ii
Inhalt
Abstract 1
1 Einleitung 1
2 Seltene Erden - eine Bestandsaufnahme 2
2.1 Definition und Eigenschaften 2
2.2 Abbauverfahren 4
2.3 Vorkommen und Importabhängigkeit 5
3 Aufstieg Chinas zum Quasi-Monopolisten 9
4 Die Schattenseiten des Booms 12
5 Wie China seine Marktmacht zu nutzen versteht. 15
5.1 Chinas restriktive Exportpolitik 15
5.2 Der Griff zur absoluten Marktkontrolle 19
5.3 Seltene Erden als politökonomische Waffe 20
6 Lösungsansätze und Zukunftsstrategien 21
6.1 Rohstoffdiplomatie, Handelspolitik und Entwicklungshilfe 22
6.2 Erschließung neuer Rohstoffquellen 23
7 Fazit 26
Verzeichnis der Tabellen iii
Verzeichnis der Abbildungen iii
Verzeichnis der Abkürzungen iii
Literaturverzeichnis 28
iii
Verzeichnis der Tabellen
Tabelle 1: Weltweite Förderung von Seltenen Erden 2009 ....................................................... 7 Tabelle 2: Entwicklung der chinesischen Exportquoten .......................................................... 16
Verzeichnis der Abbildungen
Abbildung 1: Seltene Erden Reserven nach Ländern ................................................................. 6 Abbildung 2: Übersicht über Minenproduktionen sowie weitere Vorkommen ......................... 8 Abbildung 3: Dudley Chart - Nachfrage und Angebot an SEO in Tonnen pro Jahr ............... 14 Abbildung 4: Preisentwicklung von ausgewählten „billigen“ SEO ......................................... 17 Abbildung 5: Preisentwicklung von ausgewählten „teuren“ SEO ........................................... 17
Verzeichnis der Abkürzungen
1
Abstract
Wer heute über Schlüsseltechnologien in Wirtschaft und Militär verfügen will, der kommt an Seltenen Erden nicht vorbei. China ist es bei der Versorgung mit dem begehrten Rohstoff gelungen, eine Quasi-Monopolstellung zu erlangen. Die Industriestaaten sind heute hochgradig importanhängig von den Nachschublieferungen aus dem Reich der Mitte. Ein Umstand, den die Volksrepublik zunehmend für ihre politischen wie wirtschaftlichen Zwecke zu nutzen versteht, wodurch unsere westlichen Volkswirtschaften zusehends unter Druck geraten. Eine langfristige Strategie, mit der es gelang Ressourcenreichtum in wirtschaftliche Überlegenheit umzuwandeln, hat China zum weltführenden Hersteller und Verarbeiter von Seltenen Erden gemacht. Neben Investitionen in Bildung und Forschung sind es jedoch auch Lohndumping und Umweltverschmutzung, die Chinas Vorsprung sichern. Eine zunehmend restriktive Ex-portpolitik verschärft diese Probleme noch, zielt allerdings auch primär darauf ab, die chinesische Vormachtstellung in diesem Industriezweig auszubauen. Entsprechende Risiken bestehen für das rohstoffarme Europa, welches neben der Erkundung neuer Rohstoffquellen insbesondere Fortschritte bei der Ressourceneffizienz machen muss.
1 Einleitung
Kaum ein anderer Rohstoff hat in den letzten Jahrzehnten für die wirtschaftliche Entwicklung der Industriestaaten so an Bedeutung gewonnen wie Seltene Erden. Unser moderner Lebensstil wäre ohne sie ebenso wenig möglich wie Schlüsseltechnologien in Industrie, Energiegewinnung und Militär. Im auffälligen Kontrast zu der Bedeutung dieses wertvollen Bodenschatzes für die westlichen Industrieländer steht deren nahezu vollständige Abhängigkeit von Importen aus China. Welche weitreichende Folgen damit verknüpft sind, wurde Politik und Wirtschaft erst Ende des vergangenen Jahres schlagartig klar, als China seine Ausfuhrquoten für Seltene Erden drastisch kürzte und damit nicht nur in Deutschland, sondern bei Rohstoff-importeuren rund um den Globus die reale Angst vor einer Versorgungskrise weckte.
Nachfolgende Analyse geht der Frage nach, wie es dem Reich der Mitte, einem langjährigen Entwicklungsland, gelingen konnte, die polit-ökonomsichen Abhängigkeiten auf dem Gebiet der Seltenen Erden binnen drei Jahrzehnten vollständig ins Gegenteil zu verkehren. Dabei spannt die Arbeit einen Bogen von grundlegenden Informationen zu dem begehrten Rohstoff über eine detaillieret Betrachtung des chinesischen Aufstiegs in diesem Industriezweig bis hin zur Untersuchung der jüngsten chinesischen Handelspolitik. Außerdem sollen die Probleme beleuchtet werden, die sich sowohl für die Volksrepublik als auch für die westlichen Staaten aus der momentanen Situation heraus ergeben. Dass Europa in Zukunft bei der Sicherstellung
2
einer zuverlässigen Rohstoffversorgung - nicht nur, aber vor allem in Bezug auf Seltene Erden - zum Umdenken gezwungen ist und neue Wege beschreiten muss, zeigen schließlich die abschließend skizzierten Lösungsansätze.
2 Seltene Erden - eine Bestandsaufnahme
Wer sich mit Seltenen Erden genauer beschäftigt, der stößt früher oder später unweigerlich auf China und dessen dominierende Rolle auf dem internationalen Markt für diesen Rohstoff. Zunächst erscheint es allerdings angebracht einen genaueren Blick auf das zu werfen, was sich genau hinter dem sich doch seltsam anmutenden Namen „Seltene Erden“ verbirgt. Daher sollen nachfolgend erst Eigenschaften und Abbaumethoden des Rohstoffes vorgestellt werden, bevor ein Blick auf dessen globale Verteilung, die nationalen Produktionsvolumina und den daraus resultierenden Handelsströmen geworfen wird.
2.1 Definition und Eigenschaften
Unter den Begriff der Seltenen Erden subsumiert man insgesamt 17 Metalle. Ihrer einzigartigen atomaren Struktur Rechnung tragend, kommt ihnen im Periodensystem eine eigne Gruppe zu. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Scandium, Yttrium und Lanthan sowie die im Periodensystem auf das Lanthan folgenden 14 Elemente, auch als Lanthanoide bezeichnet. 1 Neben ihrer chemischen Kategorisierung lassen sich die Metalle allgemein in zwei unterschiedliche Gruppen einteilen. So wird zwischen leichten und schweren Seltenen Erden unterschieden, wobei erstere häufiger vorkommen, letztere aber für Hochtechnologien von größerer Bedeutung sind. 2 Entdeckt wurde der Rohstoff gegen Ende des 18. Jahrhunderts in seltenen Mineralien aus schwedischen Gruben. Einzelne Metallelemente konnten aus diesen Mineralien in Form ihrer Oxide isoliert werden, diese Sauerstoff-Verbindungen wurde damals als „Erden“ bezeichnet, was dem Rohstoff seinen irreführenden Namen verlieh. 3 Seltene Erden sind nämlich nicht nur keine Erden, sie sind geologisch betrachtet auch nicht selten. In geringen Konzentrationen lassen sie sich nahezu überall in der Erdkruste finden, wobei Metalle wie Yttrium, Neodym und Cer weitaus häufiger vorkommen als Blei. Selbst die seltensten stabilen Lanthanoide, Lutetium und Thulium sind verglichen zu Gold noch über 100-mal häufiger in der Erde aufzufinden. 4 Allerdings variieren Seltene Erden, die mit-einander vergesellschaftet sind und daher nur zusammen abgebaut werden können, stark in ihrer Konzentration. Am häufigsten vertreten sind sie in den Mineralien Bastnäsit und
1 Deutscher Bundestag (2010), S. 1, EC (2010a), Annex V, S. 160 sowie Garber (2009).
2 Hurst (2010), S. 3 sowie Öko-Institut (2011), S. 1.
3 Deutscher Bundestag (2010), S. 1 sowie Sandalow (2010), S. 2.
4 Deutscher Bundestag (2010), S. 1 sowie Hurst (2010), S. 3f.
3
Monazit, aber selbst hier ist die relative Häufigkeit der verschiedenen Metalle fundortsspezifisch und damit von Erzvorkommen zu Erzvorkommen unterschiedlich. Die Suche nach Lagerstätten, welche einen wirtschaftlich rentablen Abbau garantieren, gestaltet sich daher bereits aufgrund der natürlichen Gegebenheiten als schwierig, die aufwendigen und kostspieligen Veredelungsverfahren noch nicht mit inbegriffen. 5 Trotz dieser Widrigkeiten lohnt die Förderung, denn der Rohstoff ist heiß begehrt.
Ohne Seltene Erden wäre unser moderner Lebensstil nicht möglich. Im Alltag begegnen sie uns versteckt und schmal dosiert in vielen Konsumgütern wie Smartphones, Plasma- und LCD Bildschirmen, Computerfestplatten, Leuchtdioden oder Digitalkameras. 6 Ihre spezielle atomare Beschaffenheit verleiht ihnen bevorzugte Eigenschaften und macht sie für zahlreiche Hightech Anwendungen unverzichtbar. So bilden sie in Verbindung mit anderen Metallen starke und trotzdem leichtgewichtige Magnete, außerdem besitzen sie wertvolle optische Eigenheiten wie Fluoreszenz oder die Ausstrahlung von kohärentem Licht. 7 Industriell werden Seltenerdmetalle sowie deren Salze neben Lasermaterialien, Farbpigmenten und Glasfarbstoffen auch als Legierungssätze, in Poliermitteln, Kondensatoren oder Katalysatoren verwendet, wobei sich diese Aufzählung noch nahezu nach Belieben fortsetzen lässt. 8 Essenziell ist die Bedeutung der Seltenen Erden auch als strategische Ressource in der Waffenindustrie. Von Navigationssystemen für Kampfpanzer oder neuartigen Hybridantrieben in Marineschiffen über die Steuerungselektronik für Kampfjets, Drohnen und Satelliten bis hin zu Radar- und Raketenlenksystemen, Präzisionswaffen sowie reaktiver Panzerung - in nahezu jedem modernen Waffensystem scheinen diese Metalle verbaut zu sein. 9 Doch damit nicht genug, auch die Entwicklung von grünen Schlüssel- und Zukunftstechnologien hängt in entscheidendem Maße von der Verfügbarkeit dieses Rohstoffes ab. Ohne Lanthan keine Batterien für das Elektroauto, ohne Scandium und Yttrium keine Festoxid-Brennstoffzellen. Zur Herstellung von Windkraftgeneratoren wird Neodym benötigt und selbst Energiesparlampen kommen nicht ohne Europium, Terbium oder Gadolinium aus. 10 Insgesamt kann somit festgehalten werden, dass diese 17 Metalle moderne Technologien in den unterschiedlichsten Industriezweigen ermöglichen, die ohne sie überhaupt nicht oder nur
5 Hurst (2010), S. 4 sowie EC (2010a), Annex V, S. 160.
6 Deutscher Bundestag (2010) S. 1, Garber (2009), Hurst (2010), S. 1 sowie Öko-Institut (2011), S. 1.
7 Sandalow (2010), S. 2.
8 Deutscher Bundestag (2010), S. 1 sowie ausführlich EC (2010a), Annex V, S. 161f. Einen guten Überblick über die Haupteinsatzgebiete von Seltenen Erden findet sich außerdem bei Öko-Institut (2011), S. 5.
9 Anon. (2010a), Hsu (2010) sowie Hurst (2010), S. 1.
10 Deutscher Bundestag (2010), S. 1, Liebrich (2010a), S. 1, Mayer-Kuckuk (2010), Sandalow (2010), S. 3f. sowie Öko-Institut (2011), S. 5f., hier insbesondere auch zur Bedeutung der Seltenen Erden für eine umwelt- freundliche Energiewirtschaft.
4
mit geringerer Leistungsfähigkeit möglich wären. 11 Auf dem Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien kommen die Industrienationen an Seltenen Erden nicht vorbei. So stellt auch die Europäische Kommission (EU-Kommission) in einem eigens zur Rohstoffver- sorgungverabschiedeten Strategiepapier fest: „Ohne diese Metalle wird der EU [Europäische
Union] die Umstellung auf nachhaltige Produktion und umweltfreundliche Produkte nicht gelingen. Sie sind unerlässlich für innovative Umwelttechnologien zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung der Treibhausgasemissionen.“ 12
2.2 Abbauverfahren
Ironischerweise gestaltet sich die Gewinnung der Seltenen Erden alles andere als umweltverträglich. So sind entsprechende Verfahren um die Erdenmetalle zu extrahieren und zu Veredeln nicht nur kompliziert und kostenintensiv, sondern auch hoch giftig für die Umwelt. Zunächst werden dabei Eisenerze, in denen entsprechende Mineralien wie Bastnäsit enthalten sind, an geeigneten Stellen durch gewöhnliche Abbaumethoden aus dem Boden entnommen. In dieser Form enthält das Erz neben dem Seltenerdfluorcarbonat auch noch weitere unbrauchbare Mineralien, weshalb anschließend das Rohmaterial durch Zerkleinerungsprozesse zu einem feinen Sand bzw. Schlick zermalen wird. So gelingt es, die einzelnen Mineralkörner voneinander zu lösen. Erst das anschließende Flotationsverfahren ermöglicht die endgültige Trennung des Bastnäsits von anderen Mineralien. Während dieses Prozesses wird der Schlick unter Hinzugabe chemischer Schaumbildner in luftdurchströmte Tanks gefüllt. Blasen bilden sich, an denen das feinkörnige Bastnäsit haften bleibt, sodass das Mineral in seiner Rheinform als Schaum an der Oberfläche des Flotationsbades abgeschöpft werden kann. Die Isolation der Seltenen Erden erfolgt dann wiederum in einem speziellen Trennverfahren durch Auswaschen der Metalle unter Hinzunahme von Schwefelsäure, Nitratsalzen und weiterer Chemikalien. Jedes Element verlangt dabei seinen eigenen Extraktionsvorgang, wobei manche Seltenerdmetalle durch weitere Prozesse nochmals aufbereitet werden müssen, um ihren idealen Reinheitsgrad zu erlangen. Sind die Elemente schließlich erfolgreich separiert, haben sie die Form von Oxiden, die getrocknet, gelagert und anschließend zur weiteren Verarbeitung verschifft werden können. 13
Der geschilderte Gesamtprozess vom Erzabbau bis zur Oxidherstellung dauert zehn Tage, wobei mit der Produktion einer Tonne an Seltenen Erden rund 2.000 Tonnen an Rückständen einhergehen. Darin enthalten sind giftige Abfälle, unter anderem in Form von Schwer-
11 DeutscherBundestag (2010), S. 1.
12 EC (2010b), S. 3.
13 Zum Abbauvorgang vgl. Hurst (2010), S. 4f.
5
metallen, Säuren und Fluoriden sowie teilweise radioaktive Materialien, die wiederum in künstlich errichteten Teichen gelagert werden. 14 Ohne entsprechende Vorkehrungen und Kontrollen sind Umweltschäden vorprogrammiert, was der Blick nach China bestätigt. Dort, in der Provinz Innere Mongolei, befindet sich nördlich von Baotou gelegen das größte Tagebau-Bergwerk für Eisenerze und Seltene Erden der Welt. 15 In der Mine Bayan Obo wurden zeitweise bis zu 45 Prozent der Weltproduktion an Lanthanoide gefördert, mittlerweile ist dadurch ein Giftsee von zwölf Kilometer Länge entstanden, voll mit umweltschädlichen Chemikalien sowie von Tonnen radioaktiven Thoriums - ein trauriger Weltrekord. Die mit dem Abbau von Seltenen Erden einhergehende Gefahr des Austritts der Giftstoffe in den Luft-und Wasserpfad ist hier schon längst zur bitteren Realität geworden. Das Land im Umkreis der Mine ist inzwischen hochgradig verseucht. Nicht nur Tiere verenden aufgrund von Mutationen, auch hat in den Dörfern rings um Bayan Obo, die nur zögerlich evakuiert werden, die Zahl der an Krebs Erkrankten signifikant zugenommen. Von dem erhöhten Lungenkrebsrisiko der Minenarbeiter, die täglich giftigen Staub inhalieren, ganz zu schwiegen. 16 Doch auch außerhalb Chinas führt der hohe Zeit- und Kostendruck, dem die Bergbauindustrie unterliegt, immer wieder zu schweren Umweltschäden und Projekten mit inakzeptablen Umweltstandards. Beispiele dafür gibt es auch in Europa, so verwüstete erst im letzten Jahr der Dammbruch in einem ungarischen Aluminiumoxid-Werk einen ganzen Landstrich mit Bauxitschlamm, während Pläne für eine integrierte Uran- und Seltene Erden-Förderung in Grönland die Speicherung giftiger Rückstände in einem natürlichen See mit direkter Meeresverbindung vorsehen. 17
2.3 Vorkommen und Importabhängigkeit
Nach Schätzungen der US-amerikansichen Geological Survey aus dem Jahr 2010 belaufen sich die weltweiten Reserven aller Seltene Erden-Oxide (SEO), die ökonomisch genutzt werden könnten, auf 99 Mio. Tonnen. 18 Abbildung 1 auf Seite sechs bietet Aufschluss darüber, wie sich diese auf einzelne Länder verteilen. Mit 36 Mio. Tonnen oder umgerechnet einem Anteil von 36 Prozent verfügt China bei Weitem über die größten Bestände, wobei 2009 sein geschätzter Anteil an den Reserven weltweit mit fast 58 Prozent noch um das
14 Hurst (2010), S. 5 und S. 17 sowie Öko-Institut (2011), S. 2f.
15 Bork (2010), S. 3f. sowie Hurst (2010), S. 16f.
16 Eine ausführliche Schilderung der Missstände findet sich bei Bork (2010), S. 3f., ebenfalls dazu Hurst (2010), S. 16-18. Zu den Gefahren im Allgemeinen vgl. Öko-Institut (2011), S. 2f.
17 Liebrich (2010b), S. 1 sowie Öko-Institut (2011), S. 3.
18 USGS (2010), S. 129. Vgl. dazu auch EC (2010a), Annex V, S. 160 sowie Öko-Institut (2011), S. 1. In Deutscher Bundestag (2010), S. 1 ist von knapp 100 Mio. Tonnen die Rede.
6
Anderthalbfache höher ausfiel. 19 Mit deutlichem Abstand folgen die GUS-Staaten (19 Mio. Tonnen) und auf dem dritten Platz die USA mit Reserven in Höhe von 13 Mio. Tonnen respektive einem Anteil von 13 Prozent.
Abbildung 1: Seltene Erden Reserven nach Ländern
Quelle: USGS (2010), S. 129.
*Andere Staaten: Brasilien, Malaysia, Kanada, Grönland, Südafrika, Malawi u.a.
Größere Vorkommen werden außerdem noch in Australien und Indien vermutet während auch Staaten wie Kanada, Südafrika, Vietnam und Brasilien in ihrem Erdreich über entsprechende Depots verfügen. 20 Aus europäischer Perspektive interessant erscheinen außerdem die in schwedischem Boden lagernden 500.000 Tonnen an Seltene Erden Reserven und selbst in Sachsen werden derzeit Möglichkeiten zum Abbau des bereits in den Siebziger Jahren nahe Storkwitz entdeckten Vorkommens, welches geschätzt rund 41.600 Tonnen an SEO umfassen und über hohe Anteile des begehrten Yttriums verfügen sollen, geprüft. 21 Auf das globale Ressourcenpotenzial bezogen erscheinen diese kleineren Vorkommen allerdings marginal, insbesondere wenn man noch in Betracht zieht, dass zukünftig der jährliche Bedarf allein in der deutschen Industrie von Experten auf mindestens 50.000 Tonnen geschätzt wird. 22 Bringt bereits Abbildung 1 deutlich die starke geografische Konzentration des Rohstoffes zum Ausdruck, setzt sich diese Tendenz unter Hinzunahme der tatsächlichen Förderquoten, für das Jahr 2009 zusammengestellt in Tabelle 1 auf Seite sieben, weiter fort. Von den legal geförderten gut 123.700 Tonnen weltweit lieferte China allein 120.000 Tonnen, was einem
19 USGS (2010), S. 129. Zu den Daten von 2009 vgl. Korinek and Kim (2010), S. 10.
20 USGS (2010), S. 129. Vgl. dazu auch Deutscher Bundestag (2010), S. 1f. sowie Öko-Institut (2011), S. 2.
21 Deutscher Bundestag (2010), S. 2 sowie EC (2010a), Annex V, S. 161.
22 Liebrich (2010a), S. 3.
Arbeit zitieren:
Thomas Rohm, 2011, Chinas Seltene Erden, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik: Chinas Seltene Erden ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik: neuer Titel erschienen: Chinas Seltene Erden
Thomas Rohm hat einen neuen Text hochgeladen
Seltene Erden - der wichtigste Rohstoff des 21. Jahrhunderts
Investieren Sie jetzt in das E...
Christoph Brüning, Heiko Böhmer
The Selten School of Behavioral Economics
A Collection of Essays in Hono...
Abdolkarim Sadrieh, Axel Ockenfels
STOP - Die Umkehrung des Alterungsprozesses
Die Uhr anhalten und wieder zu...
Andreas Campobasso
Theologische Grundlagen und Pr...
Paul Deselaers, Matthias Haudel, Michael Kappes, Assaad Elias Kattan, Eugenie Neugebauer, Dorothea Sattler, Klaus Peter Voß
0 Kommentare