Seminararbeit LwA 2011 Christian Kunz
Abstract
Das Bike-Sharing ist im europäischen Raum eine viel diskutierte, moderne Art der Mobilität in Städten. Anhand des drei säuligen Modells der Nachhaltigkeit werden Voraussetzungen für ein Bike-Sharing dargestellt und am deutschen Projekt „Call a Bike“ angewendet. Das Konzept entwickelte sich zu einem Vorreiter unter Bike-Sharing Modellen in Europa. Es stellt sich heraus, dass es als nachhaltig bezeichnet werden kann. Schweizer Projekte können „Call a Bike“ als ein Vorbild ansehen.
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Seminararbeit LwA 2011 Christian Kunz
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik 4
2 Nachhaltigkeit des Bike-Sharing 5
2.1 Die Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit 5
2.2 Zum Begriff des Fahrradverleihs 6
2.3 Die Voraussetzungen zu einem nachhaltigen Bike Sharing 6
2.3.1 Ökonomisch 6
2.3.2 Ökologisch 7
2.3.3 Sozial 7
3 Analyse des Fahrradverleihs „Call a Bike“ in Bezug auf die Nachhaltigkeit 8
3.1 Erläuterung des Vorgehens 8
3.2 Die drei Säulen der Nachhaltigkeit bei „Call a Bike“ 8
3.2.1 Ökonomisch 8
3.2.2 Ökologisch 9
3.2.3 Sozial 9
3.3. Interpretation der gesammelten Fakten 10
3.4 Grafische Darstellung der Auswertung 11
4 Schlussfolgerungen 12
Literaturverzeichnis 13
Abbildungsverzeichnis 15
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Seminararbeit LwA 2011 Christian Kunz
1 Einführung in die Thematik
Nach den Eidgenössischen Wahlen im Herbst 2011 geht die Grünliberale Partei der Schweiz als Gewinnerin hervor. Mit einem Wähleranteil von 5.4% (Bundesamt für Statistik [BFS], 2011) wird sie zu einer neuen Mittepartei und bringt somit ihre Anliegen verstärkt ins Bundeshaus. Die Grünliberalen verfolgen das Ziel einer gesunden Umweltpolitik verbunden mit einer liberalen Wirtschaft (Grünliberale Partei Schweiz [GLP], 2007). Den Umweltschutz fördern, indem man ihn der Bevölkerung nicht aufzwingt, sondern ihn zu einem lukrativen Geschäft macht, das Investoren und Umweltschützer zugleich befriedigt.
In der vorliegenden Arbeit wird geprüft, ob ein neues Transportkonzept, nachhaltig d.h. zugleich als ökologisch, ökonomisch aber auch sozial zu bezeichnen ist. Das Bike-Sharing wird anhand des deutschen Projekts „Call a Bike“ untersucht. Der Autor möchte dabei herausfinden, welche Voraussetzungen der Nachhaltigkeit bestehen müssen, um aufzuzeigen, ob dieses Mobilitätskonzept auch in Schweizer Städten eine Alternative zum motorisierten Verkehr wäre. Das CO2-neutrale Fortbewegungsmittel würde so zu einer glaubwürdigen, ökologischen Variante. Die moderne Stadtbevölkerung beginnt zu Zeit vom motorisierten Verkehrsmittel auf die ökologischen Mittel umzusteigen (vgl. Abb.1). Denn höhere Treibstoffsteuern, „Road Pricing“ und mangelhafte Verkehrsführung machen den motorisierten Verkehr in Städten zunehmend unattraktiver. (Pendakur, 2011, S. 224)
Quelle: Pendakur, 2011, S. 225
Deshalb stellt sich die Frage, ob Bike Sharing zu diesem Wechsel beitragen kann. Eingegangen wird auf die Theorie des Bike Sharing mit Schwerpunkt auf den Versuch einer Definition der Nachhaltigkeit. Darauf folgt eine Analyse des Projekts „Call a Bike“. Somit wird sich zeigen, ob Bike Sharing eine nachhaltige Alternative zum motorisierten Verkehr in Städten wird und ob es für die Schweiz eine potentielle Chance darstellt.
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Seminararbeit LwA 2011 Christian Kunz
2 Nachhaltigkeit des Bike-Sharing
2.1 Die Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
Das Bike-Sharing soll in Bezug auf seine Nachhaltigkeit untersucht werden, wobei zuerst der Begriff der Nachhaltigkeit speziell analysiert werden soll. Der Ursprung des Begriffs liegt in der Umweltökonomie (Aier & Turgut, 2005, S. 609-610). Die meist verbreitete Definition stammt aus dem Bericht der World Commission on Environment and Development (1987):
“Sustainable development seeks to meet the needs and aspirations of the present without compromising the ability to meet those of the future.” (S. 43)
Die Nachhaltigkeit wird unter Forschern jedoch sehr differenziert verwendet und in einen unterschiedlichen Kontext gebracht. Da der Begriff in dieser Arbeit von Relevanz ist, muss ein konkretes Modell angewendet werden, womit die Analyse des Bike-Sharing durchgeführt werden kann. Einer im Jahr 2004 durchgeführten Studie zufolge, ist das in der Wissenschaft am häufigsten anzutreffende Muster, dasjenige der drei Säulen, der ökologischen, ökonomischen und sozialen Säule. Allerdings sei es keineswegs unumstritten, da es dennoch nur von geringer Anzahl von Wissenschaftler genannt wurde. Nicht selten gebe es Konflikte zwischen den Dimensionen, deshalb spricht Tremmel (2004) auch vom „magischen Dreieck der Nachhaltigkeit“(S.29). (Tremmel, 2004, S. 28-30)
Abbildung 2: Die Nachhaltigkeit als Modell
Quelle: Tremmel, 2004, S. 32
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Arbeit zitieren:
Christian Kunz, 2011, Wie nachhaltig ist das Bike-Sharing Projekt „Call a Bike“?, München, GRIN Verlag GmbH
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