Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Pädagogische Situation 3
2 Analytischer Teil 4
2.1 Sachanalyse 4
2.1.1 Definition des Familienbegriffs 4
2.1.2 Die Lebensform Familie im Umbruch 5
2.1.3 Konflikte innerhalb einer Familie 6
2.2 Didaktische Analyse 7
3 Synthetischer Teil 8
3.1 Kompetenzen und Stundenziele 8
3.1.1 Fachkompetenzen 8
3.1.2 Soziale Kompetenzen 8
3.1.3 Personale Kompetenzen 9
3.1.4 Methodenkompetenz 9
3.1.5 Stundeziele 9
3.2 Methodische Planung 10
3.2.1 Einstiegsphase 10
3.2.2 Überleitung 10
3.2.3 Arbeitsphase 11
3.2.4 Präsentation 12
Literaturverzeichnis 13
2
1 Allgemeine Pädagogische Situation
Im Zuge meines vierwöchigen Blockpraktikums an der habe ich die Klasse 5b in EWG 1 zwei Mal pro Woche unterrichtet. Natürlich ist es in dieser kurzen Zeit schwierig, die Klassensituation erschöpfend beurteilen zu können. Deshalb müssen persönliche Entwicklungen oder Hintergründe
der [Schüler und Schülerinnen] 2 hier unbeachtet bleiben.
Im Allgemeinen lässt sich festhalten, dass es sich bei der 5b um eine aufgeschlossene, lebhafte und wissbegierige Klasse handelt. Fast alle SuS nehmen immer aktiv am Unterrichtsgeschehen teil und liefern interessante Beiträge oder Fragen zu den Unterrichtsgegenständen. Sie verfolgen den Unterricht zumeist interessiert und aufmerksam.
Kleinere Störungen oder Zwischenrufe können zwar nicht verhindert werden, aber diese sind nie von so gravierendem Ausmaß, dass der Unterricht oder die Konzentration der Schüler dadurch negativ beeinträchtigt werden.
Die Arbeit mit der Klasse ist sehr angenehm, da die SuS leicht zu motivieren und zu begeistern sind. Oft entsteht während des Unterrichts auch ein Austausch zwischen den einzelnen Schülern wenn es darum geht die Antwort eines Mitschülers zu korrigieren oder eine Frage zu beantworten. Dies zeigt, dass die SuS sich auch gedanklich mit den Unterrichtsthemen auseinandersetzen und stolz darauf sind, wenn sie etwas Wissenswertes zum Unterricht beitragen können. Das Klassenklima und das Verhältnis der Lernenden untereinander ist als sehr gut zu beschreiben, was den Einsatz von alternativen Lehrmethoden, wie beispielsweise Gruppenarbeit sehr erleichtert.
Die Klasse ist sehr empfänglich für Lob, aber auch für Tadel. Wenn eine Situation eine Zurechtweisung des Lehrers erfordert, wird diese von den SuS respektiert. So können die Grenzen eines lebhaften, aber konzentrierten Lernens eingehalten werden.
1 Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde
2 Wird im Folgenden mit „SuS“ abgekürzt.
3
2 Analytischer Teil
2.1 Sachanalyse
2.1.1 Die Definition des Familienbegriffs
Die Definition des Familienbegriffs gestaltet sich als äußerst schwierig, da jeder im Laufe seines Lebens eigene Erfahrungen mit Familien gemacht hat. Im Alltagsgebrauch gibt es daher viele verschiedene Ansichten darüber, was eine Familie ist: Zur blutsverwandten Herkunftsfamilie werden vor allem die Eltern, Geschwister und Großeltern gezählt. Während einige davon überzeugt sind, dass zu einer Familie in jedem Fall ein verheiratetes Ehepaar gehört, halten andere dies für kein entscheidendes Kriterium. Viel mehr ist man der Auffassung, dass Menschen vor allem durch ihr Zusammenleben und durch die Verantwortung, die sie für einander übernehmen, zu einer Familie werden. 3
Auch in der Literatur spiegeln sich unterschiedliche Definitionen des Familienbegriffs wieder: Die rechtliche Definition von Familie findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch wieder und definiert die Familie über die rechtliche geschlossene Ehe und die Kinder der Ehepartner. Bei der biologischen Definition hingegen orientiert man sich am Kriterium der Blutsverwandtschaft, wobei der Grad der Verwandtschaft dabei maßgeblich für die Zugehörigkeit zu einer Familie ist. Die funktionale Definition von Familie hingegen sieht das dauerhafte Zusammenleben von Individuen im selben Haushalt und den gemeinschaftlichen Lebensvollzug als entscheidendes Kriterium an. Hier steht die Familie als Wirtschaftseinheit im Fokus. Am differenziertesten beschreibt die psychologische Definition von Familie diesen Verbund. Bei dieser Definition ist das subjektive Erleben der Familiensituation ausschlaggebend. Dabei geht es um die Frage, inwiefern sich die Mitglieder selbst als Familie und der Familie zugehörig fühlen bzw. emotionale Nähe zu den anderen Mitgliedern ihrer Familie erleben. Diese Definition ist am flexibelsten, da sie sich nicht abhängig von Blutsverwandtschaft, Trauschein und dem Führen eines gemeinsamen Haushaltes macht. 4 „Sie impliziert seinen sehr breiten Familienbegriff und schließt z.B. auch unverheiratete Partner (mit oder ohne Kinder), Patchworkfamilien und SOS-
3 Vgl.Hettlage (1992), S.17f.
4 Vgl. Jungbauer (2009), S.2.
4
Kinderdorf-Familien mit ein.“ 5 In der heutigen Zeit, die durch eine Vielfalt der Familienformen gekennzeichnet ist, lässt sich die psychologische Definition am besten anwenden.
2.1.2 Die Lebensform der Familie im Umbruch
Die Tatsache, dass sich die Familie als soziales Lebensumfeld im Vergleich zu früheren Zeiten stark verändert hat, ist allgegenwärtig. Heute haben 90% der Familien nur ein oder zwei Kinder, während Großfamilien mit drei oder mehr Kindern immer seltener werden. 6 Dieser Wandel der Lebensform Familie ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, die im Folgenden kurz erläutert werden sollen:
Gestiegene Lebenserwartung: In den letzten 100 Jahren ist die
Lebenserwartung in Deutschland um mehr als 30 Jahre gestiegen. Das führt dazu, dass Familienmitglieder eine längere gemeinsame Lebensphase haben und die Beziehungsstruktur in Familien komplexer geworden ist. Gesunkene Heiratsneigung: Zu der Tatsache, dass die Zahl der
Eheschließungen in den letzten Jahrzehnten statistisch abgenommen hat kommt dazu, dass die Eheschließungen immer später erfolgen. Zudem ist die Zahl der unverheirateten zusammenlebenden Paare stark gestiegen. Insbesondere junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren leben in nichtehelichen Lebensgemeinschaften zusammen. Hohe Scheidungsrate: Die Zahlen belegen, dass heutzutage auf zwei
Eheschließungen etwa eine Scheidung kommt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass etwa 40% aller Ehen scheitern. Geburtenrückgang: Die Zahl der Geburten ist in den letzten Jahrzehnten
enorm zurückgegangen. Zum einen bedeutet dies, dass es immer mehr Erwachsenen gibt, die kinderlos bleiben möchten und die Anzahl der Kinder pro Familie stark abgenommen hat.
Trotzallem ist die Lebensform in einer Familie aber nicht hinfällig geworden. Vielmehr hat das traditionelle Familienmodell seine Monopolstellung verloren und alternative
5 Jungbauer (2009), S.2.
6 Vgl. Ebd., S.3.
5
Arbeit zitieren:
Katrin O., 2010, Unterrichtsstunde: Familienkonflikt - Was machen wir am Sonntag?, München, GRIN Verlag GmbH
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