INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
2. FRAUENBILDUNG IM HISTORISCHEN KONTEXT 4
3. GESCHLECHTSSPEZIFISCHE BILDUNGSGERECHTIGKEIT IM 21.
JAHRHUNDERT 5
3.1 Gender Studies: Benachteiligung durch (gegebene) Unterschiede im
Lernverhalten 5
3.2 Thomas Dee: Benachteiligung durch Geschlecht des Lehrenden 6
3.3 PISA-Studie: Benachteiligung durch Rollenbildung und Klischees. 8
4. GESCHLECHTLICHE BILDUNGSDIFFERENZEN IN
ENTWICKLUNGSL ÄNDERN 9
5. BILDUNGS- BZW. KARRIEREBENACHTEILIGUNG IM
ERWACHSENENALTER 10
6. ZUSAMMENFASSUNG 11
7. QUELLENVERZEICHNIS 13
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1. Einleitung
Frauen und Männer in Deutschland haben grundsätzlich die gleichen Bildungschancen. Als Kinder können sie die gleichen Grundschulen besuchen und später mit den entsprechenden Leistungen eine Ausbildung oder ein Studium beginnen. Sogar die typischen Männerberufe mit handwerklichen oder technischen Schwerpunkt können Frauen erlernen, wenn sie dafür geeignet sind. Das Geschlecht an sich sollte inzwischen also kein Hindernis in der Bildung darstellen.
Doch wie sieht die Realität im alltäglichen Leben wirklich aus? Wieso wurden bisher anscheinend Männer in der Bildung bevorzugt und gibt es das im 21. Jahrhundert überhaupt nicht mehr? Was kann man aus diversen Studien dazu herauslesen? Wie sieht es mit Bildungsbenachteiligung außerhalb Deutschland aus? Wie wirkt es sich auf Berufschancen aus?
Das Thema soll in dieser wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel „Geschlechtsabhängige Bildungsdifferenzen“ nun näher beleuchtet werden.
Zunächst wird dazu versucht, die Ursprünge der Bildungsbenachteiligung herauszufinden. Dann wird anhand von verschiedenen Studien erläutert, welches Geschlecht wie benachteiligt werden und welche Ursachen dies haben kann. Im Anschluss löst sich die Untersuchung von Deutschland und stellt die Bildungsbenachteiligung vor allem in Entwicklungsländern gegenüber. Abschließend werden die Folgen für Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen dargestellt, wenn sie wegen verschiedenen Gründen berufliche (Weiter-)Bildung nicht ausreichend wahrnehmen können.
Am Ende dieser wissenschaftlichen Arbeit soll dem Leser bewusst sein, was Bildungsbenachteiligung bedeutet und welche Dimensionen sie annehmen kann.
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2. Frauenbildung im historischen Kontext
Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts in der Bildung wurden schon im Mittelalter gemacht. Wenn es überhaupt Schulen für Mädchen gegeben hat, dann waren diese meist nur in größeren Städten zu finden, waren fast ausschließlich auf Klöster beschränkt und stets getrennt von den Knabenschulen, hatten also eher einen privaten Charakter. Dort wurden dann vor allem Hausarbeitstätigkeiten gelehrt, maximal Lesen kam einer Wissensbildung der Jungen gleich. Ein Universitätsbesuch war meist mit enormen Kosten verbunden, sodass die Eltern gar nicht erst daran gedacht haben, ihren Töchtern die Hochschulbildung zu ermöglichen. Damit war es auch nahezu ausgeschlossen, dass Frauen im späteren Berufsleben gehobene Laufbahnen einschlagen konnten. 1
Der erste Wandel vollzog sich erst im 18. Jahrhundert. Es wurden erstmals öffentliche Schulen für Mädchen eingerichtet, so zum Beispiel die Mädchen-Volksschule und die höhere Töchterschule, wobei diese wieder eher der Ausbildung von Hausfrauen diente. Durch die neu eingeführte Schulpflicht wurde die Frage nach Bildung der Willkür der Eltern entzogen.
Den zweiten - historisch wichtigeren - Wandel findet man im Zeitraum von 1950-1980. Dort wurden die im vorangegangen zweiten Weltkrieg noch bestehenden getrennten Bildungseinrichtungen von Koedukation abgelöst. Auch die Wissensvermittlung für Frauen ähnelte immer mehr der der Männer -Klischeedenken, wie es von dem nationalsozialistischen Deutschland vermittelt wurde, sollte in dieser Form zumindest nicht mehr propagiert werden.
Chancengleichheit war somit grundsätzlich gesichert. Nun traten jedoch pädagogische Fragen nach der optimalen geschlechtsspezifischen Förderung in den Vordergrund. Dieser Wille zur Bildungsoptimierung und Minimierung von
1 Vgl. Kapitel 8: Weibliche Bildung im 18. Jahrhundert: "Gelehrtes
Frauenzimmer" und "gefällige Gattin". http://papinga.bis.uni-oldenburg.de/bisverlag/browei94/kap8.pdf
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Arbeit zitieren:
Stefanie Schwarz, 2010, Geschlechtsabhängige Bildungsdifferenzen, München, GRIN Verlag GmbH
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