UNIVERSITÄT BREMEN
Kulturwissenschaften
Studiengang: Politikwissenschaften
Hausarbeit
Das Planspiel
Veranstaltung: Unterrichtsmethoden
Wintersemester 1999/2000
Nils Becker
Daria Bayer
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5
I. Einleitung 6
II. Planspiele im Unterricht – ein chancenreiches Unterfangen 7
1. Eine andere Art des Lernens – einige Vorbemerkungen 7
1.1 Wieso sind neue Lernformen von großer Bedeutung? 7
1.2 Einige Impressionen aus dem Planspielalltag 10
2. Die Konzeption und Durchführung von Planspielen 12
2.1 Entstehungsgeschichte 12
2.2 Präzisierung des Begriffs „Planspiel“ 13
2.3 Die einzelnen Phasen des Planspiels 16
2.4 Das räumlich-zeitliche Setting 20
2.5 Die Akteure des Planspiels 22
3. Was kann ein Planspiel im Unterricht leisten? 24
3.1 Kognitive Aspekte des Planspiels 26
3.2 Motivationale und emotionale Effekte des Planspiels 34
4. Planspiele sind vielfältig einsetzbar 41
III. Literaturverzeichnis 44
Abbildungsverzeichnis
- Abb. 1: Grundelemente und Grundstruktur des Planspiels: Die wichtigsten INHALTLICHEN Bestandteile der simulierten Welt in ihrem strukturierten Gefüge
- Abb. 2: Die Grundelemente und Grundstruktur des Planspiels: Die grundlegenden FORMALEN Bauelemente und der FUNKTIONALE Gesamtzusammenhang
- Abb. 3: Zur Entwicklungsgeschichte: „Stammbaum des Planspiels“
- Abb. 4: Zum Planspielbegriff: Planspielkomponenten
- Abb. 5: Spezifische Kombinationen der konstitutiven Modellmerkamle Abgrenzung gegen verwandte Formen
- Abb. 6: Äußere Spielabfolge: Organisation der Spielphasen
- Abb. 7: Spielaktivitäten – Aktionsschema je Spielperiode
- Abb. 8: Planspielsimulation als spezielles Verfahren der Erkenntnisgewinnung
Ansatzpunkte für eine Theorie der Simulation und des Planspiels
- Abb. 9: Die Planspieletappen
- Abb. 10: Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen
- Abb. 11: Der Erweiterte Lernbegriff
- Abb. 12: Einsatzmöglichkeiten des Planspiels
Vorwort
Zunächst sei hier erstmal auf einige formale Gesichtspunkte hingewiesen. Sie beziehen sich auf Aufbau und Darstellung der vorliegenden Arbeit. In der Arbeit wurde Wert darauf gelegt, den Stoff so zu gestalten, daß er trotz seines Umfanges leicht zugänglich ist. Im Folgenden werden einige Prinzipien und Elemente der Gestaltung, welche für die Darstellung maßgebend waren, angeführt:
Im Einleitungstext wird ein Einstieg in die grundlegende Problematik angeführt und soll die Idee von Ziel und Zweck der gesamten Arbeit vermitteln. Neben der zentralen Fragestellung und gedanklichen Leitlinien erhält er auch knappe Angaben über Abfolge und Inhalt der einzelnen Kapitel. Dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis am Anfang der Arbeit kann ein Überblick über die Konzeption des Ganzen entnommen werden und bietet durch vielschichtige Untergliederungen ein Bild von der Mannigfaltigkeit im einzelnen. Die in dieser Arbeit verwendeten Graphiken (Graphiken 1-8; Autor: M.Geuting 1992 / Graphiken 9-12; Autor: Heinz Klippert 1996) und Schaubilder sollen bestimmte Beziehungszusammenhänge, die sich mit Worten allein nicht klar genug darstellen lassen, nochmals ergänzend veranschaulichen. So werden schnelle Einsichten in das gedankliche Gefüge der Arbeit ermöglicht. Einige wichtige sinntragende Begriffe sind durch besondere Schrifttypen hervorgehoben und sollen die Auffassung erleichtern. Die zahlreichen Textüberschriften dienen ebenfalls als Erschließungshilfen. Die verwendete Literatur ist im Literaturteil – bis in Einzelaspekte hinein – systematisch aufgegliedert. Fußnoten und Querverweise wurden weitestgehend nach dem „Harvardschen System“ durchgeführt. Das Phänomen Planspiel lernt man natürlich am leichtesten durch praktische Teilnahme an Spieldurchführungen kennen. Leider wird diese Gelegenheit aber zur Zeit nur von wenigen Interessenten angeboten. Um dennoch die Faszination des Planspiels zu erleben bleibt oftmals nur der Weg der Selbstorganisation und Selbstgestaltung von Planspielen.
I. Einleitung
„Die Welt von morgen entsteht auch in den
didaktischen Systemen der Schule der Gegenwart.“
Zitat: J. Szaniawski
Seit geraumer Zeit wird ganz offiziell mehr für Freiarbeit und offenen Unterricht, für mehr Projektarbeit und fächerübergreifenden Unterricht, für mehr Projekttage und Projektwochen, für mehr Methodenschulung und soziales Lernen, für mehr Entscheidungstraining und Verantwortungsfähigkeit plädiert. Bildungspolitische Erklärungen und Richtlinien weisen diese Optionen genauso aus wie die meisten aktuellen Verlautbarungen der Wirtschaft – insbesondere der Großindustrie. Damit die Schüler/innen in diese verschiedenen Prozesse eingeführt werden können und die Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, welche für diese Findung unerläßliche Voraussetzung sind, muß die Schule verschiedene Programme zur Verwirklichung und zum Training entwickeln. In einem solchen Programm gewinnen die Verfahren an Bedeutung die man lernt, wie man lernt, Probleme sieht, Probleme löst, Entscheidungen trifft und Innovation im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben einleitet. Hieraus wird ersichtlich, daß auch die Lehrer/innen mit Verfahren, Lern- und Lehrstrategien vertraut gemacht werden müssen, welche bisher im schulischen Betrieb überhaupt nicht oder nur sehr selten eingesetzt wurden. Dazu gehört auch die aktive, partizipative Methode „Planspiel“.
In unseren Schulen sind Planspiele bislang nur wenig verbreitet. Dieses liegt erstens an den fehlenden Spielvorlagen, zweitens an einseitig orientierten Lehr-/Lernverständnis vieler Lehrkräfte, drittens an den traditionell eher dürftigen Gestaltungsspielräumen der Schule und viertens an der fehlenden Spielpraxis und –erfahrung der meisten Lehrer/innen. Mit der vorliegenden Arbeit soll auf die Frage eingegangen werden, in wieweit die Planspielmethode ein probates Mittel zur Durchführung schulischen Unterrichts ist. Zudem soll aufgezeigt werden, daß die Planspielmethode ein Medium mit vielseitigen Einsatz- und Lernmöglichkeiten ist.
Die vorliegende Arbeit ist wie folgt aufgebaut:
Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst in knapper Form die Planspielmethode erläutert und begründet. Dieses Beginnt mit einigen Impressionen aus einer Unterrichtseinheit, die zeigen sollen, wie lebendig und vielschichtig die Schüler/innen im Rahmen von Planspielen lernen. Im zweiten Abschnitt wird als dann die Organisation und Durchführung von Planspielen näher erläutert sowie die Spielkompetenz der Schüler/innen eingehender gewürdigt.
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Arbeit zitieren:
Nils Becker, Daria Bayer, 2000, Das Planspiel, München, GRIN Verlag GmbH
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