I
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Working Capital Management (WCM) 2
2.1 Definition Working Capital 2
2.2 Working Capital Management Staehle vs. Greenblatt 4
2.3 Relevanz und Ziele. 6
3 Steuerungsgrößen des Working Capital Managements 8
3.1 Einflussfaktoren des Net Working Capitals. 8
3.2 Cash-Conversion-Cycle. 8
4 Optimierung des Net Working Capitals und Trade-offs. 11
4.1 Trade-offs des Bestands-, Verbindlichkeitsmanagement 11
4.2 Trade-offs des Forderungsmanagements 12
5 Fazit. 13
Literaturverzeichnis 14
II
Abbildungsverzeichnis:
Abb. 1 - Aus den Definitionen abgeleitet aus 2.1. Abb. 2 - Vlg. Richards,V. und Laughlin, Cash Conversion Cycle Approach to Liquidity Analysis, Financial Management, 9 Jg. (1980), Heft 1, S35
Abkürzungsverzeichnis:
WCM = Working Capital Management NWC = Net Working Capital Management CSFB = Credit Suisse First Boston DIO = Days of Inventory Outstanding DSO = Days of Sales Outstanding DPO = Days of Payables Outstanding WIP = Work - in - Process CEO = Chief Executive Officer CFO = Chief Financial Officer CCC = Cash Conversion Cycle
1
1 Einleitung
In Krisenzeiten wie den heutigen, in denen Umsätze einbrechen und man eine sich verschlechternde Zahlungsmoral der Kunden beobachten kann, werden Liquide Mittel zunehmend zu einer immer knapper werdenden Ressource. Die Lösung hierfür: Working Capital Management!
Obwohl das Working Capital Modell schon in den 70 er Jahren entwickelt wurde 1 , wird es von vielen Unternehmen nicht genutzt, da es noch immer sehr stark unterschätzt wird. 2 Grund hierfür sind die vergangenen “Jahre des Booms“, die die signifikante Bedeutung des Working Capital für das Management verdeckten.“ 3 Controlling Zeitschriften publizieren vermehrt wissenschaftliche Artikel über das nicht ernst genommene Thema Working Capital Management (WCM). “Cash is King!“ 4 , lautet der Appell an die Führungsebene. So auch die Harvard Business Review in ihrem jüngsten Artikel “Need Cash“.
Working Capital Management ermöglicht es Unternehmen aus eigener Kraft, erhebliche Liquiditätsressourcen freizusetzen, in dem sie die Einflussfaktoren des NWC adäquat managen. Als positiven Nebeneffekt erreicht ein Unternehmen durch ein erfolgreiches Working Capital Management einen schlanken und effizient gestalteten Geschäftsprozess.
Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung werden verschiedene Definitionen des Working Capitals analysiert sowie verschiedene Kennzahlen gegenübergestellt und kritisch geprüft. In Kapitel 3 werden die Einflussfaktoren des Net Working Capitals Lagerbestände, Forderungen aus Lieferung und Leistung und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung erörtert. Des weiteren wird in Kapitel 3 erläutert wie mit Hilfe des Cash-Conversion-Cycles diese Faktoren gemessen und gesteuert werden. Im letzten Teil dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung wird auf die Trade-offs zwischen der Erreichung eines optimalen Net Working Capital und den Management-Zielen der Unternehmensbereiche Beschaffung, Fertigung und Absatz eingegangen. Diese Arbeit schließt mit einem Fazit.
1 Hudson Valley Business Journal, 26.01.2009, Vol 19 Issue 4, S. 9
2 Vgl. auch Controlling und Management 53. Jg. 2009, H.6 S.350 (Autor Patrick Buchmann)
3 Vgl. Harvard Business Review, May 2009, S. 64
4 Vgl. ebd., S. 64
2
2 Working Capital Management (WCM)
2.1 Definition Working Capital
Laut Staehle wird das gesamte Umlaufvermögen als Gross Working Capital bezeichnet 5 . Es umfasst unter anderem Kassenbestände, Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie Vorräte. Als Nettoumlaufvermögen wird das Net Working Capital verstanden, welches laut Staehle der Einfachheit wegen auch als Working Capital bekannt ist. 6
Die Begrifflichkeit „Nettoumlaufvermögen“ ist hierbei nur ein rechnerisches Verständnis, wobei das Umlaufvermögen um die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduziert wird 7 .
Joel Greenblatt hingegen definiert das Net Working Capital folgendermaßen: „Das Nettoumlaufvermögen berechnet das Kapital, das für ein Unternehmen Umsatz generiert, ohne Kapitalkosten zu verursachen. Es berechnet sich aus dem Umlaufvermögen (alle Vermögensteile, die nicht für längere Zeit im Betrieb bleiben wie Warenbestände, Forderungen, Kassenbestand und Bankguthaben) minus liquide Mittel minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.“ 8 Anders als bei Staehle grenzt Greenblatt aus der Net Working Capital Berechnung die liquiden Mittel wie Kassenbestände, Bankbestände und sofort liquidierbare Mittel wie Wertpapiere aus.
Hinsichtlich der Berechnung führen beide Definitionen zu unterschiedlich hoch ausfallenden NWC Kennzahlen. Dieser Sachverhalt soll anhand des folgenden Schaubildes verdeutlicht werden.
5 Vgl. Staehle (1969), S. 103
6 Vgl. ebd., (gleiche Seite wie bei 5 )
7 Vgl. Volkart Corporate Finance, S. 102
8 http://www.focus.de/finanzen/boerse/gewinnsystem-die-zauberformel_aid_258351.html
Arbeit zitieren:
Alexandre Correia Pereira, 2009, Net Working Capital als Instrument zur Optimierung der Unternehmensprozesse , München, GRIN Verlag GmbH
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