Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis iii
Abk ürzungsverzeichnis iv
Abstract v
1. Einführung 1
2. Chinas Position in der Klimapolitik 2
2.1 Die Weltklimakonferenzen und China 2
2.2 Die aktuelle Außenwirtschafts-, -energie- und -klimapolitik der Volksrepublik China 4
2.3 Politische Programme und Regelungen zum Klimawandel und zu erneuerbaren Ener-
gien 5
2.4 Institutionen und Mechanismen der chinesischen Klimaschutzpolitik 7
2.5 Die Umsetzung der chinesischen Klimapolitik 7
3. Chinas wirtschaftliche Entwicklung seit 1949 8
4. Chinas „Hunger nach Energie“
9
4.1 Ursachen für den gestiegenen und steigenden Energiebedarf und -verbrauch 10
4.2 Der Energie-Mix Chinas 11
4.2.1 Fossile Energieträger 12
4.2.2 Kernenergie 12
4.2.3 Erneuerbare Energien 12
4.2.3.1 Energie aus Biomasse 14
4.2.3.2 Wasserkraft 14
4.2.3.3 Windenergie 15
4.2.3.4 Solarenergie 15
4.2.3.5 Sonstige Erneuerbare Energien 15
5. Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
Internetquellen 19
ii
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: CO2-Ausstoß der Welt, USA, Chinas und Deutschlands von 1971 - 2025
Abbildung 2: Die Entwicklung des BIP in China seit 1999 (Veränderung in , real)
Abbildung 3: Energieproduktion und -nachfrage in der VR China von 1980 - 2008
Abbildung 4: Der Energiemix Chinas 2006
Abbildung 5: Der Energiemix der Bundesrepublik Deutschland 2006
Abbildung 6: Investitionen Chinas in erneuerbare Energien von 2005 - 2010
Abbildung 7: Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Energieversorgung in China,
Deutschland und den USA von 1985 - 2007
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Entwicklungsziele für erneuerbare Energien in China bis 2010 und 2020
Tabelle 2: Beim CDM Executive Board registrierte Projekte in der VR China 2010
Tabelle 3: Primärenergiebedarf Chinas, der EU und der Welt von 1965 - 2009 in Mtöe
iii
Abkürzungsverzeichnis APEC - Asia-Pacific Economic Cooperation CDMF - Clean Development Mechanism Fonds CNCCP - China´s National Climate Change Programme CO2e - CO2 Emissionen EEG - Erneuerbare Energien-Gesetz EPB - Environmental Protection Bureaus GONGO - Government-Organized Non-Governmental Organisation GW - Gigawatt IEA - International Energy Agency IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change KPCh - Kommunistische Partei Chinas
KWES 2010 - Key World Energy Statistics 2010, International Energy Agency, 9, rue de la Fédération 75739 Paris Cedex 15 Mtce - Maintenance Mtöe - Millionen Tonnen Öläquivalent MW - Megawatt NGO - Non-Governmental Organisation
OECD - Organisation for Economic Co-Operation and Development OECD/IEA 2010 - World Energy Outlook 2010, International Energy Agency, 9, rue de la Fédération 75739 Paris Cedex 15 p. a. - per anno PJ - Petajoule
RELPRCh - The Renewable Energy Law of the People´s Republic of China SEPA - State Environmental Protection Administration tSKE - Tonnen Steinkohleeinheiten
UNFCCC - United Nations Framework Convention on Climate Change VRC - Volksrepublik China
iv
Abstract
In der vorliegenden Seminararbeit werden die möglichen Positionen, die China im Bereich erneuerbarer Energien einnimmt, untersucht und erläutert. China ist derzeit wahrscheinlich das Land mit den größten Treibhausgasemissionen der Welt, zeigt sich aber in den internationalen Klimaschutzverhandlungen sehr reserviert, wenn es um verbindliche CO2-Obergrenzen geht. Innenpolitisch hingegen steht der Klima- und Umweltschutz hoch im Kurs. So hat die chinesische Regierung - nach deutschem Vorbild - ein Erneuerbares Energiengesetz verabschiedet, das am 01.01.2006 in Kraft trat. Ein Blick auf den Energiemix 2006 zeigt, dass Chi- naseinen „Energiehunger“ vor allem mit Kohle (ca. 70 %) und Öl (20,3 %) stillt. Erneuerbare Energien spielen prozentual (Wasserkraft 6 %, sonstige erneuerbare Energien 0,2 %) eher eine untergeordnete Rolle. China verfolgt jedoch das ehrgeizige Ziel, bis 2020 seine Kapazitäten an Erneuerbaren zu versechsfachen (Biomasse, Windkraft, Solarenergie) bzw. in etwa zu verdoppeln (Wasserkraft). Mit dem „Dreischluchtenstaudamm“ wurde das größte Wasser- kraftwerkder Welt installiert, aber auch der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen zerstört, was auf ein gespanntes Verhältnis zur Klima- und Wirtschaftspolitik schließen lässt. Bei einer Analyse der Hintergründe für die moderne Energiepolitik Chinas fällt auf, dass strategischen Überlegungen ein beachtliches Gewicht zukommt, vor allem wenn man das enorme Wirtschaftswachstum der letzten Jahre, den wachsenden „Energie- und Technologiehunger“ und den immensen Entwicklungsbedarf berücksichtigt. Untersucht man aber die konkreten Maßnahmen, Projekte und Programme der chinesischen Regierung sowie die Aktivitäten der GONGOs und NGOs auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes und der erneuerbaren Energien, lässt sich der Eindruck gewinnen, dass China den Umwelt- und Klimaschutz ernst nimmt.
v
1. Einführung
„Die Nation, die bei der Entwicklung einer sauberen Energiewirtschaft führt, wird die Nation sein, die die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts führt“ (Barack Obama, US-Präsident, Juni 2009) (Reshöft 2009: 5).
Mit dieser Prognose wird die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Weltwirtschaft der Zukunft herausgestellt.
Dabei bestimmen bereits der bestehende Energiebedarf der entwickelten Länder sowie der stetig steigende Energiebedarf der Entwicklungsländer einerseits sowie die Begrenztheit fossiler Energieträger andererseits die Rolle und Bedeutung erneuerbarer bzw. regenerativer Energieträger. Darüber hinaus sollen erneuerbare Energien dazu beitragen, den Ausstoß schädlicher Treibhausgase zu verringern und damit einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und nicht zuletzt auch zu einer Diversifizierung der Energieversorgungssicherheit führen (vgl. OECD/IEA 2010: 275).
Als erneuerbare Energieträger kommen vor allem in Betracht: Wasserkraft, Deponiegas, Klärgas, Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windenergie, Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie) und Gezeitenenergie (vgl. §§ 23 - 33 EEG, Ströbele 2010: 191). Angesichts des seit dem 11.03.2011 bestehenden Nuklearunfall am Kernkraftwerk Fukushima in Japan und dem dadurch weltweit wachsenden Bewusstsein vor den Gefahren der Kernenergie, werden erneuerbare Energien in der internationalen Energiepolitik weiter an Bedeutung gewinnen. China hat auf den Vorfall zunächst relativ unbeeindruckt reagiert, scheint aber nun doch seine Ziele hinsichtlich des Anteils der Atomenergie zu relativieren. In China besteht aus geographischer und geologischer Sicht für alle erneuerbaren Energieträger ein großes Potential. Dieses Potential wird gegenwärtig auch vielfältig genutzt und die chinesische Regierung hat umfangreiche und weitreichende Planungen unternommen, um den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix weiter zu erhöhen. Fragt man jedoch nach den Ursachen für diese Entwicklung, bietet sich dem westlichen Beobachter ein widersprüchliches und gegensätzliches Bild:
Zum einen dürfte klar sein, dass durch einen weiteren unkontrollierten Verbrauch von fossilen Ressourcen im „Reich der Mitte“ die Umwelt, die Lebensbedingungen, das ökologische Gleichgewicht und die natürlichen Lebengrundlagen über kurz oder lang derart stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass die Auswirkungen nicht allein in einem Klimawandel spürbar sein werden. Von daher lassen viele politische Willenserklärungen und Maßnahmen der chinesischen Regierung, die auf eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes und eine Förderung von erneuerbaren Energien gerichtet sind, „klimapolitische Einsicht“ erkennen. Andererseits stellt sich der „große chinesische Drache“ als energiehungriges Monster dar, das nimmersatt alles zu verschlingen sucht, was seinen starken Wachstumsdrang zu befriedigen vermag. Unter diesem Gesichtspunkt wirken alle Bemühungen Chinas auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien als rein „strategisches Kalkül“.
In der nachfolgenden Seminararbeit wird auf der Suche nach Antworten auf die auf-geworfene Themafrage vor allem die aktuelle Umwelt-, Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik Chinas beleuchtet.
2. Chinas Position in der Klimaschutzpolitik
China ist derzeit wahrscheinlich das Land mit den größten Treibhausgasemissionen. Im Jahr 2008 betrugen die Treibhausgasemissionen 6,55 Milliarden Tonnen bei einem weltweiten CO2-Ausstoß von insgesamt 29,381 Milliarden Tonnen, was einem Anteil von 22,3 % entspricht (vgl. KWES 2010: 45). Nach dem World-Energy Outlook 2010 ist davon auszugehen, dass China die Vereinigten Staaten 2009 als den weltweit größten Energieverbraucher abgelöst hat (vgl. OECD/IEA 2010: 217).
- 2 -
Arbeit zitieren:
Barbara Zachariou, 2011, Erneuerbare Energien in China: Klimapolitische Einsicht oder strategisches Kalkül?, München, GRIN Verlag GmbH
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