1. Einleitung…………………………………………………………………………… 2
2. Soziale Ungleichheit………………….……………………………………...…... 3
3. Der Machtkampf zwischen multinationalen Unternehmen und Nationalstaat………………..……………………………… 4
4. Strategien zum Umgang mit globaler Ungleichheit………………………… 11
5. Fazit……………………………………………………………………….…………. 14
Literaturverzeichnis…………………………………………………….………… 15
1
1. Einleitung
Die Globalisierung steht für eine rasante Veränderung in den Themengebieten der Wirtschaft und Politik. Desweiteren trägt Globalisierung auch einen sozialen Wandel mit sich, der einen Konflikt zwischen Globalisierungsgegnern und Befürwortern schafft. So stehen Ökonomen dem Globalisierungsprozess meist positiv gegenüber. Oft wird in diesem Zusammenhang mit wohlstandssteigender Wirkung argumentiert. Außerdem ermögliche ein liberalisierter Markt den freien Ideenfluss und ein Verschwinden von unversöhnlichen Konflikten aufgrund von immer engerer Zusammenarbeit. Globalisierungsgegner hingegen erkennen in dem Prozess eine zunehmende globale Ungleichheit. Dafür sei vor allem die Ausbeutung von Rohstoffen und Humankapital durch die Industrieländer in den Entwicklungsländern verantwortlich. Dieser Diskurs lässt sich unzählige Male in der Literatur wiederfinden. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass vor allem multinational tätige Unternehmen die Hauptakteure im Globalisierungsprozess sind. Denn sie sind diejenigen, die den Globalisierungsprozess vorantreiben und mitgestalten. Daher gilt der eigentliche Fokus der vorliegenden Abreit den multinationalen Unternehmen. Es soll im Verlauf gezeigt werden, dass der Globalisierungsprozess multinationale Unternehmen ein Stück weit aus nationalen Institutionen entbettet. Dies führt dazu, dass die Konzerne aus der Pflicht soziale Verantwortung zu übernehmen entlastet werden. Das ist einer der Gründe, wieso Multinationale Unternehmen zunehmend in öffentliche Kritik geraten. Immer Häufiger wird in den Medien über die „Machenschaften“ der Konzerne berichtet. So hat z.B. Philip Morris, einer der größten Tabakprodukt-Hersteller, vergangenes Jahr auf sich aufmerksam gemacht. Der Konzern kaufte Tabak von einem Zulieferer aus Kasachstan, welcher Kinderabreit praktizierte. 1 Dieses Beispiel veranschaulicht die Problematik, da es zu der heutigen Zeit keine Instanz gibt, die die multinationalen Konzerne effektiv kontrollieren kann. Selbst die Nationalstaaten scheinen hilflos den Global Players gegenüber zustehen. Doch wie kommt es zu der Entbettung der multinationalen Konzernen aus staatlichen Institutionen und inwieweit spielt diese eine entscheidende Rolle hinsichtlich der globalen Ungleichheit?
Mit der Beantwortung dieser Frage setzt sich die vorliegende Arbeit auseinander. Um diese Fragestellung zu bearbeiten, soll zuallererst in Kapitel 2 der Begriff der sozialen
1 Pyljow, Schepp 2010.
2
Ungleichheit geklärt werden. Hierbei soll eine allgemein anerkannte Definition des Begriffes genannt und erläutert werden. Dies ist notwendig um soziale Ungleichheit in einem globalen Rahmen fassen zu können. In Kapitel 3 wird gezeigt, wie national staatliche Institutionen gegenüber Multinationalen Unternehmen an immer mehr Souveränität verlieren, was anhand von zwei Unterpunkten erörtert wird. Zunächst soll in knappen Zügen der Globalisierungsprozesse erläutert werden. Danach geht es darum, was man unter multinationalen Unternehmen versteht und wie diese im Rahmen der Globalisierung immer an mehr wirtschaftliche und politische Macht gelangen. Diese Grundlage macht die anschließende Analyse, ob und wie multinationale Konzerne globale Ungleichheit vorantreiben, verständlicher. In Kapitel 4 soll untersucht werden, wie unterschiedliche Organisationen und Institutionen mit dem Problem der globalen Ungleichheit umgehen. Hierbei sollen Lösungsvorschläge zu dem genannten Problem vorgestellt und kritisch hinterfragt werden. Dabei wird exemplarisch veranschaulicht, wie der Nationalstaat, die multinationalen Unternehmen und internationale Organisationen mit der Problematik umgehen. Kapitel 5 schließt ab mit einem Fazit und der Beantwortung der zu Anfang gestellten Frage.
2. Soziale Ungleichheit
Wie bereits erwähnt soll zunächst der Begriff der sozialen Ungleichheit geklärt werden um diesen dann im Verlauf der Ausarbeitung auf einen globalen Rahmen beziehen zu können. Dabei dient zur Hilfe, die allgemein gültige Definition von Reinhard Kreckel:
„Soziale Ungleichheit im weitesten Sinne liegt überall dort vor, wo die Möglichkeit des Zugangs zu allgemein verfügbaren und erstrebenswerten sozialen Gütern und/oder zu sozialen Positionen, die mit ungleichen Macht-und/oder Interaktionsmöglichkeiten ausgestattet sind, dauerhafte
Einschränkungen erfahren und die Lebenschancen der betroffenen Individuen, Gruppen oder Gesellschaft beinträchtigen bzw. begünstigt werden.“ 2
2 Vgl. Kreckel 2004, S.17
3
Diese Definition enthält drei Kernpunkte in ihrer Aussage. (1) Es müssen Güter und/oder soziale Positionen existieren, die in einer Gesellschaft als wertvoll bezeichnet werden. Solche Güter können z.B. Bildungsabschlüsse, Vermögen und Macht sein. (2) Diese Güter und/oder sozialen Positionen müssen ungleich verteilt sein. (3) Die Ungleichheiten der Verteilung sind durch sozial strukturierte regelmäßige Verteilungsmechanismen verursacht. Dies bedeutet, dass diese Ungleichverteilung in der Gesellschaft so verankert ist, dass sie Individuen, Gruppen und ganze Gesellschaften generationsübergreifend prägen kann. Weiterhin unterscheidet Reinhard Kreckel zwei Arten von sozialer Ungleichheit. Zum einen die sozial strukturierte Verteilungsgleichheit (distributive Ungleichheit) und zum anderen die sozial strukturierte Beziehungsungleichheit (relationale Ungleichheit). 3 Die distributive Ungleichheit findet sich in der ungleichen Verteilung von sozialen Gütern wieder, wie z.B. Reichtum und Wissen. 4 Demnach spiegelt sich in der distributiven Ungleichheit eine Verteilungsungleichheit wieder. Die relationale Ungleichheit hingegen weißt auf eine Chancenungleichheit hin. Dies äußert sich darin, dass Individuen, Gruppen oder Gesellschaften in gleicher Position ungleiche Handlungsmöglichkeiten haben. 5
3. Der Machtkampf zwischen mutlinationalen Unternehmen und Nationalstaat
Um die zu Anfang gestellte Frage beantworten zu können, muss zunächst das Phänomen der Globalisierung behandelt werden. Dies ist notwendig, da im Verlauf der Arbeit gezeigt wird, dass multinationale Unternehmen stark in den Globalisierungsprozess verflochten sind. In dem Sinne soll im folgenden Kapitel in knappen Zügen beschrieben werden, was unter Globalisierung zu verstehen ist. Im Anschluss daran soll über die Rolle der multinationalen Unternehmen im Rahmen des Globalisierungsprozesses diskutiert werden. Wenn dieser Schritt abgehandelt wurde wird erörtert, wie der Nationalstaat gegenüber den multinationalen Unternehmen steht und welche Handlungsmöglichkeiten er besitzt. Diese Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung ab.
3 Vgl. Ebd. S.19
4 Vgl. Ebd. S.20
5 Vgl. Ebd. S.20
4
Arbeit zitieren:
Andrej Bulgarowski, 2011, Entbettung multinationaler Unternehmen aus nationalen Institutionen und die daraus verstärkte globale Ungleichheit, München, GRIN Verlag GmbH
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