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INHALT :
EINLEITUNG 3
1.1 ENTSTEHUNG DES NIEDERSCHLAGS 3
1.2 NIEDERSCHLAGSTYPEN 4
1.3 WOLKENBILDUNGSVORGÄNGE 5
a) Konvektion 5
b) Frontale Hebung 5
c) Orographische Hebung 5
1.4 NIEDERSCHLAGSMESSUNG 5
2.1 RÄUMLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG 6
2.2 JAHRESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG 10
2.3 TAGESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG 11
3 MARITIMITÄT UND KONTINENTALITÄT 12
4 VERTIKALE GLIEDERUNG 14
LITERATURVERZEICHNISS 17
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Einleitung
Der Niederschlag ist neben der Temperatur das wichtigste Klimaelement, denn besonders von diesen zwei Faktoren hängt ab, welche Vegetation in einem bestimmten Raum wachsen kann und wie das Gebiet demzufolge landwirtschaftlich nutzbar ist. Aus diesem Grunde beruhen auch die meisten Klimaklassifikationen, mit deren Hilfe die Erde in unterschiedliche Klimazonen eingeteilt wird, auf den durchschnittlichen Temperaturen und den Niederschlagsmengen der jeweiligen Gebiete. Die Niederschlagsverteilung auf der Erde ist sehr unterschiedlich. Es gibt Regionen die mehrere Jahre keinen Tropfen Regen erhalten und andere haben jährliche Niederschlagssummen von bis zu 12.000 mm. Wahrscheinlich die extremsten Werte bieten hierbei zum einen Indien mit der höchsten Regenmenge in einem Jahr von 26.470 mm gemessen in Cherrapunji, zum anderem die Atacama-Wüste in Chile, in der man noch nie Niederschläge nachweisen konnte. (vgl.Klimatologie, C.-D. Schö nwiese, 1994, S.247)
Gründe für diese ausgesprochene Variabilität sind natürlich die geografische Breite und die daraus resultierende unterschiedliche Sonneneinstrahlung, aber auch die ungleiche Land-Meer-Verteilung ( auf der Südhalbkugel sind die Landmassen viel kleiner als auf der Nordhemisphäre ) sowie verschiedene Höhenlagen und Reliefs. Diese Faktoren sind auch unter anderem für die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre verantwortlich, die wiederum bewirkt, dass Luftmassen bewegt werden und evtl. für Niederschläge sorgen.
Da die unterschiedliche Verteilung des Niederschlags unweigerlich mit seiner Entstehung zusammenhängt, gehe ich zunächst kurz auf diesen Punkt ein. Anschließend wird etwas zur Niederschlagsmessung und zu den verschiedenen Niederschlagstypen erläutert. Das folgende Kapitel hat die Ni ederschlagsverteilung zum Thema, gegliedert in räumliche und jahres- bzw. tageszeitliche. Die Begriffe Maritimität und Kontinentalität werden im dritten Teil näher erklärt und am Ende gehe ich auf die vertikale Gliederung der Niederschläge ein.
1.1 Entstehung des Niederschlags
Damit Niederschlag entsteht muss der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensieren oder sublimieren. Wenn die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, die relative Luftfeuchte also 100% beträgt, kommt es zur Kondensation an sog. Aerosolen, das sind Teilchen, z.B. Salze oder Staubpartikel, die in der Atmosphäre enthalten sind und die Fähigkeit haben Wasser anzulagern. Sie werden auch Kondensationskerne genannt.
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Grundsätzlich kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, so dass beim Abkühlen einer Luftmasse, z.B. durch vertikales Aufsteigen, die relative Luftfeuchtigkeit steigt, obwohl die absolute Feuchte gleich bleibt. Die Luft kühlt beim Aufsteigen ab, weil der Druck mit der Höhe abnimmt und das Luftquantum sich unter Arbeitsaufwand ausdehnt. Als Energielieferant hierfür dient nämlich der Wärmeinhalt der Luft. Bei fortschreitendem Abkühlen der Luft kommt es irgendwann zur Kondensation des Wasserdampfes. Da die Temperaturen auch oft unter 0°C sinken, gefriert das Wasser an den Kondensationskernen und weiterer Wasserdampf lagert sich direkt in Form von Eis an (Sublimation). Das Wasser gefriert jedoch selten schon bei 0°C, denn es handelt sich bei Wolkentröpfchen um wäßrige Lösungen, deren Gefrierpunkt niedriger liegt.
„Im allgemeinen lassen sich nach dem Verhältnis von unterkühlten Wassertropfen zu Eiskristallen 4 Temperaturintervalle unterscheiden : 0°C bis -12°C : unterkühlte Wassertropfen überwiegen -13°C bis -20°C : Wassertropfen und Eiskristalle sind gleich häufig -20°C bis -40°C : Eiskristalle überwiegen unter -40°C : es treten nur Eiskristalle auf.“ (Meteorologie und Klimatologie, H.Malberg, 1994, S.90)
1.2 Niederschlagstypen
Die Wolkentröpfchen wachsen durch Kondensation auf eine Größe von 500µm, was nur einen leichten Sprüh- oder Nieselregen zur Folge hat. Damit größere Tropfen entstehen, müssen in der Wolke Eiskristalle gebildet werden, die aufgrund vielfältiger physikalischer Prozesse schneller wachsen können als Wassertröpfchen. Wenn sie nun ein gewisses Gewicht erreichen, werden sie nicht mehr vom Aufwind getragen, sondern fallen auf die Erde. Entweder sie schmelzen auf dieser Strecke bei Temperaturen über 0°C und gehen als großtropfiger Regen nieder oder als Schnee falls die Temperaturen in tieferen Luftschichten auch noch unter dem Gefrierpunkt liegen. Weitere Niederschlagstypen sind Hagel und Graupel, wobei der Hagel eher eine sommerliche Niederschlagsform ist, da er besonders in Schauer- und Gewitterwolken entsteht, indem an einen Eiskern in mehreren Schalen unterkühltes Wasser angelagert wird. Graupeln entstehen in trockener kalter Luft. Zur Veranschaulichung dient folgende Tabelle aus Malberg, S. 93 :
Quelle Malberg, „Meteorologie und Klimatologie“,2. Aufl., Seite 93
1.3 Wolkenbildungsvorgänge
Man kann zwischen drei Hauptarten des Aufsteigens und damit verbundenem Abkühlen der Luft unterscheiden, durch welche es zur Wolkenbildung und damit zu Niederschlägen kommt.
a) Konvektion
Wenn ein Luftkörper aktiv aufsteigt, weil er durch Sonneneinstrahlung erwärmt wurde, spricht man von konvektiver Strömung. Bei ausreichend großer Feuchtigkeit führt die Konvektion zu hochreichender Quellbewölkung mit heftigen Schauern und Gewittern.
b) Frontale Hebung
Diese Aufgleitvorgänge entstehen dadurch, dass kalte und warme Luftmassen aufeinandertreffen. Die warme Luft steigt an der kalten auf und wird dabei abgekühlt. Dabei entstehen große Haufenwolken, die heftige und langanhaltende Regen liefern.
c) Orographische Hebung
An Hindernissen, wie zum Beispiel Gebirgsketten, muss die heranströmende Luft ebenfalls aufsteigen. Es bilden sich mächtige Stauwolken, die der Luvseite des Gebirges Niederschläge bringen, während die Windschatten-oder Leeseite oft leer ausgeht. Hier treten die typischen trockenen Fallwinde, wie beispielsweise der Föhn in der Alpenregion, auf.
1.4 Niederschlagsmessung
Niederschläge werden an Klimamesstationen gewöhnlich einmal täglich mit Hilfe eines Regenmessers (nach Hellmann) gemessen. Dieses Gefäß mit einer Öffnungsfläche von 200cm² wird etwa 1m über dem Boden angebracht um Messfehler, die durch Spritzwasser von der Seite oder Einfluß des Windes entstehen zu minimieren. „Das Maß für den Niederschlag ist die
Arbeit zitieren:
Dina Schillings, 2001, Niederschlagsverteilung; Maritimität und Kontinentalität, vertikale Gliederung, München, GRIN Verlag GmbH
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