Magnus Busch
HAUSARBEIT
Analyse einer Firmenphilosophie anhand der Bertelsmann Essentials
Hausarbeit für das Fach Wissenschaftliches Arbeiten
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1
2. Die Entstehung einer Unternehmensphilosophie 2
2.1. Der Anfang 2
2.2. Die Grundlagen 3
3. Die Analyse der Unternehmensphilosophie 6
3.1 Der Bezug zum Stakeholder Ansatz 6
3.2 Die Grundsätze nach Reinhard Mohn 7
3.3 Impulse geben
3.4 Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter
7
3.5 Schaffen und Pflegen der Unternehmenskultur
7
3.6 Der Glaube an das Gute im Menschen
7
3.7 Autorität durch Kompetenz
8
3.8 Etwas für die Gesellschaft
8
3.9 Verantwortung Delegieren
8
3.10 Die Nachfolge und die Kontinuität
9
3.11 Traditionen achten
9
3.12 Die dezentrale Führung
9
3.13 Der Dialog
9
3.14 Führen heißt Kritik annehmen 10
3.15 Führen durch Vorbild 10
3.16 Den Nachwuchs fördern 10
3.17 Erfolg durch Partnerschaft 10
3.18 Selbstverwirklichung fördern 11
4. Zusammenfassung 11
5. Literaturverzeichnis
Anhang Die Bertelsmann Essentials
II
Analyse einer Unternehmensphilosophie am Beispiel der
Bertelsmann Essentials
1 Einleitung
Kaum jemand macht sich Gedanken, wenn er Auto fährt, und die Hits von Christina Aguilera, Santana oder Eros Ramazotti im Radio hört, wer diese produziert. Auch zu Hause beim Lesen der Gala, des Stern oder des neuen Kriminalromans von Michael Crichton erkennt kaum jemand, dass hinter all diesen Produkten ein einziger Name steht: BERTELSMANN
Überblick:
Der Mediengigant aus Gütersloh 1 :
-Durchschnittlich verbringt jeder Deutsche täglich eine Stunde mit Produkten aus dem Hause Bertelsmann.
-Bertelsmann betreibt 24 Fernsehsender und 17 Radiostationen.
-Zum Konzern gehören Firmen in über 60 Ländern der Welt.
-Bertelsmann ist der größte Buchverlag weltweit und Europas größtes Zeitschriftenhaus 2 .
Carl Bertelsmann gründete 1835 einen Verlag für fromme Gesangsbücher und pädagogische Schriften. Sein Erbe in der fünften Generation, Reinhard Mohn, übernahm nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1947 die Führung des Verlagshauses. Zu diesem Zeitpunkt machte das Unternehmen knapp 1.000.000 Mark Umsatz 3 .
1 Göttert, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 15
2 Göttertt, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 26
3 Göttert, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 15
1
Unter Mohns Führung stieg das Unternehmen Bertelsmann zu einem internationalen und vielseitigen Medienkonzern auf. Im Jahr 2002 machte Bertelsmann einen Konzernumsatz von 18.312.000 4 .
Das Motto des heute 82 jährige Mohns „Neue Wege gehen!“ hat die Entwicklung zum Konzern entscheidend beeinflusst. Seine Vorstellung: „Im Mittelpunkt all unserer betrieblichen Überlegungen steht der Mensch. Ihm zu dienen ist die erste Aufgabe des Unternehmens.“ war „revolutionär für seine Zeit“. 5
2. Die Entstehung einer Unternehmensphilosophie
2.1 Der Anfang
Die Unternehmenskultur ist der entscheidende Faktor, an dem sich das Verhalten der Angestellten orientiert. Das Verhalten der Individuen innerhalb eines Betriebes beruht auf den Werten des Sozialsystems Unternehmen. Diese sollten weitgehend identisch mit den
Unternehmenszielen sein. Dieses Phänomen erkannte Reinhard Mohn. Im Jubiläumsjahr 1960 war Mohn Chef in der fünften Generation bei Bertelsmann. Er hatte es geschafft, das 125 Jahre alte Unternehmen des Carl Bertelsmann, der mit Hilfe eines Angestellten Verlagsarbeiten mit handbetrieben Druckmaschinen durchführte, zu einem Unternehmen mit 5000 Angestellten auszubauen.
Bisher war es Mohn gelungen, den Verlag nach den Prinzipien eines mittelständischen Unternehmens zu führen. Doch Bertelsmann hatte sich über die Jahre zum Konzern mit allen Vor- und Nachteilen entwickelt. Es wurde Zeit, die Grundsätze der Führung zu überdenken.
4 Bertelsmann Media Worldwide, - Financial Facts,
http://investor.bertelsmann.de/wms/bertelsmann/fset.php3?ci=2&bereich=facts&language
=1, 15.6.2003
5 Fleischhauer, J., Sieg oder Sibirien, Der Spiegel, Heft 30 vom 26.7.1999
2
„Die große Zahl der Mitarbeiter im Grossbetrieb führt leicht zu einer Entpersönlichung der menschlichen Beziehungen.“ 6 So umschrieb Reinhard Mohn die damalige Situation. Er analysierte den Wandel in Struktur und Organisation, das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Geschäftsleitung und folgerte:
„Die Aufgabenteilung verwischt den Blick für die Gesamtarbeit mit der Folge, dass man seine Leistung nicht mehr einordnet und sich damit auch nicht mehr entscheidend verantwortlich für das Gelingen des Ganzen fühlt.“ 7 .
2.2 Die Grundlagen
Für Reinhard Mohn waren die beiden wichtigsten Kriterien für Erfolg und Wachstum das Verantwortungsgefühl und die Initiative des einzelnen Mitarbeiters.
Das Führungsverständnis Mohns wurde von den Prinzipien der Fairness, der Partnerschaft und der Gerechtigkeit geprägt. Grundlage seiner Überzeugung war, dass der motivierte Mitarbeiter, der sich an seinem Arbeitsplatz im vorgegebenen Rahmen frei entwickeln kann, zufriedener ist und mehr leistet.
„Das wichtigste für Wachstum und Kontinuität eines Unternehmens ist, dass möglichst viele sich verantwortlich fühlen und an den Entscheidungsprozessen teilnehmen.“ 8
Mohn war klar, dass Entscheidungsprozesse immer transparent für die Mitarbeiter sein müssen. Jeder sollte die Entscheidung unterstützen. Daher entschied sich Mohn für die Delegation der Verantwortung . Nur so, erkannte er, kann eine komplementäre Zielbildung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen gefunden werden.
6 Göttert, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 137
7 Göttert, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 137
8 Göttert, J.-M., Die Bertelsmann Methode, Wirtschaftsverlag Ueberreuter, 2001, S. 138
3
Arbeit zitieren:
Magnus Busch, 2003, Analyse einer Firmenphilosophie an Hand der Bertelsmann Essentials, München, GRIN Verlag GmbH
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