsweise in Deutschland, wird von Notwendigkeit des lebenslangen und selbstgesteuerten Lernens ausgegangen, um mit unbekannten und unerwarteten Situationen umgehen zu können. Somit gilt die eigenständige Beteiligung am Unterricht als zentrales Merkmal des Lernprozesses, der zum Erwerben von verschiedenen Kompetenzen führt und der Steigerung des eigenen wirtschaftlichen Wertes dient (ebd. 132).
Dagegen liegt der Lernzweck in China, in einer kollektivistisch ausgerichteten Kultur, eher im Beherrschen von vorgegebenen Daten und Fakten. Bildung ist der Weg, um Ansehen, Reputation und Stolz in der sozialen Gruppe zu gewinnen. Der Erwerb von Diplomen und Zeugnissen ist wichtiger als die Erweiterung eigener Kompetenzen (ebd. 130-133). An dieser Stelle muss noch einen Aspekt berücksichtigt werden. In kollektiv ausgerichteten Kulturen wird der Maßstab für den (Studien)Erfolg nicht allein durch das Individuum selbst bestimmt, sondern vor allem durch seine Eltern und die soziale Gruppe. Somit trägt der akademische Erfolg zur Erweiterung des sozialen Images aller Beteiligten bei. Umgekehrt würde ein Misserfolg nicht nur einen Gesichtsverlust für das betroffene Individuum, sondern auch für seine soziale Gruppe bedeuten (Sun 2010: 46).
2.2.4 Unsicherheitsvermeidung
Als dritte wichtige Kategorie drückt die Unsicherheitsvermeidung eine Erwartung aus, bei der Unbekanntes und Unerwartetes in allen Lebensbereichen möglichst vermieden oder ausgeschlossen werden soll.
Die chinesische Lern- und Lehrkultur ist durch hohe Unsicherheitsvermeidung geprägt. Der Unterricht ist durch klare Strukturen und definierte Regeln für den Umgang zwischen Lehrern und Schülern gekennzeichnet. Infolgedessen bleibt wenig Raum für spontane Handlungen und Diskussionen. Somit bleibt die Unterrichtsplanung klar strukturiert und die Harmonie wird nicht zerstört (Hofstede 2009: 248). Auf diesem Wege kann das Unbekannte vermieden werden.
In Deutschland wird eine geringe Unsicherheitsvermeidung praktiziert. Dadurch können Schüler und Lehrer flexibel mit unvorhergesehenen Situationen umgehen und improvisieren. Die Autorität des Lehrkörpers wird dadurch weder eingeschränkt oder infrage gestellt (ebd. 247ff).
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2.2.5 Zusammenfassung im Hinblick auf eigene Untersuchung
Die wichtigste Schlussfolgerung für die vorliegende Magisterarbeit ist die bewusste Darstellung der Unterschiede im Lehren und Lernen zwischen den beiden Kulturen. Es wird damit deutlich gemacht, in welcher Form sich kulturelle Auswirkungen nicht nur in der Gestaltung der Lehr- und Lernpraxis, sondern auch im Denken oder der Interaktion von Lehrenden und Lernenden zwischen den deutschen und chinesichen Kulturen manifestieren. So lässt sich das Verhalten aller Beteiligten besser wahrnehmen und interpretieren. Demzufolge kann eine Sensibilisierung bezüglich dieser Besonderheiten bei interkulturellen Situationen mehr Verständnis und Respekt gegenüber der anderen Kultur bei den Beteiligten hervorrufen. Von daher kann ein deutscher Lehrer mit geringer Machtdistanz die niedrige Beteiligung der chinesischen Lernenden in Lehrveranstaltungen nicht als Desinteresse empfinden, sondern als Respekt gegenüber dem Lehrer. Somit sind die Verhaltensweisen chinesischer Studierender in der Lehrgestaltung besser nachvollziehbar. Dadurch kann der Lehrende sowohl seine Erwartungen an das Verhalten der Schüler, als auch seine Bewertungsschemata an die Lernergruppe anpassen.
Umgekehrt ist die Kenntnis der Unterschiede auch von Vorteil für die chinesischen Lernenden. Denn auf diese Weise könnten sie gezielter auf Erwartungen sowohl deutscher Lehrenden, als auch Mitstudierenden hinsichtlich Mitarbeit und Unterrichtsgestaltung reagieren und antworten.
Damit lassen sich mögliche Konflikte, die aus kulturspezifischen Besonderheiten der Lehr-und Lernsituationen resultieren, besser zu vermeiden. Eine Vorraussetzung dafür ist die bewusste Wahrnehmung eigener kulturellen Identität beider Beteiligten.
Arbeit zitieren:
Jagoda Urbanek, 2011, Chinesische Studierende an der TU Dresden – eine Untersuchung zum interkulturellen Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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