1. Einleitung
1.1 Fragestellung und historische Relevanz
Die Zeilen an der Wand von Luthers Studierstube in Wittenberg verdeutlichen, wie stark ihn die Türkenfrage bewegt haben muss. Die Nachrichten, die die Furcht vor dem Osmanischen Reich auslösten, basierten in erster Linie auf den Newen Zeitungen (Nova) 2 und Reiseberichten. Dass das Interesse an solchen Informationen sehr groß gewesen sein muss, beweisen die hohen Auflagenzahlen der so genannten Turcica jener Zeit. 3
Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der Türken im Spiegel von deutschsprachigen Reiseberichten der Frühen Neuzeit. Der Grund für die räumliche Eingrenzung auf den deutschsprachigen Raum liegt in der besonderen Konkurrenz zwischen habsburgischer Monarchie und osmanischem Sultanat. Während bereits Maximilian I. einen Türkenkreuzzug zur Wiedereroberung Konstantinopels plante (diesen allerdings nie realisierte), kam es spätestens seit 1526 zum direkten Interessenskonflikt zwischen den beiden Mächten: Nachdem am 29. August König Ludwig II. von Ungarn und Böhmen in der Schlacht von Mohács fiel, trat sein Schwager Ferdinand von Österreich dessen Erbe an. Nun standen die Ansprüche Habsburgs den osmanischen Expansionsbestrebungen in Ungarn unversöhnlich gegenüber. Im Reich hingegen wurde von nun an jede Hilfe gegen die Türken als eine Förderung der habsburgischen Interessen betrachtet. 4
Neben der politischen Auseinandersetzung verbreitete sich im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, unter anderem auf Betreiben Luthers und Melanchtons hin,
1 Siehe GÖLLNER, CARL: Tvrcica, dritter Band. Die Türkenfrage in der öffentlichen Meinung Europas im 16. Jahrhundert. Baden-Baden, Bukarest 1978, S. 173.
2 Eine ausführliche Analyse der Darstellung in den Newen Zeitungen bzw. Avvisi lieferte Almut Höffert. Vgl. HÖFERT, ALMUT: Den Feind beschreiben. „Türkengefahr“ und europäisches Wissen über das Osmanische Reich 1450-1600. Frankfurt am Main, New York 2003, S. 71ff.
3 Vgl. GÖLLNER, CARL (1978), 21ff.
4 Vgl. MOELLER, BERND: Deutschland im Zeitalter der Reformation, vierte Auflage. Göttingen 1999 (Vandenhoeck Deutsche Geschichte, Band 4), S. 139ff.
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die chiliastische Ansicht, 5 dass die Türken mit Satan (bzw. dem Antichristen) gleichzusetzen seien und ihre Überwindung einen allgemeinen Frieden herbeiführen würde.
Gerade unter diesen konfliktbeladenen Rahmenbedingungen erscheint eine Untersuchung von Faktoren, welche die öffentliche Meinung beeinflusst haben, lohnenswert. Begibt man sich auf die Spur der Erkenntnisse, welche das allgegenwärtige Gefühl, durch das osmanische Reich bedroht zu sein, auslösten, ist es notwendig die Verfasser der Nachrichten aus dem Orient zu untersuchen. Dabei sind die Fragen entscheidend, wie ausgeprägt das Wissen der Autoren über das Osmanische Reich war und ob sie die notwendige Empathie besaßen, um Unbekanntes oder Befremdliches objektiv wiederzugeben. Um diesen Fragen nachzugehen, werden im weiteren Verlauf drei ausgewählte Reiseberichte jener Zeit, bezüglich der Charakterisierung der Osmanen und der Beurteilung des osmanischen Staatsapparates untersucht werden. Die Charakterisierung wird die Beobachtungen, welche der Autor über Wesenszüge, Tugenden und Laster der Bevölkerung gemacht hat einschließen, während die Beurteilung des Staatsapparates, das Herrschaftssystem, die Person des Sultans, sowie Aussagen über die Legitimität des osmanischen Staates einbeziehen wird. Anhand dieser Erkenntnisse werden Tendenzen und Gemeinsamkeiten, aber auch Gegensätzlichkeiten der verschiedenen Reisebeschreibungen herausgestellt werden, welche wiederum einen Einblick in das Bild des Osmanischen Reiches in der „deutschen“ Öffentlichkeit der Frühen Neuzeit gewähren.
1.2 Der aktuelle Forschungsstand
Die neueste Erscheinung, welche in der vorliegenden Arbeit Berücksichtigung fand, ist Almut Höferts: Den Feind beschreiben. „Türkengefahr“ und europäisches Wissen über das Osmanische Reich 1450-1600 (2003). In ihrem Werk untersuchte sie den Einfluss von verbreiteten Nachrichten und Reiseberichten auf das Phänomen der
5 Die chiliastische Lehre, ist die auf der Offenbarung des Johannes (20, 1-6) basierende Vorstellung einer tausendjährigen Herrschaft Christi auf Erden, nach Überwindung des Teufels, am Ende der geschichtlichen Zeit.
Carl Göllner verbindet diese Sichtweise vor allem mit Luther, bei dem stets theologische Interessen über politische Erwägungen dominiert hätten. Aus diesem Grund habe Luther die türkischen Siege vor allem aus metaphysischer Sicht gewertet. Sein Geschichtsverständnis sei streng theozentrisch ausgerichtet gewesen, so dass eine Trennung von Profan- und Geistesgeschichte für ihn undenkbar gewesen sei. So erhielten die Türken, in Luthers Geschichtsbild, eine transzendente Funktion. GÖLLNER, CARL (1978), S. 176.
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„Türkengefahr“. Höferts Arbeit bietet eine bislang unerreicht detaillierte Analyse einzelner Begrifflichkeiten, die sie bausteinartig in tabellarischer Form zusammengefasst hat. Eine der wesentlichen Grundlagen für ihre Forschungen bot Carl Göllners mehrbändige Turcica (1978), welches zu dem deutschsprachigen Standardwerk zur Untersuchung der Türkenfrage im 16. Jahrhundert zu zählen ist. Neben diesen Werken verdient es Michael Harbsmeier erwähnt zu werden, dessen Gegenüberstellung von russischen, persischen und osmanischen „Gegenwelten“ nicht nur Anregungen bei der Erstellung der vorliegenden Arbeit bot, sondern überdies eine weitere Quelle bereitstellte. 6
1.3 Die Reiseliteratur als historische Quelle
Der Reisebericht fand bislang vor allem als Gattung der Literaturwissenschaft Beachtung; in der Geschichtswissenschaft hingegen konnte er sich lange Zeit als Randerscheinung gegen die vorherrschenden Orientierungen der Politik-, Rechts- und Verfassungsgeschichte nicht behaupten. 7
Während in der Literaturwissenschaft vor allem die Interpretation und Analyse des Textes und des Autors im Mittelpunkt stehen, wird die Betrachtung der historischen und sozialen Rahmenbedingungen zumeist vernachlässigt. Sieht man die Reiseberichte jedoch als historische Quellen an, ist es von Nöten, gerade diese Aspekte (in Form einer klassischen Quellenkritik) zu berücksichtigen. Dabei steht der Historiker im Gegensatz zum Literaturwissenschaftler vor der Aufgabe, fiktionale Elemente auszumachen und zwischen dokumentarischer Reisebeschreibung und ästhetischer, bzw. fiktiver Darstellung zu unterscheiden. 8 In den wenigsten Fällen fällt diese Trennung leicht.
Grundsätzlich sind Reiseberichte stets von einer subjektiven Sichtweise geprägt. Sie verbinden die individuellen Erfahrungen an den bereisten Orten mit dem persönlichen Empfinden des Autors. Auf der einen Seite erweist sich dies als Vorteil, da sich
6 Vgl. HARBSMEIER, MICHAEL: Wilde Völkerkunde. Andere Welten in deutschen Reiseberichten der Frühen Neuzeit. Frankfurt am Main, New York 1994, S. 123-169.
7 REICHERT, FOLKER: Erfahrung der Welt. Reisen und Kulturbegegnung im späten Mittelalter. Stuttgart, Berlin, Köln 2001, S. 11.
8 Für eine solche Gattungsabgrenzung hat sich Zlatko Klàtik ausgesprochen. Nach seiner Forderung müsse eine Unterscheidung der Gattung nach dem Verhältnis der Identität des Autors mit dem Erzähler erfolgen. Auf diese Weise ließe sich, aus seiner Stellung zur Wirklichkeit, eine typologische Unterscheidung der verschiedenen Formen der Reiseliteratur gewinnen. Vgl. BRENNER, PETER J.: Der Reisebericht in der deutschen Literatur. Ein Forschungsüberblick als Vorstudie zu einer Gattungsgeschichte.Tübingen 1990, S. 21.
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durch das Ausmaß der Verwunderung des Autors in der Fremde, Rückschlüsse auf die kulturellen Unterschiede darstellen lassen. Darüber hinaus verrät der Reisebericht zumeist mindestens ebensoviel über den Autor (seine soziale Herkunft, Weltanschauung etc.), wie über das Beschriebene.
Auf der anderen Seite drängt sich, durch eine subjektive Darstellung, die Frage nach der Authentizität des Beschriebenen auf. Traf der Autor auf Dinge, die ihn nicht interessierten oder Dinge, die er nicht verstand, so wurden diese möglicherweise gar nicht oder in verfälschter Form wiedergegeben. 9 Ein weiteres Problem stellt der mögliche zeitliche Abstand zwischen dem Erlebten und dessen Aufzeichnung dar. Da Reiseberichte häufig erst nachträglich erstellt wurden, entstand oftmals (absichtlich, wie auch versehentlich) eine völlig neue Chronologie der erlebten Ereignisse. Um einen Reisebericht sorgfältig erschließen zu können, sollten der Grund der Reise, 10 der soziale Hintergrund des Reisenden, die Erwartungshaltung an die Reise und eventuelle Vorkenntnisse über das Reiseziel, bekannt sein und bei der Auswertung der Quellen nicht unbeachtet bleiben.
In den wenigsten Fällen stellen sich die Aussagen der Reisenden bereits auf den ersten Blick als unwahr heraus, besonders augenscheinlich wird dies bei Beschreibungen aus dem Tierreich 11 oder bei der Beschreibung von kulturellen Riten, von denen der Autor offenbar nur aus dritter Hand berichten konnte. 12 Dazu kommt, dass nur ein Bruchteil der Reisebeschreibungen durch Urkunden oder Aussagen dritter
9 Folker Reichert stellte heraus, dass je weiter sich der Reisende von der Heimat entfernt habe, desto größer sei die Gefahr gewesen, dass ihm Begriffe und Auskunftsmittel zur Darstellung des Erlebten fehlten. REICHERT, FOLKER (2001), S. 18.
10 Eine umfangreiche Darstellung von Gründen für eine Reise findet sich bei GRÄF, HOLGER THOMAS; PRÖVE, RALF: Wege ins Ungewisse. Reisen in der Frühen Neuzeit. 1500-1800. Frankfurt am Main 1997, S. 17-46.
Der Kreis der Reisenden muss für die vorliegende Arbeit eingegrenzt werden, da nur jene Reisenden von Interesse sind, welche nach Kleinasien reisten und darüber hinaus ihre Reise dokumentierten. Der Kreis der Autoren von Reiseberichten entspringt vor allem den Pilgerreisenden, Diplomaten, entflohenen oder freigelassenen Sklaven, jungen Adeligen und, in geringerem Umfang, Kaufleuten. Der Grund warum Reiseberichte von Kaufleuten verhältnismäßig selten sind, mag darin liegen, dass man nur ungern über allzu Alltägliches schrieb oder befürchten musste, dass die Berichte zu viele geschäftliche Details verrieten.
11 So ist im Reisebericht des Florentiners Benedetto zu lesen, dass einer seiner venezianer Konkurrenten in Kleinasien an einen Elefanten verfüttert worden sei. REICHERT, FOLKER (2001), S. 135.
12 Eine mangelnde Einsicht in die religiösen Gepflogenheiten von Sunniten und Schiiten wird unter anderem in Salomon Schweiggers Ausführungen offenbart, als dieser schreibt: Wann ein Persier zum Türcken wird, muß er sich noch einmal beschneiden lassen, als wann die Beschneidung der Persier vergeblich und unnütz wär - wie sie dann kraftlos und nichtig ist sampt ihrem ganzen vermeinten Gottesdienst. Siehe SCHWEIGGER, SALOMON: Zum Hofe des türkischen Sultans, bearb. und hrsg. von STEIN, HEIDI, Leipzig 1986, S. 75.
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belegt werden können (etwa wenn sich die Wege zweier Reisender kreuzten), so dass die Aussagen der Reisenden zumeist nur schwer überprüfbar sind. 13
1.4 Die der Arbeit zugrunde liegenden Quellen
Die vorliegende Arbeit stützt sich im Wesentlichen auf die Berichte Hans Dernschwams, Salomon Schweiggers und Johannes Schiltbergers. Allen drei Autoren ist, neben der zeitlichen Nähe ihrer Reiseberichte, gemein, dass sie dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation entstammten und ihre Berichte in deutscher Sprache verfassten.
Abgesehen von diesen Gemeinsamkeiten weisen die erwähnten Reiseberichte jedoch starke Unterschiede auf: So sind vor allem die Ursachen der Reisen, wie auch der Umfang und die Art des Kontaktes zur osmanischen Gesellschaft äußerst unterschiedlich gewesen. Im Folgenden werden die Hintergründe der drei Autoren schemenhaft erläutert werden, um eine intensivere Auseinandersetzung mit den Quellen zu ermöglichen.
1.4.1 Johannes Schiltberger (1394-1427)
Der älteste Bericht ist kein Reisebericht im eigentlichen Sinn, sondern die autobiographische Darstellung der Gefangenschaft des Johannes Schiltbergers (geboren um 1380, Todesdatum unbekannt) von 1394 bis 1427 (in deren Zusammenhang er tatsächlich viel umher„gereist“ ist, wenngleich auch nicht aus freien Stücken). Johannes entsprang aller Wahrscheinlichkeit, nach dem bayerischen Geschlecht der Schiltberger oder Schiltbergs, die mehrfach urkundlich als Marschälle des Herzogs von Bayern Erwähnung finden. 14 Die frühen biographischen Angaben, die sich über Johannes Schiltberger finden lassen, entstammen seiner eigenen Feder. Da sich
13 Ein Beispiel dafür ist der Reisebericht des Georg Christoph Fernbergers, dessen Tätigkeit im Nemçi Han von Konstantinopel (nemçi ist eine alte Bezeichnung für Österreich, bzw. das Heilige Römische Reich deutscher Nation, han bedeutet Herberge oder Karawanserei. Das Nemçi Han war eine diplomatische Vertretung der Habsburger und bot gleichzeitig Unterkunft für Reisende aus dem Reich) sich durch die Gesandtschafts-Akten des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Turcica, Oct.-Dez.1587, wie auch durch die Reiseberichte von Reinhold Lubenaus und Samuel Kiechels belegen lässt. LEH- NER, MARTINA: Reiseans Ende der Welt (1588-1593). Studie zur Mentalitätsgeschichte und Reisekultur der frühen Neuzeit anhand des Reisetagebuches von Georg Christoph Fernberger von Egenberg. Frankfurt am Main, et al. 2001. (Beiträge zu neueren Geschichte Österreichs), S. 13.
14 SCHILTBERGER, JOHANNES: Als Sklave im Osmanischen Reich und bei den Tartaren (1394-1427), übersetzt und herausgegeben von SCHLEMMER, ULRICH. Stuttgart 1983, S. 16.
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Schiltberger in seiner Darstellung auf eine neutral-deskriptive Perspektive beschränkt, ist die Selbstdarstellung sehr knapp gehalten. Nach seinen eigenen Aussagen folgt er als fünfzehnjähriger Knappe seinem Herrn Leinhart Richartinger, der sich wiederum dem Kreuzfahrerheer Sigismunds von Ungarn angeschlossen hatte. Als dieses 1396 bei Nikopolis geschlagen wurde, habe man ihn, bei dem anschließenden Massaker an den christlichen Überlebenden, aufgrund seines Alters verschont, woraufhin er in osmanische Gefangenschaft geraten sei. 15 Die folgenden Jahre verbringt er zunächst als Infanterist, anschließend als Reiter unter Sultan Bâyezîd I. (Bayazid). 16 Johannes Schiltberger spricht an dieser Stelle von einem zwölfjährigen Dienst unter Bâyezîd I.. Diese zeitliche Einordnung trifft offensichtlich nicht zu, da Johannes Schiltberger gemeinsam mit seinem neuen Herrn nach der Schlacht von Ankara (1402) von Timur Leng (Tämerlin) gefangen genommen wurde und der osmanische Sultan, ein Jahr später, in mongolischer Gefangenschaft verstarb. 17 Nach Timur Lengs Tod gerät er in die Gewalt weiterer Herrscher, bis ihm 1427 vom Schwarzen Meer aus die Flucht nach Konstantinopel gelingt. Nach seiner anschließenden Heimkehr nach Bayern wird er zum Kämmerer und Befehlshaber der Leibwache Herzog Albrechts III. 18 Dort schreibt Johannes Schiltberger seine Erinnerungen nieder, was auch in seinen einleitenden Worten Erwähnung findet. 19
1.4.2 Hans Dernschwam (1553-1555)
Hans Dernschwam von Hradziczin wurde 1494, als einer von vier Söhnen einer vermögenden und vermutlich adeligen Familie in der böhmischen Stadt Brüx geboren. Franz Babinger führt aus, dass die Familie Dernschwam bis ins 17. Jahrhundert im Rat der Stadt Brux nachweisbar sei und dass der Name auf eine deutsche Urform - Dörr’nSchwamm - zurückzuführen sei. 20 Er studiert ab 1507 in Wien und Leipzig, und schließt sein Studium 1510 mit dem Baccalaureat ab. 1513 unternahm er eine
15 Ebenda, S. 44-47.
16 Ebenda, S. 51.
17 Schiltberger beschreibt zwar die Schlacht von Ankara, wie auch die Gefangennahme Bâyezîds I., doch werden die Ereignisse nicht zeitlich verortet, so dass sie im Widerspruch zu der Angabe der zwölf Jahre unter dem osmanischen Sultan stehen: Bei der Stadt Angora trafen die Heere [Bâyezîds I. und Timur Lengs] aufeinander und kämpften verbissen miteinander. […] Bayazid aber wandte sich zur Flucht und zog sich mit etwa tausend Reitern in ein Gebirge zurück. Da umzingelte Tämerlin den ganzen Berg, so daß er nicht entkommen konnte und nahm ihn gefangen. Siehe ebenda, S. 79-80.
18 HÖFERT, ALMUT (2003), S. 200.
19 SCHILTBERGER, JOHANNES (1983), S. 39.
20 REDDIG, WOLFGANG F.: Reise zum Erzfeind der Christenheit. Der Humanist Hans Dernschwam in der Türkei (1553-1555). Pfaffenweiler 1990 (Weltbild und Kulturbegegnung, Band 1), S. 15.
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M. A. Aaron Faßbender, 2005, Das frühneuzeitliche Bild des Osmanischen Reiches im Spiegel deutschsprachiger Reiseliteratur, München, GRIN Verlag GmbH
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