I nhaltsverzeichnis
S. 1
1. Einleitung u. Problemstellung
S. 2
2. Genius und Subjekt im kreativen Schaffensprozess
2.1 Der Geniebegriff 2
2.2 Das unternehmerische Selbst 4
S. 6
3. Gruppenprozesse kreativer Teamarbeit
3.1 Der Teambegriff 6
3.2 Der teamorientierte kreative Schaffensprozess. 8
S. 9
S. 9
4.2 Gemeinsames Denken - Führung kreativer Teamarbeit. 11
5. Resumee / Fazit 14
1. Einleitung / Problemstellung
, äußerte einst Johann Wolfgang
von Goethe als Figur größter Bekanntheit. Ohne tiefer darauf eingehen zu wollen, verweist diese Äußerung bereits auf einen strukturellen oder gar notwendigen Zusammenhang zwischen Kreativität (Genie), künstlerischer Umsetzung und Management (Produktion,Organisation). Im Verlauf der Zeitgeschichte begegnet der Betrachter immer wieder Personen, welche auf musikalischer Ebene, in der Literatur oder auch als Innovatoren und Visionäre
Jahrhunderte hinweg Bestand haben. Betrachtet man Beethoven, Mozart, Schiller oder Zuckerberg, so scheinen diese Persönlichkeiten in all ihrer Unterschiedlichkeit 1 dennoch die Gemeinsamkeit in sich zu tragen, Erschaffer von Kunstwerken und Innovationen sein, welche anderen zunächst unmöglich schienen. Ergebnisse der Kunst- und
Kulturgeschichte beweisen, dass es dabei stets ein einzelnes Su welcher das Ergebnis, meist in Distanz zur Außenwelt, produzierte. 2 So stellt sich folgende Fragestellung: Ist es stets ein alleiniger Schöpfer, welcher das Kreative durch die ganz subjektive Auseinandersetzung generiert?
Die Beschreibung von Subjekt und Kollektiv während künstlerischer Schaffensprozesse spielt in ihren scheinbaren Widersprüchlichkeiten dabei eine zentrale Rolle in der vorliegenden Betrachtung. Nachdem im ersten Teil die Rolle und Arbeitsweise des Genius definiert werden, wird im zweiten Teil die Fragestellung untersucht, in welchem Verhältnis der Künstler zu (s)einem kreativen Team steht und inwiefern es möglich ist, eine dabei Brüderschaft von Genies
entstehen zu lassen, um noch effizienter produzieren zu können. 3 Inwiefern also ist Teamgeist, Kooperation, gegenseitige Kontrolle und Erweiterung durch Dritte innerhalb des kreativen Managements ebenso relevant wie der individuelle Schaffensprozess?
Primäres Ziel der Modularbeit sei dabei die Untersuchung und die gleichzeitige Gegenüberstellung verschiedenster Charaktere und Organisationsformen innerhalb eines kreativen Schaffensprozesses. Der Kreativitätsprozess weist dabei differente Merkmale
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und Ursachen auf, welcher unter anderem anhand des Ansatzes von Bröckling und Unternehmerischen Selbst 4 Im Zuge der
Ausarbeitung wird sich zeigen, inwiefern eine Analyse und effiziente Einordnung der genannten Begrifflichkeiten erfolgen und innerhalb moderner Managementprozesse tatsächlich untergebracht werden kann.
2. Genius und Subjekt im kreativen Schaffensprozess
innerhalb der Selbsterforschung bzw. Selbstverantwortung im Sinne eines Schaffenden. 5 So erfasst die Genieforschung sowie die vorliegende Ausarbeitung im Sinne einer Grundkonzeption zunächst eine soziologische Genese, welche den alleinigen Künstler als Subjekt in Form eines Hochtalents beschreibt. 6
2.1. Der Geniebegriff
Eine Betrachtung der Begrifflichkeiten des Genius, des kreativen Künstlers oder einer Kombination dieser beiden im Prinzip 7 , weisen in der Literatur bei aller Unterschiedlichkeit zunächst die Gemeinsamkeit zur Verbindung mit der Genieästhetik als 8 . Der Pathos des Schöpfers als
Urheber und Hervorbringer etwas Neuen durch natürlich gegebene oder angeborene Gaben finden frühe Untersuchungen im Künstlerbild gleichermaßen wie im Modell des
10 auf und auch Townley erfasst die kreative Kunst vor allem self-expression, welche mittels sogenannter auratic-work durch den Künstler als Genie geschaffen werde. 11
Grundlegend innerhalb dieser Genieauffassungen wird die notwendige Fruchtbarkeit sequent
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Originalität entfaltet. 12 Der schöpferische Mensch im Paradigma des Originellen bewegt sich auch innerhalb der Geschichte Geniekult
und Dranges oder aber rationalistisch geprägten Konzeptionen. 13 Die in diesem
eines Denkers innerhalb des kreativen
Schaffensprozesses. 14 Man nähert sich einem Subjektivierungsprozess des Genies, welcher in der Wahrheit seines originellen Werturteiles eine Geisteskraft gründlichen t.
Die Genieverehrung eines Einzelnen setzt Normen, welche kulturelles Leben hervorbringen und weiterentwickeln. 15 Eine solche Beschreibung des genialen Künstlers weist die Eigenschaft einer Heldenverehrung sowie einer Aufwertung durch Größenbestimmung und Idealschaffung auf, welche in gegensätzlicher Erscheinung mit vorhandenen Wissenschaftlichkeitsargumenten auftritt. 16
In Form eines Paradigmenwechsels löst das Argument der Wissenschaft in der Genieuntersuchung die Begründung von Begabung insofern ab, als dass das angeborene Talent ingenium haftsprozesse nicht anzulernen
sei: 17 Bröckling widerspricht einem solchen, zunächst unerklärlichen, Wunder eines 18 : so könne dies Variierte nicht einfach aus dem
Diese Auffassung setzt das Genie in soziologische Relationen, welche von der Genieforschung also pathographisches und psychologisches Phänomen in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Betrachtungen rückt. 20 So wird das Genie Geheimnisvolles (,als) irrationale Größe(,)mystisch-intuitives Vermögen (oder) gött . Vielmehr wird mit Helvetius die Fähigkeit des
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Arbeit zitieren:
Sandra Winzer, 2011, Der Genius und die anderen, München, GRIN Verlag GmbH
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