Inhaltsangabe
1. Einleitung 1
2. Über die Freiheit im Naturzustand 2
2.1. Die Freiheit im Naturzustand bei Hobbes 2
2.2. Die Freiheit im Naturzustand bei Rousseau 3
3. Über die Freiheit nach der Staatsgründung 5
3.1. Die Freiheit nach der Staatsgründung bei Hobbes 5
3.2. Die Freiheit nach der Staatsgründung bei Rousseau 6
4. Fazit 8
Literaturverzeichnis 11
1. Einleitung
Wohl kaum etwas beflügelt seit Jahrtausenden die menschliche Vorstellungskraft so sehr wie der Begriff der „Freiheit“. Sicherlich war es nicht zuletzt ein Verlangen nach Freiheit - hier allerdings eher im physischen Sinne -, das auch Otto Lilienthal zum Bestreiten seines Jungfernfluges bewog. Wie er, wurden bereits vor ihm Menschen in sämtlichen Wissenschaftsgebieten von einem bestimmten Begriff der „Freiheit“ inspiriert.
So auch zwei der wohl bedeutendsten Staatstheoretiker des Abendlandes: Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau. Beide versuchten in ihren Werken, Hobbes in „Leviathan“ und Rousseau in seinem „Gesellschaftsvertrag“, einen Staat mit einem legitimierten Herrschaftssystem zu entwerfen, in dem der Frieden und die Freiheit der Bürger gesichert und gewährleistet werden. Sowohl bei Hobbes als auch bei Rousseau erfolgt der Akt der Staatsgründung aus einer selbständigen Handlung des Volkes heraus.
In der nun hier vorliegenden Arbeit werde ich, in Bezug auf diese beiden Werke, die Bedeutung des Begriffs der „Freiheit“ betrachten. Hierzu werde ich zwischen der Freiheit der Menschen im Naturzustand und der Freiheit der Menschen nach der Staatsgründung unterscheiden. In Anlehnung an den argumentativen Aufbau von Hobbes‘ „Leviathan“ und Rousseaus „Gesellschaftsvertrag“ soll diese Arbeit, wie bei den Arbeiten der beiden Autoren auch, mit der Betrachtung des Menschen bzw. dessen Freiheit im Naturzustand beginnen, um darauffolgend auf die Freiheit der Bürger nach der Staatsgründung einzugehen.
Der Versuch dieser Arbeit wird sein, folgende zwei Frage zu klären: „Welche Freiheit steht dem Menschen im Naturzustand beziehungsweise vor der Staatsgründung zu und wodurch wird diese beschränkt?“ und „Welche Freiheit besteht nach der Staatsgründung für die Bürger?“
Auf eine zeitliche Einordnung sowie auf eine Betrachtung des geschichtlichen Kontextes beider Autoren werde ich weitestgehend verzichten, da es zur eigentlichen Klärung diese beiden Fragen nichts Wesentliches beiträgt. 1
In Teil 2. werde ich zuerst auf die Bedeutung der Freiheit im Naturzustand bei Hobbes und Rousseau eingehen. Darauffolgend soll in Teil 3. die bürgerliche Freiheit bei beiden Autoren genauer erörtert werden. Vor allem in Teil 2. muss auch noch zusätzlich Rousseaus „Diskurs über die Ungleichheit“ mit berücksichtigt werden, da er hier im Gegensatz zum „Gesellschaftsvertrag“, noch etwas präziser auf seine Vorstellung des Naturzustandes und den Gedanken der bürgerlichen Freiheit eingeht. Schließlich werde ich in Teil 4. versuchen aufgrund der in Teil 2. und 3. erlangten Erkenntnisse die oben genannten Fragen zu beantworten.
2. Über die Freiheit im Naturzustand 2.1. DIE FREIHEIT IM NATURZUSTAND BEI HOBBES
Hobbes entwirft mit seinem Bild des Naturzustandes eine Welt des Schreckens und der Furcht. In dieser muss sich der Mensch ständig vor Übergriffen seiner Mitmenschen in Acht nehmen und ist somit gezwungen, um nicht möglicherweise Opfer eines solchen Übergriffs zu werden, permanent selbst zu Präventivschlägen auszuholen. Er befindet sich somit also in einem Zustand des permanenten Krieges mit jedem (vgl. Hobbes 2007: 113-115).
Nun mag man Hobbes jedoch zugutehalten, dass er jedem Menschen „[…] die Freiheit, nach welcher ein jeder zur Erhaltung seiner selbst seine Kräfte beliebig gebrauchen und folglich alles, was dazu etwas beizutragen scheint, tun kann.“ (Hobbes 2007: 118) zugesteht. Allerdings wird einem bei genauerer Betrachtung dieser Freiheit bewusst, dass diese im Grunde genommen nicht allzu viel wert ist. Dadurch, dass sie jedem Menschen zugestanden wird, und sich somit jeder selbst das Recht einräumt, seinen Nachbarn anzugreifen, um sich dadurch möglicherweise selbst zu schützen, beschränken die einzelnen Freiheiten der Menschen sich gegenseitig.
Nach Hobbes‘ Bild vom Naturzustand sind alle Menschen darin hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, was geistige oder körperliche Stärke anbelangt, gleich. Das Recht auf alles ist somit letzten Endes nicht nur eine Bedingung für das Überleben des Einzelnen, sondern erschwert dieses auch beträchtlich (vgl. Adam 1999: 31). So können aufgrund dieser Gegebenheiten die Menschen im Naturzustand auch kein tatsächliches Eigentum im herkömmlichen Sinn erwerben. Da hier das Recht des Stärkeren herrscht, müssen sie befürchten, dass ihnen ein einmal erworbenes Gut
2
Arbeit zitieren:
Simon Hörrle, 2009, Die Ausgestaltung der Freiheit bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte: Die Ausgestaltung der Freiheit bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte: neuer Titel erschienen: Die Ausgestaltung der Freiheit bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau
Jean Jacques Rousseau: Emile: His Educational Theories Selected from E...
Jean Jacques Rousseau, R. L. Archer, S. E. , Jr. Frost
Jean Jacques Rousseau Political Writings: Containing the Social Contra...
Jean Jacques Rousseau, Patrick Riley, Frederick Mundell Watkins
0 Kommentare