Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Psychologische und soziologische Aspekte zum Übergang zwischen
Schule und Beruf 4
1.1 Der Übergang vom Schüler zum Arbeitnehmer 4
1.2 Die Transition als Entwicklungsaufgabe 5
2 Überblick zur Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 7
2.1 Verbleib der Schulabgänger nach dem Abschluss 7
2.2 Die Struktur des Ausbildungsstellenmarktes 8
2.2.1 Der Ausbildungsstellenmarkt im regionalen Vergleich 8
2.2.2 Zur zeitliche Entwicklung des Ausbildungsstellenmarktes 9
2.2.3 Neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach Berufsgruppen 10
2.3 Die aktuelle Verteilung der Berufsausbildungsstellen und deren
Bewerber im Jahr 2010 12
Schluss 15
Literatur - und Abbildungsverzeichnis 16
2
Einleitung
Mit der Erfüllung der Schulpflicht stellt sich für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren die Frage nach ihrer weiteren (Aus-)Bildung. Jedes Jahr starten dann bundesweit um die 500.000 Jugendlichen ihr neues Leben in der Arbeitswelt. 1 Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, den Prozess des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt von unterschiedlichen Warten aus zu beleuchten:
Das erste Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche grundlegende Veränderungen und neuen Anforderungen auf einen jungen Menschen zukommen, wenn er nach dem Schulabschluss in ein Arbeitsverhältnis eintritt. Dabei werden in erster Linie psychologische und soziologische Denkansätze herangezogen.
Im zweiten Abschnitt soll dann ein kurzer Überblick über die allgemeine Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland gegeben werden. Dabei spielen die Struktur des Ausbildungsmarktes sowie die Relation zwischen dem Angebot an Ausbildungsstellen und der Anzahl der Bewerber für die jeweiligen Berufsgruppen eine wichtige Rolle.
1 Psychologische und soziologische Aspekte zum
Übergang zwischen Schule und Beruf
1.1 Der Übergang vom Schüler zum Arbeitnehmer
Die Entwicklung eigener Berufs- und Lebensvorstellungen findet bei Jugendlichen meist schon vor Beendigung ihrer Schulkarriere statt. Doch schon diese Stufe der Berufsorientierung ist mit vielen Unsicherheiten und Fragen verbunden. Erst später wird sich jedoch herausstellen, ob die eigenen Wünsche auch zu realisieren sein werden. 2
Für Schulabgänger bedeutet der Übergang von der Schule in ein Ausbildungsverhältnis in erster Linie ein Herausgelöstwerden aus einem Umfeld, das ihnen aus sozialer und räumlicher Sicht bekannt ist. Dabei findet nicht nur eine Loslösung von gewohnten Lebensmustern, sondern auch ein Hineinwachsen in eine völlig neue Lebensaufgabe statt:
Der Auszubildende muss sich in seinem neuen Umfeld eigenständig orientieren seine Identität und auch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe neu definieren. Die Rolle, die der Jugendliche in seinem bisherigen Leben vor allem im Kontext der Schule behauptete hat, wird hinfällig. Am Arbeitsplatz wird verlangt, dass sich der neue Mitarbeiter seinem Vorgesetzten unterordnet, die betrieblichen Regeln befolgt und sein Können durch gute Leistungen jeden Tag neu unter Beweis stellt. Diese Problematik wird mit dem Begriff der beruflichen Sozialisation überschrieben. 3
Des Weiteren unterscheidet sich das schulische Erfahrungsfeld auch unter dem Aspekt des Lernens enorm von dem der Ausbildungsstätte. „Schulisches Lernen“ bedeutet weitgehend reaktives und passives Lernen, das in weiten Bereichen fremdbestimmt wird und situativ orientiert abläuft. Dabei werden thematisch unterschiedliche Wissensgebiete angeeignet und für eine bestmöglichste
Leistungsbewertung reproduziert. Hier erfolgt das Lernen unter Konkurrenz im Klassenverband mit Gleichaltrigen.
Die größte Umstellung besteht beim betrieblichen Lernen in der zeitlichen Ausdehnung des Arbeitstages. Bei einem durchgängigen, achtstündigen Arbeitstag steht der Auszubildende ständig unter hohem psychischen und physische. Zudem werden neue Anforderungen an die Arbeitsleistungen gestellt, die sich mit den Reproduktionsleistungen des schulischen Wissens nicht vergleichen lassen Im Gegensatz zur Schulzeit ist auch eine freie Zeiteinteilung des Alltags nicht mehr uneingeschränkt möglich. Als Auszubildender trägt man auch für seine Kollegen und den ganzen Betrieb eine hohe Verantwortung, da bei einem Fernbleiben von der Arbeitsstelle sofort eine Vertretung gefunden werden muss und dadurch sogar eine Verzögerung des betrieblichen Ablaufs hervorgerufen werden kann. Dieser Druck wächst mit der Verantwortung, die einem Auszubildender im Laufe seiner Arbeitstätigkeit übertragen wird. Bei der Bewältigung dieser neuen Situation stellen für Sardei-Biermann vor allem Unsicherheit, Anpassungs- und Ordnungsdruck, sowie die Abhängigkeit vom Vorgesetzten die größten Probleme der Jugendlichen dar. 4
1.2 Die Transition als Entwicklungsaufgabe
„Wenn man als Schüler den Schulabschluß [sic!] macht und geht dann in die Lehre, dann findet man doch eine ganz andere Welt vor, auf die uns keiner ausreichend vorbereit hat […].“, sagt ein Auszubildender im ersten Lehrjahr rückblickend über den Übergang von der Schule in die Erwerbstätigkeit. Wie im vorherigen Kapitel schon beschrieben ist auch diesem Zitat zu entnehmen, dass sich die Arbeitswelt sehr vom schulischen Umfeld unterscheidet. Welche Unterschiede genau zwischen dem Leben als Schüler und dem Leben als Arbeiter bestehen und welche neuen Anforderungen an einen Jugendlichen gestellt werden soll im Folgenden geklärt werden.
Der Übergang von der Schule in den Beruf lässt sich unter dem Begriff Transition zusammenfassen. Zur Bewältigung dieses Überganges benötigen die
Arbeit zitieren:
2010, Zur Bedeutung des Übergangs von der Schule ins Berufsleben, München, GRIN Verlag GmbH
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