II
Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 1
2.1. Wahrnehmungstypen 1
2.2. Was ist Visualisierung? 2
2.3. Bildhafte Darstellungen 3
2.4. Funktionen der Gehirnhälften 3
3. Präsentationstechniken 4
3.1. Visuelle Medien 4
3.1.1. Tafel / White Board 4
3.1.2. Karteikarten 5
3.1.3. Pinnwand / Lernplakat 6
3.1.4. Tageslichtschreiber 7
3.1.5. Flipchart 8
3.2. Auditive Medien 9
3.2.1. auditive Datenträger 9
3.2.2. Artikulation 9
3.3. Audiovisuelle Medien 9
3.3.1 Gestik 10
3.3.2 Video/ Audio 10
3.3.3. Powerpoint 11
3.4. Haptische Medien 11
3.4.1. Modell 11
3.4.2. Handout 12
3.5 Sitzformation 13
4. Visualisierungsarten 13
II
4.1. Mindmap/ Netzbild 13
4.2. Diagramme 14
4.3. Grafik 15
4.4. Schriftgrößen 15
4.5. Farbspiele 15
5. Fazit 16
Anhang 17 Quellenverzeichnis 25
1
1 Einleitung
Wir beginnen unsere Studienarbeit ganz bewusst mit einem Rollenspiel (siehe Anhang), um dem Publikum einen spielerischen Einstieg in die behandelte Thematik zu ermöglichen. So aktivieren wir unsere Zuhörer und wecken ihre ganze Aufmerksamkeit. Zudem ist das interaktive Rollenspiel eine sehr passende Methode, um direkt mit einer Präsentationstechnik (hier: Rollenspiel) auf unser Thema: „Präsentationstechniken und Visualisierungsmethoden“ hinzuweisen. Mit dem Rollenspiel wollen wir unserem Publikum zeigen, dass man Inhalte und Botschaften nicht nur verbal, sondern auch visuell vermitteln kann. Außerdem soll es demonstrieren, dass jedes Individuum, also jeder Charakter, sich intuitiv selbst präsentiert und daher automatisch eine Präsentationstechnik, durch die angewendete Mimik, Gestik, Artikulation, aber auch durch die verbale Kommunikation, anwendet.
2 Grundlagen
2.1 Wahrnehmungstypen Der visuelle Wahrnehmungstyp
Dieser Wahrnehmungstyp nimmt überwiegend seine Informationen visuell auf. Visuell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dieser Typ hauptsächlich die Informationen über die Augen (durch das Sehen und Beobachten) wahrnimmt. Demnach werden verständlicherweise visualisierte (farbliche und förmliche) Objekte, teilweise unbewusst, zuerst wahrgenommen. Die Lernfähigkeit mit Bildern, Zeichnungen, speziellen Formatierungen, Diagrammen und anderen optischen Hilfsmitteln ist enorm hoch, da dieser Wahrnehmungstyp seine Informationen über das visuelle Gedächtnis hervorrufen kann. Er kann also Informationen visuell besser aufnehmen und verarbeiten, als andere Wahrnehmungstypen. Man findet sie überwiegend in Berufen mit grafischem Schwerpunkt.
Der auditive Wahrnehmungstyp
Dieser Wahrnehmungstyp nimmt überwiegend Informationen auditiv auf. Auditiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dieser Typ größtenteils die Informationen über die Ohren wahrnimmt, also durch das Hören oder Sprechen. Demnach werden Reden und Töne intensiv verarbeitet und gespeichert. Oft hören sie noch auditive Informationen bzw. Töne, wo andere Wahrnehmungstypen keine mehr erkennen können. Er kann unterschiedliche Informationen am besten mit Hilfe von CD’s, Kassetten und anderen auditiven Hilfsmitteln aufnehmen. Auch bei Vorträgen ist der Lerneffekt enorm hoch. Man findet den auditiven Wahrnehmungstypen oft in musikalischen Berufen oder bei musikalischen Interessen wieder.
2
Der haptische (kinästhetische) Wahrnehmungstyp
Dieser Wahrnehmungstyp nimmt überwiegend seine Informationen haptisch auf. Haptisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dieser Typ die Informationen durch das aktive Tasten, Bewegen bzw. Erfühlen verstärkt wahrnimmt. Er lernt also am besten durch das Ertasten und Fühlen. Demnach werden alle haptischen Medien, z.B. Modelle zuerst wahrgenommen und besser verarbeitet. Die Abstraktion von Theorien, Informationen und weiteren Dingen vereinfacht also die Merk- und Lernfähigkeit des haptischen Wahrnehmungstypens. Bevorzugt werden Dinge aktiv bewegt, um zu verstehen. Man findet den kinästhetischen Wahrnehmungstypen oft in handwerklichen Berufen wieder.
Der olfaktorische und gustatorische Wahrnehmungstyp
Zur Vollständigkeit halber, da sie kein Bestand der Präsentation sind, wird kurz der olfaktorische und gustatorische Wahrnehmungstyp erläutert: Der olfaktorische Wahrnehmungstyp nimmt insbesondere Informationen über Gerüche wahr. Der gustatorische Wahrnehmungstyp nimmt hauptsächlich Informationen über Geschmäcker, also durch das Schmecken, wahr. 1 Jeder Mensch hat unterschiedlich ausgeprägte Wahrnehmungstypen, wobei die stärkste Wahrnehmungsart charakterisierend ist. In der Praxis wurde aus der psychologischen Forschung ermittelt, dass der Mensch durch das Lesen 10%, durch das Hören 20%, durch das Beobachten 30%, durch das Hören und Sehen 50%, durch selbst sagen 70% und durch aktives Tun 90% der vorhandenen Informationen aufnimmt (s. Pyramide im Anhang). 2
Es ist wichtig, möglichst auf alle Wahrnehmungskanäle einzugehen, da sich unter der Hörerschaft unterschiedliche Wahrnehmungstypen befinden. 3 Die effektive Anwendung verschiedener Präsentationstechniken und Visualisierungen erhöht folglich die Merk-und Lernfähigkeit des interessierten Publikums.
2.2 Was ist Visualisierung?
Mit dem Begriff Visualisierung (lat.: visualis: zum Sehen gehörig) 4 oder auch Veranschaulichung meint man das Sichtbarmachen von abstrakten Inhalten (Daten und Zusammenhänge) in eine „graphische bzw. visuell erfassbare Form“ 5 . Dafür werden Daten in Form von Bildern, Texten oder einer Kombination von beidem so aufbereitet, dass sie den Inhalt veranschaulichen und verdeutlichen. Darüber hinaus lässt sich die Technik der Visualisierung dazu verwenden, unstrukturierte Daten in eine
1 Vgl. www.topos-online.at/html-texte/wahrtyp.htm, (Stand. 25. Februar 2010).
2 Vgl. Spinola, R., in: Weiterbildung 4/88.
3 Vgl. Lenzen, 1999, S. 29.
4 Vgl. www.duden.de/definition/visualisierung (Stand 26.02.2010) .
5 Vgl. www.wikipedia.org/wiki/Visualisierung (Stand 18.02.2010).
3
gut begreifbare Form zu bringen. Zudem kann man mit Hilfe der Visualisierung „etwas optisch so betonen und herausstellen, da[ss] es Aufmerksamkeit erregt“ 6 . Bei dem Prozess der Visualisierung werden die gegebenen Daten interpretiert und die wichtigen Zusammenhänge sichtbar gemacht, indem irrelevante Details weggelassen und gestalterische Entscheidungen getroffen werden.
2.3 Bildhafte Darstellung
Mit dem Thema Visualisierung haben sich schon in der frühen Geschichte Menschen beschäftigt, wie z.B. das folgende Zitat von Konfuzius (551-479 v. Chr.) zeigt: „Sage es mir und ich werde es vergessen. Zeig es mir und ich werde mich erinnern. La[ss] es mich tun und ich werde verstehen.“ 7 Daraus geht hervor, dass es schwer fällt einen Sachverhalt durch bloße Worte zu behalten, aber das der Mensch durch das Zeigen von Inhalten, also einer bildhaften Darstellung, wenigstens in der Lage ist sich zu erinnern. Weitere Zitate, welche die Bedeutung der Visualisierung zeigen, sind folgende: „Man muss zum Auge reden, will man verstanden werden.“ 8 und „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ 9 Diese Zitate veranschaulichen was man mit der Visualisierungstechnik erreichen möchte, nämlich eine bildhaft, vereinfachte Darstellung von komplexen und schwer verständlichen Daten, Zahlen, Fakten und Meinungen. Doch es sollte beachtet werden, dass die visuelle Darstellung nicht die verbale Kommunikation ersetzt, sondern den Redeaufwand lediglich verkürzt, das Gesagte erweitert und ergänzt, sowie Informationen leichter erfassbarer und verständlicher macht. So ist die Visualisierung besonders geeignet, um den Zuhörern eine Orientierungshilfe zu geben und Ihnen das "Behalten" der Informationen zu erleichtern. 10 Durch eine bildreiche Gestaltung kommt der Redner auch ohne große Worte ans Ziel, da Bilder sehr effektvoll und überzeugend wirken können. 11
2.4 Funktion der Gehirnhälften
Gehirnforscher gehen von zwei Gehirnhälften aus, die rechte Gehirnhälfte ist zuständig für die Intuition und Kreativität und die linke Gehirnhälfte ist zuständig für die Rationalität und Analytik. Die beiden Gehirnhälften, auch Hemisphären genannt, gehören zum Großhirn und sind nur äußerlich symmetrisch angelegt, die Funktionen der beiden Gehirnhälften dagegen sind unterschiedlich. Solch eine Hemisphärenausprägung gibt es nur bei Menschen.
6 Duden ,,Fremdwörterbuch", 4. Auflage, Bibliographisches Institut, Mannheim, 1982.
7 www.rhetorikblog.com/?p=1153 (Stand 26.02.2010), Konfuzius.
8 www.teachsam.de/arb/visua/visua_1.htm (Stand 26.02.2010), Johann Gottfried Herder (1744-1803).
9 www.wikipedia.org/wiki/Ein_Bild_sagt_mehr_als_tausend_Worte (Stand 26.02.2010).
10 Vgl. www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/weiterbildung/archiv_lernenlernen/index,
page=1660442,chunk=1.html (Stand 26.02.2010).
11 Vgl. Lenzen, Andreas (1999), S.31.
4
Gehirnhälften:
Die rechte Gehirnhälfte verarbeitet bildlich gestalthafte Eindrücke und Informationen. Des Weiteren werden in der rechten Hemisphäre Gefühle, Sympathien als auch Antipathien wahrgenommen und verarbeitet. Sie denkt ganzheitlich in Bildern, dazu nutzt die rechte Gehirnhälfte räumliche, farbige und bewegte Modelle. Die linke Hemisphäre speichert Daten und Informationen. Sie denkt logisch, detailliert, analytisch und ordnend, was bedeutet dass die linke Gehirnhälfte verdichtete Gedanken verarbeitet. Das Fachwissen oder auch handwerkliche Fertigkeiten sitzen in der linken Gehirnhälfte. 12
Die überwiegende Mehrheit aller Menschen nutzt beim Lernen nur die linke Gehirnhälfte. Bei Präsentationen sollte darauf geachtet werden, den Informationsfluss so vorzubereiten, dass beide Gehirnhälften angesprochen werden. Damit dies gelingt, sollte man Aussagen und Informationen durch emotionale und bildhafte Lerntechniken unterstützen, sodass die Informationen schneller verinnerlicht, besser und länger gespeichert werden. Durch solche Darstellungen werden beide Gehirnhälften angesprochen und die Informationsaufnahme der Zuhörer wird erhöht.
3 Präsentationsgrundlagen
3.1 Visuelle Medien 3.1.1 Tafel / Whiteboard
Das älteste, in der heutigen akademischen sowie schulischen Lehre eingesetzte Medium zur Visualisierung ist die Tafel (lat. tabula: Brett, Schreibtafel), welche man mit Tafelkreide beschriften und später wieder abwischen kann. Das Whiteboard, welches auch Weißwandtafel oder weiße Tafel genannt wird, ist eine Weiterentwickelung der Schultafel bzw. Wandtafel. 13 Es hat eine spezielle Oberfläche, auf der man mit Whiteboard-Filzmarkern schreiben und das Geschriebene später mit einem trockenen Reinigungsfilz leicht abwischen kann. Der Tafel und dem Whiteboard als Präsentationsmedien kann man die gleichen Funktionen bzw. Vor- und Nachteile zuordnen. Sie sind die weitverbreitetsten Medien und befinden sich daher in so gut wie allen Bildungseinrichtungen zum „Notiz-, Übungs- und Präsentationszweck“ 14 .
Mit der Tafel und dem Whiteboard als Präsentationsmedium ist der Repräsentant in der Lage den Unterricht bzw. den Vortrag flexibel zu gestalten, da die Medien keinen festgelegten Unterrichtsverlauf vorgeben. Außerdem ermöglichen sie ein langsames Arbeitstempo (Didaktik) und es ist eine schrittweise, individuelle Entwicklung von
12 Vgl. Weidenmann, Bernd (2008), S. 8.
13 www.wikipedia.org/wiki/Whiteboard (Stand 26.02.2010).
14 www.wikipedia.org/wiki/Schultafel (Stand 18.02.2010).
5
Sachverhalten möglich. Ein weiterer Vorteil dieser Präsentationsmethoden ist die einfache Handhabung. Man hat eine große Schreibfläche zu Verfügung, die sehr gut für Schrift und Skizzen geeignet sind. Zudem lässt sich das Geschrieben bzw. das Bild jederzeit leicht ändern, löschen und korrigieren. Durch bunte Kreide bzw. Filzstifte sind sogar farbige Darstellungen auf den ökologisch unbedenklichen Medienflächen möglich. 15
Kleine Unterschiede zwischen den beiden Präsentationmethoden sind zum einen der Vorteil des Whiteboards, welches auch als Klebe- und Magnetfläche verwendet werden kann und zum anderen der Vorteil der Tafel, welche einen sehr guten Kontrast (weiße Kreide auf dunkler Tafel) bietet. Doch die beiden Medien haben auch eine negative Seite. Sie sind meistens an einem fixen Platz im Raum platziert, sind also nicht transportabel, sodass der Referent kaum etwas vorbereiten und das entstandene Bild nicht wiederverwenden kann. Zudem kann es passieren, dass die Schrift oder das Bild unsauber wird, da es unteranderem für den Lehrerenden ziemlich schwer ist gleichzeitig zu Sprechen und zu Schreiben. Dies wiederum führt zu der Gefahr zur Tafel/Whiteboard zu sprechen und so den „Blickkontakt zu dem Publikum“ 16 zu verlieren. Bei der Verwendung der Tafel sollte beachtet werden, dass die Kreide zur Staubentwicklung führt, was wiederum in allergischen Reaktionen enden kann. 17 Wenn man sich allerdings für das Whiteboard als Medium entscheidet, dann sollte man unbedingt die richtigen Filzstifte und das dazugehörende Reinigungsfilz parat haben.
3.1.2 Karteikarten
Bei einer Präsentation, einer freien Rede oder einem Referat dienen Karteikarten als „Zwischenglied“ 18 zwischen dem verbalen Vortrag und den verwendeten Präsentationsbzw. Visualisierungsmedien. Sie sind für den Repräsentanten eine hilfreiche Gedächtnisstütze und geben ihm einen „psychologischen Rückhalt“ 19 . Auf den Karteikarten können „Begriffe und Daten, aber auch Schlüsselsätze und Definitionen“ 20 enthalten sein, auf die der Vortragende in Notfallsituationen während seiner Präsentation zurückgreifen kann. Am besten eignen sich linierte Karteikarten der Größe DIN A5, da diese klein genug sind, um sie in einer Hand zu halten, aber immer noch groß genug sind, um eine übersichtliche und gut leserliche Beschriftung zu gewährleisten. Besonders sollte beachtet werden, dass man als sogenannten "Spickzettel“ nicht normales Papier, sondern Karteikarten verwendet, da diese dicker und so besser zu handhaben sind.
15 www.arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PRAESENTATION/medieneinsatz.shtml (Stand 26.02.2010).
16 Vgl. Breger, Wolfram; Grob, Heinz Lothar (1999), S. 113.
17 Langner-Geißler, Traute; Lipp, Ulrich (1994), S.10.
18 www.linguakonzept.de/handi/DasKarteikartensystem.pdf (Stand 19.02.2010).
19 www.linguakonzept.de/handi/DasKarteikartensystem.pdf (Stand 19.02.2010).
20 www.linguakonzept.de/handi/DasKarteikartensystem.pdf (Stand 19.02.2010).
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David Klee, Charlotte Kierdorf, Benedikt Weber, 2010, Präsentationstechniken und Visualisierungsmethoden, München, GRIN Verlag GmbH
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