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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Die Funktion der platonischen
Akademie. 4
2.1 Das Höhlengleichnis. 5
2.2 Die philosophische Bildung. 6
2.3 Die Akademie in der philosophischen
Bildung. 8
3. Die Inhalte der platonischen
Akademie. 10
3.1 Die Ideenlehre Platons. 11
3.2 Der Unterricht an der Akademie. 12
4. Der Stellenwert der platonischen
Akademie. 13
5. Zusammenfassung. 15
6. Literatur- und Abbildungsverzeichnis 16
3
1. Einleitung
Platon ( 427 - 347 v. Chr.) gründete im Jahr 387 v. Chr. eine Schule, später bekannt unter dem Namen „platonische Akademie“, mitunter auch als „Schule von Athen“ bezeichnet. Ihren Namen verdankt sie einem Gartengrundstück vor den Toren Athens, das dem Helden Akademos gewidmet war. 1 In ihrer fast tausendjährigen Geschichte bis zu ihrer Schließung vereinte sie verschiedenste Geistesströmungen und gilt heute als „Urform aller Akademien und Hochschulen“, die maßgeblich dazu beigetragen hat, die „abendländische Wissenschaft und Philosophie“ zu schaffen und „den von den Sophisten stammenden Gedanken einer höheren
Bildung“ 2 zu verwirklichen. Doch all das war schwerlich von Platon vorauszusehen, die Frage stellt sich vielmehr, wozu war die Akademie von Platon gedacht? Welchen Stellenwert sollte die Akademie nach Platon einnehmen - in seinem idealen Staat, den er in seinem großen Werk
„Politeia“ schuf - und welchen Stellenwert hatte sie tatsächlich im Athen des 4. Jhdt. v. Chr.? Im ersten Abschnitt dieser Hausarbeit möchte ich auf die Funktion der platonischen Akademie hinweisen. Dazu ist ein kurzer Überblick über das platonische Bildungsideal und den Weg zur philosophischen Bildung notwendig, den Platon im siebten Buch seines Werkes „Politeia“ erläutert. Im nächsten Abschnitt soll der Inhalt der platonischen Akademie dargestellt werden, welche Fächer der Philosoph für seine Schule vorsah. Auf den Stellenwert der platonischen Akademie möchte ich im letzten Abschnitt dieser Hausarbeit eingehen und erklären, welche Auswirkungen ihr Bestehen und Wirken auf die Geisteslandschaft Athens im vierten vorchristlichen Jahrhundert hatte. Es gibt bislang eine Unterscheidung von drei Richtungen unter den vorchristlichen Platonikern, nämlich die ältere, mittlere und die neuere
Akademie. Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Hausarbeit soll jedoch
1 Vgl. VRETTOS, J.: Lehrer-Schüler-Interaktion bei Platon. Frankfurt a. M. 1985, S. 37.
2 REBLE, A.: Geschichte der Pädagogik. Stuttgart 1999, S. 32f.
4
die ältere Akademie (387 - 268 v. Chr.) sein 3 , und hier insbesondere die
Akademie zu Lebzeiten ihres Gründers, Platon.
2. Die Funktion der platonischen Akademie
Platon ist unbestreitbar ein großer Denker und Philosoph. Sein Wirken beschränkt sich jedoch nicht auf den geistigen Bereich, seine Werke zielen vielmehr auf eine radikale Reform des maroden athenischen Staates. „Sowohl den Individualismus wie auch die Demokratie (...) hält er für verderblich“. 4 Und wenn Platon auch in den meisten seiner Werke den großen Denker Sokrates, den er über alles verehrt, seine Gedanken formulieren lässt, nimmt er später in seinem siebten Brief konkret Stellung zu dem reformbedürftigen Staat: „Schließlich jedoch erkannte ich, dass alle Völker heute, alle insgesamt, schlecht regiert sind. Denn der Zustand ihrer Gesetze ist ohne eine Glücks- und Wunderkur schier heillos. Und ich sah mich zu dem Bekenntnis, zum Ruhme der rechten Philosophie, gezwungen, dass nur von ihr aus die gerechte Ordnung des öffentlichen und des gesamten privaten Lebens einsichtig wird.“ 5 Dieser Brief ist vermutlich 355 v.Chr. verfasst worden und richtet sich an die Verwandten und Freunde des ermordeten Dion. Platon versuchte mit diese, den Herrscher von Syrakus in Sizilien zu der Schaffung eines gerechten Staates in Syrakus zu animieren. Unglücklicherweise scheitert dieser Versuch, und Dion wird von seinen Nächsten ermordet. 6
Platon sieht also, und später am Beispiel Dions wird es ihm noch einmal eindrucksvoll gezeigt, den Bedarf nach einem neuen, gerechten Staat. Und dieser Staat muss für ihn unter der Führung eines Philosophen stehen, wie er Sokrates gegenüber dem Bruder Platons, Glaukon, im siebten Buch
3 Vgl. VORLÄNDER, K.: Geschichte der Philosophie. Reinbek bei Hamburg 1990, S. 93.
4 REBLE 1999, S. 37.
5 PLATON: Die Briefe. Stuttgart 1954, S. 38.
6 Ironischerweise war Kalippos, ein enger Vertrauter, der den Dion ermorden ließ, ein Schüler der platonischen Akademie. Vgl. Platon 1954, S. 34.
Arbeit zitieren:
Dirk Mindermann, 2002, Stellenwert, Funktion und Inhalte der platonischen Akademie - eine Analyse, München, GRIN Verlag GmbH
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Theodor Fontane "Frau Jenny Treibel oder wo sich Herz zum Herzen ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
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