VU Geschlechterforschung Bakkalaureatsarbeit Karin Eck
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
1. Einleitung 5
2. Sprache und Geschlecht - die linguistische Genderforschung 6
2.1 Die linguistische Genderforschung in der Wissenschaft 6
2.1.1 Sprachkritischer Ansatz 6
2.1.2 Erforschung des Gesprächsverhaltens von Männern und Frauen 7
3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kommunikation 8
3.1 Was ist Kommunikation? 9
3.2 Männer- und frauentypische Kommunikation 9
3.2.1 „Typisch“ männlich 10
3.2.2 „Typisch“ weiblich 11
4. Macht und Sprache - wie drückt sich Macht in der Kommunikation aus? 11
4.1 Macht in der verbalen Kommunikation 12
4.2 Nonverbale Kommunikation 13
5. Möglichkeiten zu einer Veränderung der Kommunikation 14
5.1 Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg 14
5.1.1 Lebensentfremdende Kommunikation 15
5.1.2 Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation 16
6. Gewaltfrei kommunizieren - Chancen und Grenzen der Gewaltfreien Kommunikation 18
6.1 Empathie 18
6.2 Bedürfnisse 19
6.3 Grenzen der Gewaltfreien Kommunikation 19
7. Resümee - Ausblick 20
8. Literaturverzeichnis 23
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VU Geschlechterforschung Bakkalaureatsarbeit Karin Eck
Vorwort
Die Anregung für das Thema der vorliegenden Bakkalaureatsarbeit bekam ich durch die Vorlesungsübung „Geschlechterforschung“ im Sommersemester 2005. In dieser VU wurde das Thema Gewalt und Sprache umrissen. Dieses Thema ließ mich aufhorchen und mein Interesse daran war geweckt. Ich habe schon oft beobachtet, wie in der Kommunikation nachlässig und unbewusst mit Worten umgegangen wird. Es werden vielleicht Dinge gesagt, die nicht so gemeint waren. Worte können Menschen aufbauen, ermutigen und verändern, aber sie können auch erniedrigen, verletzen, entmutigen oder Menschen zerstören. Dies geschieht durch Sprache und kann verbal, aber auch nonverbal, durch unsere Gesten oder Mimik, geschehen. Wie sieht nun Sprache zwischen den Geschlechtern aus? Im Umgang mit dem anderen - manchmal vielleicht unbekannten - Geschlecht kann es sehr schnell zu Vorurteilen und Missverständnissen kommen. Mit dieser Arbeit möchte ich eine Sensibilität für Sprache wecken; die Arbeit bot für mich auch die Gelegenheit, neu über Machtverhältnisse in der Kommunikation zwischen den Geschlechtern und die Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzudenken und das Bearbeitete zu reflektieren. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema Macht und Sprache habe ich mein Bewusstsein in diesem Bereich erweitern können, so dass ich die Kommunikation in gemischtgeschlechtlichen Gruppen heute mit anderen Augen sehe. Ich möchte den Leser/die Leserin einladen, sich auf die Reise in das Land der Sprache der Geschlechter einzulassen. Beginnen möchte ich die Arbeit mit einem Gedicht, das meiner Meinung nach das Thema treffend darstellt.
VU Geschlechterforschung Bakkalaureatsarbeit Karin Eck
1. Einleitung
Die Fragestellung dieser Arbeit lautet „Macht und Sprache: Wie eine gewaltfreie Kommunikation gelingen kann“. Als Einführung in diese Arbeit soll ein Blick auf die linguistische Genderforschung, auf deren Entwicklung und aktuelle Forschungsschwerpunkte geworfen werden. Im nächsten Kapitel möchte ich auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kommunikation eingehen, um danach näher zu erläutern, wie nach Meinung von Senta Trömel-Plötz Männer mittels Sprache Gewalt auf Frauen ausüben. Als weiteren Schritt werde ich das Modell der gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg erläutern. Dieses Modell wird immer häufiger in der Kommunikation eingesetzt und es werden derzeit viele Seminare zu diesem Thema angeboten. Ich möchte mich im Folgenden mit der Frage beschäftigen, ob das Modell der Gewaltfreien Kommunikation auf das Thema „Macht und Sprache“ übertragen werden kann und ob dieses Modell eine Möglichkeit bietet, die Kommunikation zwischen Männern und Frauen zu verbessern. Ein Ausblick auf die Zukunft soll die Arbeit abrunden.
Mir ist bewusst, dass in die Sprache immer wieder mein eigenes Bewusstsein und Denken mit einfließt und dass auch ich in Kategorien denke. Ich möchte in dieser Arbeit, besonders im Abschnitt der geschlechtsspezifischen Kommunikation, Tendenzen aufzeigen und nicht in Stereotypen denken. Nicht alle Männer zeigen ein bestimmtes Verhalten und auch nicht alle Frauen tun dies. Aus diesem Grund auch der Appell an den Leser/die Leserin, bestimmte Verhaltensmuster als Tendenzen zu sehen und nicht als festgeschriebene Wahrheit. Den Bezug zur Pädagogik sehe ich in dem Sinn, dass eine theoretische Grundlage über geschlechtsspezifische Kommunikation im pädagogischen Alltag notwendig und hilfreich ist.
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VU Geschlechterforschung Bakkalaureatsarbeit Karin Eck
2. Sprache und Geschlecht - die linguistische Genderforschung
Dieses Kapitel soll als Einführung einen Überblick über den Beginn, die Entwicklung und den Stellenwert der linguistischen Genderforschung geben.
2.1 Die linguistische Genderforschung in der Wissenschaft
Die feministische Linguistik entstand im Rahmen der feministischen Bewegung in den späten sechziger Jahren. Die Veröffentlichung des Aufsatzes „Linguistik und Frauensprache“ von Senta Trömel-Plötz in den siebziger Jahren markiert den Beginn der feministischen Linguistik. Außerhalb der Wissenschaft stieß die feministische Frauenforschung auf großes öffentliches Interesse. Erwähnt seien hier Publikationen von Senta Trömel-Plötz und Luise Pusch sowie das Buch Du kannst mich einfach nicht verstehen von Deborah Tannen, das Anfang der neunziger Jahre auf den Bestsellerlisten stand. Mitte der neunziger Jahre wird der Begriff feministische Linguistik bzw. linguistische Frauenforschung durch den Begriff linguistische Geschlechter- bzw. Genderforschung ersetzt (vgl. Gottburgsen 2000, S. 20). Das Thema „Sprache und Geschlecht“ stößt in der Öffentlichkeit auf anhaltendes Interesse, allerdings nimmt es in der wissenschaftlichen Forschung eine Außenseiterstellung ein (vgl. Frank 1992, S. 155).
Die linguistische Genderforschung hat zwei Schwerpunkte. Zum einen wird untersucht, wie Frauen in der deutschen Sprache vorkommen und Kritik an Sprachnorm und Sprachsystem und der daraus resultierenden Ungleichbehandlung der Geschlechter geübt. Der zweite Schwerpunkt liegt in der empirischen Untersuchung des Gesprächsverhaltens der Geschlechter. Untersucht werden unter anderem Unterschiede beim Sprechen sowie unterschiedliche Gesprächsstrategien von Männern und Frauen.
2.1.1 Sprachkritischer Ansatz
Beim sprachkritischen Ansatz wird davon ausgegangen, „dass sich gesellschaftliche Realität im Sprachgebrauch widerspiegelt, d.h. dass die Frauen und Männern zugewiesenen Rollen auch in sprachlichen Strukturen zum Ausdruck kommt“. (Gottburgsen 2000, S. 21). Die Ergebnisse der sprachkritischen Forschung belegen die stereotype Darstellung und negative Bewertung von Frauen mit Hilfe der Sprache. Dies kommt sowohl in Redensarten und Sprichwörtern zum Ausdruck als auch in Grammatiken oder Lehrbüchern. Frauen werden in der Sprache entweder häufig nicht genannt oder über ihre Beziehung zu Männern stereotyp dargestellt. Männer stellen nicht nur gesellschaftlich, sondern auch sprachlich die Norm da. Mit jedem Satz, in dem von Personen die Rede ist, wird die Vorstellung von
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Arbeit zitieren:
Karin Eck, 2005, Macht und Sprache, München, GRIN Verlag GmbH
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