„ V o r b e r e i t u n g a u f d i e F r a u e n f u ß b a l l W M 2 0 1 1 “ 2
Inhaltsverzeichnis
1.1 Lokale Situationsanalyse. 3
1.2 Personale Situationsanalyse 3
1.3 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit 4
2 Sachanalyse. 4
2.2 Passspiel 4
2.1 Spielfluss 5
3 Didaktische Analyse. 5
3.1 Didaktische Anmerkungen zur Unterrichtseinheit. 5
3.2 Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans 6
3.3 Didaktische Analyse zu Unterrichtsgegenstand und Unterrichtsstunde. 7
4 Methodische Analyse 8
4.1 Begründung des Vorhabens. 8
4.1.1 Einstieg 8
4.1.2 Erwärmung 9
4.1.3 Mobilisation und Dehnung 9
4.1.4 Erarbeitungsphase 10
4.1.5 Ergebnissicherung 12
4.1.6 Abschluss. 12
4.2 Verlaufsplan 13
5 Quellenverzeichnis 16
5 16
„ V o r b e r e i t u n g a u f d i e F r a u e n f u ß b a l l ‐ W M 2 0 1 1 “ 1 Bedingungsanalyse
1.1 Lokale Situationsanalyse
Der Sportunterricht an der Realschule xxx wird in zwei unterschiedlichen Sporthallen durchgeführt. Eine Sporthalle ist im Gebäudekomplex der Realschule selbst eingegliedert und bietet Raum für lediglich eine Schulklasse. Das xxxGymnasium, das wenige Gehminuten von der Realschule entfernt liegt, stellt seine Sporthalle für den Realschulbetrieb ebenfalls zur Verfügung. Die Schülerinnen aus den Klassen 9a und 9c werden dort unterrichtet. Da die Schülerinnen zur Sporthalle laufen, gehen einige Minuten der effektiven Unterrichtszeit verloren. Problematisch erscheint mir ebenfalls die Akustik
in dieser Sporthalle, da die Halle sehr groß ist, hallt und der Unterricht meist in mehreren Klassen parallel stattfindet, wodurch der Lärmpegel stark erhöht wird. Aufgrund des heutigen Unterrichtsbesuchs konnte die gesamte Halle reserviert werden, damit dem letztgenannten Problem aus dem Weg gegangen wird.
1.2 Personale Situationsanalyse
Die zu unterrichtende Sportklasse setzt sich aus insgesamt 26 Mädchen der Klassen 9a und 9c zusammen, die meines Erachtens gut miteinander harmonieren. Mädchen im Alter von etwa 15 Jahren benötigen in den meisten Fällen erhöhte extrinsische Motivation für eine sportliche Bewegungsbereitschaft. Dies liegt zum einen an einer Verschiebung der Freizeitinteressen sowie starker körperlicher Veränderungen, denen im Schulsport eine erhöhte Bedeutung zukommt. Der prozentuale Fettanteil des Körpers erhöht sich in dieser Lebensphase deutlich, womit viele Mädchen anfangs nur schwerlich umgehen können. Oftmals entwickeln sie hierdurch ein negatives Körperkonzept, verstärkt diejenigen, die in ihrer Freizeit sportlich wenig aktiv sind. Folglich wollen Mädchen ihren Körper nicht vor „den anderen“ präsentieren und scheuen sportliche Bewegungen, was wiederum sehr kontraproduktiv für sportliche Erfolge in der Schule ist. Gerade Fußball ist ein sehr körperbetontes und bewegungsintensives Sportspiel. Aufgrund oben genannter Problematik ist demnach dringend Rücksichtnahme von Seiten der Lehrperson erforderlich. Grundsätzlich gilt, eine gekonnte Balance zwischen Motivation und Sensibilität herzustellen.
Das sportliche Leistungsniveau in der Klasse entspricht dem Durschnitt, wobei deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Schülerinnen zu erkennen sind. Lucia, Madina, Jeanine und
„ V o r b e r e i t u n g a u f d i e F r a u e n f u ß b a l l ‐ W M 2 0 1 1 “
Alina weisen beispielsweise gehäuft koordinative Schwierigkeiten bei Übungsformen auf. Saskia fehlt sehr häufig im Sportunterricht und Theresa zeigt vermehrt Verhaltensauffälligkeiten, die sich in Lustlosigkeit oder Diskussionsbedarf bemerkbar machen. Keine der Mädchen hat bereits Vereinserfahrungen im Sportspiel Fußball, sie bekundeten jedoch von Beginn der Unterrichtseinheit Freude und Interesse daran. Kennzeichnend für diese Klassenkonstellation ist darüberhinaus eine anfängliche Distanz zu neuen Lehrpersonen, die sich signifikant durch reserviertes Verhalten äußert. Insgesamt bereichert die Sportklasse den Unterricht jedoch durch Leistungsbereitschaft und hohe Disziplin.
1.3 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit
Bei der vorliegenden Stunde handelt es sich um die vierte Doppelstunde der Unterrichtseinheit „Fußball“. Die Schülerinnen werden heute von mir zum dritten Mal unterrichtet. In der Einführungsstunde lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Ballführung“, daraufhin folgten technische Tricks für den Zweikampf sowie erste Zielschussübungen, schließlich wurden weitgehend spieltaktische Elemente durch vereinfachtes Passspiel eingeübt, was schwerpunktmäßig in der heutigen Stunde vertieft werden soll. Im weiteren Verlauf dieser Einheit plane ich eine Vertiefung des Zielschusses sowie eine gezielte Schulung der Spielübersicht und des Spielverständnisses. Ebenso werden Anregungen der Schülerinnen berücksichtigt.
2 Sachanalyse
In dieser Unterrichtsstunde wird der Schwerpunkt auf das Passspiel gelegt, weshalb im Folgenden kurz unterschiedliche Techniken aufgeführt werden. Für alle Passspielvariationen gilt es, den Fuß immer anzuspannen und nach dem Treffen des Balles auszuschwingen. Dabei sollte immer Blickkontakt mit dem Mitspieler hergestellt werden. 1
2.2 Passspiel
Innenseit‐Spiel: Der Ball wird mit der Fußinnenseite geführt und gepasst.
Außenseit‐Spiel: Der Ball wird mit der Außenseite des Fußes gespielt und gepasst.
1 Vgl. ebd.
„ V o r b e r e i t u n g a u f d i e F r a u e n f u ß b a l l ‐ W M 2 0 1 1 “ Sohlen‐Spiel: Der Ball wird mit der Sohle gespielt und gepasst.
Hacken‐Spiel: Der Ball wird mit der Hacke gepasst. Diese Form des Passens ist sehr trickreich, da eine Änderung der Bewegungsrichtung stattfindet. Aus dem Stand ist diese Übung am einfachsten. Beim bewegten Spiel muss zunächst im Vorwärtslauf gedribbelt werden, ehe ein Pass mit der Hacke gespielt wird.
2.1 Spielfluss
Im Fußball entscheidet ein dynamischer Spielfluss über die Qualität eines Spiels. Dabei muss auf ein angemessenes Spieltempo geachtet werden. Wer Übungen ‚sauber‘ und fehlerfrei ausführt, gewinnt nachhaltig mehr Sicherheit mit dem Ball und erhöht dadurch die Chance einen dynamischen Spielfluss im Zielspiel Fußball zu erreichen. Deshalb sollte das Tempo bei Technikübungen sukzessiv und mit zunehmender Ballsicherheit erhöht werden. Ein dynamischer Spielfluss setzt zwei grundlegende Elemente voraus: sicheres Dribbling und zielsicheres Passspiel. Beim Dribbling muss anfänglich darauf geachtet werden, dass der Ball mit vielen Kontakten am Fuß geführt wird. 2
3 Didaktische Analyse
3.1 Didaktische Anmerkungen zur Unterrichtseinheit
Das Sportspiel „Fußball“ ist das renommierteste europaweit. Um der Aktualität der zeitlich naheliegenden Frauenfußball‐Weltmeisterschaft, die ab Juni 2011 in den Medien hoch präsent sein wird, Rechnung zu tragen, bietet sich eine eigenaktive Gestaltung dieses Sportspiels in besonderer Weise an. Der Bildungsplan 2004 sieht vor, Sportunterricht unter Berücksichtigung der Mehrperspektivität zu gestalten. Durch das festgelegte Stundenthema werden Schülerinnen und Schülern verschiedene Sinnrichtungen des sportlichen Handelns zugänglich gemacht und mit ihrer persönlichen Erfahrungswelt verknüpft, die wiederum verschiedene Perspektiven (die persönlich‐eigenaktive sowie die gesellschaftlich‐öffentliche) öffnet. 3 Teamsport ist außerdem in erhöhtem Maß geeignet, eine Stärkung der Persönlichkeit zu bewirken, da Leistungsfortschritte aufgrund gruppendynamischer Aspekte in einer Gruppe in
2 Vgl. http://www.dfb.de/fileadmin/ballzauber/bz_ue109/109_bz_st1_1.html. Stand: 09.04.2011
3 Vgl. Bildungsplan für Realschule 2004, S. 138
Arbeit zitieren:
Romy Stegen, 2011, „Vorbereitung auf die Frauenfußball-WM 2011 mit Schwerpunkt Passspiel“, München, GRIN Verlag GmbH
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