Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis. IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Erste Schritte zur europäischen Integration in den 50er Jahren 2
2.1 Die Entstehung des Schuman-Planes (Monnet-Plan) 4
2.2 Die französische Ausgestaltung und Zielsetzung des Schuman- Planes 6
2.3 Deutsche Motive und Kritikpunkte der Industrie. 10
2.4 Ratifizierung des Vertrages 11
3. Struktureller Aufbau der EGKS 13
3.1 Organe 13
3.2 Finanzrahmen 15
4. Wirkung und Bilanz der EGKS 15
5. Fazit 20
Literaturverzeichnis. 22
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Organe der EGKS
III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Stationen der europäischen Integration in den 1950er Jahren 3
Tabelle 2: Kostenvergleich der deutschen und französischen Kohleförderung, 1949 8
Tabelle 3: Vergleich der deutschen und französischen Stahlpreise, September 1951 8
Tabelle 4: Produktivitätssteigerung im Bergbau 17
Tabelle 5: Produktivität in der Eisen- und Stahlindustrie 17
IV
Abkürzungsverzeichnis
EGKS Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
EPG Europäische Politische Gemeinschaft
EU Europäische Union
EVG Europäische Verteidigungsgemeinschaft
WVESI Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie
V
1. Einleitung
Ein vereintes Europa, das eine lange Periode nicht nur des Wohlstandes, sondern auch des Friedens erlebt und in absehbarer Zeit keine kriegerischen Konflikte innerhalb seiner Grenzen befürchten muss, scheint für viele Europäer heute als selbstverständlich zu gelten. Allem Anschein nach wird zu oft vergessen, dass das Leben in der Europäischen Union (EU) eine Vielzahl von Vorzügen bietet. Die Freizügigkeit für Arbeitnehmer und Gleichbehandlung aller EU-Bürger sollen hier nur beispielhaft genannt werden um zu verdeutlichen, dass ein integriertes Europa ein Privileg in der Welt darstellt. Obgleich die EU in letzter Zeit überwiegend durch negative Schlagzeilen, im Rahmen der Finanz- und Schuldenkrise, auf sich aufmerksam macht und ihr seit langem der Ruf eines unüberschaubaren Bürokratie-Apparates anhaftet, erwies sie sich jedoch als die entscheidende Kraft, die die wirtschaftliche Entwicklung in Europa positiv beeinflussen sollte.
Der Gedanke eines wirtschaftlich und politisch vereinigten Europas entfaltete sich nicht erst seit dem Jahr 1945. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfuhr diese Idee aber einen neuen ausschlaggebenden Auftrieb. Während die ersten europäischen Kooperationsversuche der OEEC und des Europarats in den 40er Jahren an der Aufgabe eine Gesamtintegration umzusetzen scheiterten, wurde in den 50er Jahren mit dem Konzept der wirtschaftlichen Teilintegration eine neue alternative Vorgehensweise entwickelt. Die Teilintegration schien besser dafür geeignet zu sein, die verschiedensten nationalen Interessen der europäischen Staaten mit der Abgabe von Souveränität an eine übergeordnete Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Der Verlust an Souveränität konnte den Staaten freiwillig abgewonnen werden, weil ihnen die europäische Gemeinschaft zugleich konkrete Lösungen für ihre Probleme liefern konnte. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) stellte den Beginn der wirtschaftlichen Teilintegration dar. Sowohl die Befriedigung verschiedener wirtschaftlicher Interessen, die Sicherung des Friedens, die Kontrolle Deutschlands, durch dessen Integration, als auch die Sicherheit vor der Sowjetunion („Containment“-Politik) waren die wesentlichen Gründe für den Integrationsprozess. 1 Während Osteuropa hinter dem „Eisernen Vorhang“ verschwand, ergab sich zum ersten Mal die
1 Vgl. Gehler, (2010), S. 167f. und S. 180.
1
Chance, dass die Idee der europäischen Integration, vorerst in Westeuropa und nur auf einen Sektor begrenzt, in die Tat umgesetzt werden konnte. Ziel dieser Arbeit ist es, die EGKS in den Prozess der Europäischen (Wirtschafts)Integration einzuordnen. Welchen Beitrag konnte die EGKS zur Europäischen Wirtschaftsintegration leisten? Welche Motive veranlassten die Vertragsparteien der EGKS zuzustimmen? Welche Interessen wurden verfolgt?
Um diese Fragen zu beantworten, wird in Kapitel 2 zunächst ein knapper Überblick über die wichtigsten europäischen Integrationsetappen der 50er Jahre gegeben. Nach der anschließenden Darstellung der Entstehungsgeschichte des Schuman-Planes (Monnet-Plan) werden die Ausgestaltungsmerkmale und speziellen Zielsetzung des Schuman-Planes, vor allem aus der Sicht Frankreichs, im Detail vorgestellt. Im Anschluss werden die Motive und Befürchtungen Deutschlands, als bedeutsamster Adressat des Planes, verdeutlicht. Kapitel 2 schließt mit einem Blick auf die Ratifizierung des Vertrags ab. Kapitel 3 setzt sich mit dem institutionellen Aufbau der EGKS auseinander und konzentriert sich im Wesentlichen auf die wichtigsten Organe und den Finanzrahmen der EGKS. Kapitel 4 betrachtet die Auswirkung der Gemeinschaft und zieht Bilanz über ihre Tätigkeit. Die Arbeit schließt mit einem Fazit in Kapitel 5 ab, welches die Ergebnisse zusammenfasst und bewertet.
2. Erste Schritte zur europäischen Integration in den 50er
Jahren
In den 1950er Jahren wurden wichtige Etappenziele zur Integration Europas erreicht. Tabelle 1 auf Seite 3 gibt einen Überblick über wichtige Stationen zur europäischen Integration. Zudem wurden die Regierungen sich auch den Grenzen der Integration bewusst. Eine zu voreilige Übertragung von Befugnissen auf europäische Institutionen, die Errichtung einer Zollunion oder einer Freihandelszone, oder gar die Verwirklichung der Idee von den „Vereinigten Staaten von Europa“, erwiesen sich als unrealistisch und nicht durchsetzbar. Weder die OEEC noch der Europarat waren bisher in der Lage die europäische Integration weiter zu intensivieren. 2 Pragmatischere Lösungen waren gefragt.
2 Vgl. Brunn, (2002), S. 70.
2
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Thorsten Daub, 2010, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte: neuer Titel erschienen: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
Thorsten Daub hat einen neuen Text hochgeladen
Türkisches Europa - Europäische Türkei
Türken in Europa, türkisch-eur...
Wolfgang Gieler, Christian Johannes Henrich
Orientalische Reisende in Europa - Europäische Reisende im Nahen Osten...
Bekim Agai, Zita Á Pataki
Deutschland und Frankreich in der europäischen Integration: 'Motor' od...
Heinrich Siedentopf, Benedikt Speer
Making the European Polity: Reflexive Integration in the Eu
Reflexive Integration in the E...
Erik Oddvar Eriksen, John Erik Fossum
Integration, Growth, and Cohesion in an Enlarged European Union
John Bradley, Julia Traistaru, George G. Petrakos
The Euro, the Eurosystem and the European Economic and Monetary Union....
Reviews and Prospects of a Uni...
Detlev Ehrig, Uwe Staroske, Otto Steiger
Vertrag über die Europäische Union und Vertrag zur Gründung der Europä...
Artikel 98 - 188 EGV
Hans von der Groeben, Jürgen Schwarze
0 Kommentare