Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Jüdische Wähler in den USA
3. Die jüdisch israelische Lobby
3.1. AIPAC - American Israel Political Action Committee
3.2. Weitere Organisationen
4. Die Nahost Poltik der USA
4.1. Einleitung
4.2. Nixon und Ford
4.3. Carter
4.4. Reagan
4.5. Bush Sr.
4.6. Clinton
5. Bewertung
6. Literatur
7. Internetquellen
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1. Einleitung
Der Nahe Osten als eines der brisantesten Krisengebiete des zwanzigsten Jahrhunderts ist auch heute noch einer der zentralen Konflikte in den internationalen Beziehungen. Bis zum Ende der bipolaren Weltordnung hatten beide Supermächte über Bündnispartner Einfluss auf den Konflikt und den Friedensprozess. Mit dem Rückzug der Sowjetunion beziehungsweise Russlands aus dem Konflikt gewannen die Vereinigten Staaten weiter an Einfluss auf die Parteien.
Eine Konstante in der US-amerikanischen Nahost Politik war und ist die Unterstützung Israels. Auch wenn die verschiedenen Regierungen in den USA durchaus Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit den israelischen Regierungen hatten, wagte sich keine USamerikanische Regierung die hohe finanzielle Unterstützung in Frage zu stellen. Wie kommt es zu dieser Konstanz? Vor allem welche Rolle spielen die jüdischen Wähler und deren Wählerstimmen sowie die jüdisch-amerikanische Lobby? Auf diese Fragestellung sollen Antworten gefunden werden, die die Verknüpfung amerikanischer Innenpolitik mit der Außenpolitik darstellen. Wie es dem Titel meiner Arbeit zu entnehmen ist liegt hier der Schwerpunkt. Bevor ich zu dem Hauptteil meiner Arbeit komme, in dem die Nahostpolitik der USA unter Berücksichtigung der Fragestellung dargestellt wird, werde ich zunächst einige Informationen über die jüdische Bevölkerung in den USA geben. Darauf folgen Informationen zu der jüdischen Lobby in den Vereinigten Staaten. Das in dieser Arbeit untersuchte Thema ist in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch nicht intensiv erforscht worden. Die verschiedenen, auch in meinem Literaturverzeichnis erwähnten Autoren, untersuchen diese Thematik nur am Rande in ihren Werken zum Thema Juden in den USA und amerikanische Nahostpolitik. Doch vor allem die Rolle der jüdischen Lobby und deren Einfluss auf den Kongress benötigt eine intensivere Untersuchung, dabei im
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speziellen der Rolle von AIPAC. Vielleicht käme man mit weitergehenden Untersuchungen, als diese in der veröffentlichten Literatur gemacht wurden, zu einer anderen, in jedem Fall aber zu einer differenzierteren Beantwortung der Fragestellung als es mir möglich ist.
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2. Jüdische Wähler in den USA
In den USA leben ungefähr 6,1 Millionen Juden, das macht 2 Prozent der Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten aus(Medoff 2002: 1)1. Damit existiert in den USA die größte Jüdische Bevölkerungsgruppe im weltweiten Vergleich. Vorausgegangen war ein, seit der Entdeckung Amerikas, kontinuierlicher Anstieg der Bevölkerungszahlen(Sarna 2004: 375). Dieses Anwachsen der Jüdischen Gemeinschaft in den USA resultiert vor allem aus der massiven Einwanderung, vor allem zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Diese Bevölkerungsgruppe stellt die „mit Abstand wohlhabendste, beruflich erfolgreichste, gebildetste Ethnizität“(Rohlfes 1990: 15) dar.
Die Juden in den Vereinigten Staaten sind die am stärksten örtlich konzentrierte Religion, etwa 85 Prozent leben in Großstädten(Sarna 2004: 358). Alleine in den an der Ostküste gelegenen Städten New York, Philadelphia, Baltimore und Washington D.C. leben 40 Prozent der Amerikanischen Juden(Medoff 2002: 1). Aufgrund dieser Konzentration können Sie trotz ihrem, insgesamt gesehen geringen Bevölkerungsanteil, stärkeren politischen Einfluss nehmen. Denn zu dem in manchen Gebieten hohen Bevölkerungsanteil kommt die sehr hohe Wahlbeteiligung von durschnittlich 92 Prozent(Kaim 1999: 18), was verglichen mit der schwachen Mobilisierung der US-Amerikaner
von insgesamt 60 Prozent 2 herausragend ist.
Somit sind die Juden eine von keiner politischen Partei zu vernachlässigende Größe im US-Amerikanischen Wahlkampf. Allerdings bestand und besteht bis heute eine eindeutige Tendenz zur Demokratischen Partei, die mit wenigen Ausnahmen, die Mehrheit der jüdischen Stimmen gewinnen konnte. „In allen
1 Stand 2001
2 Wahl 2004
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Präsidentschaftswahlen seit 1924 lagen die Stimmen für die demokratischen Kandidaten um durschnittlich 25 Prozent über dem Anteil der Gesamtwählerschaft“(Rohlfes 1990: 102). So hat der Großteil der jüdischen Wähler in der Vergangenheit nur gegen die demokratische Partei und Demokraten gestimmt, wenn eindeutig Jüdische Interessen gefährdet waren.
Für Präsidentschaftswahlen gibt es mehrere Beispiele, die zeigen dass die Stimmen der jüdischen Wähler den unterlegenen Kandidaten den Wahlsieg gekostet haben.
An dieser Stelle möchte ich beispielhaft die Wahl von 1992, als Präsident Bush Senior Bill Clinton unterlag, kurz erläutern. Sicherlich kann man die Niederlage Bushs nicht ausschließlich auf das Wahlverhalten der Juden zurückführen. Allerdings haben seine Nahost Politik und negative Bemerkungen seiner Mitarbeiter über die pro-israelische Lobby das Wahlverhalten beeinflusst. So wählten nur 13 Prozent den amtierenden Präsidenten hingegen 86 Prozent den Gouverneur aus Arkansas. Clinton selber hatte in seinem Wahlkampf Druck auf Israel abgelehnt und die Waffenverkäufe der Bush Administration an die Arabischen Nachbarstaaten Israels abgelehnt. .
Anhand dieses Beispiels und Erkenntnissen aus früheren Wahlen muss man die Bedeutung der US-amerikanisch-jüdischen Wähler höher einschätzen als es der prozentuale Bevölkerungsanteil vermuten lässt.
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Arbeit zitieren:
M.A. Philipp Müller, 2005, Die Nahost Politik der USA und der Einfluss jüdischer Wählergruppen, München, GRIN Verlag GmbH
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Lisa Winkler
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am Saturday, January 21, 2012-