Inhalt
1 Einleitung 1
2 Der Naturzustand 1
3 Vom Naturzustand in den bürgerlichen Zustand 2
4 Der bürgerliche Zustand 3
4.1 Instinkt-Gerechtigkeit 3
4.2 Sittlichkeit 3
4.3 Pflicht 4
4.4 Das Recht 4
4.5 Seele 4
4.6 Freiheit-Gleichheit 5
4.7 Das Eigentum 5
4.8 Das Gesetz 5
4.9 Familie -Ehe 6
4.10 Gemeinwille 6
5 Zusammenfassung 6
Literaturverzeichnis 8
1 Einleitung
Der Mensch ist ein soziales Wesen, er lebt gemeinsam mit den anderen Menschen in der Gesellschaft. Er hat seine natürliche unbeschränkte Freiheit verloren. Neue Bedingungen, Beziehungen, Arten, Regeln und Pflichten sind entstanden. Jean Jacques Rousseau entwirf in seinem Buch „Der Gesellschaftsvertrag“ die Fiktion eines Gesellschaftsvertrages zwischen den Menschen, die in der Gemeinschaft leben wollen, Gemeinwille akzeptieren und deshalb auf ihre natürliche Rechte verzichten. Er sagt: „Der Mensch wird frei geboren, und überall ist er in Ketten“ (Rousseau o.J.: 36). Rousseaus Theorie behandelt, was der Gesellschaftsvertrag ist und was er für die Menschen beim Übergang vom Naturzustand in den bürgerlichen Zustand bedeutet. In dieser Hausarbeit wird dieser Übergang analysiert.
2 Der Naturzustand
Viele Philosophen haben sich mit dem Begriff „Naturzustand und bürgerlicher Zustand“ beschäftigt wie P. Th. d`Holbach, T. Hobbes, I. Kant und J.J. Rousseau usw. Laut Hobbes (1936: 186) findet im Naturzustand unter den Menschen keine Rangordnung statt; erst durch das bürgerliche Gesetz wurde sie eingeführt. Die Natur bestimmt die Grenzen der Naturmenschen und die Befriedigung seiner Bedürfnisse.
Locke sagt, dass der Naturzustand einer vollkommene Freiheit innerhalb der Grenzen des Gesetzes der Natur ist. Die Menschen müssen niemanden um Erlaubnis bitten, ihre Handlungen zu regeln und über ihren Besitz und ihre Persönlichkeit zu verfügen (Locke 1992: 201). Der Naturmensch ist nur für sich da.
Nach Rousseau heißt es, dass die Pflicht der Menschen im Naturzustand immer die Sorgen um seine eigene Erhaltung ist und der einzelne Mensch ein derart schwaches Wesen ist oder zu mindestens ihm die Kraft derart auf seine eigenen natürlichen Bedürfnisse und seinen primitiven Zustand begrenzt ist (Rousseau 1995: 211, 214). Nach Rousseaus Meinung leben die Naturmenschen isoliert in den Wäldern, sie sind Sammler, Jäger und Fischer. Sie befriedigen ihre einfachen Bedürfnisse ohne Mithilfe von anderen Menschen. Der natürliche
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Mensch ruht in sich. Er ist eine Einheit und ein Ganzes, er bezieht sich nur auf sich oder Seinesgleichen (Rousseau 2001: 12).
Der Naturmensch, bzw. die Menschen im Naturzustand haben nach Rousseaus Meinung keine Moral, keine Ehe und Familie. Ihre Gedanken und Gefühle sind nicht entwickelt. Er ist ein Egoist, seine Handlungen sind von Instinkt bestimmt.
3 Vom Naturzustand in den bürgerlichen Zustand
Als Naturwesen hat der Mensch sexuellen Trieb und er will sich fortpflanzen. Die Leidenschaft und sexuelle Beziehungen zwischen den Geschlechtern ist unverzichtbar. Das führt dazu, dass -als Notwendig, unverzichtbar- seine Anzahl wächst.
Der Mensch braucht um zu überleben und sich fortzupflanzen zwei Dinge. Erstens, um Nachkommen zu haben bzw. seinem Sexualtrieb nachzugehen, die Leidenschaft -sexuelle Beziehung- zwischen den Geschlechtern. Zweitens, die Nahrung ist für die Existenz der Menschen notwendig.
Wenn die Menschen sich vermehren, die Anzahl der Bevölkerung steigt, dann braucht er mehr Nahrung, weil seine Bedürfnisse steigen. Es ist unmöglich, alleine seine natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Er braucht die Hilfe der anderen. Er ist gezwungen, mit den anderen Menschen zusammenzukommen. Sexualtrieb führt zur Bevölkerungsvermehrung und das ist nicht anders als die Vermehrung seiner Bedürfnisse. Das wiederum führt notwendigerweise zum Gemeinleben- Gesellschaftsvertrag.
Der Übergang vom Naturzustand in den bürgerlichen Zustand bedeutet eine historische, objektiv-notwendige Entwicklung. Und für Rousseau heißt das; jeder von uns legt seine gesamte Macht zusammen und unterstellt sich der obersten Leitung des Gemeinwillens (Rousseau o.J.: 52). Als Bürger ist er nur ein Bruchteil, der vom Nenner abhängt und dessen Wert in der Beziehung zum Ganzen liegt … Er überträgt sein ICH in die Allgemeinheit, so dass sich der Einzelne nicht mehr als Einheit, sondern als Glied des Ganzen fühlt und angesehen wird (Rousseau 2001: 12).
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Arbeit zitieren:
Fatma Varli, 2003, Der Übergang vom Naturzustand in den Bürgerlichen Zustand nach Jean-Jacques Rousseau, München, GRIN Verlag GmbH
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