Abstract
Die Meinungsvielfalt und die Meinungsverbreitung insbesondere von Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen im World Wide Web macht es für Unternehmen notwendig, diese Bewertungen in Form von objektiven und subjektiven Meinungen zu identifizieren und zu klassifizieren. Im Fokus dieser Arbeit steht hierbei die subjektive Meinungsanalyse im Teilgebiet des Opinion Mining und seiner untergeordneten Teildisziplin dem Sentiment Classification. Die Arbeit nimmt eine Einführung in die Begriffswelt dieser Forschungszweige vor und gibt einen Überblick über aktuelle automatisierte Identifikations-, Analyse- und Auswertungsansätze. Die Ergebnisse dieser automatisierten Analyseverfahren beeinflussen die Marketingaktivitäten von Unternehmen, so dass ein weiterer Bestandteil der Arbeit das Aufzeigen von Implikationen im Marketingkontext sowie die Darstellung einiger Anwendungsbeispiele im Marketing-Mix ist. Ferner zeigt die Arbeit die Schwächen und offenen Fragestellungen der automatisierten Meinungsanalyse, sodass ein Ausblick weiteren Forschungsbedarf in diesem Themengebieten erläutert.
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis IV
1 Einleitung 5
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 5
1.2 Aufbau der Arbeit 7
2 Theoretische Grundlagen der Sentiment Classification 7
2.1 Einordnung und Begriffserläuterungen 7
2.2 Methodischer Verarbeitungsprozess 11
3 Methoden der Sentiment Classification 13
3.1 Methoden auf Dokumentebene 13
3.2 Methoden auf Satzebene 16
3.3 Methoden auf Wortebene 20
4 Anwendung im Marketingkontext 22
4.1 Paradigmenwechsel in der Marketingkommunikation 22
4.2 Anwendungsmöglichkeiten der Sentiment Classification 24
5 Fazit und Ausblick 29
Literaturverzeichnis 31
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Veröffentlichungen zum Thema automatisierte Meinungsanalyse
Abbildung 2: Einordnung der Forschungszweige der Meinungsanalyse
Abbildung 3: Schematischer Verarbeitungsprozess
Abbildung 4: Bipolare Struktur von Adjektiven
Abbildung 5: Meinungsdarstellung von Eigenschaften einer Digitalkamera
Abbildung 6: Veränderung der Marketingkommunikation
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Abkürzungsverzeichnis
WWW World Wide Web
SC Sentiment Classification
OM Opinion Mining
NLP Natural Language Processing
DM Data Mining
IR Information Retrieval
PMI Pointwise Mutual Information
SO Semantische Orientierung
4Ps Product, Price, Promotion und Place
MSH-Index Morgan Stanley Technology Index
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Symbolverzeichnis
א ist Element von
,9
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Seit dem Jahr 2000 mit einer weltweiten Internetnutzung von 250 Mio. Menschen ist die Anzahl der Nutzer des World Wide Web (WWW) in 10 Jahren um das 8-fache auf
2 Durch die Weiterentwicklung des Internets ermöglicht über 2 Mrd. Nutzer gestiegen.
diese Informationsplattform auch Interaktions- und Austauschmöglichkeiten, so dass die Verbraucher ihre positiven und negativen Erfahrungen und Meinungen in Bezug auf 3 Hierdurch Produkte und Dienstleistungen im weltweiten Netz mitteilen können. generieren sie selbstständig Inhalte und entwickeln Plattformen, über die sie in eigener Regie in Diskussion untereinander, mit ihrer Umwelt und den Unternehmen treten können. Der Austausch erfolgt beispielsweise über Blogs, Diskussionsforen, Peer-to-Peer-Netzwerken und weiteren verschiedenen Arten von Social Media Webseiten. Diese Art der Möglichkeiten und der Internetnutzung wird mit Web 2.0 bezeichnet, bei dem der bisher passive Informationskonsument zu einem aktiven Produzenten von 4 digitalen Inhalten im Internet wird.
Diese Verhaltens- und Nutzungsveränderung zieht einen Paradigmenwechsel im 5 Marketing nach sich; zuhören statt fragen! Laut einer Studie von der
Unternehmensberatung Deloitte wurden 82% der Kaufentscheidungen direkt von 6 Eine Analyse an Produktbewertungen bietet Kundenrezensionen beeinflusst.
Unternehmen die Möglichkeit, sich durch den von Verbrauchern generierten Inhalt, 7 zusätzliche Marktchancen zu verschaffen. Für die Vielzahl an
Verbraucherbewertungen ist ein effektiver Ansatz wichtig, der in der Lage ist, Produkt-
1 Zitat 2 Vgl. TSN Infratest (2011) S. 66. 3 Vgl. Pang und Lee (2008) S. 2 f. 4 Vgl. Decker und Gnibba-Yukawa (2009) S. 117.
5 Vgl. TSN Infratest (2011) https://www.tns-infratest.com/Digital-Centre/Incubator_Communities.asp, 26.10.2011.
6 Vgl. Wilker und Rieck (2007). 7 Vgl. Ding et al. (2008) S. 1.
wertungen aus Kundenmeinungen zu identifizieren, zu und Dienstleistungsbe erten. Eine manuelle Meinungsanalyse ist aufwändig und nur in analysieren und auszuwe 8 geringem Ausmaß möglich. Aus technischen Gründen bezog sich die Informationsgewinnung aus Texten bisher lediglich auf die Erlangung von objektiven Fakten und die Analyse von subjektiven Meinungen wurde nicht berücksichtigt.
Abbildung 1: Veröffentlichungen zum Thema automatisierte Meinungsanalyse
(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Esuli (2007))
Für die automatisc he Identifikation und Auswertung von subjektiven Kundenbewertungen in Beurteilungen, Meinungen oder Wahrnehmungen der Konsumenten besteht derzeit kein allgemeingültiger Ansatz, so dass dieser Zweig der automatisierten Meinungsanalyse ein expandierendes Forschungsthema darstellt. Die Abbildung 1 zeigt die Anzahl der Veröffentlichungen von wissensc haftlichen Arbeiten 9 zu den Themen Opinion Mining und Sentiment Classification.
Diese Arbeit hat das Ziel eine aktuelle Bestandsaufnahme der theoretischen Forschungsarbeiten über die im Sentiment Classification und im Opinion Mining eingesetzten automatisierten Methoden zur Analyse von subjektiven Kundenbewertungen au s dem Internet vorzunehmen. Weiterhin zielt die Arbeit darauf
8
Vgl. Wei et al. (2010) S. 15
9 Vgl. Esuli (2007) http://patt
Arbeit zitieren:
Veronika Hefle, 2011, Sentiment Classification - Anwendung im Marketingkontext, München, GRIN Verlag GmbH
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