Inhaltsverzeichnis Seite I
INHALTSVERZEICHNIS
Abk ürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Anlagenverzeichnis VIII
Glossar IX
Vorwort X
1. Einführung 1
1.1 Zielsetzung der Untersuchung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements 3
2.1 Was ist Wissen? 3
2.1.1 Abgrenzung zwischen Daten, Informationen und Wissen 5
2.1.2 Formen der Wissensspeicherung 6
2.2 Was ist Wissensmanagement? 9
2.2.1 Ziele des Wissensmanagements 12
2.2.2 Bausteine des Wissensmanagements 13
2.2.3 Instrumente des Wissensmanagements 16
3. Die Ministerialverwaltung 24
3.1 Aufbau und Organisation 24
3.2 Informations- und Wissensarten der Ministerialverwaltung 25
3.3 Verwaltungskultur 28
3.4 Wandel der Verwaltung 29
4. Notwendigkeiten von Wissensmanagement
in der Ministerialverwaltung 31
5. Bestandsanalyse: Wissensmanagement
in der Ministerialverwaltung 33
5.1 Wissensmanagement auf der Bundesebene 35
5.1.1 Informations- und Wissensmanagement im Bundesverwaltungsamt 35
5.1.2 Vorhaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 36
5.1.3 Wissensmanagement im Bundesministerium für Arbeit 37
Inhaltsverzeichnis Seite II
5.1.4 Vorhaben des Bundesministeriums für Umwelt 37
5.1.5 Vorhaben des Bundesministeriums für Verbraucherschutz,
Ern ährung und Landwirtschaft 38
5.1.6 Wissensmanagement im Bundesamt für Finanzen 38
5.2 Wissensmanagement-Projekte am Beispiel einiger Bundesländer 38
5.2.1 Projekte im Finanzministerium und im Ministerium für Schule,
Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen 38
5.2.2 Wissensmanagement in der Verwaltung
der Freien und Hansestadt Hamburg 39
5.2.3 Wissensmanagement in der Senatsverwaltung für Justiz und
in der Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin 39
5.3 Gesamteinschätzung: Wissensmanagement
in der Ministerialverwaltung 39
6. Bedarfsanalyse:
Wissensmanagement in der Berliner Verwaltung 41
6.1 Untersuchungsmethodik und Befragungsumfang 41
6.2 Fragebogenerstellung 42
6.3 Untersuchungsfragen 42
6.4 Pretest und Fragebogen-Feedbacks 43
6.5 Auswertung, Analyse und Interpretation der Befragungsergebnisse 43
7. Die Etablierung von Wissensmanagement am Beispiel der
Abteilung Stadt- und Freiraumplanung der Senatsverwaltung
f ür Stadtentwicklung in Berlin 48
7.1 Aufbau und Organisation der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung in Berlin 48
7.2 Die Abteilung Stadt - und Freiraumplanung 50
7.3 Anlass und Zielsetzung für die Einführung von Wissensmanagement 51
7.4 Umsetzung des Wissensmanagement-Projektes 52
7.5 Nutzen für die Abteilung als Organisation und für die MitarbeiterInnen 56
7.6 Konsequenzen der Etablierung des Wissensmanagement Projektes 57
7.7 Mitarbeiterbefragung zum abteilungsinternen Intranetangebot 57
7.7.1 Durchführungsmethodik und Befragungsumfang 57
7.7.2 Darstellung der Untersuchungsergebnisse 58
7.8 Ausblick 64
Inhaltsverzeichnis Seite III
8. Die Planung einer Etablierung von Wissensmanagement am Beispiel
der Abteilung Städtebau und Projekte (II) der Senatsverwaltung
f ür Stadtentwicklung in Berlin 65
8.1 Die Abteilung Städtebau und Projekte 65
8.2 Anlass und Zielsetzung der Befragung in der Abteilung II 65
8.3 Durchführungsmethodik und Befragungsumfang 65
8.4 Auswertung und Interpretation der Befragungsergebnisse 66
9. Konzept für ein Wissensmanagement
in der Ministerialverwaltung 69
9.1 Vorgehensmodell für Wissensmanagement -Projekte 69
9.2 Rechtliche Rahmenbedingungen 72
9.3 Wissensmanagement-Lösungsvorschläge
f ür die Ministerialverwaltung 74
10. Perspektiven des Wissensmanagement
in der Ministerialverwaltung 84
Anlagen
Literaturverzeichnis XII
Eidesstattliche Erklärung XVI
Abkürzungsverzeichnis Seite IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. Abbildung
Abt. Abteilung Abt.L. Abteilungsleiter ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil Club AG-Leiter Arbeitsgruppenleiter allg. allgemein(e,r,s) AZG Allgemeines Zuständigkeitsgesetz BMA Bundesministerium für Arbeit BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BMU Bundesministerium für Umwelt BMVEL Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft BVA Bundesverwaltungsamt bsw. beispielsweise bzw. beziehungsweise GVPL Geschäftsverteilungsplan ders. derselbe et.al und andere etc. et cetera (und das Übliche) EU Europäische Union FAQ Frequently Asked Questions GenRef Generalreferat der SenStadt IAS Informationsanforderungssystem IT Informationstechnologie ITVB Internes Telefonverzeichnis Berlin KM Knowledge Management (engl. für Wissensmanagement) IuK Informations- und Kommunikationstechnologie LDA Landesdenkmalamt SenStadt LIT Landesbetrieb für Informationstechnik MA-Forum Mitarbeiter-Forum MS Microsoft NRW Nordrhein-Westfalen od. oder o.S. ohne Seitenangabe PDF Portable Document Format PDS Partei des Demokratischen Sozialismus Pers. Persönliche Ref.L. Referatsleiter SE Serviceeinheit SenJust Senatsverwaltung für Justiz
Abkürzungsverzeichnis Seite V
SenStadt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung SF Serviceeinheit Finanzen der SenStadt SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands Tab. Tabelle TFH Technische Fachhochschule u.a. unter anderem u.a.m. und andere(s) mehr US United State vgl. vergleiche www. world wide web z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis Seite VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Von der Agrar- bis zur Wissensgesellschaft 3
Abb. 2: Daten - Information - Wissen 6
Abb. 3: Wissensprozesse des Einzelnen 7
Abb. 4: Wissen - das „Eisbergprinzip“ 7
Abb. 5: Die Wissensprozesse im Überblick 8
Abb. 6: Der ganzheitliche Ansatz von Wissensmanagement 11
Abb. 7: Ziele und Gründe zur Einführung von Wissensmanagement 13
Abb. 8: Bausteine des Wissensmanagements nach Probst 14
Abb. 9: Zunehmende Bedeutung von Wissen 16
Abb.10: Organisationsaufbau Senatsverwaltungen des Landes Berlin 25
Abb.11: Die Gestaltungsfelder von Wissen in der Verwaltung 28
Abb.12: Neuorientierung der Verwaltung 30
Abb.13: Neue Herausforderungen - Neue Antworten 30
Abb.14: beispielhafte Einsatzfelder in der Verwaltung 32
Abb.15: Ausschnitt aus dem Office.net des BVA 36
Abb.16: Aufteilung der Befragten in Arbeitsbereiche 44
Abb.17: Aufteilung der Befragten nach Positionen 44
Abb.18: Bewertungen der Intranetauftritte in der Berliner Verwaltung 46
Abb.19: Organigramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 49
Abb.20: Referate der Abt. I der SenStadt 50
Abb.21: Der Flächennutzungsplan von Berlin (Auszug) 50
Abb.22: Ausschnitt aus einer hierarchischen Verzeichnisstruktur der SenStadt 51
Abb.23: Verteilung der Seitenanzahl der Referate der Abt.I 53
Abb.24: Internetauftritt der SenStadt 54
Abb.25: Intranetauftritt der SenStadt 54
Abb.26: Intranetauftritt der Abteilung I der SenStadt 55
Abb.27: Informationsnetzwerk der Abt. I der SenStadt 59
Abb.28: Informationswege zur Wissensverteilung- und weitergabe der Abt. I 60
Abb.29: Bedeutung der Wissensquellen in der Abt. I der SenStadt 61
Abb.30: Nutzung der Wissensquellen in der Abt. I der SenStadt 61
Abb.31: Bewertungen des Intranets der Abt. I und SenStadt 62
Abb.32: Referate der Abt. II der SenStadt 65
Abb.33: Bedeutung der Wissensquellen in der Abt. II der Senstadt 67
Abb.34: Nutzung der Wissensquellen in der Abt. II der SenStadt 67
Abb.35: Bereitstellung des Arbeitsbereiches in das Intranet der Abt.II 68
Abb.36: Wissensmanagement-Vorgehensmodell 70
Abb.37: Informationsanforderungssystem-Modell 78
Abb.38: Teile des Wissensmanagements 79
Abb.39: Vorstellung einer vereinheitlichten Arbeitsfläche für die MitarbeiterInnen in der Ministerialverwaltung 80
Tabellenverzeichnis Seite VII
TABELLENVERZEICHNIS
Tab.1: Definitionen für Wissensmanagement 9 Tab.2: Anwendungen für Wissensmanagement 19 Tab.3: Die Wissensarten der Verwaltung 27
Anlagenverzeichnis Seite VIII
ANLAGENVERZEICHNIS
Anlage 1
Auslöse- und Antriebsfaktoren für die Verwaltungsreform in Beziehung gesetzt mit den Anforderungen an zukunftsfähige Verwaltungsverfahren
Anlage 2
Positionierung der KM-Lösungsanbieter mit Referenzen aus der Verwaltung
Anlage 3
Antwort auf den Fragebogen zum Thema Wissensmanagement von der Senatsverwaltung für Justiz vom 5.12.02
Anlage 4
Gesamtübersicht der Fragebogen-Rückmeldungen
Anlage 5
Fragebogen für die Wissensmanagement-Befragung in der Berliner Verwaltung
Anlage 6
Auswertung der Wissensmanagement-Befragung in der Berliner Verwaltung
Anlage 7
Fragebogen der Wissensmanagement-Befragung in der Abt.I der SenStadt
Anlage 8
Auswertung der Wissensmanagement-Befragung in der Abt. I der SenStadt
Anlage 9
Auswertung der Wissensmanagement-Befragung in der Abt. II der SenStadt
Einführung Seite 1
1. EINFÜHRUNG
Unser Leben ist geprägt von schnellen Veränderungen, die immer wieder zu neuen technologischen Entwicklungen führen, die wir anfangs oft ablehnen, aber später nicht missen wollen. Auf diese Weise entwickelten wir uns von der Industrie- zur Dienstleistungs-, I nformations- und Wissensgesellschaft. Wer in dieser Zeit der anwachsenden Wissensbestände und der zunehmenden Informationsflut Sieger im Wettbewerb um Zeit, Informationen und Wissen sein möchte, muss mit dem Erfolgsfaktor Wissen richtig umgehen können. Aus diesem Bestreben heraus, Wissen zu ihrem Vorteil einsetzen zu können, bedienten sich zunächst global agierende Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationsbranche der Instrumente des Wissensmanagements.
Aber Wissensmanagement ist nicht erst in den letzten Jahren entstanden, denn bereits in der Steinzeit wurde Wissen um Jagdmethoden, Nahrungssuche und Arbeitstechniken gesammelt und an die Nachkommen weitergegeben. Ohne diese Wissensvermittlung von Generation zu Generation wäre die Entwicklung der Menschheit bis zum heutigen Stand nicht möglich gewesen.
Nun wäre es ein Irrtum zu glauben, dass Wissensmanagement nur in internationalen Technologieunternehmen, in mittelständischen Unternehmen sowie in kleinen Unternehmen anzusiedeln ist. Gerade die Verwaltung stellt mit rund 4,2 Millionen Beamten, Angestellten und Arbeitern bundesweit, ihren Aufgaben sowie ihren Funktionen eine weitaus größere Notwendigkeit für das Management von Wissen dar, denn Verwaltungsarbeit ist zugleich Wissensarbeit. Leider hat sich der private, aber auch öffentliche Sektor bis zum heutigen Zeitpunkt nur gering mit dem Thema Wissensmanagement in der Verwaltung auseinandergesetzt, so dass nur wenige Lösungsansätze vorhanden sind. In diesem Kontext und aus der b is heute kaum berücksichtigten ministeriellen Verwaltungsarbeit entstand die Motivation das Thema Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung im Rahmen der Diplomarbeit zu untersuchen.
1.1 Zielsetzung der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es zum einen, die Notwendigkeit von Wissensmanagement in der ministeriellen Verwaltung zu begründen, und zum anderen erste Lösungsansätze vorzustellen, um als E rgebnis eine Leitidee für einen Wissensmanagementansatz zu entwickeln.
Die gewonnenen Erkenntnisse beruhen auf einer Befragung in der Berliner Verwaltung sowie einer zweiten Befragung in den IT Stellen der Bundesministerien und Berliner Senatsverwaltungen.
Einführung Seite 2
Folgende Fragen sollten beantwortet werden:
• Welches Wissen und welche Informationen benötigen die MitarbeiterInnen der Ministerialverwaltung bei ihrer täglichen Arbeit? • Welche vorhandenen Quellen benutzen die MitarbeiterInnen, um ihre benötigten Informationen und Wissen zu erhalten?
• Inwieweit sind die MitarbeiterInnen in der Verwaltung bereit, ihr Wissen weiterzugeben?
• Wie ist der Stand von Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung? • Hat Wissensmanagement in der ministeriellen Verwaltung eine Zukunft?
1.2 Aufbau der Arbeit
Der Aufbau der vorliegenden Diplomarbeit gliedert sich in zehn Kapitel:
Nach d er Einführung stellt das zweite Kapitel die theoretischen und inhaltlichen Grundlagen des Wissensmanagements vor. Hier werden die Begriffe Wissen und Wissensmanagement umfassend erläutert.
Im dritten Kapitel werden zum Verständnis des Umfelds der Ministerialverwaltung einige Grundlagen dargelegt. Daraus ergeben sich im vierten Kapitel die Notwendigkeiten des Wissensmanagements in der Ministerialverwaltung. Dieser Theorieteil bildet die Grundlage für die darauf folgenden praktischen Inhalte der Diplomarbeit, die sich an den Durchführungen der Befragungen orientieren.
Im fünften Kapitel wird anhand erster Projekte und Vorhaben dargestellt, inwieweit sich die Thematik auf Bundes-, und Landesebene integriert hat. Nach dieser Bestandsanalyse folgt die Bedarfsanalyse in der Berliner Ministerialverwaltung. Mit Hilfe eines Fragebogens wurde ermittelt, welches Wissen und welche Informationen benötigt werden, inwieweit Wissensmanagement für die MitarbeiterInnen eine Rolle spielt und welche Probleme, Vorstellungen und Wünsche sich von Seiten der MitarbeiterInnen aufzeigen. Im Anschluss wird am Beispiel der Abteilung Stadt- und Freiraumplanung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Etablierung von Wissensmanagement vorgestellt. Im Vergleich dazu wird eine zweite Abteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beschrieben, die den Wissensmanagementansatz der Stadt- und Freiraumplanung übernehmen möchte. Aus den Resultaten der Befragungen beider Abteilungen und der Bedarfsanalyse ist dann ein Konzept für Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung entstanden, welches im letzten Kapitel der Arbeit vorstellt wird.
Abschließend wird zusammenfassend beurteilt, welche Perspektive Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung hat.
Vorwort Seite X
VORWORT
Mein erstes praktisches Studiensemester absolvierte ich bei der IBM Deutschland GmbH. In dieser Zeit lernte ich nicht nur die Kultur eines Wirtschaftsunternehmens kennen, sondern beschäftigte mich, im Zusammenhang einer Jour Fixe Veranstaltung, intensiv mit dem Thema E-Government. Nachdem ich den Arbeitsalltag in der Wirtschaft miterleben durfte, wollte ich mir noch ein eigenes Bild von der Arbeit in der Verwaltung machen, um mich einerseits nach dem Studium für den richtigen Berufsweg zu entscheiden und anderseits E -Government von der Verwaltungsseite mitzuerleben. Aus diesem Grund bewarb ich mich, im Rahmen des zweiten Praxissemesters, in der Verwaltung und erhielt einen Praktikantenplatz vom 02. September 2002 bis zum 28. Februar 2003 in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz in Berlin.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit der Thematik des Wissensmanagements noch nicht auseinandergesetzt. Daher recherchierte ich im Internet und in Bibliotheken nach Informationsmaterial. Zunächst musste ich feststellen, dass sehr viel Literatur über Wissensmanagement, jedoch kein Material bezüglich des Wissensmanagements in der öffentlichen Verwaltung vorhanden war. Aus dieser Notwendigkeit heraus führte ich somit eine Befragung in der Verwaltung durch. Die daraus entstandenen Ergebnisse bildeten die Grundlage der hier vorliegenden Diplomarbeit. In diesem Zusammenhang machte mir vor allem die Auswertung der Fragebögen großen Spaß, da ich auf viele unterschiedliche Persönlichkeiten stieß und sich dementsprechend unterschiedliche Meinungsbilder aufzeigten. Im Laufe dieser Bearbeitungszeit und aufgrund diverser Messebesuche sowie Teilnahmen an Anwenderforen stellte ich fest, dass Wissensmanagement ein sehr interessantes, aktuelles und kritisches Thema in der Verwaltung ist.
Hauptsächlich die Begegnungen mit MitarbeiterInnen aus der Verwaltung motivierten mich, ein eigenes Konzept für Wissensmanagement in der Verwaltung aufzustellen. Ich möchte dieses für weitere Diskussionen zur Verfügung stellen. Aufgrund der Tatsache, dass ich die Befragungen selbst durchführte, bewertete und ein eigenes Konzept aufstellte, habe ich diese Teile der Diplomarbeit in der Ich-Form geschrieben, da sich meine Meinung nicht verallgemeinern lässt.
Ich möchte nun die Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle bei allen mitwirkenden Personen zu bedanken. Hier sei an erster und besonderer Stelle Herr Detlef Cwojdzinski aus der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz in Berlin genannt, der mir durch seine Ratschläge, sein Interesse und seine Kritik eine sehr große Hilfe war. Er begleitete die Erstellung der Diplomarbeit von der Entstehung im Frühjahr 2002 bis zu ihrem Abschluss durch alle Höhen und Tiefen und erwies sich als wahre Hilfe. Er verschaffte mir die wichtigsten Kontakte und ermöglichte mir die Teilnahme an zahlreichen Messen und Kongressen. Ohne ihn wäre die vorliegende Diplomarbeit nicht entstanden.
Vorwort Seite XI
Mein zweiter besonderer Dank gebührt allen Mitarbeitern der Senatsverwaltungen, der Bezirksämter, der Senatskanzlei Berlin, den Bundesministerien und weiteren Verwaltungsbehörden, die sich Zeit für meine Fragen genommen haben. Vor allem danke ich in diesem Zusammenhang den Abteilungen I und II der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Frau Kays aus der Senatsverwaltung für Inneres, die durch ihr Engagement und ihre Mithilfe einen großen Teil der Arbeit ermöglichten. Weiterhin sei auch an Frau Delius-Bätz aus der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz ein Dankeswort gerichtet, die mir in Literaturfragen stets weiterhelfen konnte.
Des Weiteren möchte ich mich bei allen Einzelpersonen der Firmen und der TFH Wildau bedanken, die mir beratend zur Seite standen. Hier sind insbesondere zu nennen: Herr Flügel (Detecon), Herr Korsch, Herr Hell sowie Herr Grote (T-Systems), Frau Schmidt-Funke (Infora GmbH), Herr Bittner, Herr Tolkiehn und Herr Büttner von der TFH Wildau.
Meinen letzten, sehr großen und persönlichen Dank richte ich an meine Familie, meine Freunde und an meine ehemalige Schullehrerin Frau Volk, die mich ebenfalls alle sehr unterstützten.
Wildau, den 17.01.2003 Jacqueline Schmidt
Was ist Wissen? Seite 3
_________________________________________________________________
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES WISSENSMANAGEMENTS
2.1 Was ist Wissen?
Noch vor 2000 Jahren beherrschten Landwirtschaft, Handel und Handwerk die Arbeitswelt. Erst als im Jahre 1785 James Watt die Dampfmaschine erfand, entstanden neue Arbeitsweisen, wie b eispielsweise die industrielle Massenproduktion. Infolge dieser technologischen Revolution verlagerten sich die Produktionsfaktoren Arbeit und Boden immer mehr zum Kapital. Ähnlich wie die Dampfmaschine veränderte Ende 1950 die Erfindung des Computers die Welt. Anfangs vereinfachte der Computer nur die klassischen Prozesse im Buchhaltungs- und Logistikwesen, aber mit der Erfindung des Internets verwandelte sich in den 90-iger Jahren die industrielle Gesellschaft zu der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft. Plötzlich nahm die Menge der Informationen sehr stark zu, die Wissensbestände wurden komplexer und die 1 Halbwertzeit von Wissen verkürzte sich immer mehr. Hinsichtlich dieser
Veränderungen entwickelte sich der Begriff „Wissen“ zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren und wurde so, neben Arbeit, Kapital und Boden, zum vierten Produktionsfaktor ernannt (siehe Abb.1).
Arbeit
Im Laufe dieser Zeit veränderten sich nicht nur die Arbeitsmethoden, sondern auch die Lebensweisen der Menschen. Nur sehr wenige Menschen haben noch bzw. nehmen sich für persönliche Angelegenheiten Zeit. Die meisten von ihnen empfinden die Zeit als zu schnelllebig und befürchten, die Vielzahl von Informationen nicht mehr zeitgerecht verarbeiten zu können. Diese Denkweise ist nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass sich alle fünf bis sieben Jahre das weltweit verfügbare Wissen verdoppelt und täglich bis zu 20.000 Publikationen auf der Welt erscheinen. Demzufolge gibt man heute
1 Das Prinzip der „Halbwertzeit von Wissen“ besagt, dass das Wissen von heute morgen bereits veraltet ist. 2 Götz, 2000, S. 48
Was ist Wissen? Seite 4
_________________________________________________________________
nicht mehr Wissen von Generation zu Generation weiter, sondern muss es von Tag zu Tag oder oftmals auch von Stunde zu Stunde weitervermitteln. Versucht man nun, den Begriff Wissen zu definieren, ist dies nicht in einem Satz darzulegen. Die Literatur bietet zahlreiche Definitionsangebote und je nach Ansatzpunkt und Betrachtungsweise fallen diese sehr unterschiedlich aus. Die von Davenport und 3 aufgestellte Definition verdeutlicht, dass der Wissensbegriff sehr vielseitig und Prusak daher schwer zu erklären ist:
Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Definition ist, dass Wissen nur in den Köpfen der Menschen entstehen und existieren kann. Wenn demzufolge Informationen zu Wissen verarbeitet werden sollen, muss ein Mensch die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Informationen herstellen, um sie dann in Wissen umzuwandeln und als solches weiterzugeben. Somit stellen die MitarbeiterInnen als Wissensträger und Entscheider die wichtigste Ressource in der Verwaltung dar.
Außer dass MitarbeiterInnen viele Informationen in ihren Köpfen gespeichert haben, besitzen sie weiterhin entsprechende fachspezifische Kenntnisse, sie sammeln in ihrer Berufslaufbahn Erfahrungen im Umgang mit Menschen, Informationen und Prozessen u.a.m. und sie eignen sich i.d.R. im Laufe der Z eit weitere Fähigkeiten an. Diese Ansammlung aller Informationen, Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen wird im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit als das Wissen bezeichnet.
3 Davenport/ Prusak, 1999, o.S.
Was ist Wissen? Seite 5
_________________________________________________________________
2.1.1 Abgrenzung zwischen Daten, Informationen und Wissen
In den obigen Ausführungen sowie auch im Alltag wird häufig von Informationen und nur selten von Wissen und Daten gesprochen. Und welcher Mitarbeiter kennt nicht Fragen wie: „Können Sie mir heute noch die Daten auf den Tisch legen?“ oder „Können Sie mir die wichtigsten Informationen heraussuchen?“
Beschäftigt man sich jedoch eingehender mit der Thematik des Wissensmanagements, sollte Wissen von Informationen und Daten eindeutig abgegrenzt werden, da „Erfolg beziehungsweise Misserfolg unter Umständen entscheidend davon abhängen, (…) ob Daten, Informationen und Wissen benötigt werden, was davon vorhanden ist und was mit 4 dem einen oder anderen bewirkt werden kann“ . Dies kann durch folgendes Beispiel verdeutlicht werden:
Der Abteilungsleiter erhält nach einer Sitzung Telefonnummern und speichert sie als Daten in seiner Datenbank ab. Mit der Verknüpfung der dazugehörigen Namen und Positionen entstehen Informationen. Eines Tages möchte ein Mitarbeiter von dem Abteilungsleiter wissen, welcher Mitarbeiter für den Fachbereich I verantwortlich ist, unter welcher Nummer diese Person zu erreichen ist und welche Themen in diesem Fachbereich aktuelle Priorität haben. Der Abteilungsleiter wird in diesem Fall nicht nach den reinen Daten und Informationen, sondern nach seinem Wissensstand gefragt. Er wird in diesem Fall nicht nur die angeforderten Informationen weitergeben, sondern zusätzlich aus Erfahrungen berichten, zu welchen Zeiten die Person am besten erreichbar ist und welche Themen Interesse wecken könnten.
Anhand dieses Beispiels soll aufgezeigt werden, dass Wissen mehr als nur Informationen umfasst. Grundlage bilden Daten, bestehend aus mehreren Zeichen, welche Nummern, Mengenangaben, aber auch Aktenzeichen sein können. Diese müssen erst in Beziehung zueinander gesetzt werden, um daraus Informationen bilden zu können. Erst mit der Intelligenz der MitarbeiterInnen können die Informationen verstanden und mit E rfahrungen ergänzt werden. Anhand des Beispiels hat der Abteilungsleiter aus Erfahrung gelernt, dass Herr Müller ab 18 Uhr nicht mehr unter der Nummer 030-1234, sondern über seine Mobilfunknummer zu erreichen ist. Erst aus der Verbindung von Informationen und Erfahrungen entsteht die höchste Ebene Wissen, das im Gegensatz zu den neutralen Informationen immer personenabhängig ist.
Diese Beziehungen werden im Folgenden noch einmal in einem Modell veranschaulicht, 5 und der KGST 6 entwickelten Darstellungen aufbaut. welches auf die von Probst
4 Davenport/ Prusak, 1998, o.S.
5 Gilbert Probst ist Professor für Organisation und Management an der Universität Genf (Schweiz). 6 Die KGSt ist der von Städten, Gemeinden und Kreisen gemeinsam getragene Fachverband für kommunales Management.
Was ist Wissen? Seite 6
_________________________________________________________________
Die fließenden Übergänge der einzelnen Wissensentstehungsprozesse werden in diesem Modell anhand einer gestrichelten Linie dargestellt, da ungewiss ist, wann Daten zu einer Information werden oder Informationen zu Wissen. Des Weiteren kann mittels der Pfeile nachvollzogen werden, dass nicht nur Informationen aus Daten und Wissen aus Informationen entstehen, sondern im Umkehrschluss Wissen nur in Form von 8 Es ist demzufolge ein dynamischer Informationen an andere vermittelt werden kann.
Prozess, der nochmals aufzeigt, dass Wissen sich nicht ohne Zeichen, Daten und Informationen entwickeln kann.
In welcher Form Wissen gespeichert werden kann, stellt nun der folgende Abschnitt vor.
2.1.2 Formen der Wissensspeicherung
Das menschliche Wissen unterteilt sich in explizites und implizites Wissen. Explizites Wissen ist auf verschiedenen Medien gespeichert, wie z.B. in Datenbanken oder in Textdokumenten. Es ist digitalisierbar, formalisierbar, strukturierbar und im Vergleich zum impliziten Wissen leichter zu verarbeiten, zu verteilen oder zu speichern. In einer Abteilung z.B. werden Berichte in einer Akte abgelegt, auf die dann jeder Mitarbeiter Zugriff haben sollte.
Im Gegensatz dazu ist implizites Wissen dadurch gekennzeichnet, dass es intuitiv, also unbewusst, ist. Handelt ein Mitarbeiter in einer bekannten Situation automatisch, ohne die Vorgänge zu erklären, geschieht dies für ihn selbstverständlich. Das implizite Wissen basiert dabei auf Erfahrungen, Erinnerungen, persönlichen Vorstellungen und Einstellungen, und ist somit weitgehend aktions- und personengebunden. Das bedeutet, dass jeder Mitarbeiter seine eigenen persönlichen Erfahrungen während der Berufszeit
7 in Anlehnung an Probst/Raub/Romhardt, 2000, o.S. und Kassner, 2001, S.15
8 Kassner, 2001, S.16
Was ist Wissen? Seite 7
_________________________________________________________________
sammelt und somit im Kopf jedes einzelnen Mitarbeiters ein anderes implizites Wissen verinnerlicht ist. Dieses Wissen ist in der Praxis kaum weiterzugeben und bleibt daher oft ungenutzt. Dennoch ist es Ziel, das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter auch anderen Mitarbeitern zugänglich zu machen, die dieses Wissen benötigen. Dabei stellt der Übergang vom impliziten zu explizitem Wissen das Grundproblem des Wissensmanagements dar.
Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Wissensformen ist deshalb so relevant, da viele Führungskräfte den größten Teil ihrer Entscheidungen basierend auf implizitem Wissen (aus Erfahrungen) treffen.
Neben explizitem (auf Medien gespeichertem Wissen) und implizitem Wissen (in den Köpfen von Menschen gespeichertem Wissen) gibt es noch zusätzlich weitere 10 unterscheidet neben explizitem und implizitem Wissen des Einteilungen. Droske
Weiteren strukturiertes Wissen (in Datenbanken gespeichertes Wissen) vom unstrukturierten Wissen (Wissen aus E -Mail, Fax, Word-Dokumenten, Bildern, aber auch das in den Köpfen der Menschen) sowie kollektives (für eine Personengruppe oder Organisation) vom privaten Wissen (auf eine Person beschränktes Wissen). Der größte Teil des Wissens stellt dennoch zum einen das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter (implizites Wissen) und zum zweiten das bereits ve rgessene und veraltete Wissen dar. Die folgende Grafik soll diese Erkenntnis anhand des „Eisbergprinzips“
9 Wagner, 1999, o.S.
10 Droske, 2000, o.S. 11 eigene Darstellung
Was ist Wissen? Seite 8
_________________________________________________________________
Das gefährliche an einem Eisberg ist, dass man nur die Spitze erkennen kann. Die wahre Größe bleibt meist verborgen, da sie unter der Wasseroberfläche versteckt ist. Genauso ist es mit dem veralteten und vergessenen Wissen. Wenn das Wissen in den Köpfen der MitarbeiterInnen nicht in explizites Wissen umgewandelt wird, entsteht ungenutztes Potenzial, welches sich in veraltetem und vergessenem Wissen ausdrückt, welches dann die untere Ebene des Eisberges bildet und unter der Wasseroberfläche verborgen bleibt. Somit ist es für andere MitarbeiterInnen unerreichbar.
Zusammenfassung
Zusammenfassend werden alle beschriebenen Wissensprozesse in der folgenden Grafik nochmals aufzeigt:
Wissen sollte nicht mit Informationen und Daten gleichgesetzt werden, da erst der Mensch die Informationen mit Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen verknüpfen muss, um Wissen zu erhalten. Dieses Wissen kann in impliziter und/oder expliziter Form vorliegen und sollte nach Möglichkeit effektiv an alle relevanten Wissensnutzer (MitarbeiterInnen) weitergegeben und geteilt werden, denn je zugänglicher Wissen wird, desto wertvoller ist es für die gesamte Organisation. Dies ist unter anderem eine Aufgabe des Wissensmanagements. Was Wissensmanagement im Einzelnen noch beinhaltet, wird nun der nächste Abschnitt vorstellen.
12 eigene Darstellung
Was ist Wissensmanagement? Seite 9
2.2 Was ist Wissensmanagement?
Kein Begriff wird derzeit so heftig diskutiert und in Frage gestellt wie Wissensmanagement, auch unter der englischen Bezeichnung „Knowledge Management“ bekannt. Entsprechend der Vielzahl an Begriffsbestimmungen von Wissen gibt es auch hier die unterschiedlichsten Definitionen, und wie bereits festgestellt, sind Definitionen immer eine Frage des Standpunktes.
Eine einheitliche Vorstellung von dem Begriff Wissensmanagement besteht weder im privaten noch im öffentlichen Sektor. Im Gegenteil, in der Verwaltung wird häufig sogar Wissensmanagement mit der virtuellen Verwaltung, der lernenden Organisation oder 13 der Netzwerk-Organisation gleichgesetzt .
Um dieses Phänomen zu verdeutlichen, werden im Folgenden einige Definitionen aufgelistet:
13 Splitter, 2002, S.4
14 Probst/ Raub/ Romhardt, 1998, o.S. 15 BVA, 2001, o.S.
Was ist Wissensmanagement? Seite 10
16 in der Verwaltung haben ergeben, dass Wissensmanagement Eigene Untersuchungen
meist mit den Begriff Informationsmanagement gleichgesetzt wird (siehe Anlage 5). Doch grenzt sich Informationsmanagement von Wissensmanagement dahingehend ab, dass es alle Informationen verwaltet, die außerhalb des menschlichen Gedächtnisses gespeichert sind. Beim Wissensmanagement kommen zu diesen Informationen noch die Informationsbestände hinzu, welche im menschlichen Gedächtnis gespeichert sind. Diese Tatsache stellt an das Wissensmanagement eine erheblich größere Herausforderung, da hier die Menschen als Wissensträger fungieren.
Eine deutliche Unterscheidung zwischen diesen und noch weiteren ähnlichen Begriffen, wie z.B. Dokumentenmanagement, ist hier zwingend erforderlich, da sie in der Praxis oft für Verwirrungen sorgen, häufig gleichgesetzt werden und beliebig austauschbar zu sein scheinen.
Ein Grund für die vielseitigen Definitionen von Wissensmanagement könnte in der Komplexität des Begriffs „Wissen“ liegen, welcher bereits im ersten Abschnitt vorgestellt wurde. Allein die verschiedenen Wissensarten zielen auf unterschiedliche Verständnisfragen ab. Hinzu kommt, dass jede Organisation, jedes Unternehmen sowie jede Verwaltungsbehörde einzigartig ist und somit Wissensmanagement immer spezifisch beschrieben bzw. definiert wird. Demnach ist das Thema Wissensmanagement nahezu so komplex wie das menschliche Wissen selbst.
Neben der Diskussion nach der richtigen Definition von Wissensmanagement spielt der ganzheitliche Ansatz eine viel wichtigere Rolle. Die neuste Technologie nutzt wenig, wenn Mitarbeiter nicht bereit sind, ihr Wissen weiterzugeben und es getreu nach dem Motto „Wissen ist Macht“ zurückhalten. Demzufolge müssen alle Elemente, wie die Kommunikation, die Verwaltungsstrukturen und -kultur, Barrieren, Anreizsysteme sowie die technische Infrastruktur, in einem ganzheitlichen Wissensmanagementansatz berücksichtigt werden.
Die Abbildung 6 stellt den ganzheitlichen Ansatz noch einmal zusammenfassend dar.
16 vgl. Kapitel 6-8
Was ist Wissensmanagement? Seite 11
Das Wissensmanagement in der Verwaltung für spezifische Zwecke unerlässlich ist, soll anhand folgender Situation beschrieben werden:
Frau M. arbeitet in der Personalabteilung des Ministeriums und wechselt in die Zentralabteilung. Herr P. übernimmt ihre Stelle mit den gesamten Unterlagen und Datenbanken. Er braucht zwei Wochen, um das vorhandene Wissen der Frau M. zu verstehen, zu verarbeiten und anwenden zu können. Ohne die Hilfe erfahrener Mitarbeiter würde er noch länger benötigen. Herr P. muss aber noch nach Monaten bei Frau M. anrufen, um zu erfahren, wo alte Ordner mit bestimmten Daten aufbewahrt werden. Kann das nicht veröffentlichte Wissen der Frau M. in der Abteilung für die Verwaltung nach ihrer Versetzung erhalten bleiben?
Das Beispiel zeigt, dass ein neuer Mitarbeiter in der Regel noch kein Wissen und keine Erfahrungen über die Prozess-Abläufe haben wird. In der Einarbeitungszeit versucht er möglichst schnell auf einen ausreichenden Wissensstand zu kommen, um selbständig und produktiv arbeiten zu können. Probleme entstehen aber, wenn der frühere Mitarbeiter den Arbeitsplatz bereits gewechselt hat, so dass ein Wissenstransfer von Person zu Person nicht mehr möglich ist. Auf diese Weise geht ein großer Teil des von dem früheren Mitarbeiter benutzten Wissens verloren. Um diesem Verlust entgegenzuwirken,
17 eigene Darstellung
Was ist Wissensmanagement? Seite 12
muss Wissen ausgetauscht werden. Die oben gestellte Frage kann also mit Hilfe von Wissensmanagement bejaht werden. Denn es unterstützt eine schnellere Integration von Auszubildenden oder Neulingen, ist somit stressreduzierender und „dient der Auf- 18 rechterhaltung der Organisationskultur“ . Am Beispiel ist weiterhin erkennbar, dass der
Wissenstransfer in der Verwaltung eher unstrukturiert und spontan stattfindet. Um den Wissenstransfer in strukturierter Form optimal ablaufen zu lassen und damit bsw. die Einarbeitung der MitarbeiterInnen zu verbessern, wird Wissensmanagement zweckmäßig eingesetzt.
Im Folgenden wird Wissensmanagement mit eigenen Worten definiert. Dabei ist dieser Definitionsansatz als Grundlage für die vorliegende Diplomarbeit zu berücksichtigen.
Demzufolge ist Wissensmanagement notwendig, um auf das benötigte Wissen zugreifen zu können, es effektiv und effizient zu nutzen und anderen Personen verfügbar zu machen. Somit versucht auch die Verwaltung mit geeigneten Maßnahmen ihr vorhandenes und neues Wissen für den Erfolg ihres Wirkens nutzbar zu machen. Voraussetzung dafür wären zum einen geänderte Formen der Zusammenarbeit, moderne Informationstechnik, eine verstärkte Wissensorientierung der Mitarbeiter und zum anderen das richtige Gleichgewicht zwischen den Zielen der Organisation und der Interessen der 19 In diesem Zusammenhang hat Wissensmanagement folgende Aufgaben: Mitarbeiter.
den Erwerb von benötigtem Wissen,
die Identifikation des vorhandenen Wissens, die Entwicklung und Erweiterung des bereits vorhandenen Wissens, die Speicherung des Wissens für spätere Anwendungsfälle und schließlich die Weitergabe des erweiterten, entwickelten und gespeicherten Wissens.
2.2.1 Ziele des Wissensmanagements
Aus den Aufgaben ergibt sich das primäre Ziel von Wissensmanagement: Wissen zugänglich und wiederverwendbar zu machen, um die Wissensbestände effizienter zu verwalten, sowie den internen Informationsfluss und die Entscheidungsprozesse in der Verwaltung zu verbessern und damit Doppelarbeit oder Wiederholungen von Fehlern zu vermeiden. Des Weiteren muss den einzelnen Mitarbeitern bewusst gemacht werden, dass ihr Wissen auch von anderen Kollegen benötigt wird. Und wenn zudem noch jeder
18 Götz, 2000, o.S.
19 Splitter Nr.3/2002, S.4
Was ist Wissensmanagement? Seite 13
Mitarbeiter die Kenntnis darüber hat, wie er selbst zu seinem benötigten Wissen kommen kann, dann sind die wichtigsten Ziele des Wissensmanagements erreicht.
2.2.2 Bausteine des Wissensmanagements
Einen recht einflussreichen praxisorientierten Ansatz von Wissensmanagement haben 21 aufgestellt, der in Abb.8 schematisch dargestellt ist. Der die Autoren Probst et. al.
äußere Kreislauf mit den Elementen Wissensziele und Wissensbewertung stellt einen traditionellen Managementprozess dar. Der innere Kreislauf zeigt die sechs Kernprozesse Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissens(ver)teilung, Wissensnutzung und Wissensbewahrung.
Diese Prozesse dürfen nie getrennt betrachtet werden, da sie sich gegenseitig beeinflussen und nur gemeinsam ein umfassendes Konzept des Wissensmanagements darstellen. Was sie im Einzelnen beinhalten, kann den Fragestellungen in der Grafik entnommen werden.
Im weiteren Teil werden nun die einzelnen Bausteine von dem Feld „Wissensziele“ ausgehend, entgegen dem Uhrzeigersinn kurz beschrieben.
20 Dr. Wulff, M. 2000 KGST Vortrag
21 Probst/ Raub/ Romhardt, 2000, o.S.
Was ist Wissensmanagement? Seite 14
Sobald eine Organisation einen oder mehrere Bausteine des Wissensmanagements vernachlässigt, entsteht eine Störung im Wissenskreislauf, die viele Wissensprobleme 23 In der Praxis kommt dies häufig vor, wenn beispielsweise eine zur Folge haben kann.
Abteilung ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen hat, doch weder Protokolle noch Erfahrungen dokumentiert wurden. Der Wissenskreislauf ist somit unterbrochen, da für Folgeprojekte kein Informationsmaterial zur Verfügung steht.
Für ein sinnvolles Funktionieren des Konzeptes setzen Probst et.al. voraus, dass Wissensziele gesetzt werden. Nun fällt es nicht leicht, Wissensziele in der Verwaltung zu definieren. Vor allem die private Wirtschaft unterscheidet sich in ihren Zielsetzungen und -vorstellungen von dem öffentlichen Sektor. Ein Mitarbeiter der Akademie für Wissensmanagement hat einmal mögliche Wissensziele für die Berliner Verwaltung aufge- 24 stellt :
Effektivitätssteigerung der Arbeitsabläufe,
Vermeidung von Redundanzen und Suchprozessen, Reduzierung von Informationsübertragungs- und Kommunikationsfehlern, Förderung von Kooperationsbereitschaft sowie der Teamentwicklung, Verbesserung der Kommunikation und des internen Informationsflusses, schnellere, kostengünstigere und wirksamere Entscheidungsfindung,
22 Probst/ Raub/ Romhardt, 1999, S.58
23 Probst/ Raub/ Romhardt, 2000, o.S. 24 Splitter, 2002, S. 23-25
Was ist Wissensmanagement? Seite 15
Entlastung der IT- Stellen durch Vermeidung von wiederkehrenden Supportanfragen,
schneller Zugriff auf Informationsquellen, eigenverantwortliches Handeln, ständige Weiterbildung, Persönlichkeitsentwicklung,
Verbesserung der Kundenbeziehung und des Kundennutzens (sowohl intern als auch extern),
effizientere Nutzung bereits vorhandener bzw. neu implementierter Informationstechnologie und
erfolgreiche Neugestaltung von Unternehmensprozessen im Rahmen der Ver-waltungsreform.
Wissensidentifikation schafft Transparenz über internes und externes Wissen und analysiert, welche Wissenskapazitäten vorhanden sind und welche zur Erreichung der Wissensziele noch fehlen. Anschließend werden durch den Wissenserwerb Maßnahmen eingeleitet, um an das gewünschte Wissen zu gelangen, wie z.B. durch Fortbildung oder Erwerb von Wissen anderer Verwaltungen. Die auf diese Weise gewonnenen Informationen werden durch die Wissensentwicklung an die entsprechenden Anforderungen angepasst. Bei der Wissensentwicklung steht, ähnlich wie beim Wissenserwerb, die Produktion erweiterter Fähigkeiten, neuer und verbesserter Ideen sowie leistungsfähigerer 25 Danach beginnt die Wissensverteilung, z.B. durch das Intra-Prozesse im Mittelpunkt.
net oder andere Methoden. Sie ist zwingende Voraussetzung, um das in den Köpfen der MitarbeiterInnnen befindliche Wissen der gesamten Organisation zugänglich zu machen. Darauf folgt die Bewahrung von Wissen, wo Wissen selektiert, gespeichert sowie aktualisiert wird. In diesem Zusammenhang setzen viele Unternehmen sogenannte Anreizsysteme und Austrittsbarrieren ein, um MitarbeiterInnen an ihre Organisation zu binden und vorhandenes Wissen zu halten. Die in der darauf folgenden klassischen Wissensnutzung gewonnenen neuen Erfahrungen, stehen nicht automatisch für die Zukunft zur Verfügung. Einige für spätere Anwendungsfälle relevante Informationen finden sich im Punkt Wissensbewahrung wieder.
Der entscheidende Faktor „Feedback“ setzt sich aus der Wissensbewertung und den Wissenszielen zusammen. Das bedeutet, dass durch Überprüfen und Bewerten des verwendeten Wissens mit den vorher gesetzten Zielen, die Schaffung und Optimierung von neuem Wissen gesteuert werden kann.
25
http://www.geocities.com/BourbonStreet/1517/km/basics/mod--probst-d.html,
Download am 20.11.02
Was ist Wissensmanagement? Seite 16
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird nicht detaillierter auf die einzelnen Bausteine ein- 26 Imfolgenden Abschnitt werden jedoch anhand dieser Bausteine die Ingegangen.
strumente des Wissensmanagements vorgestellt, um einen Überblick über die Vielfältigkeit der Lösungsansätze zu erhalten. Ein Schwerpunkt unter den Technologien bildet in diesem Rahmen das Intranet.
2.2.3 Instrumente des Wissensmanagements
In den letzten Jahren hat sich die Informationstechnik zunehmend in Richtung der Wissens-Inhalte bewegt, so dass auch in diesem Bereich Wissen verstärkt an Bedeutung gewonnen hat. Wie der Abbildung 9 zu entnehmen ist, lag zu Beginn des Informationszeitalters der Schwerpunkt der Entwicklung und Anwendung auf der Hardware. Im Gegenzug stiegen die Komplexität und die Qualität der Software. Die Bedienung wurde einfacher und immer mehr Anwender verlangten nach perfektionierteren und anwender-freundlicheren Funktionalitäten. Somit wurden die Inhalte der Anwendungen in den letz- 27 ten Jahren immer wichtiger.
Auch die Bundes- und Landesregierung räumt dem Einsatz der Informationstechnologie eine zentrale Bedeutung ein, um die moderne und leistungsfähige Verwaltung bedarfsgerechter zu gestalten. Unter dem Zwang, die Verwaltungsvorgänge mit immer weniger Mitteln und Personal in immer kürzeren Zeiten abzuwickeln, versprechen die Technologieentwicklungen eine Unterstützung der Wissensverteilung und Speicherung sowie die Förderung der Wissensnutzung im Rahmen des Wissensmanagements.
26 weiterführende Literatur: Probst/Raub/Romhardt, 2000 und Splitter Nr. 3/2002
27 Wagner, 1999, o.S. 28 Wagner, 1999, o.S.
Was ist Wissensmanagement? Seite 17
Instrumente zur Wissensidentifikation
Um ein Wissensmanagementsystem aufzubauen, müssen die vorhandenen Wissensressourcen identifiziert werden. In diesem Schritt wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, die zum einen alle Fähigkeiten, Erfahrungen, Informationen und Wissen einer Organisation 29 Dabei dienen sogeidentifiziert und zum anderen vorhandene Wissensdefizite aufdeckt. 30 als Hilfsmittel, um z.B. die Wissensressourcen in Wisnannte Modellierungswerkzeuge
senslandkarten ( mehr zur Wissenslandkarte auf S.21) darzustellen. Auch das Internet kann als hilfsreiches Instrument für die Identifikation von Wissen dienen. Auf diese Weise können sich Organisationen im Vorfeld einen wichtigen Überblick über bestehende Strukturen und deren Ausbaufähigkeit verschaffen.
Instrumente für den Wissenserwerb und die Wissensentwicklung
In einer Organisation wie der Verwaltung entsteht ständig Wissen. Der einfachste Weg, um dieses Wissen auszutauschen, ist immer noch das Gespräch. Viele Mitarbeiter wissen bei auftretenden Problemen, an wen sie sich wenden können. Dies setzt allerdings ein großes persönliches Netzwerk voraus, welches viele Jahre Erfahrung, Einsatz und eine hohe Kommunikationsfähigkeit bedarf. Durch die sogenannten Kaffeepausen und -ecken aktualisiert sich das Netzwerk der MitarbeiterInnen wie von selbst, doch erfreuen sich diese „Kaffeekränzchen“ nicht allgemeiner Beliebtheit. In den seltensten Organisationen sind sogenannte „Wissenszimmer“ oder offene Zimmer eingerichtet, die mit Papier, Schreibmaterial, Internetzugang und Drucker ausgestattet sind, um Diskussionen oder selbst organisierte Workshops durchzuführen. Auch offen stehende Türen können für ein angenehmes „Wissensklima“ sorgen.
Diese besondere Form von Kommunikation, also das zufällige Gespräch auf dem Gang oder in der Kantine oder das Treffen in einem Gesprächsraum, ist für eine Organisation lebensnotwendig, denn es muss ein Wissenstransfer stattfinden. Dabei können technisch sogenannte Wissenslandkarten bei dem Aufbau und der Verbreitung eines solchen Netzwerkes helfen ( mehr zur Wissenslandkarte auf S.21).
29 Wissensmanagement online,www.wissensmanagement.net/online/archiv/2001/[..], Download am 20.11.02 30 Beispiele für Modellierungswerkzeuge sind Produkte von Aris Toolset der IDS Scheer AG, Income der Promatis AG etc.
Was ist Wissensmanagement? Seite 18
Instrumente zur Wissens(ver)teilung
Auch die besten Werkzeuge und Technologien des Wissensmanagements helfen wenig, 31 in wenn das dokumentierte Wissen nicht dorthin gelangt, wo es benötigt wird. Ein WWW Verbindung mit einer passenden graphischen Benutzerfläche wäre an dieser Stelle z.B. ein entsprechendes Hilfsmittel. Das Intranet ist dabei eine der zur Zeit effektivsten und funktionsfähigsten Methoden.
Doch was ist ein Intranet und was beinhaltet es im Einzelnen?
Der Begriff des Intranets entstand erst 1994 und trat mit der Einführung der vernetzten multimedialen Dokumente in die Öffentlichkeit. Führende Unternehmen der US-Wirtschaft, vor allem aus dem innovativen informationstechnischen Umfeld, legten die ersten Meilensteine in der Geschichte des Intranets. Heute setzt bereits mehr als die Hälfte der Unter- 32 einund auch klein- und mittelständische Unternehmen den verkauften www-Server
nehmen verbessern ihr Wissensmanagementsystem durch das Intranet. Doch was steckt nun im Einzelnen dahinter?
Das Intranet ist ein firmeninternes Netzwerk, welches die Dienste und Techniken des Internets nutzt. Aufgrund des internen Gebrauchs treten z.B. Probleme mit der Reaktionsgeschwindigkeit nicht mehr auf. In Fachkreisen spricht man auch von dem privaten, veredelten Internet. Es ist eine Plattform für den Austausch, die Systematisierung und Archivierung von Wissen.
Der wesentliche Unterschied zum Internet besteht darin, dass das Intranet einen identifizierbaren Benutzer und Betreiber besitzt. Es steht nur einer festdefinierten Menge zu, z.B. einer Abteilung des Ministeriums X oder dem gesamten Ministerium X. Diese Menge kann weiterhin Informationen aus dem allgemeinen Internet holen und benutzt zum Intranetzugang den üblichen Internet-Browser. Bei der Verbindung zum Internet ist jedoch eine geeignete Sicherungstechnik (Firewall) vorzusehen, um sich vor dem Zugriff Unberechtigter auf das Intranet zu schützen. Jeder Mitarbeiter hat somit Zugang zu den bereitgestellten Informationen, kann jederzeit Informationen anbieten, die meist wieder verwendet werden. Vor allem spricht die anwenderfreundliche graphische Benutzeroberfläche für einen leichten und schnelleren Zugang, womit aufwendige Schulungskosten entfallen. Es eignet sich sowohl für dauerhafte, flüchtige Informationen als auch für große Informationsmengen.
33 Man verspricht sich mit dem Intranet folgende Vorteile :
31 www = world wide web: ein Informationsdienst im Inter-/ Intranet
32 Programm, das auf einem speziellen PC läuft und auf Anforderung HTML-Dokumente an den Browser überträgt.
33 Ob diese Punkte die MitarbeiterInnen in der Berliner Verwaltung als Vorteile des Intranets erkennen, kann den Auswertungen siehe Anlagen 5,7 und 9 entnommen werden.
Was ist Wissensmanagement? Seite 19
es verbessert den Zugang zu Informationen,
es kann Kommunikations-Barrieren durchbrechen, es unterstützt die Mitarbeiter auf allen Ebenen, es kann Informationen an eine große Anzahl von Mitarbeitern verteilen und es kann die Kosten erheblich senken.
Aufgrund dieser Vorteile dient das Intranet nicht nur als ein Kommunikationsmedium, sondern als Wissensbasis einer Organisation. Nebenbei übernimmt es die traditionelle Rolle des Informationsverteilers und der Nutzer kann sich vermehrt auf die Rolle des Analytikers, des Kritikers und des Ideengebers konzentrieren. „Damit wird das Intranet zum Motor des Wandels vom Fließband zur lernenden Organisation. Dies ändert die Art und Weise, wie Probleme in verteilten Systemen angegangen werden, wie verteilte Organisationen zu 34 managen sind und verändert den Wert, der den Mitarbeitern beigemessen wird.“
Um die Möglichkeiten des Intranets voll auszuschöpfen, können bestimmte Anwendungen und Dienste, die für das Wissensmanagement nützlich sind, ins Intranet integriert werden. In der folgenden Tabelle werden einige von ihnen vorgestellt.
34 KM @ Work- Teil 2
Was ist Wissensmanagement? Seite 20
In den meisten Fällen bildet das Intranet oder auch Groupware die grundlegende Architektur für ein Wissensmanagementsystem. Groupware ist eine anerkannte und verbreitete Technologie, die Mechanismen für Kommunikation, Koordination und Kooperation von Mitarbeitern in Arbeitsgruppen sowie Projekten bereitstellt. Das reicht von generell anwendbaren Werkzeugen wie E-Mail oder elektronischer Kontaktverwaltung bis hin zu mehr spe- 35 „DieFunktionalität zifischen Anwendungen wie Gruppenkalender und Diskussionsforen. der gemeinsamen Arbeitsbereiche ist aus Sicht des Wissensmanagements besonders hervorzuheben, da damit ein projekt- oder teamorientierter Zugriff auf eine Vielfalt von In- 36 formationsressourcen von unterschiedlichen Orten aus ermöglicht wird.“ Bei einer solchen Groupware-Anwendung kann z.B. in einem Retrieval System integriert werden. Dieses System ermöglicht die Integration verschiedener Informationssysteme (wie Internetseiten, Dokumentenmanagementsystem oder Groupware) für Suchanfragen. Die Art der Suche wird als Stichwortsuche oder Volltextsuche bezeichnet. Sollen verwandte Begriffe ebenfalls beachtet werden, so ist ein Thesaurus notwendig, der die verwandten Begriffe verbindet und ordnet, sowie andere Beziehungen zwischen den beschriebenen Merkmalen von Dokumenten aufzeigt.
Eine weitere Methode stellen sogenannte Mentorenprogramme dar. Sie dienen dazu, dass neue Mitarbeiter von langjährigen Mitarbeitern nicht nur fachlich eingearbeitet werden, sondern während der ersten Zeit auch mit der Kultur der Organisation vertraut gemacht werden. Damit werden implizites Wissen und Erfahrungen direkt weitergegeben und die jungen MitarbeiterInnen können schon frühzeitig ihr eigenes Informationsnetzwerk aufbauen.
Instrumente zur Wissensbewahrung
„Ist Wissen oder das Wissen über Erfahrungen und Qualifikationen von MitarbeiterInnen als Information dokumentiert, so muss diese geeignet verwaltet werden. Die Verwaltung von Wissen meint die Speicherung, Ablage und Bereitstellung des dokumentierten Wis- 37 Indiesem Zusammenhang bieten sich besonders Dokumenten-, Content- und sens.“
Führungsinformationssysteme an. Sie ermöglichen eine schnellere Suche der Informationen meist durch Setzen von Schlagwörtern. Diese Systeme müssen jedoch deutlich voneinander abgegrenzt werden.
„Wenn nicht dokumentiertes Wissen, sondern das Wissen über Wissensträger (MitarbeiterInnen) verwaltet werden soll, leisten [sogenannte]
Skill-Management-Systeme
eine hilf-
35 ExperTeamAG, KM Artikel.doc
36 Föcker, E. 2001, o.S. 37 Föcker, E. 2001, o.S.
Arbeit zitieren:
Dipl. Wirtschaftsjuristin Jacqueline Schmidt, 2003, Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung: Notwendigkeiten, Konzepte und Perspektiven, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Bezirkshauptmannschaft - Element der österr. Verwaltungsorganisati...
Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung
Diplomarbeit, 85 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Jacqueline Schmidt hat den Text Wissensmanagement in der Ministerialverwaltung: Notwendigkeiten, Konzepte und Perspektiven veröffentlicht
Jacqueline Schmidt hat einen neuen Text hochgeladen
Boomwhackers im Kreis Das DrumCircle-Konzept mit Boomwhackers
Das DrumCircle-Konzept mit Boo...
Andreas von Hoff
Das Nachhaltigkeits-Konzept in deutschen Unternehmen: Modetrend oder N...
Joanna Ludwikowski
Perspektiven Transzendental-PH Nomenologischer Forschung: F R Ludwig L...
K. Held, U. Claesges
Roma-/Zigeunerkulturen in neuen Perspektiven
Romani/Gypsy Cultures in New P...
Fabian Jacobs, Johannes Ries
European Prospects / Europäische Perspektiven
Jürgen Habermas, Frank-Walter Steinmeier, Julian Nida-Rümelin, Wolfgang Thierse
Metaphysik heute - Probleme und Perspektiven der Ontologie / Metaphysi...
Matthias Lutz-Bachmann, Thomas M. Schmidt
Perspektiven der Corporate Governance
Bestimmungsfaktoren unternehme...
Ulrich Jürgens, Dieter Sadowski, Gunnar Folke Schuppert, Manfred Weiss
Bestand und Perspektiven des Europäischen Verwaltungsrechts
Rechtsvergleichende Analysen
Jürgen Schwarze
Neue Evaluationskultur - Perspektiven
Grundlagen und Beispiele: exer...
Otfried Börner, Christa Lohmann
0 Kommentare