DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
Inhaltsübersicht
Literaturverzeichnis IX
A. Einleitung - Ein kurzes Wort zu dieser Arbeit 1
B. Ägypten - Ein Einblick in Geschichte und Gegenwart 2
I. Ein kurzer Überblick 2
II. Eine chronologische Zusammenfassung der Entwicklung Ägyptens 3
III. Die Rolle Ägyptens in der arabischen Welt 7
IV. Die neuere gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens und des Koptentums 7
V. Die Sprache der Ägypter 9
C. Das Koptentum und sein Bezug zur ägyptischen Geschichte 11
I. Die Bedeutung der Stadt Alexandria für das Koptentum 11
II. Die Bezüge zwischen Koptentum und altägyptischer Geschichte 12
D. Die koptische Kirche in Ägypten 14
I. Die Entstehung der ägyptischen koptischen Kirche 14
II. Die entscheidenden kirchlichen Konzilien der ägyptischen koptischen Kirche 19
III. Das Recht der ägyptischen koptischen Kirche 38
E. Zusammenfassung und Schlußwort 103
II
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
Inhaltsverzeichnis
Literaturverzeichnis IX
A. Einleitung - Ein kurzes Wort zu dieser Arbeit 1
B. Ägypten - Ein Einblick in Geschichte und Gegenwart 2
I. Ein kurzer Überblick 2
1. Die ägyptische Vor- und Frühgeschichte 2
2. Der Nil als Lebensader Ägyptens 2
3. Die günstige Lage Ägyptens 2
4. Der Einfluß der ägyptischen kulturellen Entwicklung auf Europa 2
5. Die Kopten als Nachfahren der alten Ägypter 3
II. Eine chronologische Zusammenfassung der Entwicklung Ägyptens 3
1. Die Vor- und Frühgeschichte Ägyptens, 9000 v. Chr. - 2626 v. Chr. 3
2. Das alte Reich, 2687 v. Chr. - 2162 v. Chr. 3
3. Das mittlere Reich, 2040 v. Chr. - 1650 v. Chr. 3
4. Das neue Reich, 1554 v. Chr. - 1080 v. Chr. 3
5. Die Spätzeit, 713 v. Chr. - 332 v. Chr. 4
6. Die griechisch-ptolemäische Herrschaft, 332 v. Chr. - 30 v. Chr. 4
7. Die römisch-byzantinische Herrschaft, 30 v. Chr. - 640 n. Chr. 4
8. Die islamisch-arabische Herrschaft, 639 n. Chr. - 1250 n. Chr. 5
9. Die Mamlukenherrschaft, 1250 n. Chr. - 1517 n. Chr. 5
10. Die osmanische Herrschaft, 1517 n. Chr. - 1798 n. Chr. 5
11. Die jüngere Zeit, 1798 n. Chr. - 1952 n. Chr. und folgende Zeit 6
12. Ein Fazit zur geschichtlichen Entwicklung Ägyptens 6
III. Die Rolle Ägyptens in der arabischen Welt 7
IV. Die neuere gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens und des Koptentums 7
1. Die neuere gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens 7
2. Die neuere Entwicklung des ägyptischen Koptentums 8
V. Die Sprache der Ägypter 9
C. Das Koptentum und sein Bezug zur ägyptischen Geschichte 11
I. Die Bedeutung der Stadt Alexandria für das Koptentum 11
III
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
II. Die Bezüge zwischen Koptentum und altägyptischer Geschichte 12
1. Das Neujahrsfest der ägyptischen Kopten 12
2. Das Epiphaniasfest der ägyptischen Kopten 12
3. Das altägyptische Frühlingsfest und das christliche Ostermontagsfest. 13
4. Die Verwandtschaft der ägyptischen Göttertriade zum Christentum 13
D. Die koptische Kirche in Ägypten 14
I. Die Entstehung der ägyptischen koptischen Kirche 14
1. Die Anfänge der ägyptischen koptischen Kirche 14
2. Die Entstehung des Mönchtums in der ägyptischen koptischen Kirche 16
II. Die entscheidenden kirchlichen Konzilien der ägyptischen koptischen Kirche 19
1. Die Begründung der Konzilien 19
2. Das Konzil von Nicäa 325 n. Chr. und das trinitarische Dogma 21
a) Das trinitarische Dogma 21
b) Die Rolle und Ansicht von Arius über die Trinität Gottes 21
c) Die Rolle und Ansicht Kaiser Konstantins über den dogmatischen Streit 23
d) Der Ablauf und die wichtigsten Ergebnisse des Konzils 23
e) Die Folgen des Konzils von Nicäa 24
3. Das Konzil von Konstantinopel 381 n. Chr. und der Abschluß Nicäas 26
a) Der Sinn und die Art der Einberufung des Konzils 26
b) Der Ablauf des Konzils 26
c) Die Ergebnisse und das erweiterte Glaubensbekenntnis des Konzils 27
d) Die Anerkennung des Konzils als allgemeines Konzil 28
4. Das Konzil von Ephesos 431 n. Chr. und der Streit um die Person Jesu 28
a) Das neue Problem nach den Konzilien von Nicäa und Konstantinopel 28
b) Das „zwei Konzilien“-Konzil von Ephesos, sein Ablauf und die Ergebnisse 29
c) Die Folge und Wiederversöhnung nach dem „zwei Konzilien“-Konzil 31
5. Die „Räubersynode“ von Ephesos 449 n. Chr. 31
a) Die Radikalisierung der Formel von Kyrillos durch den Mönch Eutyches 31
b) Der Ablauf und die Ergebnisse des Konzils 32
c) Die Folgen des Konzils und seine Verurteilung zur Räubersynode. 33
IV
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
6. Das Konzil von Chalcedon 451 n Chr. und die konfessionelle Spaltung 33
a) Der vorherbestimmte Verlauf des Konzils und dessen Ergebnisse. 33
b) Die chalcedonische Formel und ihre unrechte Folge 35
c) Die weiteren Folgen Chalcedons und die Neuordnung der Kirchenränge 37
III. Das Recht der ägyptischen koptischen Kirche 38
1. Der umfassende Begriff des Rechts in den Kirchenordnungen 39
a) Was ist kirchliches Recht? 39
b) Die Paränese, das kirchliche Recht und ihr Zusammenhang 39
c) Die Kanones als klassische Form der kirchlichen Rechtssetzung 41
2. Das Problem der Darstellung des Kirchenrechts und dessen Ordnungen 42
3. Der Grundstock der kirchenrechtlichen Quellen der orientalischen Kirchen 42
4. Ein Wort zur Besonderheit der apostolischen Schriften in der koptischen Kirche 43
5. Die Texte der Fallgruppe der Originalität und ihre Bedeutung 44
a) Die Apostolische Überlieferung oder sogenannte „traditio apostolica“ 44
aa) Darstellung und Inhalt der „traditio apostolica“ 44
bb) Die Legitimität und der juridische Charakter der „traditio apostolica“ 45
cc) Die ägyptische Kirchenordnung als „traditio apostolica“ und ihr Verfasser 46
b) Die Didaskalie 49
aa) Darstellung und Inhalt der Didaskalie 49
bb) Paränese und Lehre in der Didaskalie und ihre Rolle als Mahnschrift 51
c) Die Didache 53
aa) Darstellung und Inhalt der Didache 53
bb) Recht und Paränese in der Didache 54
d) Die Apostolische Kirchenordnung 56
aa) Darstellung und Inhalt der Apostolischen Kirchenordnung 56
bb) Recht und Paränese in der Apostolischen Kirchenordnung 58
e) Kurzzusammenfassung 59
6. Die Texte der Fallgruppe der Sonderformen und ihre Bedeutung 59
a) Die Kanones Hippolyti 59
aa) Darstellung und Inhalt der Kanones Hippolyti 59
V
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
bb) Die juridische und normative Legitimität der Kanones Hippolyti 61
b) Die Apostolischen Kanones 62
aa) Inhalt und Darstellung der Apostolischen Kanones 62
bb) Die pseudapostolische Legitimierung der Apostolischen Kanones 63
cc) Das kirchlich-normative und kanonische Recht der Apostolischen Kanones 63
c) Das Testamentum Domini 64
aa) Inhalt und Darstellung des Testamentum Domini 64
bb) Legitimierung und Recht im Testamentum Domini 65
d) Die Epitome Constitutionum Apostolorum VIII 66
aa) Darstellung und Inhalt der Epitome Constitutionum Apostolorum VIII 66
bb) Legitimität und Recht der Epitome Constitutionum Apostolorum VIII 68
e) Kurzzusammenfassung 69
7. Die Texte der Fallgruppe der Sammelwerke und ihre Bedeutung 69
a) Der alexandrinische Sinodos 69
aa) Darstellung und Inhalt des alexandrinischen Sinodos 69
bb) Die Legitimität des alexandrinischen Sinodos und das Ende der Fiktionen 70
cc) Der rechtliche und kanonische Charakter des alexandrinischen Sinodos 71
b) Das umfangreiche kirchenrechtliche Sammelwerk des Kopten Makarios 72
aa) Inhalt und Darstellung der Sammlung des Makarios 72
bb) Der rechtliche Charakter und die Anwendung der Sammlung des Makarios 73
c) Die Kanones der Könige 75
aa) Darstellung und Inhalt der Kanones der Könige 75
bb) Das erste Buch der Kanones der Könige, der Procheiros Nomos 76
cc) Das zweite Buch der Kanones der Könige, das syrisch-römische Rechtsbuch 76
dd) Das dritte Buch der Kanones der Könige, die Entscheidungen der Väter 78
ee) Das vierte Buch der Kanones der Könige, die arabische Ekloge 78
ff) Der rechtliche Charakter und die Anwendung der Kanones der Könige 79
d) Der Nomokanon des aṣ-Ṣafī ibn al- Assāl 80
aa) Darstellung und Inhalt des Nomokanon des aṣ-Ṣafī ibn al- Assāl 80
bb) Die Rechtsanwendung und der rechtliche Charakter des Nomokanon 81
VI
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
e) Der Nomokanon des Michael von Dimyāṭ 83
aa) Darstellung und Inhalt des Nomokanon des Michael von Dimyāṭ 83
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung des Nomokanon 83
f) Der Nomokanon des Mȋḫâʼȋl von Malȋg 84
aa) Darstellung und Inhalt des Nomokanon des Mȋḫâʼȋl von Malȋg 84
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung des Nomokanon 85
g) Der Nomokanon des Abū Ṣulḥ 86
aa) Darstellung und Inhalt des Nomokanon des Abū Ṣulḥ 86
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung des Nomokanon 86
h) Die theologische Enzyklopädie des Šams alRi’āsah Abū ’lBarakāt Ibn Kibr 87
i) Kurzzusammenfassung 88
8. Die Texte der Fallgruppe der Kirchenväter- und Kirchenvorsteherkanones 88
a) Die 107 unechten Kanones des Athanasios 88
aa) Darstellung und Inhalt der 107 unechten Kanones des Athanasios 88
bb) Der rechtliche Charakter und die Anwendung der 107 unechten Kanones 89
b) Die unechten Kanones des Basileios 89
aa) Darstellung und Inhalt der unechten Kanones des Basileios. 89
bb) Der rechtliche Charakter und die Anwendung der Kanones des Basileios 91
c) Die Kanones des Epiphanios von Konstantinopel 92
aa) Darstellung und Inhalt der Kanones des Epiphanios von Konstantinopel 92
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung der Kanones 92
d) Die Kanones des Johannes Chrysostomos 93
aa) Darstellung und Inhalt der Kanones des Johannes Chrysostomos 93
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung der Kanones 93
e) Die Kanones des Kyrillos II. 94
aa) Darstellung und Inhalt der Kanones des Kyrillos II. 94
bb) Der rechtliche Charakter und die Rechtsanwendung der Kanones 95
f) Kurzzusammenfassung 96
9. Die Fallgruppe der Konzils- beziehungsweise Synodalkanones 96
a) Das Konzil von Nicäa 325 n. Chr. 96
VII
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
b) Das Konzil von Konstantinopel 381 n. Chr. 97
c) Das „zwei Konzilien“-Konzil von Ephesos 431 n. Chr. 99
d) Die „Räubersynode“ von Ephesos 449 n. Chr. 100
e) Das Konzil von Chalcedon 451 n Chr. 100
f) Kurzzusammenfassung 101
10. Die sogenannte ägyptische Zivilprozeßordnung und ihre Bedeutung. 101
E. Zusammenfassung und Schlußwort 103
VIII
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
Literaturverzeichnis
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Aßfalg, Julius: Koptische Klöster, in: Hubert Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 266-269.
Bardenhewer, Otto: Geschichte der altkirchlichen Literatur, Bd. 1: Vom Ausgang des apostolischen Zeitalters bis zum Ende des zweiten Jahrhunderts, unveränd. Nachdr. der 2. umgearb. Aufl. Freiburg im Breisgau 1913, 1962.
Bardenhewer, Otto: Geschichte der altkirchlichen Literatur, Bd. 2: Vom Ende des zweiten Jahrhunderts bis zum Beginn des vierten Jahrhunderts, unveränd. Nachdr. der 2. umgearb. Aufl. Freiburg im Breisgau 1914, 1962.
Bardenhewer, Otto: Geschichte der altkirchlichen Literatur, Bd. 3: Das vierte Jahrhundert mit Ausschluß der Schriftsteller syrischer Zunge, unveränd. Nachdr. der 2. umgearb. Aufl. Freiburg im Breisgau 1914, 1962.
Berger, Klaus: Formgeschichte des Neuen Testaments, 1984.
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Bruns, Peter: Christologie, in: Hubert Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 123-137.
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Burmester, Oswald Hugh Ewart: The Canons of Cyril II, LXVII Patriarch of Alexandria, in: Charles de Harlez (Hrsg.), Le Muséon, Revue d’Études Orientales, Bd. XLIX (49), Louvain, 1936, S. 245-288.
IX
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
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Cöln, Franz J.: Der Nomokanon Mȋḫâʼȋls von Malȋg, in: Società Goerres del Collegio Pio del Campo Santo Teutonico; Collegium Teutonicum ad Sanctum Petrum (Hrsg.), Oriens Christianus, Hefte für die Kunde des christlichen Orients, Bd. 7, Rom, 1907, S. 1-135. Cöln, Franz J.: Der Nomokanon Mȋḫâʼȋls von Malȋg, in: Società Goerres del Collegio Pio del Campo Santo Teutonico; Collegium Teutonicum ad Sanctum Petrum (Hrsg.), Oriens Christianus, Hefte für die Kunde des christlichen Orients, Bd. 8, Rom, 1908, S. 110-229.
Dassmann, Ernst: Christusnachfolge durch Weltflucht, Asketische Motive im frühchristlichen Mönchtum Ägyptens, in: Albert Gerhards/Heinzgerd Brakmann (Hrsg.), Die koptische Kirche, Einführung in das ägyptische Christentum, Urban-Taschenbücher; Bd. 451, 1994, S. 28-45.
Dibelius, Martin: Der Brief des Jakobus, in: Ferdinand Hahn (Hrsg.), Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament, Bd. 15, 12. Aufl., 6. Aufl. dieser Auslegung, 1984.
Fürst, Carl Gerold: Kirchenrecht, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, 3. völlig neu bearb. Aufl. 1997, S. 52-54.
Garhammer, Erich: Paränese, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 3. völlig neu bearb. Aufl. 1998, S. 1374.
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X
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
Kaufhold, Hubert: Apostolische Kanones, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 28.
Kaufhold, Hubert: Apostolische Kirchenordnung, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 28 f.
Kaufhold, Hubert: Apostolische Konstitutionen, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 29 f.
Kaufhold, Hubert: Apostolische Überlieferung, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 30.
Kaufhold, Hubert: Didache, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 146 f.
Kaufhold, Hubert: Didaskalia, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 147.
Kaufhold, Hubert: Hippolyt, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 198.
Kaufhold, Hubert: Kanones, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 222 f.
Kaufhold, Hubert: Kirchenrecht, orientalisches, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 238-252.
Kaufhold, Hubert: Octateuchus Clementinus, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 393 f.
Kaufhold, Hubert: Rechtsbücher, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 422-425.
Kaufhold, Hubert: Syrisch-römisches Rechtsbuch, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 482 f.
Kaufhold, Hubert: Testament Unseres Herrn Jesus Christus, in: ders. (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 488 f.
Kolta, Kamal Sabri: Christentum im Land der Pharaonen, Geschichte und Gegenwart der Kopten in Ägypten, 1985.
Kretschmar, Georg: Die Konzile der Alten Kirche, in: Hans Jochen Margull (Hrsg.), Die ökumenischen Konzile der Christenheit, 1961, S. 13-74.
Leder, Stefan: Die arabische Ecloga, Das vierte Buch der Kanones der Könige aus der Sammlung des Makarios, Reihe Forschungen zur byzantinischen Rechtsgeschichte Bd. 12, 1985.
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DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
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XII
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
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Schminck, Andreas: Ekloge, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 3, 3. völlig neu bearb. Aufl. 1995, S. 573.
Schminck, Andreas: Procheiros Nomos, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 8, 3. völlig neu bearb. Aufl. 1999, S. 611.
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Schöllgen, Georg: Die literarische Gattung der syrischen Didaskalie, in: Pontificium Institutum Studiorum Orientalium (Hrsg.), Orientalia Christiana Analecta, Bd. 229: IV Symposium Syriacum 1984, Literary Genres in Syriac Literature, Rom, 1987, S. 149-159.
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XIII
DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
Spuler, Bertold: Arabisch-christliche Literatur, in: Gerhard Krause/Gerhard Müller (Hrsg.), Theologische Realenzyklopädie, Bd. 3, 1978, S. 577-587.
Steimer, Bruno: Traditio apostolica, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 10, 3. völlig neu bearb. Aufl. 2001, S. 147 f.
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Suermann, Harald: Ägypten, in: Hubert Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 5 f.
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Tödt, Heinz Eduard: Wege zur Identifizierung und Auslegung von biblischem Recht, in: Klaus Schlaich (Hrsg.), Studien zu Kirchenrecht und Theologie I, Texte und Materialien der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft; Reihe A Nr. 26, 1987, S. 143-186.
Tuilier, André: Didache, in: Gerhard Krause/Gerhard Müller (Hrsg.), Theologische Realenzyklopädie, Bd. 8, 1981, S. 731-736.
Wächter, Lothar: Kanon im Kirchenrecht, in: Walter Kasper u.a. (Hrsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 5, 3. völlig neu bearb. Aufl. 1996, S. 1185.
Wohlmuth, Josef: Conciliorum Oecumenicorum Decreta, Dekrete der ökumenischen Konzilien, Bd. 1: Konzilien des ersten Jahrtausends, Vom Konzil von Nizäa (325) bis zum Vierten Konzil von Konstantinopel (869/70), 3. Aufl. 1998.
Zeller, Franz: Die apostolischen Väter, in: Otto Bardenhewer (Hrsg.), Bibliothek der Kirchenväter, Eine Auswahl patristischer Werke in deutscher Übersetzung, Reihe 1 Bd. 35, 1918.
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DAS RECHT DER KOPTISCHEN KIRCHE ÄGYPTENS WS 2008/2009
A. Einleitung - Ein kurzes Wort zu dieser Arbeit
In dieser Arbeit soll das Thema des Rechts der koptisch-orthodoxen Kirche mit Hinblick auf dessen geschichtliche Entstehung behandelt werden 1 . Dabei reicht es für ein ordentliches Verständnis nicht aus, wenn nur Schwerpunkte oder einzelne Quellen des koptischen Kirchenrechts abgehandelt werden. Vielmehr ist auch eine Darstellung der Kopten und ihrer Kirche erforderlich.
Im Laufe der Recherchen über die koptische Kirche hat es sich zudem herausgestellt, daß das koptische Kirchenrecht nicht isoliert zum geschichtlichen Hintergrund Ägyptens oder zur Entwicklung der damaligen Zeit betrachtet werden kann. Vielmehr ist ein tieferer Einblick in die geschichtlichen und rechtlichen Geschehnisse zur Entstehung der koptischen Kirche er-forderlich, um deren Bezüge untereinander im Ganzen verstehen zu können. Daher soll im Folgenden nicht nur auf die koptische Kirche und das Recht der koptischen Kirche eingegangen werden, sondern auch auf die Geschichte Ägyptens und deren engen Bezug zum Koptentum.
Es besteht zudem eine große Unsicherheit darin, woraus das koptische Kirchenrecht sich letzten Endes überhaupt bildet. Hinzu kommt, daß viele der Quellen nicht mehr zugänglich sind. Daher soll in dieser Arbeit ein verständliches Gesamtbild des koptischen Rechts und seines Bezugs zur ägyptischen sowie koptischen Geschichte vermittelt werden, ohne dabei den Umfang der Arbeit ins Unermeßliche entgleiten zu lassen.
Des Weiteren ist mit Hinblick auf die Rechtsgeschichte der orientalischen Nationalkirchen als Oberthema dieser Seminararbeit zu bemerken, daß in dieser Arbeit über die koptische Kirche Ägyptens auch nur eben diese koptisch-orthodoxe Kirche der Bearbeitung unterliegt. Die ebenfalls in Ägypten ansässige koptisch-katholische Kirche oder die koptischen Protestanten haben nicht den Status einer Nationalkirche, sind zahlenmäßig sehr gering oder sind mehr der Reichskirche zuzurechnen und unterliegen somit nicht dem Themenpunkt dieser Bearbeitung 2 .
1 Zur Fußnotengestaltung und deren Lesart ist kurz anzumerken, daß einige Fußnoten sich auf Textsinneinheiten beziehen. Sofern es sich um eine solche Fußnote handelt, steht die Fußnote nicht innerhalb eines Satzes, um nur für diesen zu gelten, sondern außerhalb des letzten Satzes der Textsinneinheit und somit auch geltend für diese durch vorherigen Absatz gekennzeichnete Textsinneinheit.
2 H. Suermann, Ägypten, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 5; Siehe hierzu auch J. Madey, Koptisch-katholische Kirche, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 287 f.
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B. Ägypten - Ein Einblick in Geschichte und Gegenwart
I. Ein kurzer Überblick
1. Die ägyptische Vor- und Frühgeschichte
Über die ägyptische Vor- und Frühgeschichte ist bisher wenig bekannt. Lediglich archäologische Ausgrabungen und Funde lassen mittlerweile begrenzte Schlüsse auf die damalige Entwicklung und etwaige Hochkulturen zu. 3
2. Der Nil als Lebensader Ägyptens
Bekannt allerdings ist, daß der Nil seit jeher als Lebensader gilt. Eine Besiedlung Ägyptens erfolgte größtenteils beiderseitig des Nils und erstreckte sich anschließend auch in das Niltal beziehungsweise Nildelta. 4
3. Die günstige Lage Ägyptens
Ägypten liegt zwischen Europa, Asien und Schwarzafrika. Dies bedingt einen regen kulturellen Austausch und gilt daher auch als strategisch wichtige Lage 5 . Zudem stellt es ein durch natürliche Grenzen geographisch abgeschlossenes Gebiet dar 6 .
4. Der Einfluß der ägyptischen kulturellen Entwicklung auf Europa
Die ägyptische kulturelle Entwicklung beeinflußte auch die europäische Kultur durch ihre Schriften, Bauten oder sogar durch ihre Form der Herrschaftslegitimierung, die unter den römischen Kaisern, welche den Anspruch auf Gottgleichheit erhoben, regen Zuspruch fand 7 . Auch das ägyptische Mönchtum hatte im Rahmen der Entstehung des Christentums einen großen Einfluß auf das Abendland und so reisten insbesondere im vierten Jahrhundert n. Chr. auf Grund des Wirkens der ägyptischen Mönche viele Menschen nach Ägypten, um diese Heiligen zu sehen oder ihre Lehre zu hören und weiter zu verbreiten, beispielsweise Basileios († 379 n. Chr.) oder Johannes Cassian († 435 n. Chr.) 8 .
3 Siehe F. N. Ibrahim/B. Ibrahim, Ägypten, [Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik]; mit 54 Tabellen, 2006, S. 18.
4 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 18; C. D. G. Müller, Ägypten, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines
Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 4; H. Brakmann, Die Kopten - Kirche Jesu Christi in Ägypten, Ihre Geschichte und Liturgie, in: Albert Gerhards/Heinzgerd Brakmann (Hrsg.), Die koptische Kirche, Einführung in das ägyptische Christentum, Urban-Taschenbücher ; Bd. 451, 1994, S. 10 f.
5 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 18, 25.
6 Hierzu C. D. G. Müller, Geschichte der orientalischen Nationalkirchen, in: B. Moeller (Hrsg.), Die Kirche in ihrer Geschichte, Ein Handbuch, Bd. 1 Lfg. D 2, 1981, S. 320.
7 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 24 f.; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 10.
8 K. S. Kolta, Christentum im Land der Pharaonen, Geschichte und Gegenwart der Kopten in Ägypten, 1985, S. 91-94; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 39.
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5. Die Kopten als Nachfahren der alten Ägypter
Als direkte und wahre Nachfahren der alten Ägypter galten und wurden die Kopten bezeichnet, jedoch ist diese Bezeichnung aufgrund der Eroberung Ägyptens durch die Araber ab dem Jahr 639 n. Chr. und der damit innerhalb Ägyptens bedingten vielen Übertritte zum Islam heute nur noch ein Begriff für die christlichen Ägypter 9 . Die ägyptische Identität und die damit verbundene Bezeichnung bestimmt sich auch heute noch nach ihrer Religionszugehörigkeit, die entweder größtenteils muslimisch oder nachfolgend koptisch ist 10 .
II. Eine chronologische Zusammenfassung der Entwicklung Ägyptens
Die ägyptische Entwicklungsphase läßt sich bis zur heutigen Zeit in mehrere Abschnitte unterteilen. Die wichtigsten Abschnitte sollen im Folgenden aufgelistet und bezüglich der relevanteren Bereiche kurz dargestellt werden 11 .
1. Die Vor- und Frühgeschichte Ägyptens, 9000 v. Chr. - 2626 v. Chr.
In dieser Zeit entstanden erste Siedlungen, die Besiedlung des Niltals erfolgte und im weiteren Verlaufe kam es schon zu einer getrennten Entwicklung in Ober- und Unterägypten.
2. Das alte Reich, 2687 v. Chr. - 2162 v. Chr.
Entstehung des pharaonischen Kultes und einiger bedeutender Monumentalbauten, wie zum Beispiel die Pyramiden, sind Merkmale dieser Zeitepoche. Darüber hinaus entsteht dort das erste Mal eine Staatsreligion in Form der Anbetung des Sonnengottes Re als dem Größten aller Götter.
3. Das mittlere Reich, 2040 v. Chr. - 1650 v. Chr.
Diese Zeitepoche ist gekennzeichnet durch eine Ausdehnung der Machtgebiete Ägyptens, sowie der Kontaktschlüsse und Aufnahme von Handelsbeziehungen mit umliegenden und im Mittelmeerraum gelegenen Ländern. Zum Ende dieser Epoche kommt es jedoch zu einem Zerfall der Staatsgewalt.
4. Das neue Reich, 1554 v. Chr. - 1080 v. Chr.
In dieser Zeitepoche besitzt Ägypten den Status einer Großmacht und stellt eine starke Hochkultur dar. Bemerkenswert ist hierbei auch der erste, wenn auch nur wenig erfolgreiche Monotheismus unter Pharao Echnaton, wonach die Anbetung nur eines einzigen gemeinsamen
9 Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 9; Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 320; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 9.
10 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 37.
11 Zur Darstellung siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 19-21.
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Gottes stattfindet 12 . Zum Ende dieser Epoche zerfällt das Reich ebenso wie zum Ende der Epoche des mittleren Reiches.
5. Die Spätzeit, 713 v. Chr. - 332 v. Chr.
Die Spätzeit stellt eine sehr von Fremdherrschaft geprägte Zeit dar. Die Nubier, Assyrer, Perser und andere Völker überfallen das Land 13 . Von dieser Zeit an steht Ägypten immer wieder unter wechselnder Fremdherrschaft und zwar bis zur Ausrufung der Republik im Jahre 1953 n. Chr. und des damit folgenden Abzugs der Briten 14 .
6. Die griechisch-ptolemäische Herrschaft, 332 v. Chr. - 30 v. Chr.
Die Gründung der Stadt Alexandria durch Alexander den Großen findet mit dem Bau eines Hafens im Jahr 331 v. Chr. statt 15 . Sie ist für die spätere Entwicklung Ägyptens wie auch für die dortige Entwicklung des Christentums von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird Ale-xandria zu einem Mittelpunkt für griechische Kunst und griechische Lehren 16 . Der griechische Einfluß betrifft allerdings geographisch betrachtet nur Unterägypten, da Oberägypten ein entlegenes Gebiet darstellt und somit nach Entstehung der koptischen Kirche im ersten Jahrhundert n. Chr. aufgrund der Abgeschiedenheit Oberägyptens dieser Kirche immer wieder eine von dort ausgehende Sammlung der religiösen Kraft in ihren Krisen ermöglichte 17 .
7. Die römisch-byzantinische Herrschaft, 30 v. Chr. - 640 n. Chr.
Der Grundstein der Entwicklung des Christentums in Ägypten wurde in dieser Epoche gelegt. Ägypten wird erstes christliches Land und auch Wiege des christlichen Mönchtums, angeblich ausgehend von der Christianisierung Alexandrias durch den Apostel und Evangelisten Markus, der um das Jahr 61 n. Chr. in Alexandria angekommen und mit der Christianisierung begonnen haben soll 18 .
Diese Zeit war in Bezug zur koptischen Kirche vor allem durch zwei ihrer stärksten Patriarchen geprägt, nämlich Athanasios († 373 n. Chr.) und Kyrillos I. († 444 n. Chr.). Diese besaßen nicht nur einen hohen Machteinfluß auf die Reichskirche und auch innerhalb der kopti-
12 E.Brunner-Traut, Die Kopten, Leben und Lehre der ägyptischen Christen in Geschichte und Gegenwart, Diederichs gelbe Reihe; 39: Christentum, 3. erweiterte Auflage 1991, S. 23; Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 19.
13 Siehe Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 38.
14 Hierzu siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 21.
15 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 20, 169; des Weiteren siehe Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 10.
16 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 20; ferner Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 60.
17 Hierzu siehe Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 320; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 61.
18 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 20, 25, 170; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 12 f.; C. D. G. Müller, Koptische Kirche, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 262.
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schen Kirche, sondern waren auch so starke Verfechter dogmatischer Positionen innerhalb der christlichen Lehre, daß dies sogar zur Verbannung oder Verurteilung ihrer Gegner führte. So wurde durch das Wirken des Athanasios, noch bevor Athanasios Patriarch wurde, Arius verurteilt. Arius begründete den Arianismus, wonach Gott und Christus nicht wesenseins sind. Kyrillos I. war verantwortlich für die Verbannung des byzantinischen Patriarchen Nestorios, der die Ansicht vertrat, die göttliche und die menschliche Natur in Christus seien bis zu dessen Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer voneinander zu trennen. 19 Des Weiteren ist in dieser Epoche das Jahr 451 n. Chr. bedeutend, da sich in diesem Jahr auf dem Konzil von Chalcedon die koptische Kirche von der Reichskirche trennte und dies zu einer Verfolgung der Kopten führte, weil die Trennung als große Gefahr für die Einheit der Reichskirche und des oströmischen Reiches gesehen wurde 20 .
8. Die islamisch-arabische Herrschaft, 639 n. Chr. - 1250 n. Chr.
In dieser Epoche faßt der Islam festen Fuß in Ägypten und beginnt sich ab dieser Zeit dort zu verbreiten 21 . In geringer Weise verbesserten sich zunächst die Lebensbedingungen der Kopten nach der Eroberung Ägyptens durch die Araber, dennoch war dies eine wechselhafte Entwicklung und so wurden die Kopten weiterhin in Religion und Staat unterdrückt, mußten sich auch als Kopten kennzeichnen oder eine sie sehr belastende Kopfsteuer zahlen, wenn sie nicht zum Islam übertraten 22 . So mußten viele Kopten, wenn sie beruflich oder gesellschaftlich nicht stagnieren wollten, ihre Religion aufgeben und auch die koptische Literatur verfiel zum größten Teil, da nun die arabische Sprache aufkam 23 .
9. Die Mamlukenherrschaft, 1250 n. Chr. - 1517 n. Chr.
Diese Zeit war auch weiterhin durch die Unterdrückung der Kopten und vor allem auch durch Hungersnöte, Pestepidemien und Feldzüge gegen verschiedene, auch umliegende Völker gekennzeichnet.
10. Die osmanische Herrschaft, 1517 n. Chr. - 1798 n. Chr.
In dieser Zeit findet eine weitere Eroberung Ägyptens statt. Letztlich endet die osmanische Eroberung aber mit dem Zerfall Ägyptens.
19 Siehe Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 18 f., 20, 40, 43 f.; ferner Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 18-21.
20 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 20, 25.
21 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 20, 25; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 20.
22 Siehe hierzu Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 47-51; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 21; Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 333, 335.
23 Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 84; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 58 f.; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 21.
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11. Die jüngere Zeit, 1798 n. Chr. - 1952 n. Chr. und folgende Zeit
In der jüngeren Zeit Ägyptens fand ein ständiges Machtringen zwischen den Franzosen unter Napoleon, den Türken, den Albanern und den Briten statt, in dessen Verlauf sich die Briten langsam durchsetzten. Erst im Jahre 1953 riefen die Ägypter die Republik aus und mit Abzug der Briten im Jahr 1956 bekamen die Ägypter endlich wieder ihre tatsächliche Selbständigkeit nach weit über 2500 Jahren zurück 24 . Ab dem Jahr 1974 herrschte in Ägypten eine liberale und offene Politik, die allerdings zur Verstärkung radikal-islamischer Gruppen führte und zwischen den Jahren 1980 und 1981 sogar das islamische Gesetz, die Scharia, zur Hauptquelle der Gesetzgebung machte 25 . Es ist klar, daß dies nicht von Vorteil für die Kopten als Christen war. Bereits vorher im Jahre 1978 hatte der Oberste Gerichtshof die Scharia schon für Kopten als gültig anerkannt, dieser Beschluß wurde aber durch die Unmutsbekundung des koptischen Patriarchen und der koptischen Laienvertretung wieder zurückgenommen 26 .
12. Ein Fazit zur geschichtlichen Entwicklung Ägyptens
Ägypten ist einer sehr langen Phase wechselnder und turbulenter Fremdherrschaft ausgesetzt gewesen, deren Auswirkung auch heute noch deutlich zu spüren ist. Diese Entwicklung schlägt sich auch im religiösen Bereich nieder. 27 Die koptische Kirche wurde seit ihrer Entstehung mit Ausnahme der Zeitspanne von Kaiser Konstantin immer wieder von den verschiedenen Machthabern angefeindet 28 .
Die Ägypter sind des Weiteren aufgrund der andauernden Fremdherrschaft und der damit verbundenen ständigen Übernahme fremder Kulturgüter auch heute noch bereit zur Übernahme dessen, was aus anderen Ländern zu ihnen kommt, und darauf gründet sich größtenteils das Vernachlässigen der eigenen Wertschätzung für die damalige, durch die Vorfahren geschaffene Hochkultur 29 . Dennoch hat sich ein großer Teil der kulturellen Errungenschaften durch die Zähigkeit und Gabe des ägyptischen Volkes, Krisen zu überstehen, insbesondere unter den christlichen Ägyptern, bewahrt und gewinnt heute zunehmend an Aufmerksamkeit 30 .
24 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 19-21, 25.
25 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 21; Suermann, Ägypten (Fn. 2), S. 5.; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 84.
26 Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 84, ferner Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 57.
27 Hierzu siehe Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 9.
28 Siehe hierzu Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 320.
29 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 24.
30 Müller, Ägypten (Fn. 4), S. 4 f.
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III. Die Rolle Ägyptens in der arabischen Welt
Bis in das 19. Jahrhundert hinein war Ägypten in einem quasi-mittelalterlichen Zustand, obwohl es einst in der arabischen Welt für Wissenschaft und Kunst bekannt war. Dies änderte sich erst wieder unter Mohammed Ali (1805 - 1848), als junge Ägypter zum Studium nach Paris geschickt wurden und bei ihrer Rückkehr das kulturelle Leben Ägyptens bereicherten. Damit trugen sie zu einem Wiederaufleben der Bereiche der Kunst und der Literatur bei und so stellte Kairo im Rahmen dieser Entwicklung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Mittelpunkt der Filmindustrie des gesamten Mittleren Ostens dar. 31 Die ägyptischen Städte Kairo und Alexandria zählen zu den wichtigsten Bildungsstätten innerhalb der arabischen Welt 32 .
Des Weiteren hat der sunnitische Islam sein Hauptzentrum in Ägypten und von dort gibt es auch einen Ausgangspunkt des Islam als politische Kraft innerhalb der arabisch-islamischen Welt 33 .
IV. Die neuere gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens und des Koptentums
1. Die neuere gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens
Heute sind die Ägypter mehrheitlich Muslime, gefolgt von den ca. 5-6 Millionen zählenden christlichen Kopten. Die jeweilige Religionszugehörigkeit bestimmt auch in hohem Maße die Identität der Ägypter, was unter diesen beiden Religionsgruppen oft zu großen Spannungen führt. 34
Insgesamt kommt es in Ägypten mittlerweile zu einer Verwestlichung, auch Europäisierung genannt. So wurde ein Bildungssystem nach europäischem Vorbild eingeführt. Auch wurde in Ägypten eine Christianisierung nach europäischem Vorbild betrieben, die maßgeblich nur die bisher alle Krisen überdauernde koptische Kirche traf, da eine Missionierung von Muslimen unter Todesstrafe verboten ist. In diesem Zuge trifft auch die Globalisierung auf Ägypten, in deren Rahmen insbesondere die Jugendlichen betroffen sind, was nicht immer zur Förderung der eigenen ägyptischen Kultur und Tradition beiträgt. 35
Dieser negative Aspekt muß jedoch nicht in allen Bereichen der Fall sein und zeigt sich daran, daß es gerade im jetzigen Jahrhundert zu einer stark vermehrten Aufmerksamkeit bezüglich des künstlerischen Erbes, gerade des christlichen Ägyptens, gekommen ist 36 .
31 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 28.
32 Siehe hierzu Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 29.
33 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 29.
34 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 37, 45; Suermann, Ägypten (Fn. 2), S. 5 f.; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 89.
35 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 37 f.
36 Siehe Müller, Ägypten (Fn. 4), S. 5.
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Im derzeitigen Leben der Ägypter gewinnen unter den Muslimen islamische Grundgedanken und Werte als Basis einer gemeinsamen Identität neuen Aufschwung und Gewicht. Dabei wird jedoch versucht, von der weiterhin anhaltenden Verwestlichung abzurücken, was einen persönlichen Konflikt zwischen dem Festhalten an der materiellen westlichen Welt und der Rückbesinnung auf die reine kulturelle, dem Islam angepaßte Lebensweise darstellt. Die christlichen Kopten bilden aus ihrer Tradition und Geschichte, derer sie sich durchaus bewußt sind, auch zunehmend verstärkt ihre Identitätsbasis, stehen aber nicht wie viele Muslime den westlichen Werten negativ gegenüber. 37
2. Die neuere Entwicklung des ägyptischen Koptentums
Die Kopten werden allgemein als Minderheit seit jeher verfolgt oder unterdrückt. So werden auch heute, nicht zuletzt aufgrund der Rolle Ägyptens als eines der führenden islamischen Länder, die Kopten in Religion oder Berufsleben diskriminiert, was oft zu Übertritten zum Islam führt. 38 Dennoch bemüht sich die ägyptische Politik unter Ägyptens derzeitigem Präsident Hosni Mubarak um eine ausgeglichene Politik gegenüber den Kopten; so wurde unter Präsident Mubarak die 40 monatige Verbannung des seit 1971 amtierenden koptischen Patriarchen Schenuda III. aufgehoben 39 . Jedoch schon vorher unter Präsident Nasser wurde ein einvernehmlicher Dialog zwischen Staat und koptischer Kirche gepflegt 40 . In der neueren Entwicklung Ägyptens ist seit dem 19. Jahrhundert bis heute vor allem die koptische Kirche bestrebt, den Anschluß und Kontakt zu den Menschen zu behalten und diese Herausforderung zu meistern. Dies wird durch eine hohe Anzahl an Reformierungen innerhalb der Kirche getan. Dabei wird sich insbesondere der Gedanke der Sonntagsschulbewegung zu Nutze gemacht. 41
Seit der Amtszeit des bis heute amtierenden koptischen Patriarchen Schenuda III. ist die kirchliche Hierarchie in Bezug auf ihren Umfang immens gewachsen. So hat sich die Zahl der geweihten Bischöfe seit den letzten 20 Jahren verdoppelt, es wurden 19 neue Bistümer ge-
37 Ibrahim/Ibrahim, Ägypten(Fn. 3), S. 39.
38 Siehe Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 45-48; ferner Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 320; M. P. Martin/C. v. Nispen/F. Sidarouss, Gegenwärtige Entwicklung in der koptischen Kirche, in: Albert Gerhards/Heinzgerd Brakmann (Hrsg.), Die koptische Kirche, Einführung in das ägyptische Christentum, Urban-Taschenbücher; Bd. 451, 1994, S. 112.
39 Siehe Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 58, des Weiteren Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 85, 89; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 25 f.
40 Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 56, 58.
41 Siehe Müller, Kirche (Fn. 18), S. 265; H. Suermann, Koptische Kirche, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 265 f.; Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 341-343; Siehe hierzu auch Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 122-124.; Des Weiteren Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 77-80; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 25 f.; Zur Sonntagsschulbewegung und deren Vertiefung siehe insbesondere
W. Reiss, „Die Erneuerung begann in der Sonntagsschule“, Geschichte und Entwicklung der Sonntagsschulen in der Koptischen Orthodoxen Kirche, in: Albert Gerhards/Heinzgerd Brakmann (Hrsg.), Die koptische Kirche, Einführung in das ägyptische Christentum, Urban-Taschenbücher; Bd. 451, 1994, S. 84-92.
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gründet und mehr Bischöfe für allgemeine Aufgaben der Kirche bestellt. Dies stärkt die Leitung des Patriarchen und auch seine Entscheidungskompetenz. Gründe hierfür sind die wachsende Verstädterung Ägyptens, aber auch den kleinen abgelegenen bäuerlichen Gemeinden soll Hilfe gegen die wachsende Islamisierung zukommen. Daneben wird aber auch die Priesterausbildung intensiviert und verbessert, um den Einfluß der Priester unter der dortigen Bevölkerung zu erhöhen. 42
Auch das Mönchtum erfreut sich eines regen Wachstums. Nicht nur, daß heutzutage viele Akademiker das Mönchtum beleben, sondern es entstehen sowohl für Männer als auch für Frauen neue Klöster oder neue Niederlassungen alter und bekannter Klöster, wie eine Niederlassung des Makarios-Klosters westlich von Alexandria. 43
Trotz der im personellen Umfang gestiegenen kirchlichen Hierarchie spielen Laien auch weiterhin eine große Rolle in der koptischen Kirche. Sie helfen in Pfarreien, übernehmen Religionsunterrichte, führen eigene Jugendarbeit oder karitative Tätigkeiten und andere soziale Dienste aus. 44 Somit tritt die koptische Kirche zu einem großen Teil über die Wirkungsweise und auch die Tätigkeiten ihrer Laien positiv nach außen auf, und zudem stellt dies einen unverzichtbaren Beitrag zur Kommunikation mit anderen Religionen und deren Angehörigen dar.
Heute wie auch schon früher versuchen die koptische und die römisch-katholische Kirche sich durch gemeinsame Gespräche und Beschlüsse über die christologische Einheit wieder einander anzunähern und so wurde 1973 bei einem Treffen des Patriarchen der koptischen Kirche mit dem Papst der römisch-katholischen Kirche ein gemeinsamer Standpunkt über den Christusglauben formuliert und eine gemeinsame Kommission gegründet, die die Unterschiede zwischen den beiden Kirchen beseitigen soll 45 .
V. Die Sprache der Ägypter
Die Sprache der Ägypter gibt es in ihrer einstigen Form so nicht mehr. Gemeint mit ägyptischer Sprache ist im Grunde die altägyptische Sprache, die in einer Form nun als die koptische Sprache bekannt ist und noch in der ägyptischen koptischen Kirchenliturgie verwendet wird. Durch die im zehnten Jahrhundert erlassenen Verbote der muslimischen Herrscher, diese Sprache zu benutzen, war diese zwischen dem 14. und dem 15. Jahrhundert fast völlig ver-schwunden. Aus diesem Grunde sprechen die Ägypter heute arabisch. Die koptische Sprache war nämlich nie offizielle Staatssprache, sondern sie galt nur als Volks- oder Kirchensprache.
42 Siehe Martin/v. Nispen/Sidarouss, Entwicklung (Fn. 38), S. 105 f.
43 Siehe Martin/v. Nispen/Sidarouss, Entwicklung (Fn. 38), S. 107 f.; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 91.
44 Hierzu Martin/v. Nispen/Sidarouss, Entwicklung (Fn. 38), S. 109 f.
45 Siehe Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 80-84, 86 f.; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 44 f., 126 f.; Madey, Kirche (Fn. 2), S. 287.; Siehe zur Vertiefung insbesondere Jorissen, Wiederentdeckung (Fn. 74), S. 132-150; Martin/v. Nispen/Sidarouss, Entwicklung (Fn. 38), S. 108 f.; Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 343.
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Ihr Zurücktreten gilt aber nicht nur als Verlust, sondern ermöglichte auch eine Fortentwicklung und einen regen Austausch mit der arabisch-sprachigen Kultur und dem Islam in Ägypten. 46
Interessant ist zudem die Verwandtschaft zwischen den Wörtern Ägypten und Kopten. Als die Araber Ägypten eroberten, wurden die Kopten als „qibt“ und deren Sprache als „qibtī“ be- zeichnet.Dies ist auch weiterhin die Bezeichnung für die christlichen Kopten in der arabischen Sprache. Diese Bezeichnung allerdings leitet sich ursprünglich von dem griechischen Wort „aigyptos“ ab, welches wiederum dem unsrigen Wort „Ägypten“ ähnelt. 47 Durch die andauernde Vorherrschaft des Griechischen seit Alexander dem Großen war das Koptische natürlich auch mit griechischen Wörtern durchsetzt, auch wenn es unzweifelhaft eine ägyptische Sprache blieb 48 .
Die koptische Sprache ist maßgeblich durch zwei Dialekte gekennzeichnet: Dem aus dem ägyptischen Hochland entstammenden saїdischen Dialekt und dem aus dem unterägyptischen Landesteil stammenden bohairischen Dialekt. Letzterer ist seit der Zeit des Patriarchen Gabriel II. ibn Turaik (1083/4 - 1146) der bis heute in der koptischen Kirchenliturgie verwendete Dialekt. 49
Die koptische Schrift wird mit griechischen Buchstaben geschrieben, allerdings erweitert um acht Zusatzbuchstaben, die dem Griechischen fremd sind, um auch die Aussprache der koptischen Sprache abbilden zu können. Bei genauerer Betrachtungsweise sind es zwar nur sieben zugesetzte Buchstaben, aber der dem Griechischen fremde Laut „ch“ besitzt zwei verschiedene mögliche Schreibweisen. 50
46 Siehe hierzu Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 201 f.; Müller, Ägypten (Fn. 4), S. 4 f.; C. D. G. Müller, Koptische Inschriften, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 261; Müller, Kirche (Fn. 18), S. 263-265; C. D. G. Müller, Koptische Sprache, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 286; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 10; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 9.
47 Siehe hierzu Ibrahim/Ibrahim, Ägypten (Fn. 3), S. 37, 45 f.; Müller, Sprache (Fn. 46), S. 284; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 9, 47; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 9.
48 Siehe Müller, Sprache (Fn. 46), S. 284 f.
49 Siehe Müller, Sprache (Fn. 46), S. 285; Müller, Nationalkirchen (Fn. 6), S. 334; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 68, 71-73; Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 59; Brakmann, Kopten (Fn. 4), S. 14 f.
50 Brunner-Traut, Kopten (Fn. 12), S. 59 f.; Kolta, Christentum (Fn. 8), S. 60 f.; C. D. G. Müller, Koptische Schrift, in: H. Kaufhold (Hrsg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients, 2. Aufl. 2007, S. 282 f.
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Arbeit zitieren:
Tobias von Erdmann, 2009, Das Recht der koptischen Kirche Ägyptens, München, GRIN Verlag GmbH
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